Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 209 210 211 212 213 214 215 216 217 ... 424
Перейти на страницу:

Eine seiner großen Hände hatte meinen Nacken gepackt, warm und fest auf meiner Haut, und ich dachte daran, wie sich die Zähne eines Hengstes in den Nacken der Stute graben, die er besteigt, und erschauerte vom Scheitel bis zur Sohle. Sein Daumen drückte unabsichtlich auf die große Arterie unter meinem Kinn; mir wurde schwarz vor Augen, und meine Knie begannen nachzugeben. Er spürte es, ließ los und ließ mich zurücksinken, bis ich beinahe flach auf der Treppe lag, sein Gewicht halb auf mir, während sich seine Hände suchend vortasteten.

Ich war nackt unter meinem Hemd, und der dünne Musselinstoff hätte genauso gut gar nicht da sein können.

Die harte Kante einer Stufe drückte sich in meinen Rücken, und auf jene dumpfe Weise, mit der man die Dinge realisiert, wenn man betrunken ist, wurde mir klar, dass er im Begriff war, mich hier auf der Treppe zu nehmen – mochte der Teufel eventuelle Beobachter holen.

Ich befreite meinen Mund so lange von dem seinen, dass ich ihm »Nicht hier!« ins Ohr keuchten konnte. Das schien ihn vorübergehend zu Verstand zu bringen; er hob den Kopf, blinzelte wie ein Schläfer, der aus einem Albtraum erwacht, die Augen weit aufgerissen und blind. Dann nickte er abrupt, erhob sich und zog mich mit sich auf die Beine.

Die Umhänge der Dienstmägde hingen neben der Tür; er ergriff einen davon und legte ihn um mich, dann hob er mich hoch und schob sich mit den Schultern durch die Tür, vorbei an einer Magd, die uns anstarrte, einen Nachttopf in der Hand.

Er stellte mich ab, als er draußen den gepflasterten Weg erreichte; die Pflastersteine waren kalt unter meinen nackten Füßen. Dann bewegten wir uns gemeinsam im grauen Licht durch eine Landschaft aus Schatten und Wind, immer noch ineinander verschlungen, stolpernd, schubsend und doch irgendwie beinahe wie im Flug – unsere Kleider umflatterten uns, und die kalte Luft strich mit der rüden Berührung des Frühlings über unsere Haut, während wir auf ein Ziel zusteuerten, über das wir uns nur vage im Klaren waren und das doch unausweichlich war.

Die Stallungen. Er schubste gegen die Tür und zog mich mit sich in die warme Dunkelheit, wo er mich fest gegen eine Wand stieß.

»Halt deine Hände hoch«, sagte er.

»Was?«, sagte ich begriffsstutzig.

»Deine Hände. Halt sie hoch.«

Völlig verblüfft hob ich die Hände und spürte, wie er die linke Hand ergriff und daran herumtastete. Druck und Wärme, und das schwache Licht der offenen Tür fiel auf meinen goldenen Ehering. Dann ergriff er meine rechte Hand, schob mir meinen Silberring an den Finger, das Metall warm von seiner Körperwärme. Er hob meine Hand an seinen Mund und biss mir fest in die Knöchel.

Dann war seine Hand auf meiner Brust, kalte Luft streifte meine Oberschenkel, und Ziegelsteine schabten über meinen Rücken.

Ich machte ein Geräusch, und er schlug mir eine Hand über den Mund. Ich steckte fest wie eine gestrandete Forelle und war genauso hilflos, zuckend an die Wand gedrückt.

Er zog seine Hand fort und ersetzte sie durch seinen Mund, der sich auf meinen legte. Ich konnte die leisen, drängenden Knurrlaute in seiner Kehle hören und spürte, wie auch in der meinen ein solches, viel lauteres Geräusch aufstieg.

Mein Hemd war um meine Taille gerafft, und meine nackten Pobacken prallten rhythmisch gegen die rauen Ziegel, doch ich spürte keinerlei Schmerz. Ich packte seine Schultern und klammerte mich fest.

Seine Hand fuhr über meinen Oberschenkel und schob die Leinenfalten beiseite, die zwischen uns zu rutschen drohten. Ich erinnerte mich lebhaft an jene Hände in der Dunkelheit und zuckte krampfhaft hoch.

»Sieh her.« Sein Atem war heiß in meinem Ohr. »Sieh nach unten. Sieh zu, wie ich dich nehme. Sieh her, verdammt!«

Seine Hände pressten sich gegen meinen Nacken, und er beugte meinen Kopf vor, so dass ich im gedämpften Licht nach unten blickte und jenseits der schützenden Falten meines Hemdes als nackte Tatsache sehen konnte, wer mich besaß.

Ich bäumte mich auf und ließ mich dann fallen. Ich biss in die Schulter seines Rockes, um kein Geräusch zu machen. Sein Mund lag an meinem Hals und packte fest zu, als er an mir erschauerte.

Ineinander verschlungen lagen wir im Stroh und sahen zu, wie das Tageslicht durch die halb geöffnete Tür über den roten Ziegelboden des Stalles kroch. Mein Herz hämmerte immer noch in meinen Ohren, mein Blut lief kribbelnd durch Haut und Schläfen, Oberschenkel und Finger, doch ich fühlte mich irgendwie losgelöst von diesen Empfindungen, so als gehörten sie zu jemand anderem. Ich fühlte mich unwirklich – und ein wenig schockiert.

Meine Wange lag flach auf seiner Brust. Im offenen Halsausschnitt seines Hemdes konnte ich die verblassende Röte seiner Haut und die drahtigen, gelockten Haare sehen, deren Auberginenfarbe so dunkel war, dass sie im gedämpften Licht fast schwarz wirkten.

Sein Puls schlug in der Mulde an seinem Hals, keine drei Zentimeter von meiner Hand entfernt. Ich hätte am liebsten die Finger darauf gelegt, um das Echo seines Herzschlags in meinem Blut zu spüren. Doch ich fühlte mich merkwürdig schüchtern, als sei eine solche Geste viel zu intim. Was natürlich angesichts dessen, was wir gerade miteinander getrieben hatten, vollkommen lächerlich war.

Ich bewegte meinen Zeigefinger, nur ein kleines bisschen, so dass meine Fingerspitze die winzige, dreieckige Narbe an seinem Hals streifte; ein verblichener, weißer Knoten, bleich auf seiner bronzenen Haut.

Sein Atemrhythmus stockte kurz, doch er bewegte sich nicht. Er hatte den Arm um mich gelegt, seine Hand in meinem Kreuz gespreizt. Zwei Atemzüge, drei … und dann der schwache Druck einer Fingerspitze gegen meine Wirbelsäule.

Wir lagen schweigend da, atmeten flach und konzentrierten uns beide auf die zarte Bestätigung unserer Verbindung – doch keiner von uns sprach oder regte sich, denn als jetzt unser Verstand wieder zu arbeiten begann, regte sich bei uns beiden eine leichte Verlegenheit angesichts dessen, was wir gerade getan hatten.

Doch dann brachte mich der Klang von Stimmen, die auf den Stall zukamen, wie elektrisiert in Bewegung. Ich setzte mich abrupt auf, zerrte mir das Hemd über die Schultern und fing an, mir das Stroh aus den Haaren zu zupfen. Jamie rollte sich mit dem Rücken zu mir auf die Knie hoch und begann, sich hastig die Hemdschöße in den Gürtel zu stecken.

Die Stimmen draußen verstummten abrupt, und wir erstarrten. Es folgte ein kurzes, geladenes Schweigen und dann das Geräusch von Schritten, die sich vorsichtig zurückzogen. Ich hörte auf, die Luft anzuhalten, und spürte, wie mein rasender Herzschlag sich allmählich verlangsamte. Der Stall war vom Rascheln und Wiehern der Pferde erfüllt, die die Stimmen und die Schritte ebenfalls gehört hatten. Sie wurden langsam hungrig.

»Dann hast du also gewonnen«, sagte ich an Jamies Rücken gerichtet. Meine Stimme hörte sich seltsam an, so als hätte ich sie schon lange nicht mehr benutzt.

»Das habe ich dir doch versprochen.« Er sprach leise und hatte den Kopf gesenkt, während er die Falten seines Plaids neu arrangierte.

Ich stand auf, und weil mir etwas schwindelig war, lehnte ich mich an die Wand, um nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten, während ich mir Sand und Stroh von den Füßen strich. Die rauen Ziegelsteine in meinem Rücken riefen mir das Geschehen noch einmal lebhaft in Erinnerung, und ich breitete meine Hände dagegen, um mich gegen den Ansturm der erinnerten Empfindungen abzustemmen.

»Geht es dir nicht gut, Sassenach?« Er spürte meine Bewegung und wandte scharf den Kopf, um zu mir aufzublicken.

»Doch. Doch«, erwiderte ich. »Bestens. Ganz … es geht mir bestens. Und dir?«

Er sah bleich und zerzaust aus; sein Gesicht war voller Bartstoppeln und hohlwangig vor Anstrengung, und nach der langen, schlaflosen Nacht hatte er schwarze Ränder unter den Augen. Er begegnete kurz meinem Blick, dann wandte er die Augen ab. Ein Hauch von Farbe zeigte sich auf seinen Wangenknochen, und er schluckte hörbar.

»Ich –«, begann er, dann brach er ab. Er stand auf und trat vor mich hin. Sein Zopf hatte sich aufgelöst, und sein Haar lag in Strähnen auf seinen Schultern ausgebreitet und schimmerte rot, als das Licht der Tür ihn traf.

1 ... 209 210 211 212 213 214 215 216 217 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)