Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Der Graf von Sainte-Hermine - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Sainte-Hermine

Электронная книга - «Der Graf von Sainte-Hermine». Краткое содержание книги:

Hector de Sainte-Hermine sitzt zwischen den Stühlen: Er hat geschworen, seine Familie zu rächen, die von der Französischen Revolution ausgelöscht wurde, doch irgendwie begeistert ihn dieser Napoleon Bonaparte auch, der Frankreich nun mit großem Enthusiasmus regiert. Seine Zerrissenheit führt ihn in die entlegensten Ecken der Welt, als Freibeuter, Abenteurer und schließlich als Waffengefährte Napoleons in die Schlacht von Trafalgar. Der letzte und unvollendete Roman von Alexandre Dumas wartet mit allem auf, was man vom Großmeister der Mantel-und-Degen-Geschichten erwartet: Rasante Kampfszenarien und romantisch-sehnsüchtigen Liebesgeschichten wechseln sich ab mit politischen und philosophischen Ausführungen. Erst 1990 wurde die Manuskripte des als Fortsetzungsroman angelegten Buchs entdeckt, der französische Forscher Claude Schopp puzzelte die Einzelteile zusammen. Er versah die Erzählung dann auch mit einem Anhang, der dem scheinbar auf ewig unvollendeten Roman doch noch ein würdiges Ende setzt. Spannender Lesestoff, der bald verfilmt werden dürfte - wahrscheinlich mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle.
Die Originalausgabe erschien 2005 unter dem Titel »Le Chevalier de Sainte-Hermine« bei Éditions Phébus, Paris.
1 ... 208 209 210 211 212 213 214 215 216 ... 298
Перейти на страницу:

Es war genau ein Viertel nach ein Uhr.

Ein Schuss aus dem Mastkorb am Besanmast der Redoutable hatte ihn von oben nach unten getroffen; die Kugel war in die linke Schulter eingedrungen, ohne von der Epaulette aufgehalten zu werden, und hatte die Wirbelsäule zerschmettert.

Nelson befand sich an derselben Stelle, an der sein Sekretär gestorben war, und war mit dem Gesicht in dessen Blut gestürzt. Auf seinen Arm gestützt, versuchte er, sich auf ein Knie zu erheben. Hardy stand wenige Schritte von ihm entfernt; als er ihn stürzen hört, dreht er sich um, eilt zu ihm und richtet ihn zusammen mit Sergeant Secker und zwei Matrosen auf.

»Mylord«, sagte Hardy, »ich hoffe, Sie sind nicht ernstlich verwundet.«

Nelson jedoch erwiderte: »Diesmal, Hardy, ist es um mich geschehen.«

»O nein! Das will ich nicht hoffen!«, rief der Kapitän.

»O doch«, sagte Nelson, »an der Erschütterung in meinem ganzen Körper habe ich gespürt, dass mir das Rückgrat zerschmettert wurde.«

Hardy befahl sofort, den Admiral in die Krankenstation zu bringen. Während die Seeleute ihn unter Deck trugen, bemerkte Nelson, dass die Steuerreeps durch den Beschuss zerfetzt waren. Er teilte dies Kapitän Hardy mit und befahl einem Midshipman, die zerrissenen Taue durch neue zu ersetzen.

Dann zog er sein Taschentuch heraus und legte es sich auf Gesicht und Abzeichen, damit seine Matrosen ihn nicht erkannten und nicht erfuhren, dass er verwundet war.

Als man ihn in das Zwischendeck gebracht hatte, kam der Schiffswundarzt Mr. Beatty zu ihm.

»Oh, mein lieber Beatty«, sagte Nelson, »Ihre ganze ärztliche Kunst vermag nichts für mich zu tun, denn mein Rückgrat ist zerschmettert.«

»Ich hoffe, die Verwundung ist weniger schwerwiegend, als Ihre Lordschaft denken«, sagte der Arzt.

In diesem Augenblick näherte sich der Schiffskaplan Mr. Scott; als Nelson seiner ansichtig wurde, rief er mit einer vor Schmerzen stockenden und dennoch gebieterischen Stimme: »Hochwürden, sprechen Sie zu Lady Hamilton von mir, sprechen Sie zu Horatia von mir, sprechen Sie zu meinen Freunden von mir; sagen Sie ihnen, dass ich mein Testament aufgesetzt habe und dass ich Lady Hamilton und meine Tochter Horatia meinem Vaterland vermache... Merken Sie sich, was ich Ihnen in meiner letzten Stunde sage, und vergessen Sie es nie!«

Nelson wurde auf ein Bett gelegt, man zog ihm unter großen Mühen seinen Anzug aus und bedeckte ihn mit einem Laken.

Während dieser Prozedur sagte er zu dem Wundarzt: »Doktor, ich bin verloren! Doktor, ich liege im Sterben!«

Mr. Beatty untersuchte die Wunde; er versicherte Nelson, er könne sie mit der Sonde untersuchen, ohne allzu große Schmerzen zu verursachen; er sondierte sie und stellte fest, dass die Kugel die Brust bis zur Wirbelsäule durchdrungen hatte.

Während dieser Untersuchung sagte Nelson: »Mir ist, als würde mein Leib überall durchbohrt.«

Der Arzt untersuchte den Rücken, der unversehrt war. »Mylord, Sie täuschen sich«, sagte er. »Versuchen Sie, mir zu schildern, was Sie spüren.«

»Mir ist«, sagte der Verwundete, »als stiege mir mit jedem Atemzug ein Blutschwall in die Kehle... Der untere Teil meines Körpers ist wie abgestorben... Das Atmen fällt mir schwer, und Sie mögen sagen, was Sie wollen, ich weiß, dass mein Rückgrat zerschmettert ist.«

Diese Symptome verrieten dem Arzt, dass man sich keine Hoffnungen machen konnte; doch niemand an Bord außer dem Wundarzt, Kapitän Hardy, dem Schiffskaplan und zwei Sanitätern erfuhr von der Schwere der Verwundung.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen, die Nelson getroffen hatte, damit die Katastrophe unentdeckt blieb, wusste man auf der Redoutable Bescheid.

Als Nelson an Deck niederstürzte, rief eine laute Stimme, die von der ganzen Schiffsbesatzung vernommen wurde, vom Besanmastkorb: »Kapitän Lucas, auf zum Entern! Nelson ist gefallen.«

93

Unstern

Lucas kletterte in die Wanten, und auf der Höhe von etwa zwanzig Fuß sah er, dass das Deck der Victory tatsächlich verlassen war.

Sofort ruft er seine Entermannschaft herbei; in weniger als einer Minute sind Back und Schanz der Redoutable voller Uniformierter, die sich auf der Poop, auf der Verschanzung und in den Wanten zum Entern bereitmachen.

Die Kanoniere der Victory lassen ihre Geschütze im Stich, um den neuen Angriff abzuwehren. Von einem Granatenhagel und Musketenfeuer empfangen, müssen sie sich ungeordnet hinter die erste Batterie zurückziehen.

Die Schnelligkeit der Victory ist ihre Rettung, und alle Versuche der französischen Matrosen, sie zu entern, sind zum Scheitern verurteilt. Kapitän Lucas befiehlt, die Haltetaue der Großrahe zu kappen und die Rahe als Brücke von Schiff zu Schiff zu legen.

Doch dem Seekadetten Yon und vier Matrosen ist es gelungen, sich über den Anker in den Schoten der Victory auf das Deck des Engländers zu ziehen. Die Entermannschaft hat gesehen, welchen Weg sie genommen haben, und will ihnen folgen, angeführt vom ersten Offizier der Redoutable, Leutnant zur See Dupotet.

Ein Mann, der sich vom Mastkorb des Besanmasts der Redoutable über das Tauwerk auf die Victory gehangelt hat, lässt sich wie ein Meteorit mitten unter sie fallen. Wird die Victory das unerhörte Schauspiel eines Admiralsschiffs bieten, das mitten im englischen Sieg von einem gegnerischen Schiff gekapert wird, obwohl jenes Schiff sechsundzwanzig Kanonen weniger an Bord hat? Doch in diesem Augenblick fegt eine entsetzliche Kugel- und Kartätschensalve über das Deck der Redoutable.

Abgefeuert hat sie die Temeraire, die sich nach erfolgreichem Durchdringen der gegnerischen Schlachtlinie unter den Bugspriet der Redoutable drängt.

Zweihundert Mann hat diese Breitseite zu Boden geschleudert.

Die Temeraire holt auf, bis sie im rechten Winkel zur Redoutable liegt, und versetzt ihr eine weitere Salve. Die französische Flagge ist weggeschossen, doch ein Mann, den kaum jemand in Kapitän Lucas’ Mannschaft kennt, eilt zu der Kiste mit Flaggen, ergreift eine neue Trikolore und versucht sie an die Rahe zu nageln.

Und als wären zwei Dreidecker nicht ausreichend, um einen Zweidecker in die Knie zu zwingen, gesellt sich ihnen ein drittes Schiff hinzu.

Die englische Neptune attackiert das Heck der Redoutable und feuert eine Breitseite ab, die ihren Fockmast und ihren Besanmast wegreißt. Auch die neue Flagge wird von dem Eisenhagel zerrissen, doch der Großmast bleibt stehen; derselbe Mann, der die Flagge an eine Rahe genagelt hatte, springt zum Großmast und nagelt eine weitere Flagge an die Großstenge. Dann bombardiert er die Temeraire mit einem Geschützhagel, der sie entmastet und fünfzig Männer tötet.

1 ... 208 209 210 211 212 213 214 215 216 ... 298
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)