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Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
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Groz grunzte, als er am Ellenbogen getroffen wurde.

Che konnte Myrellas Gesicht durch ein winziges Fenster in der Luke sehen. Sie winkte ihm.

»Wie war das?«, murmelte Che halblaut. Er hatte die Sprache der Elfen stets als ein ohrenpinselndes Gesäusel empfunden. »Lüwar!«, rief er, und nichts geschah.

»Ging anders«, kommentierte Groz seine Bemühungen, als ein mächtiger Ruck durch den Felsen lief.

Die haben uns wirklich abgeworfen, dachte Che erschrocken. »Lünwar!«, rief er erschrocken. »Luiwahr!«

Myrella sah sie verwundert durch die Scheibe an. Dann schlug sie mit der flachen Hand auf den Luftaal und schrie etwas, was Che durch die dicke Metallwand nicht hören konnte.

Plötzlich stürzten sie. So schnell und so unvermittelt, dass Che darum ringen musste, sein Frühstück bei sich zu behalten. Dann sah er die Unterseite ihres Felsens über sich. Er fiel. Sie aber stürzten noch viel schneller.

Zauberworte und Adlerschreie

Myrella stand inmitten der Aalbucht. Kein einziges der Schiffe war mehr übrig geblieben. Aber vielleicht war es besser, zusammen mit dem Felsen in die Tiefe zu stürzen und zerschmettert zu werden. Die einfachen Aale würden nicht sehr weit fliegen. Sie würden irgendwo im Umfeld der Goldenen Stadt niedergehen. Und dann bräuchten die Kobolde wohl sehr viel Glück, um nicht von wütenden Menschenkindern niedergemetzelt zu werden.

Das Geräusch von Schritten riss sie aus ihren Gedanken. Dylan! Wie aus dem Nichts stand er im Durchgang zur Aalbucht. Er packte sie und zerrte sie zu dem Schacht, durch den der Aal mit dem Troll und Che verschwunden war.

»Alles wird gut!«, sagte er so selbstsicher, dass sie ihm glaubte – selbst dann noch, als er sie fest an sich presste und in den Schacht sprang.

Einige Augenblicke fielen sie mit rasender Geschwindigkeit, dann verlangsamte Dylan mit gespreizten Beinen an der Schachtwand ihren Sturz, bis sie kurz vor der Mündung ganz anhielten. Der Felsen stürzte doch nicht so schnell zu Boden, wie sie erwartet hatte. Ein paar Bäume hatten den Flammensturm wohl noch überlebt. Unter sich sah Myrella den Aal mit der roten Klappe. Er fiel trudelnd der Stadt entgegen. Konnten die beiden etwa das Zauberwort nicht aussprechen?

Dylan stieß einen schrillen Schrei aus, der an das Kreischen eines Adlers erinnerte.

Myrella beobachtete immer noch unglücklich den stürzenden Luftaal. All die anderen Schiffe wurden durch die Kraft der eingebauten Kurbeln davongetragen. Nach dem Austritt aus den Startschächten hatten sie Flügel ausgefahren, und die großen Luftschrauben an ihrem Heck hielten sie erstaunlich stabil in der Luft.

Ein Schatten erschien unter ihnen, und Dylan ließ sich fallen. Sie landeten auf dem Rücken eines großen Adlers, der in rasendem Flug aus dem Schatten des Felsens davoneilte und dann steil nach oben stieg.

Mit angehaltenem Atem sah Myrella das Schauspiel am Himmeclass="underline" Die Wolkensammler, die an Rochen erinnerten, umzingelten inzwischen das Himmelland. Schwere Steine und mächtige Speere hämmerten gegen die Felsen. Menschenkinder auf silbern schimmernden Kreaturen lieferten sich Luftkämpfe mit Elfen, die auf Adlern ritten. Einige Drachen hatten sich in Flugrochen festgekrallt und zerfetzten die fleischigen Flügel mit Krallen und Zähnen.

Eines der Schiffe, das von den Himmelsrochen getragen wurde, stand in hellen Flammen, und die Tentakel der Kreatur peitschten verzweifelt darauf ein und versuchten, es sich vom Leib zu reißen.

Dylan hielt sie immer noch mit der Rechten fest an sich gedrückt. Seine Linke war in das Gefieder gekrallt. Ein Krieger auf einem fliegenden Wolf versuchte, sie mit seiner Lanze aufzuspießen, doch der riesige Adler wich ihm geschickt aus.

Myrella wurde sich bewusst, dass Pfeile um sie schwirrten. Sie sah eine ganze Gruppe von Bogenschützen, die auf einer langen, schmalen Plattform entlang der Wirbelsäule auf dem Rücken eines Himmelsrochens standen.

Zwei Pfeile steckten im Flügel des Adlers, der aber nicht langsamer wurde, bis sie die Schluchten zwischen den schwebenden Felsen erreichten. Glücklich landeten sie in einer weiten Nische, wo noch andere Schwarzkopfadler kauerten.

Dylan klopfte dem mächtigen Adler auf den Hals. »Danke, Streiter.« Dann ließ er sich mit ihr im Arm vom Rücken des Vogels gleiten. »Würdet Ihr mir einen Wunsch erfüllen, meine Dame?« Er sprach sehr ernst und sah sie durchdringend mit seinen silbernen Augen an. »Bleibt bitte in meiner Nähe, bis diese Schlacht geschlagen ist. Ich möchte nicht, dass Euch ein Ungemach widerfährt. Es liegen gewiss noch einige schlimme Stunden vor uns. Aber wir werden siegen.«

»Euer Wunsch ist mir Befehl, Meister Dylan.« Warum war sie nur so schrecklich förmlich, dachte sie verzweifelt. Sie sollte ihn umarmen, ihn überschwänglich auf die Wangen küssen und sich für ihre Rettung bedanken.

»Mein Herz wird leichter sein, wenn ich Euch um mich weiß, Dame Myrella. Es war sehr mutig, wie Ihr Euer Leben gewagt habt, um die Besatzung von Fels dreiundfünfzig zu retten. Nicht viele hätten so gehandelt. Es ist mir eine Ehre, an der Seite einer jungen Heldin zu kämpfen.« Er drückte ihre Hand, um seine Worte zu bekräftigen, und sie brachte gar keinen Ton mehr heraus

Ein Vorhang aus brennendem Öl troff an ihrer Felsnische vorbei. Die Adler kreischten ängstlich, doch sie hatte nur Augen für Dylan. Er strahlte eine Ruhe aus, die ihr die Gewissheit gab, dass er jede Gefahr meistern konnte. Schließlich war er ein Meister der Weißen Halle und eine lebende Legende.

Fremdsprachenkenntnisse

»Lühwar!«, schrie Che mit sich überschlagender Stimme. Ihr Luftaal drehte sich rasend um die eigene Achse. Deutlich konnte der Kobold durch das kleine Fenster die Stadt unter sich sehen. Sie waren höchstens noch hundert Schritt von den Dächern entfernt. Überall lagen Trümmer zwischen den Häusern, Drachenkadaver und Tentakel, die immer noch zuckten, obwohl sie schon längst zu keinem Leib mehr gehörten.

»Du musst die verdammte Kurbel bedienen. Sonst wirkt das Zauberwort nicht«, schimpfte Che. Unglaublich, wie lethargisch der Troll war. »Warum kurbelst du nicht?«

»Ist unter Arsch.«

»Dann beweg dich doch, bei den Alben. Schieb dir eine Hand unter den Arsch!«

Der Troll ruckte hin und her, was ihren Luftaal noch mehr ins Trudeln brachte. Che hatte das Gefühl, dass der Hüne ihm gleich alle Rippen brechen würde, als er den Arm bewegte, der ihm quer über der Brust lag.

»Hab’s gleich.«

»Bitte nicht gleich, sondern sofort!«, zeterte Che. »Li Uh Wahr!«, versuchte er es erneut. »Lüfhaar! Scheiße, warum passiert denn nichts! Verdammtes Lui Nahr. Li Hüh wa!« Die Flachdächer waren höchstens noch zehn Schritt entfernt. Mit aller Klarheit sah er einen Sonnendrachen von Ischemon auf einem Haus liegen. Sein Kiefer klaffte weit auf. Die Zunge hing zwischen zersplitterten Zähnen hervor. Ein Hund, der irgendwie seinen Weg auf das Dach gefunden hatte, zerrte daran.

»Liwawa …«, schrie Che in heller Verzweiflung, und auch Groz sagte etwas. Plötzlich war der Drache verschwunden. Er sah nur noch strahlendes Weiß durch das Fenster. Dann schlug der Luftaal auf. Sie rutschten, wie ein Schlitten rutschte.

Durch Weiß rutschen, dachte Che verwundert. So hatte er sich den Tod nicht vorgestellt.

Irgendwann hörte die Bewegung einfach auf.

»Dein Elfisch ist scheiße!«, empörte sich der Troll.

Che stieß einen tiefen Seufzer aus. Er war verflucht! Er musste das Leben nach dem Tod mit einem Troll verbringen. Er hatte auf Besseres gehofft. Er war ein Held! Er hatte in den Bergen von Ishaven fünf Zwerge mit eigenen Händen umgebracht … Na ja, genau genommen mit der Armbrust.

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