Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]
Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]

Электронная книга - «Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]». Краткое содержание книги:

Drei Jahre sind in Chalion vergangen, seit Königinwitwe Ista dy Boacia vom Fluch des Wahnsinns befreit wurde, der sie auf dem Stammsitz ihrer Familie gefangen hielt. Doch ihre neu entdeckte Freiheit ist nicht unbeschwert. Ehemann, Eltern und Sohn sind gestorben, und die Tochter lebt meilenweit entfernt am Königshof zu Cardegoss. Somit bleibt Ista allein mit ihren Schuldgefühlen und Geheimnissen — denn sie weiß, was ihr Land an den Rand des Abgrunds führte! Auf der Suche nach Absolution tritt Ista eine Pilgerfahrt an, den Göttern zur Buße und Abbitte. Aber auf sie wartet eine neue Gefahr, die größer ist, als sie ahnen kann: Erneut wird Chalion bedroht, und diesmal von einem heimtückischen Bösen, das nur Ista aufzuhalten vermag…
1 ... 67 68 69 70 71 72 73 74 75 ... 135
Перейти на страницу:

Aber da war kein weißes Feuer, um seine Seele herauszureißen, wie Ista es bei den vorangegangenen Todesfällen gesehen hatte. Sein Geist trieb bloß davon, löste sich vom Leib, änderte sich ansonsten aber kaum. Namenloses Entsetzen durchfuhr Ista. Bei den fünf Göttern. Er ist schon verloren. Sein Gott kann ihn nicht mehr erreichen. Was habe ich getan?

»HOL IHN WIEDER HER!« Cattilara stürmte wütend hervor wie eine Dogge, die einen Stier an der Nase niederringt, und übernahm wieder die völlige Herrschaft über ihren Körper. Das violette Leuchten schnellte zu einer schützenden Kugel zusammen; die Kanäle erschienen wieder, und das Feuer floss hindurch. Tief atmete Arhys ein, blinzelte, bewegte den Unterkiefer, dehnte das Gesicht. Dann richtete er sich wieder in eine sitzende Haltung auf. Immer noch sah er halb betäubt aus.

Ista saß erschüttert da. Die List hatte bei Cattilara gewirkt, wie die Eingebung es ihr gesagt hatte. Doch sie hatte dabei etwas enthüllt, das sie selbst kaum verstand.

Keine Täuschungen mehr. Ich stehe das nicht länger durch.

Schwer atmend hing Cattilara in ihren Fesseln und starrte Ista hasserfüllt an. »Du abscheuliche alte Hexe. Du hast mich getäuscht.«

»Ich habe den Dämon getäuscht. Tut dir das Leid?« Sie gab Goram und Liss ein Zeichen, und sie lösten vorsichtig die Fesseln der Gräfin.

Illvin spähte besorgt über die Seite seines Bettes zu seinem Bruder; dann lehnte er sich wieder zurück und sah Ista beunruhigt an. »Wie macht Ihr das, Herrin? Seid auch Ihr eine Zauberin? Tauschen wir einen dämonischen Feind gegen einen stärkeren?«

»Nein«, sagte Ista. »Meine unerwünschten Gaben stammen aus einer anderen Quelle. Fragt Cattis … sein Haustier. Es weiß Bescheid.« Besser als ich, fürchte ich. Wenn die Besessenheit durch einen Dämon einen Menschen zu einem Zauberer machte, und wenn er zu einem Heiligen wurde, wenn ein Gott in ihm war, was für ein merkwürdiger Mischling entstand dann in den Händen eines Dämonengottes?

»Von den Göttern berührt seid Ihr?«, fragte er wieder, und seine Stimme klang gläubig noch ungläubig, sondern wachsam.

»Zu meinem anhaltenden Kummer.«

»Wie kamt Ihr dazu?«

»Irgendein leidender Bastard betete zu einem Gott, der zu beschäftigt war, sich selbst darum zu kümmern. Er hat die Aufgabe dann mir übertragen … gab er zumindest vor.«

Illvin sank in die Decken zurück. »Oh«, sagte er ganz leise, während er die Bedeutung dieser Worte in sich aufnahm. Dann fügte er hinzu: »Ich würde mich gern eingehender mit Euch darüber unterhalten. Wenn es etwas … äh, ruhiger geworden ist.«

»Ich werde sehen, was ich tun kann.«

Arhys hob seine fast gefühllose Hand und streichelte zärtlich über die Knöchel seiner Frau. »Catti. Das kann so nicht weitergehen.«

»Aber was sollen wir tun, Liebster?« Sie neigte den Kopf und warf Ista einen herzzerreißenden Blick zu. »Ihr könnt ihn mir jetzt nicht nehmen. Es ist zu früh. Ich werde ihn jetzt nicht aufgeben.« Sie rieb über die roten Abdrücke auf ihren Armen, als die Fesseln herabfielen.

»Er hatte bereits mehr Zeit, als vielen anderen Menschen gegeben ist«, tadelte Ista sie. »Schon vor langer Zeit hat er die Gefahren eines Lebens als Krieger akzeptiert. Indem Ihr Euch in der Ehe an ihn gebunden habt, habt Ihr das ebenfalls getan.«

Aber was ist mit seiner Verdammnis? Der Tod des Körpers war traurig genug; der langsame Verfall der Geister jedoch, der Seelen, die sich den Göttern verweigert hatten, war eine Selbstzerstörung. Doch Arhys hatte diese Verbannung nicht selbst gewählt. Sie war ihm aufgebürdet worden. Kein Selbstmord der Seele, sondern ihr Mord …

Ista versuchte, Zeit zu gewinnen. »Aber es muss nicht heute sein, nicht überhastet. Uns bleibt noch ein wenig Zeit. Genug, damit er seine Angelegenheiten in Ordnung bringen kann, solange er seinen Verstand noch beisammen hat, wenn er nicht zu lange zögert. Genug, um sich zu verabschieden. Aber nicht viel mehr, fürchte ich.« Sie dachte an Illvins gefährlich ausgezehrten, zerbrechlichen Zustand. Dieses Durcheinander ist noch viel schlimmer, als ich erwartet habe. Und selbst mit dem zweiten Gesicht sehe ich keinen Ausweg.

»Was Ihr sagt, hört sich vernünftig an, Majestät«, erklärte Arhys. »Ich sollte den Notar des Tempels zu mir rufen … meinen letzten Willen überarbeiten …«

»Das ist ungerecht!«, brach es erneut aus Cattilara hervor. »Illvin hat dich erschlagen, und nun wird er all deine Besitztümer erhalten!«

Illvins Kopf fuhr herum. »Ich bin nicht mittellos. Ich lege keinen Wert auf die Güter der dy Lutez. Um diesem Makel zu entgehen, gebe ich gern jeden Anspruch auf. Hinterlasse sie meiner Nichte, oder der Kirche — oder meinetwegen auch ihr.« Mit einer Lippenbewegung deutete er auf die Frau seines Bruders. Er zögerte. »Ausgenommen Porifors.«

Arhys lächelte und starrte auf seine Stiefel. »Guter Junge. Porifors geben wir nicht auf. Bleib dabei, und du wirst mir weiterhin dienen, selbst wenn mein Grab alle Eide verschlungen hat.«

Cattilara brach in Tränen aus.

Ista stemmt sich vom Hocker hoch. Sie war erschöpft, fühlte sich, als hätte man sie mit Stöcken geschlagen. »Lord Illvin, Euer Bruder muss sich noch für eine Weile von Eurer Kraft borgen. Seid Ihr bereit?«

»Ja«, sagte er ohne große Begeisterung. »Tut, was Ihr tun müsst.« Er blickte zu ihr auf. »Ihr werdet doch zurückkommen, nicht wahr …?«

»Ja.« Mit einer Handbewegung löste sie die Verengung.

Illvin sank zurück. Arhys erhob sich, wieder ein Bild der Stärke. »Ah!«

Er umarmte die schluchzende Cattilara und führte sie hinaus. Dabei murmelte er tröstende Zärtlichkeiten in ihr Ohr.

Ja, dachte Ista bitter. Ihr habt sie aufgefangen. Ich möchte wetten, Ihr habt nicht einmal versucht, auszuweichen. Ihr werdet Euch um sie kümmern … Und das würde er, da war sie sicher. Wie konnte man von einem Mann, der Seife in der Satteltasche mit sich führte, weniger erwarten …? Ihre Schläfen pochten.

»Ich lege mich ein wenig hin, Liss. Ich habe Kopfschmerzen.«

»Oh.« Liss trat sofort an ihre Seite und bot ihr den Arm zur Stütze. Als Kammerfräulein mochte Liss ihre Schwächen haben, doch Ista musste zugeben, dass sie einen guten Höfling abgab. »Soll ich Eure Stirn in Lavendelwasser baden? Ich habe einmal erlebt, wie eine Dame das getan hat.«

»Danke. Das wäre wunderbar.«

Sie blickte auf Lord Illvin zurück, der reglos dalag, wieder ohne Leben und ohne Verstand. »Kümmere dich um ihn, Goram.«

Er verbeugte sich kurz und blickte sie in stummer Hilflosigkeit an. Dann fiel er plötzlich auf die Knie und küsste ihren Rocksaum. »Gesegnete«, murmelte er. »Erlöse ihn. Erlöse uns alle.«

Ista schluckte ihren Zorn herunter und brachte für ihn ein Lächeln hervor, nach dem ihr eigentlich gar nicht zumute war. Dann löste sie ihren Rock aus Gorams Griff und ließ sich von Liss hinausgeleiten.

15

An diesem Abend breitete sich ein Leichentuch über Porifors. Der Herr und die Herrin der Burg zogen sich zur vertraulichen Unterredung zurück, und sämtliche anstehenden Festlichkeiten wurden kurzerhand abgesagt. Ista empfand Erleichterung darüber, dass sie in ihren Gemächern bleiben konnte. Bei Sonnenuntergang, so berichtete Liss, wurden mehrere der wichtigsten Offiziere zu Arhys gerufen und kamen viel später mit sehr ernsten Gesichtern wieder zum Vorschein. Ista hoffte, dass der Graf klug genug war, die ursprüngliche Geschichte von Umerues Tod nicht anzutasten und dass er stattdessen einen anderen Grund fand, seine bald — oder rückwirkend? — tödliche Krankheit zu erklären. Aber da die Wahrheit zugleich auch die Gräfin zur Mörderin der jokonischen Prinzessin machen würde, konnte Ista sich nicht vorstellen, dass Cattilara allzu eifrig damit herausrückte. Oder das Arhys ein solches öffentliches Geständnis zugelassen hätte.

1 ... 67 68 69 70 71 72 73 74 75 ... 135
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)