Shades of Grey - Geheimes Verlangen
- Автор: Джеймс Эрика Леонард
- Серия: Shades of Grey #1
- Год: 2012
- Язык: немецкий
- Жанр: Современная русская и зарубежная проза
Электронная книга - «Shades of Grey - Geheimes Verlangen». Краткое содержание книги:
Resigniert schüttle ich den Kopf und schnappe mir Christians Zahnbürste. Mein Unterbewusstsein hat natürlich vollkommen Recht. Ich bedränge ihn zu sehr. Er ist noch nicht so weit, genauso wenig wie ich selbst. Noch befinden wir beide uns an den entgegengesetzten Enden unserer fragilen Beziehung, die abwechselnd von einer Seite auf die andere kippt wie eine Wippe auf dem Kinderspielplatz. Wir müssen beide ein Stück aufeinander zurücken, näher zur Mitte hin. Ich kann nur hoffen, dass keiner beim Versuch herunterfällt. Es geht alles so schnell. Vielleicht brauche ich einfach bloß ein bisschen Abstand. Der Trip nach Georgia erscheint mir reizvoller denn je. Gerade als ich anfange, mir die Zähne zu putzen, klopft es.
»Komm rein«, rufe ich, den Mund voll schaumiger Zahnpasta.
Christian steht im Türrahmen. Seine Pyjamahose schmiegt sich auf diese unvergleichliche Art um seine Hüften, die jede einzelne Körperzelle in mir zum Leben erwachen und in Habachtstellung gehen lässt. Sein Oberkörper ist nackt. Ich sauge seinen Anblick auf, als wäre mein Körper vollkommen ausgedörrt und er die kühle, klare Bergquelle, die Linderung für meinen Durst verspricht. Er betrachtet mich einen Moment lang ausdruckslos, dann tritt er grinsend neben mich. Unsere Blicke begegnen sich im Spiegel. Grau meets blau. Ich nehme seine Zahnbürste aus dem Mund, halte sie unter den Wasserhahn und reiche sie ihm, ohne den Blick von ihm zu lösen. Wortlos nimmt er sie entgegen und schiebt sie sich in den Mund. Ich grinse ebenfalls. Unvermittelt sehe ich den Schalk in seinen Augen aufblitzen.
»Tu dir keinen Zwang an und nimm ruhig meine Zahnbürste«, sagt er mit leisem Spott.
»Danke, Sir.« Mit einem zuckersüßen Lächeln verschwinde ich ins Schlafzimmer.
Wenige Minuten später folgt er mir. »Eigentlich habe ich mir den heutigen Abend ein bisschen anders vorgestellt.«
»Stell dir vor, wie es wäre, wenn ich zu dir sagen würde, du darfst mich nicht anfassen.«
Er hockt sich im Schneidersitz aufs Bett. »Ich habe es dir doch erklärt, Anastasia – komplett abgefuckt. Ich hatte einen ziemlich üblen Start ins Leben. Du willst dich damit nicht belasten. Weshalb solltest du auch?«
»Weil ich dich besser kennen lernen will.«
»Du kennst mich schon genau genug.«
»Wie kannst du so etwas behaupten?« Ich knie mich hin und sehe ihn an.
Er verdreht genervt die Augen.
»Du verdrehst die Augen. Als ich mich das letzte Mal getraut habe, das zu tun, hast du mich übers Knie gelegt.«
»Oh, genau da hätte ich dich jetzt auch gern.«
In diesem Augenblick habe ich eine Idee.
»Sag es mir, und du darfst es tun.«
»Was?«
»Du hast mich sehr wohl verstanden.«
»Du handelst mit mir?«, fragt er ungläubig.
Ich nicke. Ja … jetzt bin ich auf dem richtigen Weg.
»Nicht handeln, sondern verhandeln.«
»So läuft das aber nicht, Anastasia.«
»Okay. Dann erzähl es mir eben, und ich verdrehe die Augen.«
Er lacht. Für den Bruchteil einer Sekunde erhasche ich einen Blick auf den unbeschwerten Christian, dann wird er wieder ernst.
»Anastasia, immer scharf auf Informationen.« Er sieht mich argwöhnisch an, dann erhebt er sich mit einer eleganten Bewegung. »Nicht weggehen«, sagt er und verlässt das Zimmer.
Beklommenheit erfasst mich. Ich schlinge mir die Arme um den Oberkörper. Was hat er vor? Heckt er wieder irgendeine brutale Gemeinheit aus? Mist. Was ist, wenn er mit einem Rohrstock oder irgendeinem abartigen Züchtigungsinstrument zurückkehrt? Was zum Teufel soll ich dann machen? Er kommt zurück. Und er hat irgendetwas in der Hand, das ich allerdings nicht erkennen kann. Ich brenne vor Neugier.
»Wann musst du morgen bei deinem ersten Vorstellungsgespräch sein?«, fragt er.
»Um zwei Uhr nachmittags.«
Ein hinterhältiges Grinsen breitet sich auf seinem Gesicht aus. »Gut.«
Ich sehe zu, wie er sich vor meinen Augen zu verändern beginnt. Mit einem Mal wirkt er härter, geheimnisvoller … sexy. Da ist er wieder – Christian, der Dom.
»Steh auf und komm hierher.« Er zeigt neben das Bett. Ich gehorche eilig. Das Versprechen glitzert in seinen Augen. »Vertraust du mir?«, fragt er.
Ich nicke. Er streckt die Hand aus. Zwei mit einem dicken schwarzen Seil verbundene silberne Kugeln liegen in seiner Handfläche.
»Die sind nagelneu«, erklärt er mit Nachdruck.
Ich sehe ihn fragend an.
»Ich werde sie dir jetzt einführen, und dann werde ich dich versohlen. Nicht als Strafe, sondern für die Lust. Für deine und für meine.« Er hält inne.
Ich starre ihn mit weit aufgerissenen Augen an.
Einführen! In meinen Körper! Ich schnappe nach Luft. Sämtliche Muskeln in meinem Unterleib spannen sich an. Meine innere Göttin legt einen leidenschaftlichen Schleiertanz hin.
»Dann werden wir vögeln, und wenn du danach noch die Augen offen halten kannst, werde ich dir ein paar Dinge über meine Vergangenheit verraten. Einverstanden?«
Er fragt mich, ob ich einverstanden bin! Ich nicke, völlig sprachlos.
»Braves Mädchen. Mund auf.«
Mund?
»Weiter.«
Behutsam schiebt er mir die glänzenden Kugeln in den Mund.
»Sie müssen befeuchtet werden. Saugen«, befiehlt er mit sanfter Stimme.
Die Kugeln sind glatt, weich, erstaunlich schwer und schmecken metallisch. Mein trockener Mund füllt sich mit Speichel, während meine Zunge die ungewohnten Objekte erkundet. Christians Blick ruht die ganze Zeit auf mir. O Mann, das macht mich unglaublich an.
»Stillhalten, Anastasia«, warnt er. »Halt.« Er nimmt sie mir aus dem Mund, tritt zum Bett und schlägt die Tagesdecke zurück.
»Komm her.« Er setzt sich hin.
Gehorsam trete ich vor ihn.
»Jetzt dreh dich um, bück dich und leg die Hände um die Knöchel.«
Ich sehe ihn verwirrt an.
Seine Miene verdüstert sich. »Los.« Ein leichter Tadel schwingt in seiner Stimme mit. Er schiebt sich die Kugeln in den Mund.
Das ist ein völlig anderes Kaliber als die Zahnbürste. Ich leiste seinen Anweisungen unverzüglich Folge. Schaffe ich es, meine Knöchel zu berühren? Ja. Sogar mühelos. Mein T-Shirt rutscht hoch, so dass mein Hinterteil zum Vorschein kommt. Gott sei Dank habe ich mein Höschen anbehalten. Auch wenn das wohl nicht mehr lange so bleiben wird.
Behutsam legt er eine Hand auf meine Pobacke und beginnt, sie zärtlich zu streicheln. Ich kann zwar durch meine gespreizten Schenkel seine Beine erkennen, mehr aber nicht. Er schiebt mein Höschen zur Seite und fährt gemächlich mit einem Finger über meine Vulva. Ich schließe die Augen und kneife sie fest zusammen. Erregung durchzuckt mich. Ich kann es kaum noch erwarten. Er schiebt einen Finger in mich hinein und lässt ihn mit köstlicher Langsamkeit kreisen. Es fühlt sich unglaublich an. Ich stöhne.
Ich höre, wie er nach Luft schnappt, dann fängt sein Finger erneut an zu kreisen. Nach einem Moment zieht er ihn heraus und lässt behutsam die Kugeln nacheinander in meine Vagina gleiten. Ach du meine Güte. Inzwischen haben sie Körpertemperatur, erwärmt von unser beider Münder. Es fühlt sich seltsam an. Als sie erst einmal in mir sind, kann ich sie praktisch nicht mehr spüren – andererseits weiß ich, dass sie da sind.
Er streicht mein Höschen glatt und küsst meine Pobacke.
»Komm hoch«, befiehlt er.
Mit zitternden Knien richte ich mich auf.
Oh. Jetzt spüre ich sie … na ja, irgendwie. Er umfasst meine Hüften, während ich versuche, mein Gleichgewicht zu finden.
»Alles klar?«, fragt er streng.
»Ja.«
»Dreh dich um.«
Ich gehorche.
Die Kugeln sacken nach unten. Unwillkürlich spanne ich die Beckenbodenmuskeln an. Im ersten Moment fühlt es sich merkwürdig, aber keineswegs unangenehm an.