Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие детективы » Im Anfang war der Mord
Im Anfang war der Mord - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Im Anfang war der Mord

Электронная книга - «Im Anfang war der Mord». Краткое содержание книги:

Ein exklusiver Cocktail aus dem Besten, was weibliche Kriminalliteratur zu bieten hat!
Erstmals präsentiert sich hier Bestsellerautorin Elizabeth George,»die Meisterin des englischen Kriminalromans «als Herausgeberin: 26 spannende und raffinierte Kriminalgeschichten von den besten Autorinnen der Welt, wie Dorothy L. Sayers, Ruth Rendell, Sara Paretsky, Minette Walters, Marcia Muller, Nadine Gordimer, Joyce Carol Oates und vielen anderen. Mit einer Einführung von Elizabeth George!
1 ... 115 116 117 118 119 120 121 122 123 ... 151
Перейти на страницу:

Als sie ihr Gesicht im Spiegel betrachtete, blickte ihr eine ganz normale Dame entgegen, wie sie an der Kasse Schlange standen.

Lise nahm die Ausfahrt Bob Hope Drive und stieß einen glücklichen Seufzer aus, als die versengte, öde, unberührte Wüste auf einmal üppigen grünen Golfplätzen wich, unzähligen schicken Mehrfamilienhäusern, Palmen, Springbrunnen und eleganten Restaurants, deren Parkplätze mit Jaguars, Cadillacs und Mercedes-Limousinen dekoriert waren.

Auf einen dieser Parkplätze bog sie ein und nahm sich bei laufendem Motor etwas Zeit, um zu überprüfen, was sie vor sich hatte. Eine American-Express-Karte, unterschrieben mit H.G. Le-Beau. Eine MasterCard, unterschrieben mit Henry LeBeau. Vierhundert Dollar in bar. In der Brieftasche befanden sich auch einige Benzinkreditkarten, zwei alte Kondome, das Foto einer hässlichen Ehefrau und ein Zettel mit einer vierstelligen Zahl. Ach, der gute Henry, dachte sie lächelnd: Er hatte ihr auch noch die Geheimzahl überlassen und somit den Umfang ihrer Möglichkeiten vergrößert.

Lise prägte sich die vier Zahlen ein, steckte die Kreditkarten und das Bargeld ein und trat dann in die sengende Hitze hinaus, um die Brieftasche in einen Abfalleimer zu stopfen, bevor sie zum Einkaufszentrum von Palm Desert weiterfuhr.

Als anständiger Mensch ließ Lise den Cadillac so auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums stehen, wie sie ihn vorgefunden hatte, mit laufendem Motor, unverriegelten Türen und dem Schlüssel im Schloss. Ohne sich noch einmal umzudrehen, steuerte sie direkt auf I. Magnin zu.

Eine Basisgarderobe und ein wunderschöner Leder-Brokat-Koffer dafür waren in einer knappen Stunde gekauft. Als es ans Bezahlen ging, unterschrieb sie je nach Kreditkarte abwechselnd als Mrs. Henry LeBeau oder H.G. LeBeau. Sie fühlte sich ziemlich sicher, bei I.

Magnin wagten sie nie, nach dem Ausweis zu fragen.

Ein Problem war die Zeit, ein weiteres war ausreichend Bargeld für die nächsten paar Tage, bis sie ohne Risiko auf andere Mittel zurückgreifen konnte.

Sobald Henry sich wieder gefangen hatte, würde er den Verlust seiner Karten melden, das wusste sie. Weil sie aber auch wusste, dass er nicht den Mumm haben würde einzugestehen, unter welchen Umständen ihm die Karten abhanden gekommen waren, machte sie sich wegen der Polizei keine Sorgen. Doch sobald die Karten gemeldet waren, wären sie nutzlos. Sie fragte sich, wie lange er wohl noch brauchte.

An einem Bankautomaten hob sie die zweihundert Dollar Bargeld vom Verfügungsrahmen der MasterCard ab und benutzte die Karte dann noch ein letztes Mal, um anzurufen.

«Du machst dir Sorgen«, sagte sie in den Hörer.»Heute Abend ist dein Treffen, und jetzt habe ich dich abgelenkt.

Du hast ein Problem, denn wenn ich nicht da bin, um die Abschlusspapiere zu unterzeichnen, fällt alles durch. Jetzt bist du in der Zwickmühle. Weder kannst du den Kongressabgeordneten versetzen, noch mich entwischen lassen, aber an zwei Orten gleichzeitig kannst du auch nicht sein. Was machst du jetzt?« «Das ist doch Wahnsinn. «Diesmal schwang die alte Wut in seiner Stimme mit.»Wo bist du?« «Geh nicht aus dem Haus. Schlag dir das aus dem Kopf.

Ich würde es erfahren. Ich kann die Lüge in deinem Blick erkennen. Ich rieche es an jedem gelogenen Wort, das aus deinem Mund kommt. «Es war leicht, die Worte sprudelten einfach so heraus, wie wenn man ein altes, vertrautes Tonband abspielt. Trotzdem hörte es sich seltsam an, die Worte aus ihrem eigenen Mund zu hören.

Sie fragte sich, wie er sich solchen Mist eigentlich ausdenken konnte und — was noch wichtiger war — wie er ihr all die Jahre hatte einreden können, der Tod könnte noch schlimmer sein, als unter seiner dreckigen Fuchtel zu leben.

Was sie an dem Telefongespräch mit ihm am meisten genoss, war die Tatsache, dass sie es in der Hand hatte, ihn abzuschalten. Sie legte auf, atmete tief durch und pustete den Klang seiner Stimme einfach heraus.

In einen Blumenkübel neben der Reihe von Telefonen grub sie ein kleines Grab für die Kreditkarte und deckte sie mit der weichen Erde zu.

Nach einem späten Mittagessen, begleitet von einer halben Flasche sehr kaltem Champagner, ließ Lise sich die Haare richten, sie in ihre ursprüngliche dunkle Farbe tönen und kurz schneiden.

Die Empfangsdame im Kosmetiksalon kam ihr sehr entgegen, rundete die American-Express-Rechnung um hundert Dollar auf und händigte Lise den Differenzbetrag in bar aus.

Lise war relativ überrascht gewesen, dass die Karte reibungslos akzeptiert wurde, riskierte es aber nun ein letztes Mal damit. In einem Feinkostladen erstand sie noch eine weitere Grundausstattung: ein paar Flaschen guten Wein, einen Obstkorb und eine Auswahl an teuren kleinen Snacks. Beim Hinausgehen ließ sie die American-Express-Karte unauffällig in ein Glas mit grünen Kaubonbons fallen.

Jede Transaktion erhöhte ihr Selbstvertrauen, bestärkte sie in ihrem Mut, den Plan durchzuziehen, der sie für immer befreien sollte. Als ihre Besorgungen schließlich alle erledigt waren, konnte sie die angesammelten Einkaufstüten kaum mehr tragen. Sie war völlig erschöpft, fühlte sich aber so gut wie schon lange nicht mehr.

Als sie auf einen Ausgang zusteuerte, durch den sie das Einkaufszentrum auf einer anderen Seite verließ als der, wo sie Mr. Saubermanns Wagen gelassen hatte, war sich Lise eigentlich gar nicht sicher, was jetzt als Nächstes passieren würde. Sie hatte immer noch düstere Vorahnungen, blickte immer noch ängstlich über die Schulter zurück und musterte in jedem Schaufenster, an dem sie vorbeikam, die Spiegelbilder der Passanten. Die Vernunft sagte ihr, dass sie in Sicherheit war; ihre Erfahrungen ließen sie unruhig bleiben, immer in Bewegung.

Ein Auto bei laufendem Motor zu entführen hatte schon einmal so gut funktioniert, dass sie beschloss, es noch mal zu versuchen. Ihr stand eine reiche Palette zur Auswahl.

Am überdachten Eislaufplatz — bizarrerweise hatte man von dort einen Ausblick über einen riesigen Kakteengarten — und am benachbarten Kinokomplex warteten Eltern an der Bordsteinkante auf ihre Kinder. Unter den zahlreichen Autos zählte Lise drei, bei denen der Motor lief, die Klimaanlage surrte und weit und breit kein Fahrer zu sehen war.

Lise begutachtete die Auswahclass="underline" ein Volvo-Kombi, ein kleiner BMW und ein silberblauer Jaguar. Sie zählte ab:

«Ene, mene, muh«, obwohl sie sich den Jag schon ausgeguckt hatte, der der erste in der Reihe war.

Einkaufstaschen auf den Rücksitz, Lise auf den Fahrersitz und weg von der Bordsteinkante, bevor die Wagentür ganz zu war. Nach kurzem Halt in einer Seitenstraße, um die neuen Sachen im Koffer zu verstauen, fuhr sie direkt zum Flughafen von Palm Springs. Sie ließ den Jag in einer Be- und Entladezone stehen und eilte, die Taschen in der Hand, wie eine Touristin, die sich für einen Flug verspätet hat, in die Abflughalle.

Am ersten Telefon blieb sie stehen.

«Du hast es überprüft, stimmt’s?«, sagte sie, als er sich meldete.

«Du hast deine Gorillas hingeschickt und nachschauen lassen. Du weißt, dass ich weg bin. Wir sind uns so vertraut, dass ich alles weiß, was du gemacht hast. Ich kann hören, wie mir deine Gedanken durch den Kopf gehen. Du denkst, ohne mich ist der Deal gestorben. Und ich bin in einer anderen Zeitzone.« «Du entkommst mir nicht.« «Ich glaube, du bist wütend. Wenn ich nicht da bin, um deine bösen Gedanken zu korrigieren, ruinierst du alles.« «Hör auf.« Sie betrachtete ihre Nägel, ihre Stimme blieb ausdruckslos.»Du bist alles für mich. Eher bringe ich dich um, als dass ich dich gehen lasse.« «Lise, bitte. «Seine Stimme schnappte über, es klang fast wie ein Schluchzen, als sie auflegte.

Sie verließ die Abflughalle durch eine andere Tür, kam am Taxistand heraus, wo ein einziges Taxi wartete. Der Fahrer sah aus wie ein Cousin der Indianer vom Bingo-Palast, und wegen des Charakters des für den Abend anberaumten Treffens zögerte sie zunächst. Schließlich

1 ... 115 116 117 118 119 120 121 122 123 ... 151
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)