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The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)

Электронная книга - «The Vampire Journals - Geliebt: Band 2 (German Edition)». Краткое содержание книги:

Caitlin und Caleb machen sich gemeinsam auf die Suche nach dem einzigen Gegenstand, der den drohenden Krieg der Vampire und der Menschheit noch abwenden kann: das verlorene Schwert. Dafür müssen sie allerdings zuerst Caitlins Abstammung zurückverfolgen, denn sie haben immer noch nicht das Rätsel um ihren Vater gelöst. Wer war er und warum hat er sie verlassen? Und ist sie wirklich die Auserwählte? Doch auch die Vampire des Blacktide Clans wollen das alte Schwert ausfindig machen und sind dem Paar dicht auf den Fersen. Trotz der Gefahren wächst die Liebe zwischen Caitlin und Caleb. Ihre verbotene Romanze könnte jedoch alles zerstören, was sie erreichen wollen ...
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Dann öffnete sie die Tür und sah zu, wie er begeistert das Haus betrat.

Er war so leicht zu beeinflussen.

Sie leckte sich die Lippen und spürte ein dumpfes Hungergefühl in ihren Schneidezähnen aufsteigen.

Es würde viel einfacher sein, als sie gedacht hatte.

6.

Kapitel

Caleb und Caitlin standen am Fluss und sahen sich tief in die Augen. Sie zitterte vor Sorge, dass er sich vielleicht gleich von ihr verabschieden würde.

Aber dann erregte etwas seine Aufmerksamkeit, und sein Blick wurde abgelenkt. Wie gelähmt starrte er auf ihren Hals.

Er streckte die Hand aus und berührte mit den Fingern ihre Kehle. Sie spürte Metall. Ihre Halskette. Sie hatte ganz vergessen, dass sie sie trug.

Er hob die Kette an und betrachtete sie aufmerksam.

»Was ist das?«, fragte er leise.

Sie hob die Hand und legte ihre Hand über seine. Es war ihr Kreuz, das kleine Silberkreuz.

»Nur ein altes Kreuz«, antwortete sie.

Aber bevor sie ausgesprochen hatte, ging ihr auf, dass das Kreuz tatsächlich richtig alt war. Es befand sich schon seit Generationen im Besitz ihrer Familie. Ihre Großmutter hatte es ihr kurz vor ihrem Tod geschenkt und dabei erzählt, dass sie das Kreuz wiederum von ihrer Großmutter erhalten hatte. Es stammte von dem Familienzweig ihres Vaters. Ja. Vielleicht war das eine richtige Spur.

Caleb musterte es genau.

»Das ist kein normales Kreuz«, sagte er schließlich. »Die Ecken sind abgerundet. Ich habe schon seit tausend Jahren kein solches Kreuz mehr gesehen. Es ist ein Petruskreuz«, erklärte er fasziniert. »Woher hast du das?«

»Ich … ich hatte es eigentlich schon immer«, antwortete sie atemlos. Ihre Erregung wuchs.

»Das ist das Zeichen eines alten Clans aus Jerusalem. Eines extrem mächtigen, geheimen Clans. Es wurde sogar gemunkelt, dass er vielleicht gar nicht existiert. Wie kommt es, dass das Kreuz in deinem Besitz ist?«

Ihr Herz schlug heftig. »Ich … ich weiß es nicht genau. Meine Großmutter hat mir nur erzählt, es wäre von meinem Vater. Ich … hatte gar nicht mehr daran gedacht.«

Vorsichtig drehte er es um und betrachtete die Rückseite. Verblüfft riss er die Augen auf.

»Da ist eine Gravur.«

Sie nickte. Ja, da war tatsächlich eine Gravur.

»Stimmt, in einer fremden Sprache – vielleicht ist es griechisch«, meinte sie.

»Latein«, stellte er richtig. »Spina et rosa in Salem congregant«, las er vor und sah sie erwartungsvoll an, als müsste sie die Inschrift verstehen.

Sie hatte mal wieder keine Ahnung – wie eigentlich immer.

»Das heißt: Die Rose und der Dorn treffen sich in Salem.«

Ratlos sahen sie sich an.

Caitlins Gedanken überschlugen sich, als sie sich fragte, was das bedeuten könnte. Calebs Augen funkelten angesichts der neuen Spur.

»Das Kreuz gehörte deinem Vater. Es muss ihm gehört haben. Diese Gravur ist ein altes Vampirrätsel. Bestimmt will er dir damit mitteilen, wie du ihn finden kannst. Er sagt uns, wohin wir als Nächstes gehen müssen.«

»Nach Salem?«

Er nickte ernst.

Dann legte er ihr eine Hand auf die Schulter. »Mir liegt sehr viel an dir. Ich möchte auf gar keinen Fall, dass dir etwas zustößt. Das hier ist mein Krieg, deshalb solltest du nicht mit hineingezogen werden. Das Ganze kann sehr gefährlich werden, und du bist kein reinrassiger Vampir. Daher bist du verwundbar. Du musst nicht mitkommen – vor allem nicht, nachdem ich nun weiß, wo ich als Nächsten suchen muss. Du hast mir bereits mehr geholfen, als ich dir sagen kann.«

Caitlin wurde das Herz schwer. Wollte er sie nicht dabeihaben? Oder versuchte er, sie zu beschützen? Sie hatte das Gefühl, es könnte Letzteres sein.

»Ich weiß, dass ich die Wahl habe«, sagte sie mit fester Stimme. »Ich entscheide mich dafür, mit dir zu gehen.«

Er sah sie lange an und nickte schließlich. »Okay.«

»Außerdem«, fügte sie schmunzelnd hinzu, »kann ich dich doch nicht ganz allein meiner Familie ausliefern.«

7.

Kapitel

Kyle ging gespannt über das Kopfsteinpflaster der Straßen von South Street Seaport. Seine Schritte wurden immer schneller. Diesen Augenblick hatte er sich schon seit Jahren ausgemalt.

Als er um die Ecke bog, konnte er es bereits sehen. Das Schiff. Sein Schiff.

Getarnt als historisches Segelschiff aus einem europäischen Land würde es eine Woche dort im Hafen vor Anker liegen. Wie dämlich diese Menschen doch waren! Sie glaubten beinahe alles und waren viel zu arglos, um die Fracht von diesem Stück Geschichte zu überprüfen. Sie begriffen nicht, dass das Schiff als Instrument für ihren Tod dienen könnte. Dass dieses Schiff ihr Trojanisches Pferd sein würde.

Dämliche Touristen drängten sich am Hafen und waren entzückt, dieses geschichtsträchtige Schiff vor ihrer Nase zu haben. Wenn sie bloß wüssten.

Kyle bahnte sich einen Weg durch das Gedränge und ging auf einen schmalen Durchgang zu. Vier kräftige Männer standen Wache, aber als sie ihn kommen sahen, nickten sie und machten schnell Platz. Alles Mitglieder seines Clan. Sie waren schwarz gekleidet und so groß wie er. Kyle spürte die Wut, die sie ausstrahlten, und entspannte sich sofort. Unter seinesgleichen fühlte er sich immer am wohlsten.

Respektvoll bildeten sie eine Gasse, und nachdem Kyle durch ihre Mitte spaziert war, verschlossen sie den Durchgang wieder.

Kyle näherte sich dem Heck des Schiffes, das den Augen der Öffentlichkeit verborgen blieb. Mehrere Vampire standen dort, und als sie ihn entdeckten, machten sie sich sofort an die Arbeit. Sie ließen eine große Rampe seitlich aus dem Schiffsrumpf herunter und rollten einen riesigen, mit Holz verschalten Behälter hinunter. Zehn Männer bugsierten den Behälter von der Rampe auf das Kopfsteinpflaster. Kyle trat näher.

»Mein Meister«, sagte ein kleiner Vampir mit beginnender Glatze. Er lief auf Kyle zu und verbeugte sich.

Der Mann schwitzte heftig und wirkte überaus nervös. Sein Blick huschte unruhig hin und her. Offensichtlich hatte er nach Polizisten Ausschau gehalten. Und er hatte wohl ziemlich lange warten müssen. Gut. Kyle ließ die Leute gerne warten.

»Es ist alles hier«, fuhr der Mann hektisch fort. »Wir haben die Lieferung mehrmals überprüft. Alles ist heil und unversehrt, mein Meister.«

»Ich will es sehen«, sagte Kyle.

Der Mann schnippte mit den Fingern, und vier Männer liefen herbei. Sie rückten dem Behälter mit Stemmeisen zu Leibe und lösten eine der Holzplanken. Dann rissen sie mehrere Lagen strapazierfähiger Plastikfolie herunter.

Kyle trat näher und steckte die Hand in den Behälter. Er ertastete eine kleine, kalte Glasflasche und nahm sie heraus.

Prüfend musterte er sie unter dem Licht einer Straßenlaterne.

Genau so, wie er es in Erinnerung hatte. Die Mikroben der Beulenpest wimmelten in der Flasche herum und waren völlig intakt. Langsam breitete sich ein Lächeln auf seinem Gesicht aus.

Jetzt konnte dieser Krieg beginnen.

***

Kyle verschwendete keine Zeit. Schon wenige Stunden später befand er sich in der Penn Station und war bereit, sich ans Werk zu machen. Als er mitten im Gedränge durch den Bahnhof marschierte, loderte wieder seine Wut auf. Er ging mitten durch die Gruppen von Menschen, die jetzt zur Rushhour alle nach Hause zu ihren armseligen kleinen Familien und Ehemännern und Ehefrauen strebten. Kyle hasste sie alle.

Einzelne Menschen waren schon schlimm genug, aber Menschenmassen fand er absolut unerträglich – sie eilten geschäftig in alle Richtungen und fühlten sich wichtig, dabei würden sie in ihrem kurzen Leben praktisch keine Spuren auf der Erde hinterlassen. Kyle hatte sie alle überlebt und überdauert, Generation für Generation, seit Tausenden von Jahren. Selbst bedeutendere Persönlichkeiten wie beispielsweise Cäsar und Stalin – und sein besonderer Liebling Hitler – waren innerhalb kürzester Zeit praktisch vergessen. Zu Lebzeiten hatten sie eine Rolle gespielt, aber nur wenig später galten sie nichts mehr. Die hektischen Bewegungen und die Selbstgefälligkeit der Passanten brachten ihn völlig durcheinander. Am liebsten hätte er jeden Einzelnen von ihnen umgebracht. Und genau das würde er bald tun.

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