Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]
- Автор: Скальци Джон
- Серия: Krieg der Klone #1
- Год: 2007
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne Verlag
- ISBN: 978-3-641-02950-0
- Переводчик: Bernhard Kempen
- Жанр: Боевая фантастика
Электронная книга - «Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]». Краткое содержание книги:
Ausgezeichnet mit dem JOHN W. CAMPBELL AWARD als bester Roman des Jahres◦– mit »Krieg der Klone«, ein furioses Science-Fiction-Abenteuer in der Tradition Robert A. Heinleins, hat John Scalzi Leser und Kritiker gleichermaßen begeistert.
»Frag nicht«, sagte Jesse. »Neben ihr wirke ich wie ein gestrandeter Wal.«
Ich strich mit den Händen über ihren Körper. »Das wäre dann aber ein ziemlich hübscher gestrandeter Wal, Jesse.«
»Ich weiß!« Jesse setzte sich unvermittelt auf mir auf. Sie hob die Arme und verschränkte sie hinter dem Kopf, wobei sich ihre auch ansonsten wunderbar vollen und festen Brüste reckten. Ich spürte, wie sich die Innenseiten ihrer Schenkel erwärmten, mit denen sie meine Hüften umschloss. Ich hatte im Augenblick zwar keine Erektion, aber ich spürte, dass sich bereits die nächste ankündigte. »Schau mich an«, forderte sie mich überflüssigerweise auf, da ich sie keinen Moment aus den Augen gelassen hatte. »Ich sehe hinreißend aus. Das sage ich nicht, weil ich eitel bin. Ich meine damit, dass ich in meinem ganzen Leben noch nie so gut ausgesehen habe. Nicht einmal annähernd!«
»Das ist schwer zu glauben.«
Sie nahm die Brüste in die Hände und streckte mir die Brustwarzen entgegen. »Siehst du die hier?« Sie wackelte mit der linken Brust. »Im wahren Leben war die hier eine Körbchengröße kleiner als die andere, aber immer noch zu groß. Ab der Pubertät hatte ich ständig Rückenschmerzen. Und ich glaube, so fest waren sie vielleicht eine Woche lang, kurz vor oder nach meinem dreizehnten Geburtstag. Glaube ich.«
Sie griff nach meinen Händen und legte sie auf ihren perfekten flachen Bauch. »Auch so etwas hatte ich nie zuvor. Ich habe da unten immer einen kleinen Beutel mit mir herumgetragen, auch schon vor meinem ersten Kind. Und nach dem zweiten … sagen wir einfach, wenn ich noch ein drittes Mal schwanger geworden wäre, hätte es da drinnen jede Menge Platz zum Herumtoben gehabt.«
Ich legte die Hände auf ihren Hintern. »Und was war damit?«
»Die volle Breitseite«, sagte Jesse und lachte. »Ich war ein großes Mädchen, mein Freund.«
»Groß zu sein ist kein Verbrechen«, sagte ich. »Auch Kathy war nicht gerade zierlich gebaut. Ich konnte damit wunderbar leben.«
»Damals hatte ich auch kein Problem damit. Es ist idiotisch, sich wegen körperlicher Dinge zu ärgern. Andererseits würde ich jetzt nicht mehr tauschen wollen.« Sie reckte sich aufreizend. »Jetzt bin ich total sexy!« Gleichzeitig kicherte sie und neigte neckisch den Kopf zur Seite. Ich lachte.
Jesse beugte sich vor und sah mich an. »Ich finde diese Katzenaugen unglaublich faszinierend. Ich würde gerne wissen, ob sie dafür tatsächlich Katzen-DNS benutzt haben. Mich würde es jedenfalls nicht stören, zum Teil eine Katze zu sein.«
»Ich glaube nicht, dass es wirklich Katzen-DNS ist«, sagte ich, »da wir keine anderen Katzenattribute haben.«
Jesse setzte sich wieder auf. »Zum Beispiel?«
»Zum Beispiel«, sagte ich und ließ meine Hände zu ihren Brüsten hinaufwandern, »haben Kater Stacheln an ihrem Penis.«
»Raus!«, sagte Jesse.
»Nein, das stimmt. Es sind die Stacheln, die das Weibchen zur Ovulation stimulieren. Schlag selber nach. Ich habe jedenfalls keine Stacheln. Andernfalls dürftest du es längst bemerkt haben.«
»Das beweist gar nichts.« Jesse bewegte abrupt ihren hinteren Teil nach hinten und den vorderen nach vorn, sodass sie genau auf mir lag. Sie grinste anzüglich. »Vielleicht haben wir es nur nicht wild genug getrieben, um sie hervorbrechen zu lassen.«
»Das klingt nach einer Herausforderung.«
»Ich spüre, dass du bereit bist, sie anzunehmen«, sagte sie und rührte sich.
»Woran denkst du?«, fragte Jesse mich später.
»Ich denke an Kathy«, sagte ich. »Wie oft wir so dagelegen haben, wie wir es jetzt tun.«
»Auf dem Teppich, meinst du?«
Ich versetzte ihr einen leichten Stoß gegen den Kopf. »Nicht das. Sondern nach dem Sex einfach dazuliegen, zu reden und die Nähe des anderen zu genießen. Dasselbe haben wir gemacht, als wir zum ersten Mal darüber sprachen, uns rekrutieren zu lassen.«
»Warum hast du das Thema angesprochen?«
»Ich habe es nicht getan«, sagte ich. »Kathy hat davon angefangen. Es war an meinem sechzigsten Geburtstag, und ich war deprimiert, weil ich schon wieder zehn Jahre älter geworden war. Also schlug sie vor, dass wir uns freiwillig melden. Ich war ein wenig überrascht. Wir waren immer Antimilitaristen gewesen. Wir haben gegen den Subkontinentalen Krieg protestiert, als es nicht unbedingt populär war, so etwas zu tun.«
»Viele Leute waren gegen diesen Krieg«, sagte Jesse.
»Ja, aber wir haben wirklich protestiert. In unserer Stadt hat man schon Witze über uns gerissen.«
»Wie konnte sie es mit ihrer Überzeugung vereinbaren, sich von der Kolonialen Armee rekrutieren zu lassen?«
»Sie sagte, sie wäre nicht grundsätzlich gegen den Krieg oder die Armee, sondern nur gegen diesen Krieg und unsere Armee. Sie sagte, die Menschen hätten das Recht, sich zu verteidigen, und dass das Universum da draußen wahrscheinlich nicht gerade freundlich ist. Und abgesehen von diesen noblen Gründen wären wir dann obendrein wieder jung.«
»Aber ihr hättet nicht gemeinsam eintreten können«, sagte Jesse. »Oder wart ihr im gleichen Alter?«
»Sie war ein Jahr jünger als ich. Und ich habe es ihr erklärt◦– dass ich offiziell tot wäre, wenn ich zur Armee gehen würde, dass wir nicht mehr verheiratet wären und dass wir uns vielleicht nie wiedersehen würden.«
»Was hat sie gesagt?«
»Dass das alles nur Detailfragen wären. Sie würde mich wiederfinden und noch einmal vor den Altar zerren. Und sie hätte es zweifellos geschafft, weißt du. In solchen Dingen war sie unglaublich hartnäckig.«
Jesse stützte sich auf einen Ellbogen und sah mich an. »Es tut mir leid, dass sie nicht hier bei dir sein kann, John.«
Ich lächelte. »Schon gut. Es ist nur so, dass ich meine Frau von Zeit zu Zeit vermisse.«
»Ich verstehe«, sagte sie. »Auch ich vermisse meinen Mann.«
Ich warf ihr einen Seitenblick zu. »Ich dachte, er hätte dich wegen einer jüngeren Frau verlassen und sich dann eine Lebensmittelvergiftung zugezogen.«
»Richtig, und er hat es verdient, sich die Eingeweide aus dem Leib zu kotzen. Ihn als Mann, als Person vermisse ich weniger. Es fehlt mir, einen Ehemann zu haben. Es ist nett, jemanden zu haben, zu dem man gehört. Es ist nett, verheiratet zu sein.«
»Es ist nett, verheiratet zu sein«, pflichtete ich ihr bei.
Jesse kuschelte sich an mich und legte einen Arm über meine Brust. »Natürlich ist auch das hier nett. Es ist schon eine Weile her, seit ich es das letzte Mal getan habe.«
»Auf dem Fußboden liegen?«
Jetzt versetzte sie mir eine Kopfnuss. »Nein. Andererseits schon. Nach dem Sex so dazuliegen, meinte ich. Oder überhaupt Sex zu haben. Du willst gar nicht wissen, wie lange mein letztes Mal schon zurückliegt.«
»Aber klar.«
»Mistkerl. Acht Jahre.«
»Kein Wunder, dass du mich angesprungen hast, sobald ich in deiner Nähe war.«
»Da ist was dran«, sagte Jesse. »Zufällig kamst du mir sehr gelegen.«
»Es ist alles nur eine Frage der Gelegenheit, wie meine Mutter stets zu sagen pflegte.«
»Du hattest eine seltsame Mutter«, sagte Jesse. »Eh, Zicke, wie spät ist es?«
»Was?«, sagte ich.
»Ich habe mit der Stimme in meinem Kopf gesprochen.«
»Ein netter Name, den du dir dafür ausgesucht hast.«
»Wie hast du deinen Quälgeist genannt?«
»Arschloch.«
Jesse nickte. »Klingt auch nicht schlecht. Jedenfalls sagt Zicke, dass es kurz nach sechzehn Uhr ist. Wir haben noch zwei Stunden bis zum Abendessen. Weißt du, was das bedeutet?«
»Keine Ahnung. Ich glaube, viermal ist mein Maximum, selbst wenn ich jung und ultrafit bin.«
»Beruhige dich. Das bedeutet, dass wir noch genug Zeit für ein Nickerchen haben.«