Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Himmel in Flammen
Himmel in Flammen - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
1 ... 207 208 209 210 211 212 213 214 215 ... 251
Перейти на страницу:

Diese Augen! Sie hatten eine silberfarbene Iris mit himmelblauen Einsprengseln.

Und nun sah er sie an. Er wirkte besorgt. Aber sie wollte nicht wie ein kleines Mädchen erscheinen, das beschützt werden musste. Sie wollte begehrenswert für ihn sein! Also war es wichtig, dass sie alles im Griff hatte. So wandte sie sich ab, machte ihre Einträge in die Liste über die Neuankömmlinge und genoss es, seinen Blick in ihrem Rücken zu spüren.

Ein kleines Mädchen hatte sie aufgehört zu sein, als sie damals auf Tanthalia im Wald ihrer Mutter jener geheimnisvollen Elfe begegnet war. Sie hatte sie mitnehmen wollen und es dann doch nicht getan. An jenem Tag hatte Myrella beschlossen, das Erbe ihres verstorbenen Vaters zu leben. Er war Seemann gewesen, Kapitän auf einem stolzen Segler, und hatte es geliebt, in die Welt hinauszugehen, Wunder und fremde Städte zu sehen und allen Gefahren zu trotzen, die sich ihm in den Weg stellten. Sie war auch so! Oder sie wollte zumindest so sein. Fünf Jahre hatte ihre Mutter sie noch in ihrer kleinen Welt gefangen gehalten. Eine Welt, die nicht über die Grenzen des Waldes hinausreichte, in dem ihre unscheinbare Hütte stand. Dann war sie durchgebrannt. Sie hatte sich als Wäscherin verdingt, als Näherin, als Übersetzerin. Wer auf sie aufmerksam geworden war, hatte sie nie erfahren. Doch eines Tages war ein Fürst Arkadiens an sie herangetreten: Solaiyn, der Mann, der angeblich Bilder aus Stein mehr schätzte als Geschöpfe aus Fleisch und Blut. Er hatte sie gefragt, ob sie eine unvergleichliche Reise wagen wolle. Und sie hatte, ohne Fragen zu stellen, sofort zugestimmt. So war sie hierher auf das Himmelland gekommen. Und sie hatte es noch an keinem Tag bedauert. Sie bekleidete den Rang einer Hauptfrau und führte das Kommando auf diesem Felsen, auf dem sie gerade stand. Gut, es war nur einer von fast vierhundert, aber dies war ihr Felsen, und sie kannte jeden Zoll von ihm. Dylan war nur als Wache hier.

Tief unter ihnen erklang ein langgezogener Hornruf. Die Trolle an den Seilwinden begannen klaglos mit ihrer Arbeit und hoben die drei Frachtkörbe aus der Tiefe. Myrella griff nach dem Seil der Schiffsglocke neben ihr und läutete zwei Mal kurz. Es war das Signal, dass weitere Kobolde aus dem Speisesaal kommen sollten, um ihre neu eintreffenden Kameraden abzuholen.

Auch wenn sie einen recht derben Humor hatten, mochte sie die kleinen Gesellen. Sie waren das Herz des Himmellandes. Ihrer unermüdlichen Arbeit in den Laufrädern war es zu verdanken, wenn sich das Schiff bewegte. Bislang hatten sie nur kleinere Reisen von mehreren Meilen unternommen, oder aber dagegen ankämpfen müssen, von Winden abgetrieben zu werden. Aber überall im Himmelland ging das Gerücht um, dass sie schon sehr bald eine große Reise antreten würden. Endlich!

Sie blickte wieder zu Dylan. Der Meister der Weißen Halle lächelte ihr zu. Hoffentlich fand er sie nicht aufdringlich. Rasch wandte sie sich ab und sah in die Schächte im Fels, durch die ihre Frachtkörbe aufstiegen. Diesmal waren es nicht nur Kobolde. Sie erkannte einen blonden Haarschopf und die alle überragenden Glatzen mehrerer Trolle.

Diese grauen Hünen waren ihr unheimlich. Einige standen unter ihrem Kommando, aber es fiel ihr schwer, Geschöpfe zu befehligen, die sie manchmal so ansahen, als dächten sie darüber nach, sie zu fressen. Obendrein waren sie fast doppelt so groß und ganz gewiss zehn Mal so schwer wie sie.

Sie straffte sich. Ihr Unbehagen den neuen Mannschaftsmitgliedern gegenüber sollte man ihr nicht ansehen. Dylan würde sie sonst bestimmt für ein dümmliches, kleines Mädchen halten, wenn sie mit ihrer Aufgabe nicht zurechtkam.

Noch fünf Schritt. Die Trolle wirkten unruhig. Die meisten von ihnen mochten die Frachtkörbe nicht. Und um ihre Angst zu überspielen, gaben sie sich besonders rüpelhaft.

Die Seilwinden rasteten ein. Schwingend kamen die Körbe dicht über dem Deck zum Halt.

Es war, wie sie befürchtet hatte. Einer der Hünen zerquetschte beinahe zwei Kobolde, als er sich aus dem Korb zwängte. Seine Gesichtsfarbe war von fahlem Grau. Kaum an Deck, ging er in die Knie und kotzte ihr vor die Füße.

Myrella trat einen Schritt zurück. »Du wischst den Dreck durch den Schacht. Sofort!«

Der Troll sah aus blutunterlaufenen Augen zu ihr auf. »Mit dein Haar wisch isch!«

Sie hatte es gewusst und flüsterte ein Wort der Macht. Sie hatte nicht viele Zauber zu weben erlernt, doch dieser hier wirkte fast immer. Ohne Vorwarnung brüllte sie ihn an wie ein gereizter Silberlöwe. Einer von den ganz großen mit den Säbelzähnen.

Der Troll machte einen Satz zurück und wäre fast in den Schacht gestürzt.

»Du …«, grollte er wütend.

Eine schlanke Klinge legte sich unter das Kinn des Hünen. »Nein du, mein Freund. Du wirst dich benehmen. Deine Kameraden da vorne werden dich in deine neue Höhle bringen, sobald du hier sauber gemacht hast. Und ich bin mir sicher, sie haben dort etwas Bekömmlicheres zu essen als Hauptmann Myrella.«

Die Elfe war verlegen. »Das wäre nicht nötig gewesen«, sagte sie leise, als der Troll nach einem bösen Blick in ihre Richtung zu den anderen Hünen bei den Seilwinden ging. »Ich wäre allein mit ihm klargekommen.«

»Daran habe ich keinen Zweifel, meine Dame. Ich hatte lediglich Sorge um meine Trommelfelle und auch ein wenig Angst, Ihr könntet ihn in den Frachtschacht stoßen, wenn er Euch erzürnt.«

Myrella spürte, wie ihr das Blut in die Wangen stieg. »Meine Dame« war sie noch nicht oft genannt worden. »Ich … ich bin normalerweise nicht so laut.« Bei den Alben, was hatte sie da gerade gesagt? Fiel ihr denn wirklich nichts Gescheiteres ein?

Dylan lächelte sie an. »Ich habe in meinem Leben schon viel gesehen, aber noch nie, wie eine junge Elfe so mit Trollen umsprang. Ein wirklich bemerkenswerter Trick!«

Das war besser als in ihren Träumen. Wenn ihr jetzt nur irgendetwas halbwegs Kluges einfallen würde. Zwanglose Plaudereien waren nicht ihre besondere Begabung. Sie stammte nun einmal nicht aus einem Palast, sondern aus einer Waldhütte, und sie … Alle Gedanken an Dylan waren wie weggeblasen. Aus dem Landekorb stiegen zwei kleine Elfenmädchen in Seidenkleidern!

»Bei den Alben, was macht ihr denn hier?«, entfuhr es ihr. »Das ist kein Ort für Kinder.«

Eines der Mädchen hatte goldblondes Haar wie sie. Die Kleine sah zu ihr auf. »Wir sind hier, um unseren Großvater zu besuchen.«

Myrella hob abwehrend die Hände. »Das geht nicht. Ihr steigt sofort wieder in den Korb und fahrt nach unten. Das ist kein Platz für Kinder. Los!«

»Unser Großvater ist Fürst Solaiyn!«, sagte das schwarzhaarige Mädchen ruhig.

Myrella biss sich auf die Lippen. Ausgerechnet Solaiyn! Er, dem sie zu verdanken hatte, dass sie hierhergekommen war. Solaiyn gehörte zu den Befehlshabern im gläsernen Pavillon. Hatte er die Mädchen etwa eingeladen? Das konnte sie sich eigentlich nicht vorstellen. Und doch wagte sie es nicht, ihn zu erzürnen.

»Ich kann das Kommando hier übernehmen, während Ihr unsere beiden Gäste zum Fürsten Solaiyn geleitet, meine Dame«, bot ihr Dylan an.

»Das ist sehr großmütig von Euch, Meister.« Myrella gefiel gar nicht, wie die Blonde den Drachenelfen ansah. Dieser Blick passte gar nicht zu einem kleinen Mädchen. »Ihr beiden kommt mit mir!«, sagte sie barsch. »Soll euer Großvater entscheiden, was mit euch geschieht.«

Weltensprung

»Das hier ist ein Luftaal«, erklärte Solaiyn flüsternd. »Ihr müsst dieses Luk aufklappen und von innen wieder verriegeln. Im Inneren werdet ihr gut gepolsterte Sitze finden. Ihr benutzt die Ledergürtel, die daran hängen, um euch festzubinden. Erst wenn ihr das getan habt, sagt ihr laut: Liuvar. Dann verlässt der Aal das Himmelland, findet seinen Weg zum nächsten Albenstern und bringt euch in Sicherheit.«

1 ... 207 208 209 210 211 212 213 214 215 ... 251
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)