Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]
Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]

Электронная книга - «Paladin der Seelen [Paladin of Souls - de]». Краткое содержание книги:

Drei Jahre sind in Chalion vergangen, seit Königinwitwe Ista dy Boacia vom Fluch des Wahnsinns befreit wurde, der sie auf dem Stammsitz ihrer Familie gefangen hielt. Doch ihre neu entdeckte Freiheit ist nicht unbeschwert. Ehemann, Eltern und Sohn sind gestorben, und die Tochter lebt meilenweit entfernt am Königshof zu Cardegoss. Somit bleibt Ista allein mit ihren Schuldgefühlen und Geheimnissen — denn sie weiß, was ihr Land an den Rand des Abgrunds führte! Auf der Suche nach Absolution tritt Ista eine Pilgerfahrt an, den Göttern zur Buße und Abbitte. Aber auf sie wartet eine neue Gefahr, die größer ist, als sie ahnen kann: Erneut wird Chalion bedroht, und diesmal von einem heimtückischen Bösen, das nur Ista aufzuhalten vermag…
1 ... 64 65 66 67 68 69 70 71 72 ... 135
Перейти на страницу:

»Ich esse etwas. Ich kann nur nicht alles bei mir behalten.« Arhys zuckte die Schultern. »Offensichtlich bekomme ich genug.«

»Aber jetzt wird alles wieder gut mit ihm«, erklärte Illvin. »Nicht wahr?«

Ista zögerte. »Nein. Wird es nicht.«

Sie ließ den Blick zu dem schweigenden Zuhörer wandern, der halb zusammengekauert am gegenüberliegenden Ende des Raumes kauerte. »Was habt Ihr von Prinzessin Umerue gehalten, Goram?«

Er machte ein Geräusch tief in der Kehle, das sich wie das Knurren eines Hundes anhörte. »Sie war schlecht … verderbt.«

»Woher wusstest du das?«

Tiefe Furchen gruben sich in sein Gesicht. »Wenn sie mich angeschaut hat, hab ich eine Gänsehaut bekommen. Ich bin ihr aus dem Weg gegangen.«

Ista dachte an seine übel zugerichtete Seele. Das kann ich mir vorstellen.

»Ich würde gern sagen, dass Goram mich wieder zur Besinnung gebracht hat«, merkte Illvin kläglich an. »Aber ich fürchte, es lag nur daran, dass Umerue mir keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt hat.«

Ista musterte Goram kurz. Die Narben an seiner Seele waren nur eine Ablenkung in dieser Rechnung, sagte sie sich. Es waren alte Wunden, alt und düster. Wenn er einst von einem Dämon zerfressen worden war, wie sie allmählich annahm, lag es schon lange zurück. Und daraus folgte …

»Umerue war eine Zauberin«, stellte Ista fest.

Ein grimmiges Lächeln huschte über Illvins Gesicht. »Ich dachte es mir!« Er zögerte. »Woher wisst Ihr das?« Und nach einem weiteren kurzen Zögern: »Wer seid Ihr?«

Ich weiß, wo ihr Dämon ist. Ista beschloss, dies vorläufig nicht zu erwähnen. Sie wünschte sich sehnlichst, dass dy Cabon hier wäre, um mit seiner theologischen Ausbildung dieses Knäuel zu entwirren. Illvin starrte sie in plötzlichem Argwohn an, besorgt, aber nicht ungläubig.

»Man sagt, Ihr seid in Euer Jugend auf einem Priesterseminar ausgebildet worden, Lord Illvin. Ihr könnt nicht alles vergessen haben. Mir wurde von einem gelehrten Geistlichen aus der Kirche des Bastards erklärt, dass ein Dämon auf jemand anderen überspringt, wenn sein früherer Wirt stirbt und die entweichende Seele nicht die Kraft hat, den Dämon mit zurück zu den Göttern zu tragen. Die Zauberin starb, und der Dämon ist in keinem von euch, so viel kann ich versichern. Wer also bleibt übrig?«

Arhys sah krank aus. Für einen lebenden Leichnam hätte das eine Verbesserung sein sollen, nahm Ista an, doch so war es nicht. »Er ist bei Catti«, flüsterte er.

Ista nickte und kam sich absurderweise wie eine Lehrerin vor, die ihren Schüler für eine richtig gelöste Rechenaufgabe lobt. »Ja. Catti hat nun diesen Dämon. Und Ihr Gebot an ihn ist, Euch am Leben zu halten … zumindest in Bewegung. Soweit seine Kräfte es zulassen.«

Arhys öffnete den Mund, schloss ihn wieder. Schließlich sagte er: »Aber … diese Dinger sind gefährlich! Sie verschlingen Menschen bei lebendigem Leibe … Zauberer verlieren ihre Seele an sie. Jemand muss sich um Catti kümmern! Ich muss Geistliche des Bastards hierher bestellen, um den Dämon auszutreiben …«

»Augenblick mal, Arhys«, warf Illvin ein. Er klang angespannt.

»Ich glaube, wir sollten noch einmal darüber nachdenken …«

Ein Pochen erklang von der Galerie draußen; das Geräusch zweier Paare laufender Füße. Dann wurde die Tür aufgestoßen. Cattilara stolperte hindurch, keuchend, barfuß, das Reitkleid in Unordnung, die Haare wild zerzaust. Liss kam hinterher, beinahe außer Atem.

»Arhys!«, rief Cattilara und warf sich auf ihn. »Bei den fünf Göttern! Bei den fünf Göttern! Was hat diese Frau dir angetan?«

»Verzeiht, Majestät«, murmelte Liss Ista ins Ohr. »Wir waren mitten auf dieser Wiese, als sie plötzlich ausrief, dass mit ihrem Gemahl etwas nicht in Ordnung sei. Dann rannte sie zu ihrem Pferd und lief davon. Es gab keine Möglichkeit, sie abzulenken, außer vielleicht mit einem Armbrustbolzen.«

»Psst. Es ist gut.« Ista unterdrückte einen Anflug von Übelkeit, der sie überkam, als sie an ihre Täuschung dachte, so wirksam sie auch gewesen war. »Warte bei Goram, aber sag nichts und unterbrich uns nicht. Egal wie merkwürdig es dir vorkommen mag, was du hörst.«

Liss knickste gehorsam und lehnte sich neben den Knecht an die Wand, der ihr grüßend zunickte. Sie legte den Kopf schräg und musterte Lady Cattilara zweifelnd, die schluchzend in Lord Arhys kraftlosen Armen lag.

Cattilara ergriff nun seinerseits Arhys’ Hände, fühlte seine Schwäche und wandte ihr tränenüberströmtes Gesicht dem ihres Ehemannes zu. »Was hat sie dir angetan?«, wollte sie wissen.

»Was hast du mir angetan, Catti?«, fragte er leise zurück. Er sah seinen Bruder an. »Uns beiden …«

Cattilara schaute sich um und funkelte Ista und Illvin wütend an. »Ihr habt mich überlistet! Arhys — was immer sie dir erzählt haben, sie lügen!«

Illvin hob belustigt die Augenbrauen. »Na, das ist aber eine umfassende Anklage«, murmelte er.

Für einen Augenblick versuchte Ista, sich auf den Dämon zu konzentrieren, der nun so fest zusammengeballt war, wie sie es nie gesehen hatte, dicht und funkelnd. Als würde er versuchen, in sich selbst zu flüchten, nun, da ihm alle anderen Wege versperrt waren. Er schien zu zittern.

Vor Angst? Weshalb? Was denkt er, das ich mit ihm tun kann? Oder besser: Was weiß er, das ich nicht weiß? Verwirrt runzelte Ista die Stirn.

»Catti.« Arhys strich durch ihr zerzaustes Haar, während sie an seiner Schulter schluchzte. »Es ist an der Zeit, dass du mir die Wahrheit sagst. Jetzt. Schau mich an.« Er legte die Finger an ihr Kinn, drehte ihr Gesicht zu sich und lächelte in ihre tränenfeuchten Augen, mit einem Blick, der Istas Herz hätte schmelzen und in ihre Schuhe fließen lassen. Die Wirkung auf die aufgelöste Catti war noch viel weniger hilfreich. Sie rutschte aus Arhys’ schwachem Griff und kauerte sich zu seinen Füßen zusammen, weinte an seinen Knien wie ein unglückliches Kind. »Nein, nein.« Das waren ihre einzigen verständlichen Worte, die sie unablässig wiederholte.

Illvin verdrehte die Augen und rieb sich mit einer kraftlosen Bewegung verärgert die Stirn. Er sah aus, als würde er in diesem Augenblick mit Freuden alles hergeben, was von seiner Seele noch geblieben war, wenn er nur aus diesem Gemach entfliehen könnte. Er schaute auf und begegnete Istas mitleidigen Blick. Sie hielt zwei Finger in die Höhe, wartete …

»Ja, ja«, murmelte Arhys seiner Frau zu. Seine Hand ruhte auf ihrem Kopf und schob ihn sanft von einer Seite zur anderen. »Ich habe den Befehl hier auf Porifors. Aller Leben hier liegen in meiner Hand. Ich muss alles wissen.«

»Gut, Arhys«, murmelte Illvin. »Setz dich einmal gegen sie durch.«

Ista legte die Hand vor den Mund, denn Arhys sollte sprechen. Ja, besser er sagt es. Ihm wird sie sich nicht widersetzen, jedenfalls nicht so sehr.

»Was ist geschehen, nachdem du die … Zauberin erstochen hast?«, fragte Arhys. »Was hast du getan, dass der Dämon dann zu dir kam?«

Catti schniefte, schluckte, keuchte und hustete. Mit belegter Stimme erwiderte sie: »Ich habe gar nichts getan. Er kam einfach zu mir. Er konnte entweder zu mir oder zu Illvin, und vor Illvin hatte er mehr Angst.« Ein grimmiges Lächeln erschien auf ihrem Gesicht. »Er versprach mir alles, was ich wollte, wenn ich mit ihm fliehen würde. Aber ich wollte nur eines, ich wollte dich zurück. Ich habe ihn gezwungen, dich wieder in deinen Körper zu bringen. Er will immer noch von hier fliehen. Aber das lasse ich nicht zu, niemals.«

Wille stand gegen Wille. Ista hegte den Verdacht, dass dieser Dämon erfahren und stark war, da er mehr als nur ein Leben verzehrt hatte. Doch auf gewissen, eng umgrenzten Feldern war Cattilara willensstärker, ja, mehr noch: besessen. Wenn der Dämon Catti fälschlich für den fügsameren Wirt gehalten hatte, dann hatte er eine interessante Überraschung erlebt. Trotz ihres Zorns über Catti empfand Ista grimmige Zufriedenheit, wenn sie an die Bestürzung des Dämons dachte.

1 ... 64 65 66 67 68 69 70 71 72 ... 135
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)