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READ-E-BOOK » Боевая фантастика » Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]
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Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]

Электронная книга - «Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]». Краткое содержание книги:

An seinem 75. Geburtstag erledigt John Perry zwei Dinge: Er besucht das Grab seiner Frau. Und er mustert bei der Armee an. Denn in ferner Zukunft werden für jene Einsatztruppen, die weit draußen im All die Kolonien gegen Alien-Überfälle verteidigen, nur Alte, Betagte rekrutiert. Und schnell findet Perry auch heraus, warum das so ist: Die Rekruten erhalten allesamt neue Körper, jüngere Ausgaben ihrer selbst, die mit biotechnischen und elektronischen Mitteln »aufgerüstet« und wie beliebig verfügbares Kanonenfutter in den Kampf geschickt werden. Doch die Armeeführung hat nicht mit einem wie John Perry gerechnet◦– der trotz seines hohen Alters kein Problem damit hat, sich Befehlen zu widersetzen…
Ausgezeichnet mit dem JOHN W. CAMPBELL AWARD als bester Roman des Jahres◦– mit »Krieg der Klone«, ein furioses Science-Fiction-Abenteuer in der Tradition Robert A. Heinleins, hat John Scalzi Leser und Kritiker gleichermaßen begeistert.
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»Wir drehen uns«, sagte Thomas. Wir beobachteten wie sich die Sterne gegen den Uhrzeigersinn wegdrehten, als die Henry Hudson den Kurs änderte. Plötzlich hing der riesige blaue Arm des Planeten Phoenix über uns. Und darüber (oder darunter, wenn man uns als Bezugspunkt nahm) schwebte eine Raumstation, die so gewaltig und so betriebsam war, dass wir sie nur verdattert anstarren konnten.

Es dauerte eine Weile, bis jemand sprach. Zur Überraschung aller war es Maggie. »Schaut euch das an!«, sagte sie.

Wir alle drehten uns zu ihr um.

Sie sah uns mit verärgerter Miene an. »Ich bin keineswegs stumm«, sagte sie. »Ich rede nur nicht viel. Aber das hier muss man einfach irgendwie kommentieren.«

»Stimmt«, sagte Thomas und wandte sich wieder dem Fenster zu. »Im Vergleich dazu wirkt die Kolonialstation wie ein Haufen Kotze.«

»Wie viele Schiffe sind das?«, fragte Jesse.

»Schwer zu sagen. Dutzende. Vielleicht sogar Hunderte. Ich wusste gar nicht, dass überhaupt so viele Raumschiffe existieren.«

»Falls jemand unter uns immer noch der Meinung sein sollte, die Erde sei das Zentrum des von Menschen beherrschten Universums«, sagte Harry, »wäre jetzt ein guter Moment, um diese Ansicht zu revidieren.«

Wir alle starrten durch das Fenster auf die neue Welt.

Mein PDA weckte mich um 5.45 Uhr, was ungewöhnlich war, da ich ihn auf 6.00 Uhr gestellt hatte. Der Bildschirm blinkte. Eine Nachricht mit dem Vermerk DRINGEND war eingetroffen. Ich öffnete sie.

HINWEIS:

Von 6.00 bis 12.00 Uhr werden wir für alle Rekruten den abschließenden körperlichen Verbesserungsprozess durchführen. Um einen möglichst zügigen Ablauf zu gewährleisten, müssen alle Rekruten in ihren Quartieren bleiben, bis Mitarbeiter eintreffen, um sie zur körperlichen Verbesserung abzuholen. Damit der Vorgang reibungslos durchgeführt werden kann, werden die Türen der Quartiere ab 6.00 Uhr verriegelt. Bitte nutzen Sie die verbleibende Zeit, um alle persönlichen Angelegenheiten zu regeln, für die die Benutzung der Toiletten oder anderer Bereiche außerhalb Ihres Quartiers erforderlich ist. Sollten Sie nach 6.00 Uhr eine Toilette aufsuchen müssen, setzen Sie sich bitte über Ihren PDA mit dem Quartiermeister auf Ihrem Deck in Verbindung.

Sie werden 15 Minuten vor Ihrem Termin benachrichtigt. Sorgen Sie bitte dafür, dass Sie angekleidet und bereit sind, wenn die Mitarbeiter an Ihrer Tür eintreffen. Das Frühstück fällt heute aus; das Mittag- und Abendessen wird zur gewohnten Zeit serviert.

In meinem Alter muss man mich nicht zweimal auffordern, pinkeln zu gehen. Ich stapfte zur Toilette, um die Angelegenheit zu erledigen, und hoffte, dass ich nicht allzu lange auf meinen Termin warten musste, weil ich nur ungern um Erlaubnis fragte, wenn ich mich später erneut erleichtern musste.

Tatsächlich musste ich nicht allzu lange warten. Um 9.00 Uhr informierte mich mein PDA über den bevorstehenden Termin, und um 9.15 Uhr klopfte es an meiner Tür, und eine Männerstimme rief meinen Namen. Ich öffnete. Draußen standen zwei Koloniale. Ich holte mir von ihnen die Erlaubnis zu einem kurzen Zwischenstopp an der Toilette, dann folgte ich ihnen zum Wartezimmer von Dr. Russell. Wenig später wurde ich aufgefordert, in das Behandlungszimmer zu treten.

»Mr. Perry, es freut mich, Sie wiederzusehen«, sagte er und streckte mir die Hand entgegen. Die Kolonialen, die mich begleitet hatten, gingen durch eine Tür auf der anderen Seite hinaus. »Bitte gehen Sie zur Diagnoseeinheit.«

»Als ich es das letzte Mal getan habe, haben Sie mir mehrere tausend Metallstückchen in den Schädel geschossen«, sagte ich. »Verzeihen Sie bitte, wenn ich Ihrer Aufforderung diesmal nur zögernd Folge leisten kann.«

»Das verstehe ich«, sagte Dr. Russell. »Doch heute wird die Sache völlig schmerzfrei ablaufen. Außerdem stehen wir ein wenig unter Zeitdruck. Wenn ich Sie also bitten dürfte…« Er deutete auf den Sarkophag.

Widerstrebend stieg ich hinein. »Wenn ich auch nur das leiseste Kneifen verspüre, werde ich Ihnen die Fresse polieren«, warnte ich ihn.

»Auch dafür habe ich Verständnis«, sagte Dr. Russell und schloss die Tür. Ich bemerkte, dass er sie im Gegensatz zum letzten Mal verriegelte. Vielleicht nahm er meine Drohung durchaus ernst. Mir sollte es recht sein. »Wie fanden Sie die letzten Tage, Mr. Perry?«, fragte er mich.

»Verwirrend und ärgerlich«, sagte ich. »Wenn ich gewusst hätte, dass ich wie ein Vorschulkind behandelt werde, hätte ich mich wahrscheinlich nicht zum Militärdienst gemeldet.«

»Ungefähr das Gleiche sagen fast alle. Also will ich Ihnen etwas genauer erklären, was wir damit bezweckt haben. Wir haben Sie aus zwei Gründen mit den Sensoren ausgestattet. Vermutlich haben Sie sich bereits gedacht, dass wir Ihre Hirnaktivitäten messen, während Sie bestimmte Handlungen ausführen oder Gefühlszustände erleben. Jedes menschliche Gehirn verarbeitet Informationen und Erfahrungen auf sehr ähnliche Weise, aber jeder Mensch benutzt dazu ganz eigene Methoden und Prozesse. Es ist vergleichbar mit der Tatsache, dass wir alle fünf Finger an jeder Hand haben, aber völlig individuelle Fingerabdrücke besitzen. Mit diesen Messungen haben wir versucht, Ihren mentalen Fingerabdruck zu ermitteln. Leuchtet Ihnen das ein?«

Ich nickte.

»Gut. Also wissen Sie jetzt, warum Sie in den vergangenen zwei Tagen recht alberne und blöde Dinge tun mussten.«

»Zum Beispiel einer nackten Frau erzählen, was an meinem siebten Geburtstag passiert ist.«

»Durch diesen Test konnten wir sehr viele nützliche Informationen gewinnen.«

»Das leuchtet mir nicht ein.«

»Dies Sache ist technisch sehr kompliziert«, sagte Dr. Russell. »Jedenfalls haben wir in den letzten Tagen ein ziemlich gutes Bild bekommen, wie die Nervenbahnen in Ihrem Gehirn verdrahtet sind und wie es alle möglichen Reize verarbeitet. Diese Informationen können wir als Schablone benutzen.«

Bevor ich ›Als Schablone wofür?‹ fragen konnte, fuhr Dr. Russell fort. »Zweitens leisten die Sensoren viel mehr, als nur aufzuzeichnen, was Ihr Gehirn tut. Sie übermitteln außerdem ein Echzeitmodell Ihrer Hirnaktivität. Oder um es anders auszudrücken: Sie übertragen Ihr Bewusstsein. Das ist sehr wichtig, denn im Gegensatz zu bestimmten mentalen Prozessen lässt sich das Bewusstsein nicht aufzeichnen. Es muss aktiv sein, damit der Transfer funktioniert.«

»Der Transfer«, sagte ich.

»Richtig«, sagte Dr. Russell.

»Würde es Ihnen etwas ausmachen, wenn ich frage, was, zum Teufel, das alles bedeuten soll?«

Dr. Russell lächelte. »Mr. Perry, als Sie den Rekrutierungsvertrag unterschrieben haben, dachten Sie, wir würden Sie wieder jung machen, nicht wahr?«

»Klar. Das denkt jeder. Man kann einen Krieg nicht mit alten Soldaten gewinnen. Trotzdem rekrutieren Sie Greise. Sie müssen eine Möglichkeit haben, sie wieder jung zu machen.«

»Was glauben Sie, wie wir das machen?«, fragte Dr. Russell.

»Ich weiß es nicht. Mit einer Gentherapie? Mit geklonten Ersatzteilen? Irgendwie tauschen Sie alte gegen neue Körperteile aus.«

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