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READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
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Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
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Sie grinste mich an. »Unglücklicherweise war ein Mitglied der Gesellschaft so überwältigt von Kleopatras Charme, daß er trotz der Warnung von Madame Iritosky den Geist beim Handgelenk packte und auf seinen Schoß zu ziehen versuchte.«

»Und dann?«

»Der Geist riß an seinen Haaren und biß ihn. Er schrie auf, und daraufhin machte ein anderes Mitglied Licht, schloß das Kabinett auf…«

»Das seltsamerweise leer war.«

»Und zog die Schleier von Kleopatra, die natürlich niemand anderes als Madame Iritosky war. Drei Tage später segelten sie und ihr Komplize nach Frankreich, wo sie von Richet, der sonst jedem glaubt, entlarvt wurden, und danach nach Kalkutta, wo Madame Iritosky sich von einem Fakir weitere Tricks beibringen ließ. 1922 ging sie nach Amerika, wo Houdini sie als Scharlatanin entlarvte, und dann nach Oxford, wo Arthur Conan Doyle sie als ›das größte Medium, das ich je sah‹ bezeichnete und meinte, es gäbe nicht den geringsten Zweifel an ihren medialen Fähigkeiten.«

Verity schaute Cyril liebevoll an. »Wenn wir Tossie sicher mit Mr. C zusammengebracht haben«, sagte sie und kratzte ihn hinter den Ohren, »werde ich dich mit mir nehmen.« Sie warf mir einen schelmischen Blick zu. »Ist nur Spaß. Ich habe genug von Inkonsequenzen. Obwohl ich gern eine Bulldogge hätte.«

»Ich auch«, sagte ich.

Verity schaute unter sich. »Sie haben Carruthers immer noch nicht rausbekommen. Das Netz will sich einfach nicht öffnen. Miss Warder meint, es sei nur eine vorübergehende Blockade. Sie hat ein erweitertes Vier-Stunden-Intermittent eingerichtet, um die Blockade zu durchbrechen.«

»Hat T. J. das Rätsel gelöst, warum die Inkonsequenz trotz der Netzsicherungen passieren konnte?«

»Nein. Aber er hat herausbekommen, warum Napoleon die Schlacht bei Waterloo verlor.« Sie grinste wieder und setzte dann ernsthafter hinzu: »Und er war endlich imstande, eine Inkonsequenz zu erzeugen.«

»Eine Inkonsequenz?« fragte ich. »Warum erzählen Sie mir das erst jetzt?«

»Sie war nur simuliert. Und nicht von der richtigen Art. Sie war Teil einer Selbstkorrektur, bei einer Simulationen, wo er Wellington von einem Historiker umbringen lassen wollte. Als er einen zweiten Historiker einführte, war dieser in der Lage, das Gewehr zu entwenden, mit dem der erste Historiker Wellington erschießen sollte, und es mit durchs Netz zu bringen, womit aber eher eine Inkonsequenz verhindert als verursacht wurde. Ich soll Ihnen aber sagen, daß damit wenigstens bewiesen sei, daß es theoretisch möglich ist, etwas durchs Netz mitzubringen, selbst wenn es nichts mit unserem Fall hier zu tun hat.«

Theoretisch möglich. Das erklärte aber immer noch nicht, wieso es überhaupt möglich war, den ersten Historiker, der Wellington umbringen wollte, durchs Netz zu bringen.

»Sonst noch etwas?« fragte ich.

»Nein. T. J. und Dunworthy waren überglücklich, daß wir Tossie dazu gebracht hatten, heute nach Coventry zu fahren. Daß sie deshalb um das Gebiet des ursprünglichen Vorfalls herum keinen erhöhten Schlupfverlust festgestellt haben, bedeutet ihres Erachtens, daß die Inkonsequenz nur kurzfristiger Art ist und sich umgehend selbst korrigiert, wenn es uns gelingt, Tossie rechtzeitig nach Coventry zu schaffen.«

Sie zog wieder den Kopf ein. »Und falls dem so ist, wäre unsere Arbeit hier beendet, und wir müssen uns wieder mit Lady Schrapnell auseinandersetzen. Ich habe versprochen, Ihnen bei der Suche nach des Bischofs Vogeltränke zu helfen. Deshalb habe ich auf Sie gewartet.«

Sie schob Cyril vom Schoß herunter, holte einen Federhalter, ein Fläschchen Tinte und ein paar Blätter aus ihrer Tasche und legte alles auf den Heuballen.

»Wozu brauchen Sie das?« fragte ich.

»Ich will aufschreiben, was alles mit des Bischofs Vogeltränke hätte passiert sein können. Lord Peter Wimsey und Harriet Vane machten inDas Gerippe auch eine Liste.«

»Man kann nicht alle Möglichkeiten aufschreiben«, sagte ich. »Sie wissen doch, es handelt sich ein chaotisches System.«

Sie beachtete mich nicht. »In den Romanen von Agatha Christie gibt es stets eine Möglichkeit, die keiner in Betracht gezogen hat, und das ist dann des Rätsels Lösung. Also gut!« Sie tauchte den Federhalter in die Tinte. »Erstens — des Bischofs Vogeltränke befand sich während des Luftangriffs in der Kathedrale und wurde dabei Opfer der Flammen. Zweitens — sie überstand das Feuer und wurde in den Trümmern gefunden.« Sie schrieb eifrig. »Drittens — sie wurde während des Angriffs gerettet.«

Ich schüttelte den Kopf. »Das einzige, was sie retten konnten, waren eine Fahne, zwei Kerzenleuchter, ein hölzernes Kruzifix und die Altarbücher. Es gibt eine Liste davon.«

»Wir schreiben alle Möglichkeiten auf«, sagte sie. »Später streichen wir diejenigen, die unwahrscheinlich sind.«

Also die ersten drei auf jeden Fall, dachte ich.

»Viertens«, fuhr Verity fort, »sie überstand den Angriff, tauchte aus unerfindlichen Gründen nicht auf der Liste auf und wurde danach irgendwo verstaut.«

»Nein«, entgegnete ich. »Mrs. Bittner sah alles durch, als sie die Kathedrale verkauften, und des Bischofs Vogeltränke war nicht dabei.«

»Lord Peter widersprach Harriet nicht ständig, als sie sich bemühte, eine Liste zu schreiben«, sagte Verity. »Fünftens — des Bischofs Vogeltränke war während des Angriffs nicht in der Kirche. Sie wurde irgendwann zwischen dem zehnten und vierzehnten November entfernt.«

»Warum?«

»Vorsorglich. Wie die Ostfenster.«

Ich schüttelte den Kopf. »Ich war in Lucy Hampton. Das einzige, was sie aus Coventry dort im Pfarrhaus lagerten, waren die Fenster.«

»Aha. Nun gut, was ist, wenn jemand vom Kirchenvorstand das Ding vorsorglich mit zu sich nach Hause genommen hat? Vielleicht wollte er sie auch polieren oder so etwas, und sie befand sich aus diesem Grund in der Nacht des Angriffs nicht in der Kirche.«

»Warum hat diese Person sie hinterher nicht zurückgebracht?«

Verity nagte an ihrer Lippe. »Ich weiß es nicht. Vielleicht kam sie während des Angriffs ums Leben, durch eine Sprengbombe, und wer immer das Ding von ihr geerbt hat, wußte nicht, daß es der Kathedrale gehörte.«

»Vielleicht sagte diese Person auch zu sich selbst: ›Das kann ich den Einwohnern von Coventry nicht antun. Sie haben durch den Verlust ihrer Kathedrale schon genug mitgemacht. Des Bischofs Vogeltränke kann ich ihnen nicht auch noch zumuten.‹«

»Bleiben Sie bitte ernsthaft«, sagte Verity. »Möglicherweise brachte man sie nicht zurück, weil sie während des Angriffs zerstört wurde, durch eine Bombe vielleicht.«

Ich schüttelte den Kopf. »Sogar eine Sprengbombe könnte sie nicht zerstört haben.«

Sie warf den Federhalter hin. »Ich bin wirklich froh, daß wir heute nach Coventry fahren, damit ich dieses Ding endlich einmal sehen kann. Es kann doch unmöglich so scheußlich sein, wie Sie sagen.« Ihr Gesicht war nachdenklich. »Was, wenn des Bischofs Vogeltränke in ein Verbrechen verwickelt wurde? Als Mordwaffe vielleicht, an der Blut klebte, so daß sie sie fortschaffen mußten, damit niemand durch sie herausfinden konnte, wer der Mörder ist?«

»Sie haben zu viele Detektivromane gelesen«, sagte ich.

Verity tauchte die Feder wieder ins Tintenfaß. »Was, wenn sie zwar in der Kathedrale gelagert wurde, aber in etwas anderem steckte, wie inDer entwendete Brief von Poe?« Sie begann zu schreiben, hielt dann inne und schaute stirnrunzelnd auf den Federhalter. Dann zog sie einen orangefarbenen Federhalterwischer in Dahlienform aus der Tasche.

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