Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Chronolithen [The Chronoliths - de]
Die Chronolithen [The Chronoliths - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Chronolithen [The Chronoliths - de]

Электронная книга - «Die Chronolithen [The Chronoliths - de]». Краткое содержание книги:

Aus dem Nichts taucht in Thailand plötzlich ein siebzig Meter hoher Obelisk auf und richtet in weitem Umkreis durch eine Druckwelle und einen extremen Temperatursturz große Verwüstungen an. Doch nicht Außerirdische haben das Artefakt geschickt, sondern es kommt aus der Zukunft. Es besteht aus einem fremdartigen, unzerstörbaren Stoft und trägt eine Inschrift, die den Sieg eines gewissen Kuin verkündet, der sich das Land unterworfen habe… Scott Warden. der als Aussteiger mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter ein sorgloses Leben am Strand führt, wird durch das Ereignis aus der Bahn geworfen: Als er heimlich das abgesperrte Gelände betritt, um den Obelisken zu untersuchen, wird er verhaftet und vom Geheimdienst verschleppt. Und als er dann später wieder freikommt, ist seine Familie außer Landes geflohen und in die USA zurückgekehrt. Denn inzwischen ist ein weiteres Kuin-Monument mitten in Bangkok aufgetaucht, mit verheerenden Folgen. Und noch mehr dieser Obelisken erscheinen, zerstören Istanbul und Jerusalem… Wer aber ist dieser Kuin? Ist er ein kommender Welteroberer? Oder ein Messias, der seine Schatten voraus wirft in die Vergangenheit? Doch wie sollte das möglich sein? Und warum ist Scott immer in der Nähe, wenn ein weiterer Chronolith emporsteigt?
1 ... 19 20 21 22 23 24 25 26 27 ... 70
Перейти на страницу:

»Und wurden vermutlich fündig.«

»Es gab schon merkwürdige Verbindungen. Aber die mit Abstand merkwürdigste waren wir beide.«

»Doch nicht wegen Cornell?«

»Zum Teil schon; aber sieh es mal so, Scotty. Da ist eine Frau, die über Tau-Anomalien und Exotische Materie redet, und das nicht erst seit Chumphon. Und die sich seither zur vielbeachteten Expertin für Chronolithen gemausert hat. Und da ist ihr ehemaliger Student, ein alter Freund, der sich rein zufällig am Strand von Chumphon aufhält und den man eine Meile vor dem ersten bekannten Chronolithen verhaftet, und das nur ein paar Stunden nach dem besagten Ereignis.«

»Sue«, sagte ich, »du weißt genauso gut wie ich, dass das nichts zu bedeuten hat.«

»Nicht im kausalen Sinne, das stimmt, aber darum geht es nicht. Es geht darum, dass es mit dem Finger auf uns zeigt. Der Versuch, die Entstehung eines Chronolithen zurückzuverfolgen, ist vergleichbar mit dem Versuch, einen Pullover aufzutrennen, bevor er überhaupt gestrickt wurde. Es geht nicht. Man erwischt bestenfalls bestimmte Fäden, die die richtige Länge haben oder ähnlich gefärbt sind, und stellt gewisse Vermutungen an, wie sie miteinander verschlungen sein könnten.«

»Und deshalb hat sich das FBI mit meinem Vater befasst?«

»Es gibt nichts, womit es sich nicht befasst. Wir wissen ja nicht, was wirklich von Bedeutung ist.«

»Die Logik der Paranoia.«

»Na ja, genau damit haben wir es zu tun, mit der Logik der Paranoia. Deshalb stehen wir beide unter Bewachung. Nicht, weil man uns einer kriminellen Handlung verdächtigt, jedenfalls nicht im üblichen Sinne. Aber man macht sich Sorgen, was aus uns werden könnte.«

»Wir sind die Bösewichter, meinst du das?«

Sie spähte aus dem Flugzeugfenster und durch die Lücken in der Kumuluswolke auf das Meer tief unten, das sich wie ein polierter blauer Spiegel ausnahm.

»Überleg mal, Scotty. Wer immer dieser Kuin ist, erfunden hat er diese Technologie sicher nicht. Eroberer und Könige studieren selten Physik. Sie benutzen, was sie vorfinden. Jeder könnte Kuin sein, egal wo, aber aller Wahrscheinlichkeit nach wird er diese Technologie einfach stehlen, und wer sagt, dass er sie nicht von uns stiehlt? Vielleicht sind wir aber auch die guten Geister. Vielleicht lösen wir ja das Rätsel. Auch das ist möglich — eine ganz andere Art der Verbindung. Wir sind nicht bloß Gefangene, sonst säßen wir doch hinter Gittern. Man überwacht uns, aber man schützt uns auch.«

Ich blickte in Richtung Cockpit, um zu prüfen, ob uns jemand zuhörte, doch Morris saß ganz vorne und schwatzte mit einer Flugbegleiterin, und Ray war in ein Buch vertieft. »Bis zu einem gewissen Punkt bin ich einverstanden«, sagte ich. »Ich werde vernünftig bezahlt, während viele gar nichts bekommen, und ich bekomme Dinge zu Gesicht, von denen ich nie gedacht hätte, sie je zu Gesicht zu bekommen.« Dass der Job meiner Obsession entgegenkam, ließ ich unerwähnt. »Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Ich kann nicht versprechen…«

Um jeden Preis dabei zu bleiben, wollte ich sagen. Ein Ministrant wie Ray Mosely zu werden. Nicht, wenn die Welt zum Teufel ging und ich eine Tochter zu beschützen hatte.

Sue sprang mir mit einem nachdenklichen Lächeln bei: »Mach dir keine Sorgen, Scotty. Niemand verspricht mehr etwas. Keiner weiß mehr etwas. Gewissheit ist ein Luxus, den wir uns abschminken können.«

Ich war schon früh mit solcher Ungewissheit konfrontiert gewesen. Eine Regel des Zusammenlebens mit einem schizophrenen Elternteil heißt: Verrücktsein ist normal. Man kann es aushalten. Zumindest — wie ich Sue erklärt hatte — bis zu einem gewissen Punkt.

Danach überspült der Wahnsinn alles. Er kriecht in dich hinein und richtet sich dort ein, bis du niemandem mehr traust, nicht einmal dir selbst.

Der erste Kontrollpunkt des Highway One war zugleich der kritischste. Hier wies die IDF Leute ab, die verrückterweise von der Evakuierung angezogen wurden.

Vor Jahrzehnten hatte man das »Jerusalemsyndrom« als psychische Erkrankung eingestuft. Besucher wurden manchmal von der kulturellen und mythologischen Bedeutung der Stadt überwältigt. Sie identifizierten sich allzu sehr damit, zogen Sandalen an und hüllten sich in Bettlaken, predigten auf dem Ölberg oder versuchten auf dem Tempelberg Tiere zu opfern. Mit diesem Phänomen schlug sich die psychiatrische Klinik Kfar Shaul nicht erst seit der Jahrhundertwende herum.

Die globale Ungewissheit, die von den Chronolithen ausging, hatte eine neue Pilgerwelle ausgelöst, und die Evakuierung hatte das Fieber noch angeheizt. Jerusalem wurde evakuiert, um seine Einwohner in Sicherheit zu bringen, aber so etwas hatte noch nie einen Fanatiker gekümmert. Wir schlängelten uns durch eine Fahrzeugkolonne — manche Autos, deren Insassen nicht kehrtgemacht hatten, standen verlassen am Kontrollpunkt. Es herrschte ein ständiger Transit von Polizeifahrzeugen, Ambulanzen und Abschleppwagen.

Wir nahmen das Hindernis bei Einbruch der Dunkelheit und erreichten, als der letzte Schimmer des Tages verblasste, ein größeres Hotel auf dem Mt. Scopus.

Ein Netz von Beobachtungsposten lag über die Stadt verteilt: nicht nur die unseren, auch Militärposten, ein UN-Posten, Abordnungen von israelischen Universitäten und das internationale Pressezentrum auf der Haas Promenade. Der Mt. Scopus (Har HaTsojim auf Hebräisch, was so viel wie »überblicken« heißt) war allerdings ein ausgesuchter Ort. Hier hatten um 70 n. Chr. die Römer ihr Lager aufgeschlagen, bevor sie aufbrachen, um die jüdische Revolte niederzuschlagen. Aus ähnlichen Gründen waren auch die Kreuzritter hier gewesen. Die Altstadt bot einen spektakulären und zugleich bestürzenden Anblick. Die Evakuierung, besonders der palästinensischen Bezirke, war nicht reibungslos verlaufen. Die Flammen züngelten immer noch.

Ich folgte Sue durch das verwaiste Foyer zu einer Flucht benachbarter Zimmer auf der obersten Etage. Hier lag das Zentrum der Operation. Man hatte die Vorhänge heruntergenommen und eine Crew von Technikern hatte fotografische und andere Überwachungssysteme aufgestellt sowie — weit beunruhigender — eine Batterie starker Heizungen. Die meisten Leute hier gehörten zu Sues Forschungsprojekt, nur ein paar davon waren ihr allerdings persönlich begegnet. Etliche beeilten sich, ihr die Hand zu schütteln. Sue freute sich darüber, war aber offensichtlich erschöpft.

Morris zeigte uns unsere privaten Zimmer und schlug vor, sich nach dem Frischmachen im Foyer-Restaurant einzufinden.

Sue wunderte sich laut, wie es denn dem Restaurant gelungen sei, während der Evakuierung offenzuhalten. »Das Hotel liegt außerhalb der primären Sperrzone«, sagte Morris. »Es gibt eine Minimalbesetzung, die sich um uns kümmert, lauter Freiwillige, und einen beheizten Bunker hinter der Küche.«

Auf meinem Zimmer nahm ich mir ein paar Minuten Zeit, mir die Stadt anzusehen, die wie eine steinerne Bettspreite über die judäischen Berge geworfen war. Die Straßen in der Nähe waren leer bis auf die Security-Patrouillen und vereinzelte Ambulanzen aus dem Hadassah Mt. Sinai ein paar Straßen von hier. Verkehrsampeln nickten im Wind wie gelähmte Engel.

Der IDF-Mann im Wagen hatte etwas Interessantes gesagt, als wir den Kontrollpunkt passierten. Damals, sagte er, hätten sich die Fanatiker, die nach Jerusalem kamen, gewöhnlich für den wiederauferstandenen Jesus oder für Johannes den Täufer oder den ersten und einzig wahren Messias gehalten.

Seit kurzem würden viele behaupten, Kuin zu sein.

Eine Stadt, die viel zu viel Geschichte erlebt hatte, wollte immer noch mehr davon.

1 ... 19 20 21 22 23 24 25 26 27 ... 70
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)