Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition)
Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Ein Hauch von Schnee und Asche: Roman (German Edition)
1 ... 156 157 158 159 160 161 162 163 164 ... 421
Перейти на страницу:

Ich hätte zwar gedacht, dass Schmerzlosigkeit eine universelle Verlockung darstellte – jedoch nicht für Menschen, die so etwas noch nie erlebt hatten. Eine solche Vorstellung passte für sie in keinen Zusammenhang. Selbst wenn sie vermutlich nicht alle glaubten, dass Äther Teil der papistischen Weltverschwörung war, betrachteten sie es doch als unvereinbar mit der göttlichen Vision des Universums, wenn man ihnen den Schmerz nahm.

Bobby und Lizzie dagegen standen hinreichend unter meinem Einfluss, dass ich mir ziemlich sicher war, sie zu einem kurzen Versuch überreden – oder erpressen – zu können. Wenn sie ihre Erfahrung dann in einem positiven Licht weitererzählten … Aber verbesserte Öffentlichkeitsarbeit war nur die halbe Miete.

Wirklich wichtig war es, meinen Äther an verschiedenen Personen auszuprobieren und sorgfältig über die Ergebnisse Buch zu führen. Der Schreck, den mir Henri-Christian bei seiner Geburt eingejagt hatte, hatte mir gezeigt, wie beklagenswert unvorbereitet ich war. Ich musste eine Vorstellung davon bekommen, wie viel Äther ich pro Kilo Körpergewicht anwenden musste und durfte, wie lange eine gewisse Dosis vorhielt und wie tief die daraus resultierende Betäubung war. Das Letzte, was ich wollte, war, bis zum Ellbogen in jemandes Bauch zu stecken, der dann plötzlich kreischend zu sich kam.

»Ihr macht es schon wieder, Ma’am.« Bobby runzelte die Stirn und musterte mich mit zusammengekniffenen Augen, während er langsam weiterkaute.

»Was? Was mache ich?« Ich stellte mich unwissend und bediente mich mit einem Stück Schweinepastete.

»Mich beobachten. So wie ein Falke eine Maus beobachtet, bevor er sich auf sie stürzt. Stimmt es nicht?«, bat er Lizzie um Unterstützung.

»Aye, das stimmt«, pflichtete ihm Lizzie bei und grinste mich verschmitzt an. »Aber so ist sie nun einmal. Und du wärst eine große Maus, Bobby.«

Bobby musste so lachen, dass er sich an seinem Muffin verschluckte. Mrs. Bug blieb stehen, um ihm helfend auf den Rücken zu hämmern, bis er puterrot nach Luft schnappte.

»Was hat er denn nur?«, fragte sie und trat um den Tisch, um einen kritischen Blick auf Bobbys Gesicht zu werfen. »Du hast doch nicht schon wieder die Scheißerei, oder, Junge?«

»Schon wieder?«, sagte ich.

»O nein, Ma’am«, krächzte er. »Bewahre! Das war nur das eine Mal, weil ich unreife Äpfel gegessen hatte.« Er verschluckte sich wieder, hustete, setzte sich gerade hin und räusperte sich.

»Könnten wir uns bitte nicht über meine Verdauung unterhalten, Ma’am?«, fragte er flehend. »Zumindest nicht beim Frühstück?«

Ich konnte spüren, wie Lizzie neben mir vor Belustigung vibrierte, doch sie hielt den Blick auf ihren Teller gesenkt, um ihn nicht noch mehr in Verlegenheit zu bringen.

»Natürlich«, sagte ich und lächelte. »Ich hoffe, Ihr bleibt ein paar Tage, Bobby?« Er war tags zuvor angekommen und hatte die übliche Sammlung von Briefen und Zeitungen von Lord John mitgebracht – gemeinsam mit einem Paket, das ein wunderbares Geschenk für Jemmy enthielt; einen Schachtelteufel mit einer Spieluhr, den Lord Johns Sohn Willie eigens aus London geschickt hatte.

»O ja, Ma’am«, versicherte er mir mit vollem Mund. »Seine Lordschaft hat gesagt, ich sollte sehen, ob Mr. Fraser einen Brief für mich hat, also muss ich doch auf ihn warten, nicht wahr?«

»Natürlich.« Jamie und Ian waren letzte Woche zu den Cherokee aufgebrochen; es würde wahrscheinlich noch eine Woche dauern, bis sie zurückkamen. Zeit genug für meine Experimente.

»Gibt es irgendetwas, Ma’am, womit ich Euch zu Diensten sein könnte«, fragte Bobby. »Da ich sowieso hier bin, meine ich, und Mr. Fraser und Mr. Ian nicht?« Diese Worte hatten einen leisen Unterton der Genugtuung; er vertrug sich gut mit Ian, doch es bestand kein Zweifel, dass er es vorzog, Lizzies Aufmerksamkeit ganz für sich allein zu haben.

»Nun, ja«, sagte ich und aß einen Löffel Porridge. »Da Ihr es selbst erwähnt, Bobby …«

Als ich es ihm erklärt hatte, sah Bobby zwar immer noch gesund aus, aber um einiges weniger blühend.

»Mich in den Schlaf versetzen«, wiederholte er unsicher. Er sah Lizzie an, die zwar ebenfalls leicht unsicher wirkte, aber zu sehr daran gewöhnt war, unvernünftige Aufträge zu bekommen, als dass sie mir widersprochen hätte.

»Ihr werdet nur ganz kurz schlafen«, versicherte ich ihm. »Wahrscheinlich merkt Ihr es gar nicht.«

Aus seinem Gesicht sprach beträchtliche Skepsis, und ich konnte sehen, wie er nach einer Entschuldigung angelte. Doch ich hatte diesen Trick vorausgeahnt und spielte jetzt meine Trumpfkarte aus.

»Es ist nicht nur, weil ich die Dosis bestimmen muss«, sagte ich. »Ich kann nicht gleichzeitig einen Patienten operieren und ihm den Äther verabreichen – zumindest ist es schwierig. Malva Christie wird mir assistieren; sie braucht Erfahrung.«

»Oh«, sagte Bobby nachdenklich. »Miss Christie.« Sein Gesicht nahm einen sanften, verträumten Ausdruck an. »Nun. Ich möchte Miss Christie natürlich nicht vor den Kopf stoßen.«

Lizzie stieß einen dieser ökonomischen schottischen Kehllaute aus, die in zwei Silben zugleich Hohn, Verachtung und deutliche Missbilligung ausdrücken konnten.

Bobby blickte fragend auf, ein Stückchen Pastete auf seiner Gabel.

»Hast du etwas gesagt?«

»Wer, ich?«, sagte sie. »Natürlich nicht.« Sie stand abrupt auf, trug ihre Schürze vor sich her, schüttelte die Krümel ins Feuer und wandte sich an mich.

»Wann wollt Ihr es tun?«, fragte sie fordernd, bevor sie nachträglich noch »Ma’am« anfügte.

»Morgen früh«, sagte ich. »Es muss auf leeren Magen sein, also machen wir es als Erstes, vor dem Frühstück.«

»Schön!«, sagte sie und stampfte hinaus.

Bobby sah ihr blinzelnd nach und wandte sich dann verwirrt an mich.

»Habe ich etwas gesagt?«

Mrs. Bug sah mir wissend ins Gesicht.

»Gar nichts, Junge«, sagte sie und deponierte eine frische Portion Rührei auf seinem Teller. »Esst auf. Ihr werdet Eure Kraft brauchen.«

Mit ihrer üblichen Kunstfertigkeit hatte Brianna die Maske nach meinen Spezifikationen angefertigt. Sie bestand aus miteinander verwobenen Eichenholzstreifen. Die Konstruktion war einfach, eine Art Doppelkäfig, dessen Hälften man mittels eines Scharniers aufklappen konnte, um eine dicke Schicht Baumwolle dazwischenzuschieben und sie dann wieder zu schließen. Das Ganze war geformt wie eine Catchermaske, die um Mund und Nase des Patienten passte.

»Nehmt genug Äther, um die Baumwolle ganz zu durchfeuchten«, wies ich Malva an. »Wir wollen ja, dass er schnell wirkt.«

»Aye, Ma’am. Oh, das riecht aber unangenehm, nicht wahr?« Sie wandte das Gesicht halb ab und schnüffelte vorsichtig, während sie den Äther auf die Maske träufeln ließ.

»Ja. Passt auf, dass Ihr nicht zu viel davon einatmet«, sagte ich. »Wir wollen ja nicht, dass Ihr bei der Operation umfallt.«

Sie lachte, hielt die Maske aber pflichtschuldigst weiter von sich weg.

Lizzie hatte tapfer angeboten, den Anfang zu machen – mit der eindeutigen Absicht, Bobbys Aufmerksamkeit von Malva auf sich zu lenken. Dies zeigte den gewünschten Erfolg; sie lag hingestreckt auf dem Tisch und hatte die Haube ausgezogen, so dass sich ihr weiches, blondes Haar malerisch über das Kissen ergoss. Bobby saß mit ernster Miene neben ihr und hielt ihr die Hand.

»Nun gut.« Ich hatte eine winzige Sanduhr in der Hand; das Einzige, was mir zur akkuraten Zeitmessung zur Verfügung stand. »Legt sie ihr vorsichtig über das Gesicht. Lizzie, hol einfach nur tief Luft und zähle mit mir, eins … zwei … du liebe Güte, das ging aber schnell, nicht wahr?«

Sie hatte ein Mal tief Luft geholt, so dass sich ihr Brustkorb weit hob – und war beim Ausatmen erschlafft wie eine tote Flunder. Ich drehte hastig die Sanduhr um und überprüfte ihren Puls. Alles bestens.

1 ... 156 157 158 159 160 161 162 163 164 ... 421
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)