Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 176 177 178 179 180 181 182 183 184 ... 424
Перейти на страницу:

»So wird es besser sein. Jocasta Cameron ist mir und den Meinen immer eine gute Freundin gewesen; ich würde ihr ihre Güte schlecht lohnen, indem ich bei ihrer Hochzeitsfeier Zwietracht säe. Das würde ich niemals freiwillig tun – und doch kann ich nicht guten Gewissens schweigend verharren, wenn ich solche verderblichen Ansichten höre, wie sie mir hier zu Ohren gekommen sind.« Er warf Barlows Anhängern einen Blick voll kalter Verachtung zu, der in gleicher Münze zurückgezahlt wurde.

»Außerdem«, fügte er hinzu und tat das Thema Barlow ab, indem er ihm und seinen Konsorten den Rücken zukehrte, »haben wir etwas zu erledigen, das unsere Anwesenheit anderswo erfordert.« Er zögerte, und es war offensichtlich, dass er sich fragte, ob er mir noch mehr sagen sollte, doch dann entschied er sich dagegen. »Werdet Ihr es ihr ausrichten?«

»Ja natürlich. Mr. Husband – es tut mir leid.«

Er lächelte mich melancholisch an und schüttelte den Kopf, sagte aber nichts mehr. Doch als er sich von seinen Begleitern gefolgt zum Gehen wandte, blieb James Hunter stehen, um mich leise anzusprechen.

»Die Regulatoren sammeln sich. Es ist ein großes Lager oben in der Nähe von Salisbury«, sagte er. »Vielleicht möchtet Ihr Eurem Gatten das ausrichten.«

Er nickte, tippte sich mit der Hand an die Hutkrempe und schritt davon, ohne eine Bestätigung abzuwarten. Sein schwarzer Rock verschwand in der Menge wie ein Sperling, der von einer Pfauenschar verschluckt wird.

Von meinem Aussichtspunkt am Rand der Terrasse aus konnte ich die ganze Festgesellschaft überblicken, die sich in einem Strom vom Haus bis zum Fluss ergoss und am Rande kleine Sammelbecken bildete, die für das geschulte Auge gut sichtbar waren.

Jocasta bildete das Zentrum des größten gesellschaftlichen Strudels – doch auch Ninian Bell Hamilton und Richard Caswell waren von kleineren, ominösen Wirbeln umspült, und eine unruhige Strömung schlängelte sich durch die ganze Hochzeitsgesellschaft und ließ Gesprächsfetzen wie Ablagerungen an ihrem Rand zurück, wo die Spekulationen auf fruchtbaren Boden fielen. Nach allem, was ich mitbekam, bildete die Frage nach dem möglichen Sexualleben unserer Gastgeber das vorherrschende Thema, allerdings dicht gefolgt von der Politik – und den Regulatoren.

Ich sah nach wie vor keine Spur von Jamie oder Duncan. Doch da war der Major wieder. Er blieb stehen, ein Glas Cidre in der Hand; Brianna war ihm ins Auge gefallen. Ich beobachtete ihn mit einem ironischen Lächeln.

Brianna verblüffte die Männer oft, wenn auch nicht immer ausschließlich vor Bewunderung. Sie hatte eine ganze Reihe von Dingen von Jamie geerbt; die blauen Katzenaugen und das flammende Haar, die lange, gerade Nase und den breiten, festen Mund, die kühnen Gesichtsknochen, die von irgendeinem Nordmann der Vergangenheit stammten. Doch zusätzlich zu all diesen auffallenden Attributen hatte sie auch noch seine Körpergröße geerbt. In einer Zeit, in der die durchschnittliche Frau etwas unter einsfünfzig groß war, brachte es Brianna auf einen Meter achtzig. Die Leute gafften sie häufig an.

So auch Major MacDonald, der seinen Cidre ganz vergessen hatte. Roger bemerkte es; er lächelte kopfnickend und fing ein Gespräch mit dem Major an, trat aber jenen einen Schritt dichter an Brianna heran, der unmissverständlich ausdrückte: »Sie gehört mir, Kumpel.«

Während ich den Major bei der Unterhaltung beobachtete, fiel mir auf, wie blass und dürr er im Vergleich zu Roger aussah, der beinahe genauso groß war wie Jamie – er war breitschultrig und olivenhäutig, und sein Haar glänzte schwarz wie ein Krähenflügel in der Frühlingssonne, möglicherweise das Erbe eines alten, spanischen Invasoren. Ich musste zugeben, dass es keine sichtbare Ähnlichkeit zwischen ihm und dem kleinen Jemmy gab, der rotgolden war wie ein neuer Messingkerzenhalter.

Ich konnte es weiß aufblitzen sehen, wenn Roger lächelte; der Major hielt seine Lippen beim Lächeln herunter gezogen, wie es die meisten Leute über dreißig taten, um die Zahnlücken und den Verfall zu verbergen, der wie eine Seuche wütete. Vielleicht war es die Belastung, die der Beruf des Majors mit sich brachte; vielleicht auch nur die Auswirkungen schlechter Ernährung in der Kindheit. Nur, weil ein Kind aus einer guten Familie stammte, bedeutete das in dieser Zeit nicht, dass es auch gut aß.

Ich fuhr mir leicht mit der Zunge über meine eigenen Zähne und testete die Kante meiner Schneidezähne. Gerade und gesund, und angesichts des derzeitigen Standes der Zahnmedizin bemühte ich mich nach Leibeskräften darum, dass dies auch so blieb.

»Oh, Mrs. Fraser.« Eine helle Stimme drängte sich in meine Gedanken, und als ich mich umdrehte, sah ich Philip Wylie neben mir stehen. »Woran denkt Ihr nur gerade, meine Liebe? Ihr seht ja geradezu gefährlich aus«, sagte er mit gesenkter Stimme, ergriff meine Hand, und entblößte seine ebenfalls recht ansehnlichen Zähne zu einem anzüglichen Lächeln.

»Ich bin nicht Eure Liebe«, sagte ich ziemlich scharf und entriss ihm meine Hand. »Und apropos gefährlich, es überrascht mich, dass Euch noch niemand in den Allerwertesten gebissen hat.«

»Oh, ich gebe die Hoffnung nicht auf«, versicherte er mir mit glitzernden Augen. Er verbeugte sich und schaffte es dabei, meine Hand erneut zu fassen zu bekommen. »Dürfte ich die Ehre haben, Euch später um einen Tanz zu bitten, Mrs. Fraser?«

»Ganz bestimmt nicht«, sagte ich und ruckte an meiner Hand. »Lasst los.«

»Euer Wunsch ist mir Befehl.« Er ließ los, jedoch nicht, ohne mir zuvor einen leichten Kuss auf den Handrücken zu drücken. Ich unterdrückte das Bedürfnis, mir die feuchte Stelle an meinem Rock abzuwischen.

»Hinweg mit Euch, Kindskopf«, sagte ich. Ich schlug mit dem Fächer nach ihm. »Kusch.«

Philip Wylie war ein Lebemann. Ich war ihm bereits zweimal begegnet, und beide Male war er so sehr herausgeputzt gewesen, dass es einem schier den Atem verschlug: Satinkniehose, Seidenstrümpfe und alles, was dazugehörte, einschließlich gepuderter Perücke, gepudertem Gesicht und einem kleinen, schwarzen, halbmondförmigen Schönheitspflaster, das ganz hinreißend neben seinem Auge klebte.

Jetzt hatte sich die Dekadenz allerdings ausgeweitet. Die gepuderte Perücke war malvenfarbig, die Satinweste war bestickt mit – ich kniff die Augen zu. Ja, mit Löwen und Einhörnern in Gold- und Silbergarn. Die Satinhose passte ihm wie ein zweigeteilter Handschuh, und der Halbmond war einem Stern neben seinem Mundwinkel gewichen. Mr. Wylie war ein Honigkuchenpferd geworden – mit Zuckerguss.

»O nein, ich habe nicht vor, Euch einfach so stehen zu lassen, Mrs. Fraser«, versicherte er mir. »Ich habe überall nach Euch gesucht.«

»Oh. Nun, jetzt habt Ihr mich ja gefunden«, sagte ich und betrachtete seinen Rock, der aus rosafarbenem Samt war. Er hatte riesige Ärmelaufschläge aus blassrosa Seide und Porzellanknöpfe, die mit scharlachroten Pfingstrosen bemalt waren. »Obwohl es ja kein Wunder ist, dass Ihr Schwierigkeiten hattet. Der Glanz Eurer Weste hat Euch wohl geblendet.«

Wie immer war Lloyd Stanhope bei ihm; ebenfalls wohlhabend, aber sehr viel schlichter gekleidet als sein Freund. Stanhope prustete los, doch Wylie ignorierte ihn und verbeugte sich elegant vor mir.

»Ah, nun, Fortuna ist mir dieses Jahr hold. Der Handel mit England hat sich wieder erholt, den Göttern sei Dank – und ich habe meinen Anteil daran, und mehr als das. Ihr müsst mitkommen und Euch ansehen, was ich –«

In diesem Moment rettete mich Adlai Osborn, ein gut betuchter Kaufmann von der Küste, durch sein plötzliches Auftauchen. Er tippte Wylie auf die Schulter. Ich nutzte die Gelegenheit, die sich durch diese Ablenkung bot, um meinen Fächer zu heben und mich durch eine Lücke in der Menge davonzustehlen.

Da ich mir für den Augenblick selbst überlassen war, verließ ich die Terrasse und schlenderte lässig über den Rasen. Ich hielt nach wie vor nach Jamie oder Duncan Ausschau, nutzte jedoch auch die Gelegenheit, mir erstmals Jocastas neueste Errungenschaften anzusehen, die die Hochzeitsgäste zu immer neuen Kommentaren anregten. Es waren zwei weiße Marmorstatuen, die jeweils in der Mitte eines Rasenquadrates standen.

1 ... 176 177 178 179 180 181 182 183 184 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)