Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Космическая фантастика » Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]
Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]

Электронная книга - «Eine Tiefe am Himmel [A Deepness in the Sky - de]». Краткое содержание книги:

Seit längerer Zeit wird vom besiedelten Teil der Galaxis aus ein rätselhafter Stern beobachtet: Nicht nur, dass er auf einer engen Bahn um den Mittelpunkt der Milchstraße läuft und hoch in den galaktischen Halo aufsteigt, nach jeweils 215 Jahren Dunkelperiode strahlt er auch plötzlich für 35 Jahre hell auf, um sich dann wieder zu verdunkeln. Als man feststellt, dass der einzige Planet, der ihn umkreist, von intelligenten Wesen bewohnt ist, rüsten die Dschöng Ho, eine friedliche Händlerzivilisation, ein Raumschiff aus, um Kontakt zu der fremden Spezies aufzunehmen. Zugleich jedoch startet das Schiff einer skrupellosen Aufsteiger-Zivilisation — Menschenabkömmlinge, die während der Isolation in die Barbarei abgesunken waren und inzwischen wieder zu Hochtechnologie und Raumfahrt fähig sind. Doch sie sind Barbaren geblieben: Sie überrumpeln die Händler, töten etliche von ihnen und versklaven den Rest. Und genau so gedenken sie mit der Bevölkerung des Planeten zu verfahren, um ihr wissenschaftliches Know-how zu erbeuten. Sie gehen in eine orbitale Lauerstellung und warten ab, bis die Sonne erneut in die Lichtphase tritt und die Bewohner in ihren ›Tiefen‹ aus dem Kälteschlaf erwachen. Aber sie ahnen nicht, dass auf dem Planeten auch jemand lebt, der von ihrer Anwesenheit weiß…
›Eine Tiefe am Himmel‹ wurde mit dem Hugo Gernsback Award und dem John W. Campbell Award als bester Roman des Jahres ausgezeichnet.
1 ... 137 138 139 140 141 142 143 144 145 ... 226
Перейти на страницу:

Pham schaute wieder in Naus Version der Historie, verfolgte eine Geschichte, dann eine andere, fluchte über die Lügen, die ihn als Ungeheuer hinstellten… zuckte zusammen, wenn die Geschichte wahr war, obwohl er sein Bestes getan hatte. Er war seltsam, wieder sein wahres Gesicht zu sehen. Manche von diesen Videos mussten echt sein. Fast fühlte Pham, wie die Worte jener Reden seine Kehle empor und über seine Lippen strömten. Erinnerungen stellten sich ein: die Jahre auf dem Höhepunkt, als fast jedes Reiseziel ihn in Kontakt mit Kauffahrern gebracht hatte, die verstanden, was sich aus einer interstellaren Handelskultur machen ließe. Der Funk hatte ihn überholt und seine Botschaften wirkungsvoll an den Mann gebracht. Und keine tausend Jahre, nachdem der kleine Prinz Pham den reisenden Kaufleuten übergeben worden war, näherte sich sein Lebensplan dem Erfolg. Der Gedanke einer echten Dschöng Ho hatte sich über den größten Teil des Menschenraums verbreitet. Von Welten auf der Anderen Seite, die er vielleicht nie kennen lernen würde, bis zum kultivierten und immer wieder neu kultivierten Herzen des Menschenraumes — sogar auf der Alten Erde — hatten sie seine Botschaft gehört, hatten seine Vision von einer Organisation gesehen, die dauerhaft und mächtig genug wäre, um das Rad des Schicksals anzuhalten. Ja, viele von ihnen sahen nicht mehr, als Sura gesehen hatte. Das waren die ›praktischen Geister‹, nur daran interessiert, große Vermögen zu erwerben, sich und ihren Familien den Nutzen zu sichern. Doch Pham hatte damals gedacht — und Herrgott, ich möchte es immer noch denken —, dass die Mehrheit an das höhere Ziel glaubte, das Pham selbst predigte.

Über tausend Jahre Realzeit hinweg hatte Pham die Botschaft hinterlassen, den Plan für ein großes Treffen, das alle früheren Treffen in den Schatten stellen sollte, einen Ort und einen Zeitpunkt, da die neue Dschöng Ho den Frieden des Menschenraums erklären, sich diesem Ziel weihen würde. Es war Sura Vinh gewesen, die den Ort festgelegt hatte:

Namqem.

Freilich lag Namqem ein gutes Stück kernwärts im Menschenraum, aber nahe am Zentrum intensiver Dschöng-Ho-Aktivität. Die Kauffahrer, die höchstwahrscheinlich teilnehmen konnten, befanden sich in ziemlich naher Reichweite; sie würden weniger als tausend Jahre Vorlaufzeit brauchen. Das waren die Gründe, die Sura nannte. Und die ganze Zeit über lächelte sie ihr altes ungläubiges Lächeln, als wolle sie dem armen Pham seinen Willen lassen. Doch Pham hatte geglaubt, dass er bei Namqem seine Chance bekäme.

Und schließlich gab es noch einen anderen Grund, sich bei Namqem zu treffen. Sura war so wenig gereist, sie war immer die Planerin im Zentrum von Phams Kombinationen. Jahrzehnte und Jahrhunderte waren vergangen. Selbst mit gelegentlichem Kälteschlaf und der besten Medizintechnik war Sura Vinh jetzt unrettbar alt, fünfhundert Lebensjahre? Sechshundert? In den letzten Jahrhunderten vor dem Treffen hatten ihre Botschaften sie so ungeheuer alt erscheinen lassen. Ohne das Treffen bei Namqem würde Sura vielleicht nie den Erfolg von Phams Arbeit miterleben. Sie würde vielleicht nie sehen, wie Recht Pham hatte. Sie war die Einzige, der ich total vertraute. Ich hatte mich ganz auf sie verlassen.

Und mit der Erinnerung schlug ein alter, alter Zorn über Pham zusammen…

Die Mutter aller Treffen. In gewissem Sinne war die ganze Methode, war auch die Mythologie, die Pham und Sura erfunden hatten, diesem einen Augenblick gewidmet. Also war es keine Überraschung, dass die Teilnehmer mit beispielloser Genauigkeit eintrafen. Statt im Laufe von ein, zwei Jahrzehnten heranzutröpfeln, strömten fünftausend Staustrahlschiffe von über dreihundert Welten im Namqem-System zusammen, um in Abständen von weniger als einer Megasekunde anzukommen.

Manche waren noch kein Jahrhundert vorher abgeflogen, von Canberra und Torma. Es gab Schiffe von Strentmann und Kielle, von Welten mit Völkerschaften, die inzwischen fast unterschiedliche biologische Arten waren. Manche kamen von so weit, dass sie nur über Funk von dem Treffen gehört hatten. Es gab drei Schiffe von der Alten Erde. Nicht alle Teilnehmer waren echte Kauffahrer; manche waren von Regierungen ausgesandt worden, die die in Phams Botschaft verheißenen Lösungen zu erhalten hofften. Vielleicht auf einem Drittel der Welten, von denen die Besucher kamen, würde in der Zeit, die Hin- und Rückflug dauerten, die Zivilisation untergegangen sein.

Solch ein Treffen konnte nicht verlegt oder verschoben werden. Wenn die Hölle selbst losgebrochen wäre, hätte sie das nicht aus seiner Bahn werfen können. Und doch erfuhr Pham schon Jahrzehnte vor der Ankunft, dass für die Menschen von Namqem bald schon die Hölle losbrechen würde.

Phams Flaggkapitän war nur vierzig Jahre alt. Er hatte ein Dutzend Welten gesehen und hätte es besser wissen müssen. Doch er war auf Namqem geboren worden. »Sie sind zivilisiert gewesen, bevor ihr zum ersten Mal aus dem Dunkel aufgetaucht seid, Herr Kapitän. Sie wissen, wie man die Dinge zum Funktionieren bringt. Wie ist das möglich?« Er schaute ungläubig auf die Analyse, die mit Sura Vinhs letzter Sendung eingetroffen war.

»Setzen Sie sich, Sammy.« Pham trat einen Stuhl aus der Wand heraus und bedeutete ihm, Platz zu nehmen. »Ich habe die Berichte auch gelesen. Die Symptome sind klassisch. Im letzten Jahrzehnt ist die Rate von Systemblockaden überall bei Namqem ständig gestiegen. Schauen Sie, hier, zu jedem beliebigen Zeitpunkt stecken dreißig Prozent des Geschäftsverkehrs zwischen den äußeren Monden fest.« Sämtliche Apparate waren in Ordnung, doch das System hatte eine so hohe Komplexität erreicht, dass die Raumfahrzeuge keine Starterlaubnis bekommen konnten.

Sammy Park war einer der Besten von Pham. Er verstand die Gründe, die hinter all den synthetischen Glaubensvorstellungen der neuen Dschöng Ho steckten — und hielt trotzdem zu ihnen. Er würde ein würdiger Nachfolger für Pham und Sura werden — vielleicht besser als Phams älteste Kinder, die oft so vorsichtig wie ihre Mutter waren. Doch Sammy war ernstlich verwirrt: »Die Regierungen von Namqem werden doch wohl die Gefahr erkannt haben? Sie wissen alles, was die Menschheit jemals über Stabilität gelernt hat — und sie haben bessere Automatik als wir! Sicherlich werden wir in ein paar Dutzend Megasekunden hören, dass sie das Optimum wieder gefunden haben.«

Pham zuckte die Achseln, ohne seinen eigenen Unglauben einzugestehen. Namqem war so gut, so lange Zeit über. Laut sagte er: »Vielleicht. Doch wir wissen, dass sie dreißig Jahre brauchen würden, um eine Korrektur durchzuführen.« Er wies auf Suras Bericht. »Und die Probleme verschlimmern sich noch.« Er sah Parks Gesichtsausdruck und senkte die Stimme. »Sammy, Namqem hat seit fast viertausend Jahren Frieden und Freiheit. Es gibt im ganzen Menschenraum keine andere Kundenzivilisation, die das von sich sagen kann. Doch das ist der springende Punkt. Ohne Hilfe können sogar sie nicht ewig weitermachen.«

Sammy ließ die Schultern hängen. »Sie haben die tödlichen Katastrophen vermieden. Sie hatten keine Seuchen durch biologische Waffen, keinen Atomkrieg. Die Regierung ist immer noch flexibel und imstande zu reagieren. Es sind nur diese gottverdammten technischen Probleme.«

»Es sind technische Symptome, Sammy, von Problemen, die die Regierung bestimmt nur zu gut versteht.« Und gegen die sie nichts machen kann. Er erinnerte sich an den Zynismus von Gunnar Larson. In gewisser Weise lief dieses Gespräch auf demselben toten Gleis. Doch Pham Nuwen hatte ein Leben lang Zeit gehabt, auf Lösungen zu kommen. »Die Flexibilität der Regierung entscheidet für sie über Leben und Tod. Sie nehmen es jetzt seit Jahrhunderten auf sich, Zwangslagen zu optimieren. Genie und Freiheit und das Wissen um die Vergangenheit haben für Sicherheit gesorgt, doch schließlich haben die Optimierungen sie an einen Punkt geführt, wo das System zerbrechlich wird. Die Megalopolis-Monde haben das reichste Netzwerk im Menschenraum ermöglicht, doch sie sind auch der Punkt, an dem alles erstickt…«

1 ... 137 138 139 140 141 142 143 144 145 ... 226
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)