Shades of Grey - Geheimes Verlangen
- Автор: Джеймс Эрика Леонард
- Серия: Shades of Grey #1
- Год: 2012
- Язык: немецкий
- Жанр: Современная русская и зарубежная проза
Электронная книга - «Shades of Grey - Geheimes Verlangen». Краткое содержание книги:
Für den Bruchteil einer Sekunde starrt er mich verblüfft an.
»Inzwischen haben Sie offenbar Blut geleckt, Miss Steele. Sie werden unersättlich«, murmelt er.
»Aber mein Appetit beschränkt sich nur auf Sie, Mr. Grey«, flüstere ich.
Seine Augen weiten sich und werden dunkel vor Lust, während er noch immer meine Kehrseite knetet.
»Verdammt richtig. Nur auf mich.« Mit einer abrupten Bewegung fegt er sämtliche Unterlagen vom Schreibtisch, hebt mich hoch und legt mich auf das schmale Ende, so dass mein Kopf knapp über der Kante hängt.
»Du willst es, also bekommst du es auch, Baby«, knurrt er und zieht ein Kondompäckchen heraus, während er den Reißverschluss seiner Hose öffnet. Er rollt das Kondom über seine Erektion und sieht mich an. »Ich hoffe, du bist bereit«, presst er mit einem anzüglichen Grinsen hervor. Sekunden später ist er in mir, füllt mich vollständig aus und stößt zu, während er meine Handgelenke fest umklammert hält.
Ich stöhne … o ja.
»Herrgott, Ana, du bist ja so was von bereit«, brummt er voller Bewunderung.
Ich schlinge meine Beine um seine Taille. Seine grauen Augen glühen vor Leidenschaft und Lust. Erneut stößt er zu, diesmal mit aller Kraft. Was wir hier tun, hat nichts mit Liebe zu tun. Wir ficken – und ich liebe es. Es ist grob, brutal, voll ungenierter Lust und Geilheit. Ich aale mich in seiner Leidenschaft, seiner Begierde, die mich zu verschlingen droht. Er findet seinen Rhythmus, bewegt sich, als wäre jeder Stoß ein Hochgenuss, mit leicht geöffneten Lippen, während seine Atemzüge schneller werden. Seine Hüften beginnen zu kreisen, und eine Woge unbeschreiblicher Lust überkommt mich.
Ich schließe die Augen, spüre, wie meine Erregung mit jeder Sekunde wächst, dieses köstliche, langsame, stetige Anschwellen, immer höher, immer weiter, dem Schloss in den Wolken entgegen. O ja … seine Stöße werden eine Spur härter. Ich keuche laut auf. Mein Körper ist wie losgelöst … ich nehme nichts mehr wahr, nur noch Christian, heiße jeden seiner Stöße willkommen, der mich bis in mein Innerstes zu erfüllen scheint. Und er beschleunigt seinen Rhythmus noch weiter, immer schneller … immer ungestümer … Meine Beine werden stocksteif, und meine Eingeweide ziehen sich zusammen.
»Komm schon, Baby, zeig’s mir, tu’s für mich«, feuert er mich an, mit einer verzweifelten Eindringlichkeit, die mich zum Höhepunkt gelangen lässt.
Mit einem wortlosen Flehen um Gnade strebe ich der Sonne entgegen und verglühe in der sengenden Hitze, bevor ich falle, hinab in die Tiefen der Atemlosigkeit und der Erfüllung. Er stößt ein letztes Mal zu, dann hält er abrupt inne, als er den Höhepunkt erreicht, meine Handgelenke fest gepackt, und voller Anmut und Dankbarkeit wortlos über mir zusammensinkt.
Wow … so viel zum Thema spontan. Ganz allmählich kehre ich ins Hier und Jetzt zurück.
»Was zum Teufel machst du mit mir?« Er schmiegt sein Gesicht an meinen Hals. »Du verzauberst mich, Ana. Du besitzt magische Kräfte, denen ich mich nicht entziehen kann.«
»Ich bin diejenige, die verzaubert ist«, erwidere ich atemlos.
Ein verwirrter, beinahe erschrockener Ausdruck liegt auf seinem Gesicht, als er mich ansieht. Er umfasst mein Gesicht, so dass ich den Kopf nicht bewegen kann.
»Du. Gehörst. Mir«, erklärt er, wobei er jedes Wort einzeln betont. »Hast du mich verstanden?«
Er wirkt innig, so voller Leidenschaft – geradezu fanatisch. Die Eindringlichkeit seiner Worte ist entwaffnend. Damit habe ich nicht gerechnet, und ich frage mich, wie er darauf kommt. »Ja, dir«, antworte ich, verwirrt über seine Inbrunst.
»Bist du sicher, dass der Georgia-Trip unbedingt nötig ist?«
Ich nicke langsam und beobachte sein Mienenspiel, sehe zu, wie er sich vor meinen Augen verschließt. Er zieht sich so abrupt aus mir heraus, dass ich zusammenzucke.
»Bist du wund?«, fragt er und beugt sich vor.
»Ein bisschen«, gebe ich zu.
»Ich mag es, wenn du wund bist.« Seine Augen glühen. »Es erinnert dich daran, wo ich war. Und zwar nur ich allein.«
Er küsst mich grob, dann richtet er sich auf und hält mir die Hand hin, um mir aufzuhelfen. Mein Blick fällt auf die Folienverpackung neben mir.
»Stets vorbereitet«, murmle ich.
Mit verwirrter Miene zieht er den Reißverschluss seiner Hose hoch, während ich die leere Hülle in die Höhe halte.
»Ein Mann darf hoffen, Anastasia, vielleicht auch träumen. Und manchmal wird der Traum sogar wahr.«
Mit einem Mal klingt er so seltsam. Sein Blick durchbohrt mich. Ich verstehe es einfach nicht. Meine postkoitale Euphorie verfliegt im Nu. Was für ein Problem hat dieser Mann?
»Also war das auf deinem Schreibtisch gerade eben ein Traum?«, frage ich trocken, um die angespannte Atmosphäre ein wenig aufzulockern.
Ein geheimnisvolles Lächeln erscheint auf seinem Gesicht, das nicht ganz bis zu den Augen reicht, und mir ist auf der Stelle klar, dass er nicht zum ersten Mal Sex auf diesem Schreibtisch hatte. Ein Gedanke, der mir überhaupt nicht gefällt.
»Ich sollte wohl lieber unter die Dusche gehen«, sage ich und schiebe mich an ihm vorbei.
Er runzelt die Stirn und fährt sich mit der Hand durchs Haar. »Ich muss noch ein paar Anrufe erledigen. Wenn du geduscht hast, können wir zusammen frühstücken. Ich glaube, Mrs. Jones hat deine Sachen gewaschen. Sie liegen im Schrank.«
Was? Wann zum Teufel hat sie das gemacht? O Gott, hat sie uns gehört? Ich werde rot. »Danke.«
»Gern geschehen«, erwidert er automatisch, wenn auch mit einem Anflug von Gereiztheit.
Ich bedanke mich nicht dafür, dass du mich gevögelt hast. Obwohl es sehr …
»Was ist?«, fragt er.
Erst jetzt merke ich, dass ich die Stirn gerunzelt habe.
»Was ist mit dir?«, frage ich zurück.
»Was meinst du?«
»Na ja … du benimmst dich noch merkwürdiger als sonst.«
»Du findest mich merkwürdig?« Er hat Mühe, sein Grinsen zu unterdrücken.
»Manchmal.«
Er mustert mich einen Moment lang. »Sie erstaunen mich immer wieder, Miss Steele.«
»Inwiefern?«
»Sagen wir einfach, was gerade passiert ist, war ein Vergnügen, mit dem ich nicht gerechnet hatte.«
»Wir wollen doch, dass Sie zufrieden sind, Mr. Grey«, zitiere ich und lege den Kopf schief, so wie er es häufig tut.
»Was Ihnen auch gelingt«, entgegnet er, wenn auch mit einem Anflug von Unbehagen. »Ich dachte, du wolltest unter die Dusche gehen?«
Oh, ich bin also entlassen.
»Ja … äh, bis gleich.« Völlig perplex verlasse ich eilig sein Büro.
Etwas schien ihn zu verwirren. Aber was? Ich muss zugeben, dass unser kleines Abenteuer in rein körperlicher Hinsicht sehr befriedigend war, in emotionaler hingegen – nun ja, seine Reaktion, die meinen Hunger nach Zuneigung ähnlich effektiv gestillt hat wie eine Portion Zuckerwatte, wirft mich ziemlich aus der Bahn.
Mrs. Jones ist immer noch in der Küche. »Hätten Sie jetzt gern Ihren Tee, Miss Steele.«
»Ich muss zuerst unter die Dusche, danke«, antworte ich mit glühend roten Wangen und sehe zu, dass ich so schnell wie möglich die Kurve kratze.
Unter der Dusche grüble ich weiter über Christian nach. Ich kenne niemanden, der so kompliziert ist wie er, und kann seine ständigen Stimmungsschwankungen beim besten Willen nicht nachvollziehen. Als ich in sein Arbeitszimmer kam, schien er noch bester Dinge zu sein. Wir hatten Sex … und dann war alles plötzlich ganz anders. Nein, ich kapiere es einfach nicht. Fragend wende ich mich meinem Unterbewusstsein zu – es steht da, pfeifend, die Hände auf dem Rücken, und sieht überall hin, nur nicht in meine Richtung. Es hat nicht die leiseste Ahnung. Und meine innere Göttin aalt sich immer noch in ihrer postkoitalen Behaglichkeit. Nein – keine von uns weiß, was hier läuft.