Watership Down. Unten am Fluß
- Автор: Адамс Ричард
- Год: 2001
- Язык: немецкий
- Жанр: Фэнтези
Электронная книга - «Watership Down. Unten am Fluß». Краткое содержание книги:
Auch der Zeichentrickfilm von Martin Rosen mit dem Titelsong von Art Garfunkel wurde ein weltweiter Erfolg.
Der Autor
Richard Adams, 1920 in Berkshire geboren, studierte in Oxford Literatur und Geschichte. Auf den häufigen Fahrten zwischen seiner Londoner Wohnung, seinem kleinen Landhaus in den Downs südwestlich von London und Stratford-on-Avon unterhielt er seine Töchter Juliet und Rosamond mit Geschichten über Kaninchen und begann schließlich, sie aufzuschreiben. Nach dem Welterfolg von Watership down - Unten am Fluß hat Richard Adams seine Tätigkeit beim englischen Amt für Umweltschutz aufgegeben, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Er lebt mit seiner Familie auf der Insel Man.
Aus dem Englischen von Egon Strohm.
»Kommst du mit uns herüber zur Abendseite, Hazel-rah?« fragte Pipkin. »Wir sind absichtlich früh heraufgekommen, um noch ein bißchen Sonnenschein zu genießen, ehe es dunkel wird.«
»Na schön«, antwortete Hazel gutmütig. »Wir sind zwar eben erst von dort gekommen, Silver und ich, aber ich habe nichts dagegen, noch ein bißchen hinüberzuschlüpfen.«
»Gehen wir doch zu der kleinen Mulde, in der wir damals Kehaar fanden«, sagte Silver. »Sie wird nicht in Windrichtung liegen. Erinnerst du dich, wie er uns verwünschte und versuchte, mit dem Schnabel nach uns zu hacken?«
»Und die Würmer, die wir heranschafften?« sagte Bluebell. »Vergiß sie nicht.«
Als sie sich der Mulde näherten, konnten sie hören, daß sie nicht leer war. Augenscheinlich hatten einige andere denselben Gedanken gehabt.
»Wollen sehen, wie nahe wir herangehen können, ehe sie uns entdecken«, sagte Silver. »Echter Campion-Stil -kommt.«
Sie näherten sich sehr leise gegen den Wind von Norden. Sie guckten über den Rand und sahen Vilthuril und ihren Wurf in der Sonne liegen. Die Mutter erzählte den jungen Kaninchen eine Geschichte.
»Nachdem sie den Fluß durchschwommen hatten«, sagte Vilthuril, »führte El-ahrairah sein Volk im Dunkeln weiter, durch einen wilden, einsamen Ort. Einige hatten Angst, aber er kannte den Weg, und am Morgen brachte er sie sicher zu einigen sehr schönen grünen Wiesen mit gutem köstlichem Gras. Und hier entdeckten sie ein Gehege; ein Gehege, das behext war. Alle Kaninchen in diesem Gehege waren in der Gewalt eines bösen Zaubers. Sie trugen glänzende Kragen um ihren Hals und sangen wie die Vögel, und einige von ihnen konnten fliegen. Aber obgleich sie so schön aussahen, waren ihre Herzen dunkel und tharn. Also sagte das Volk El-ahrairahs: >Seht, das sind die wundervollen Kaninchen von Fürst Regenbogen. Sie sind selbst wie Fürsten. Wir wollen bei ihnen leben und auch Fürsten werden.<«
Vilthuril blickte auf und sah die Neuankömmlinge. Sie hielt einen Augenblick inne und fuhr dann fort:
»Aber Frith erschien Rabscuttle im Traum und warnte ihn, daß das Gehege behext wäre. Und er grub in den Boden, um herauszubekommen, wo der Zauber begraben war. Tief grub er, und schwer war die Suche, aber endlich fand er diesen bösen Zauber und zog ihn heraus. Alle flohen vor ihm, aber er verwandelte sich in eine große Ratte und stürzte sich auf El-ahrairah. Dann kämpfte El-ahrairah mit dieser Ratte, der Kampf wogte hin und her, und schließlich zwang er sie unter seine Klauen, und sie verwandelte sich in einen großen weißen Vogel, der zu ihm sprach und ihn segnete.«
»Mir kommt diese Geschichte bekannt vor«, flüsterte Hazel, »aber ich kann mich nicht erinnern, wo ich sie gehört habe.« Bluebell setzte sich und kratzte sich mit dem Hinterlauf am Hals. Die kleinen Kaninchen drehten sich bei der Störung um und waren im Nu aus der Mulde herausgepurzelt, »Hazel-rah! Hazel-rah!« quietschend und von allen Seiten auf ihn springend.
»He, Augenblick«, sagte Hazel und knuffte sie weg. »Ich bin nicht hierhergekommen, um in einen Kampf mit Rowdies verwickelt zu werden! Laßt uns den Rest der Geschichte hören.«
»Aber da kommt ein Mann auf einem Pferd, Hazel-rah«, sagte eines der jungen Kaninchen. »Sollten wir nicht in den Wald laufen?«
»Woher weißt du das?« fragte Hazel. »Ich höre nichts.«
»Ich auch nicht«, sagte Silver, mit aufgestellten Ohren horchend.
Das kleine Kaninchen sah verlegen aus.
»Ich weiß nicht, wieso, Hazel-rah«, antwortete es, »aber ich bin sicher, daß ich mich nicht irre.«
Sie warteten eine Weile, während die rote Sonne tiefer sank. Schließlich, als Vilthuril gerade die Geschichte weitererzählen wollte, hörten sie Huftritte auf dem Rasen, und der Reiter erschien vom Westen und ritt in leichtem Trab den Pfad nach Cannon Heath Down entlang.
»Der tut uns nichts«, sagte Silver. »Da brauchen wir nicht zu flüchten, er wird einfach vorbereiten. Aber du bist ein komischer Kauz, Jung-Threar, daß du ihn so weit entfernt ausmachen kannst.«
»Er macht immer solche Sachen«, sagte Vilthuril. »Neulich erzählte er mir, wie ein Fluß aussieht, und sagte, er habe ihn im Traum gesehen. Fivers Blut, wißt ihr? Was war da schon anderes zu erwarten?«
»Fivers Blut?« sagte Hazel. »Nun, solange wir etwas von dem haben, würde ich sagen, daß es uns gut geht. Aber es wird kühl hier, nicht wahr? Kommt, gehen wir hinunter und hören wir uns den Rest der Geschichte in einem guten, warmen Bau an. Schaut, da ist Fiver auf der Böschung drüben. Wer ist als erster bei ihm?«
Ein paar Minuten später war kein Kaninchen mehr auf dem Hügel zu sehen. Die Sonne sank unter Ladle Hill, und die Herbststerne begannen im sich verdunkelnden Osten zu leuchten - Perseus und die Pleiaden, Cassiopeia, blasse Fische und das große Quadrat vom Pegasus. Der Wind frischte auf, und bald füllten Myriaden trockener Buchenblätter die Gräben und Mulden und wehten in Windstößen über die dunklen Meilen offenen Grases. Unten aber wurde die Geschichte weitererzählt.
Nachwort
Den Dienst der Zeiten hatt' er wohl studiert und war Der Bravsten Schüler. Lange hielt er aus;
Doch welkes Alter überschlich uns beide Und nahm uns aus der Bahn.
Shakespeare Ende gut, alles gut
Natürlich war er ein Teil meines Traumes, aber andererseits war auch ich ein Teil seines Traumes.
Lewis Carroll Through the Looking-Glass
»Und was geschah zum Schluß?« wird der Leser fragen, der Hazel und seine Kameraden auf all ihren Abenteuern begleitet hat und schließlich mit ihnen in das Gehege zurückgekehrt ist, wohin Fiver sie von den Feldern von Sandleford führte. Der gelehrte Mr. Lockley berichtet, daß wilde Kaninchen zwei oder drei Jahre leben. Er weiß alles über Kaninchen, aber dennoch lebte Hazel länger. Er lebte ein paar saubere Sommer - wie man in jenem Teil der Welt sagt - und lernte den Wechsel der Downs in den Frühling, in den Winter und wieder in den Frühling genau kennen. Er sah mehr junge Kaninchen, als er sich merken konnte. Und wenn zuweilen an einem sonnigen Abend bei den Buchen Geschichten erzählt wurden, konnte er sich nicht genau erinnern, ob sie von ihm oder von einem anderen Kaninchen-Helden aus vergangenen Tagen handelten.
Das Gehege gedieh, und zu gegebener Zeit ging es auch dem neuen Gehege auf dem Gürtel - halb Watership, halb Efrafa - gut - dem Gehege, das Hazel zuerst an jenem furchtbaren Abend ins Auge gefaßt hatte, als er allein aufbrach, um General Woundwort gegenüberzutreten und zu versuchen, seine Freunde mit wenig Aussicht auf Erfolg zu retten. Groundsel war das erste Oberkaninchen, aber er hatte Strawberry und Buckthorn als Ratgeber zur Seite, und er hatte gelernt, keinen zu kennzeichnen oder mehr als eine sehr gelegentliche Weite Patrouille anzuordnen. Campion war sofort bereit, einige Kaninchen von Efrafa zu schicken, und die erste Partie wurde von keinem anderen als Hauptmann Avens angeführt, der sich vernünftig benahm und die Sache ordentlich erledigte.
General Woundwort wurde nie wieder gesehen. Aber es stimmte, daß, wie Groundsel gesagt hatte, niemand je seine Leiche fand, so daß es tatsächlich möglich war, daß dieses außergewöhnliche Kaninchen fortwanderte, um sein wildes Leben irgendwo anders weiterzuführen und den elil so erfinderisch wie je zu trotzen. Kehaar, der einmal gefragt wurde, ob er bei seinen Flügen über die Downs nach ihm Ausschau halten würde, erwiderte nur: »Das verdammte Kaninchen - ich ihn nicht sehen, ich ihn nicht sehen wollen.« Ehe noch ein paar Monate vergangen waren, wußte niemand in Watership oder war besonders interessiert daran, ob er oder sein Gefährte von einem oder zwei Efrafa-Elternteilen oder von überhaupt keinem abstammte. Hazel war froh, daß es so war. Und doch hielt sich die Legende, daß irgendwo, draußen im Hügelland, ein großes einsames Kaninchen lebte, ein Riese, der die elil wie Mäuse vertrieb und manchmal zum silflay zum Himmel ging. Wenn je größere Gefahr im Verzüge wäre, würde er zurückkommen, um für die zu kämpfen, die seinen Namen ehrten. Und Kaninchenmütter erzählten ihren Jungen, daß, wenn sie nicht gehorchten, der General sie holen würde - der General, der der Vetter des Schwarzen Kaninchens selbst war. Dies war Woundworts Denkmal, und wahrscheinlich hätte es ihm nicht mißfallen.