Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Saga von Garth und Torian
Die Saga von Garth und Torian - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Saga von Garth und Torian

Электронная книга - «Die Saga von Garth und Torian». Краткое содержание книги:

Die Saga von Garth und Torian - Ungeahnte Kräfte wurden frei, als der Magier der Tremonen starb. Torian aus Scrooth, verwantwortlich für den Tod des Zauberers, entgeht mit seinem ehemaligen Gegner Garth dem Inferno – aber nur, um noch gefahrvollere Abenteuer bestehen zu müssen. Denn in der Ruinenstadt Rador wartet die Vergangenheit und ersinnt einen teuflischen Plan...
1 ... 143 144 145 146 147 148 149 150 151 ... 229
Перейти на страницу:

Genauer – das, was sie die ganze Zeit über für seinen Körper gehalten hatten.

Torian stöhnte auf und begriff nicht, wieso er die Wahrheit nicht schon längst erkannt hatte. Mit einem Mal war alles völlig klar. Cathar hatte sie die ganze Zeit über getäuscht.

»Was… was soll das bedeuten?« stieß Bard hervor. Auch in seiner Stimme lag plötzlich ein Unterton, der Torian fremd war.

Cathars Aussehen hatte sich inzwischen gefestigt. Nichts an ihm erinnerte mehr an das Trugbild, das er ihnen vorgegaukelt hatte. Immer noch lächelnd wandte er sich um und musterte den Rattengesichtigen wie ein lästiges Insekt.

»Das ist doch ganz einfach: Man heißt den neuen Herrscher der Schattenburg willkommen, wie du gehört hast. Oder fragst du, was mit diesem Körper geschah? Wenn man mit einem Mann wie Torian Carr Conn gemeinsam reist, kann man nicht vorsichtig genug sein. Es gibt nur einen Menschen, von dem ich wußte, daß er nie sein Schwert gegen ihn erheben würde. Also nahm ich sein Aussehen an. Ohne ihn wäre keiner von uns hierhergekommen.«

»Vergeßt nicht das Blutopfer für die Festung, Herr«, gemahnte einer der Krieger.

»Richtig«, erwiderte Cathar und machte eine Handbewegung in Richtung der acht noch lebenden Gardisten. »Ihr fragt euch vielleicht, welche Rolle euch in diesem Geschehen bestimmt ist. Ich mußte so viele von euch mitschleppen, nur um sicherzugehen, daß wenigstens einige von euch bis hierhin durchkommen. Die Schattenburg fordert ihren Preis, wenn man sie betreten will. Nehmt sie.«

Und die grauen Krieger nahmen sie. Drei von ihnen waren zwischen den Gardisten und töteten sie mit ihren Schwertern, noch bevor die Männer begriffen, was Cathars Worte zu bedeuten hatten. Ohne einen Laut brachen sie zusammen.

»Verrat!« keuchte Bard und zog sein Schwert. Einer der Krieger trat drohend auf ihn zu, doch er beachtete es nicht einmal. »Du hast uns alle verraten. Es ging dir gar nicht darum, das Tor zu schließen. Du wolltest nur die Schattenburg. Und ich habe dir vertraut!«

»Das ist schließlich deine eigene Schuld«, höhnte Cathar. »Ich habe dich zu nichts gezwungen, und du lebst nur noch, weil du mir bislang treu gedient hast. Entscheide dich: Willst du ebenfalls sterben oder mir weiterhin gehorchen?«

»Niemals!« schrie Bard. »Du wirst für deinen Verrat bezahlen. Zeig wenigstens soviel Mut, mit mir zu kämpfen!«

»Kämpfen?« Der Magier schien einen Moment zu überlegen, dann schüttelte er den Kopf. »Wie überflüssig.« Er drehte sich um und machte einige Schritte auf die Burg zu, dann wandte er noch einmal den Kopf. »Ach, ehe ich es vergesse«, fügte er in fast beiläufigem Tonfall hinzu, »die Brücke, auf der du zu stehen glaubst, die gibt es in Wahrheit gar nicht, weißt du?«

Bard keuchte vor Schrecken, blickte instinktiv nach unten – und stürzte wie ein Stein in die Tiefe!

Torian starrte Bard mit vor Entsetzen geweiteten Augen nach. Der Rattengesichtige kam nicht einmal dazu, einen Schrei auszustoßen. Der scheinbar so massive Fels war von einem Sekundenbruchteil auf den anderen nur auf dem kleinen Stück, auf dem er gestanden hatte, verschwunden. Er fiel und fiel, hinein in die Decke aus Wolken und Nebel, die sich unter der Brücke spannte und nirgendwo zu enden schien.

Torian wußte nicht, was er empfand. Bis zuletzt hatte er Bard nur als einen unterwürfigen Diener Cathars betrachtet, ungeachtet dessen, was der ehemalige Kommandant ihm gesagt hatte. Sie alle waren von dem Magier betrogen worden, aber Bard vielleicht am allermeisten, weil er der wohl einzige von ihnen gewesen war, der Cathar vollends vertraut und aus Überzeugung gehandelt hatte. Bis zuletzt, und obwohl Bard ihm das Leben gerettet hatte, war er Torian unsympathisch gewesen, aber dieses Ende hatte auch das Rattengesicht nicht verdient. Er stand einfach da und starrte in die Richtung, in die Bard gestürzt war, bis einer der Schattenkrieger ihn unsanft an der Schulter rüttelte und damit aus der Erstarrung riß. Der Blick seiner Augen war völlig ausdruckslos.

»Folgt uns jetzt«, wurde er aufgefordert. »Unser Herr wartet nicht gerne.«

Schweigend nahm das halbe Dutzend graugekleideter Mörder Shyleen und ihn in die Mitte und geleitete sie das letzte Stück Weg zur Schattenburg hinauf, aber Torian nahm es kaum wahr. Er war immer noch wie betäubt.

Hinter ihm blieben die toten Gardisten zurück und eine Brücke, die es in Wirklichkeit vielleicht gar nicht gab. Möglicherweise auch alle Hoffnungen, die er jemals gehabt hatte. Das dumpfe Krachen, mit dem das titanische Portal hinter ihnen ins Schloß fiel, erinnerte ihn an das Zuschlagen eines Sargdeckels. Er schauderte. Für einen kurzen Augenblick hatte er das Gefühl, von den nachtschwarzen Wänden erdrückt zu werden. Selbst das zuckende rote Licht der Fackeln, die in regelmäßigen Abständen in Halterungen an den Wänden steckten, wirkte unnatürlich krank und schien in dem schwarzen Granit zu versickern.

Torian versuchte die Vorstellung abzuschütteln, aber statt in die verborgenen Winkel seiner Phantasie zurückzukriechen, aus denen sie gekommen waren und in die sie gehörten, wurden die Visionen eher noch schlimmer. Für ein paar Sekunden glaubte er, das Gewicht der zahllosen Tonnen Fels und Mauerwerk, das sich über seinem Kopf türmte, beinahe körperlich zu spüren. Seit sie das Tor der Schattenburg durchschritten hatten, war eine sonderbare Veränderung mit ihm vonstatten gegangen. Er hatte das Gefühl, zweimal zu existieren: Es gab einen Torian, der halb wahnsinnig vor Angst war und sich ebenso verzweifelt wie ergebnislos fragte, welcher Dämon ihn geritten haben mochte, freiwillig hierher zu kommen; eine Entscheidung, die etwa der gleichkam, freiwillig die Hand ins Maul eines mürrischen Haifisches zu legen und ihn am Gaumen zu kitzeln.

Aber es existierte noch ein anderer Teil in ihm, der alles, was bisher geschehen war – und alles, was noch geschehen mochte! –, mit beinahe stoischem Gleichmut betrachtete. Der Tod Bards und der Gardisten, ihr eigenes Schicksal, das bevorstehende erneute Zusammentreffen mit Cathar und die einzig wahrscheinliche Konsequenz daraus – nämlich ein rasches, aber höchst unerfreuliches Ende –, das alles ließ ihn vollkommen unberührt.

Es gab nur noch einen Gedanken, der für diesen Teil seines Ichs von Bedeutung war – nämlich den, daß er nach Hause zurückgekehrt war, so unbegreiflich dieser Gedanke auch dem wahren Torian war. Das Kribbeln in seiner Schulter war zu fast schmerzhafter Intensität angestiegen, und es war ein eindeutiges Kribbeln. Torian warf Shyleen ein nervöses Lächeln zu und versuchte, sich auf die Umgebung zu konzentrieren.

Viel war da nicht zu sehen. Der Gang, durch den sie die Schattenkrieger führten, verlief fenster- und türenlos dreißig, vierzig Schritt weit geradeaus und endete vor einem schmucklosen, aber äußerst massiven Tor, das halb offenstand. Er erinnerte mehr an einen direkt aus dem Berg gehauenen Stollen als an den Korridor eines künstlich errichteten Gemäuers, aber vielleicht war er das auch, denn ein Gutteil der bizarren Burg schien mit Urgewalt direkt aus dem Fels herausgemeißelt zu sein. Möglicherweise befanden sie sich in Wahrheit schon tief unter der Erde statt auf dem Gipfel des Berges. Möglicherweise auch nicht einmal mehr in Caracon oder irgendeinem anderen Teil der ihnen vertrauten Welt.

Torian hatte den Berg von der Brücke aus in seiner ganzen Größe gesehen. Er war ein Gigant, ein zyklopischer Kegel aus schwarz erstarrter Lava und Granit, eine, wenn nicht zwei Meilen hoch und mit Flanken, die wie glattpoliertes schwarzes Glas schimmerten. Und das war nur der obere, über den Wolken sichtbare Teil des Berges. Hätte es ein solches Riesending irgendwo in der Staubwüste tatsächlich gegeben, hätten sie es entdecken müssen, schon über Dutzende von Meilen Entfernung.

1 ... 143 144 145 146 147 148 149 150 151 ... 229
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)