Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне

Электронная книга - «Der Hypnotiseur». Краткое содержание книги:

Der Hypnotiseur
1 ... 55 56 57 58 59 60 61 62 63 ... 124
Перейти на страницу:

»Wir fahren zu mir«, flüstert er.

Sie nickt und spürt, dass ihre Wangen gerötet sind. Er streicht sich über den Mund und verlässt das Büro. Sie bleibt stehen, wartet einen Moment, stützt sich auf den Schreibtisch, zittert am ganzen Leib. Sie ordnet ihre Kleidung, und als sie in die Galerie hinaustritt, steht Shulman schon in der Tür.

»Guten Hunger«, sagt Ylva.

Als sie schweigend im Taxi sitzen, kommen Simone Zweifel. Ich rufe meinen Vater an, denkt sie, und dann sage ich ihm, ich müsste gehen. Der bloße Gedanke daran, was sie gerade tut, lässt ihr vor Schuldgefühlen, Panik und Erregung schlecht werden.

Sie steigen die schmale Treppe bis in den fünften Stock hinauf, und als er die Tür aufschließt, beginnt sie, nach dem Handy in ihrer Tasche zu suchen.

»Ich muss meinen Vater anrufen«, sagt sie ausweichend.

Er bleibt stumm, betritt vor ihr den terracottafarbenen Flur und entfernt sich.

Sie bleibt im Mantel stehen und schaut sich in dem dunklen Flur um. Die Wände hängen voller Fotos, und unterhalb der Decke verläuft ein Sims mit ausgestopften Vögeln. Noch ehe sie dazu kommt, Kennets Nummer zu wählen, kehrt Shulman zu ihr zurück.

»Simone«, flüstert er. »Möchtest du nicht hereinkommen?«

Sie schüttelt den Kopf.

»Nur für einen Moment?«, fragt er.

»Okay.«

Sie behält den Mantel an, als sie ihm ins Wohnzimmer folgt.

»Wir sind erwachsen, wir tun, was wir wollen«, sagt er und gießt Cognac in zwei Schwenker.

Sie prosten sich zu und trinken.

»Das schmeckt gut«, sagt sie leise.

Eine Seite des Raums besteht aus einer durchgehenden Fensterfront. Sie geht hin und blickt auf die Dächer Södermalms und die Rückseite einer Neonreklame hinaus, die eine Zahncremetube darstellt.

Shulman tritt zu ihr, stellt sich hinter sie und legt die Arme um sie.

»Ist dir eigentlich klar, wie verrückt ich nach dir bin?«, flüstert er. »Vom ersten Augenblick an bin ich das gewesen.«

»Sim, ich weiß nur nicht … ich weiß nicht, was ich hier eigentlich tue«, sagt Simone heiser.

»Musst du das wissen?«, fragt Shulman lächelnd und zieht sie zum Schlafzimmer.

Sie begleitet ihn, als hätte sie es die ganze Zeit gewusst. Sie hat gewusst, dass Shulman und sie zusammen in ein Schlafzimmer gehen werden. Sie hat es gewollt, und zurückgehalten hat sie einzig und allein, dass sie nicht wie ihre Mutter und Erik sein wollte, eine Lügnerin, die heimlich telefoniert und SMS verschickt. Sie hat immer gedacht, dass sie keine Verräterin ist und über eine natürliche Sperre gegen Untreue verfügt, aber in diesem Moment regt sich in ihr nicht einmal ansatzweise das Gefühl, jemanden zu betrügen. Shulmans Schlafzimmer ist dunkel, die Wände sind von einem dunkelblauen Seidenstoff bedeckt, es ist der gleiche Stoff, der in langen Vorhängen vor den Fenstern hängt. Das kurze, schräge Mittwinterlicht dringt durch den Stoff wie eine abgeschwächte Dunkelheit.

Mit zitternden Händen knöpft sie ihren Mantel auf und lässt ihn fallen. Shulman zieht sich aus, und Simone sieht, wie muskulös gerundet seine Schultern sind und dass sein ganzer Körper von dunklen Haaren bedeckt ist. Ein Streifen dickerer, dicht gelockter Haare führt von der Scham zum Nabel hinauf.

Seine dunklen, sanften Augen sehen sie ruhig an. Sie beginnt, sich auszuziehen, wird aber auf einmal, mitten in seinem Blickfeld stehend, von einem schwindelerregenden Gefühl furchtbarer Einsamkeit übermannt. Er sieht es und senkt den Blick, kommt näher, bückt sich und geht auf die Knie. Sie sieht seine langen Haare auf die Schultern fallen. Er folgt mit dem Finger einer Linie von ihrem Nabel abwärts über die Hüfte. Sie versucht zu lächeln, aber es will ihr nicht recht gelingen.

Er stößt sie sanft auf die Bettkante und zieht ihren Slip herab, sie hebt den Po, klemmt die Beine zusammen und spürt den Slip hinabgleiten und für einen Moment am Fuß hängen bleiben. Sie lehnt sich zurück, schließt die Augen, lässt ihn ihre Schenkel auseinanderführen, spürt seine warmen Küsse auf ihrem Bauch, auf den Hüftknochen und Weichen. Sie stöhnt und fährt mit den Fingern durch seine dichten langen Haare. Sie will, dass Shulman in sie eindringt, sehnt sich mit aller Macht danach. Der dunkle Trieb des Körpers fließt durch ihr Blut, Hitzewallungen ziehen saugend und kitzelnd durch die Leisten zu ihrem Schoß. Er legt sich auf sie, und sie spreizt die Beine und hört sich selbst aufstöhnen, als sie ihn in sich aufnimmt. Er flüstert etwas, das sie nicht versteht. Sie zieht ihn an sich, und als sie sein Gewicht auf sich spürt, ist es, als würde sie in die warmen, murmelnden Wasser des Vergessens gesenkt.

32.

Montagnachmittag, der vierzehnte Dezember

Der Tag ist eisig kalt und der Himmel weit und blau. Die Menschen bewegen sich geduckt. Müde Kinder sind auf dem Heimweg von der Schule. Kennet bleibt vor dem Seven-Eleven an der Ecke stehen, der mit einem Sonderangebot für einen Kaffee und ein Luciateilchen wirbt. Er tritt ein und stellt sich in die Schlange, als sein Handy klingelt. Er sieht, dass es Simone ist, und meldet sich.

»Du bist unterwegs gewesen, Sixan?«

»Ich musste zur Galerie. Danach musste noch etwas erledigt werden, das …«

Sie verstummt abrupt.

»Ich habe gerade deine Nachricht abgehört, Papa.«

»Hast du geschlafen? Du klingst …«

»Ja, stimmt, ich habe ein bisschen geschlafen.«

»Gut«, sagt Kennet.

Er begegnet den müden Augen der Verkäuferin und zeigt auf das Schild mit dem Sonderangebot.

»Hat man Benjamins Anruf schon orten können?«, fragt Simone.

»Ich habe noch keine Antwort bekommen. Frühestens heute Abend, hieß es. Ich wollte nachher mal anrufen.«

Die Verkäuferin sieht Kennet an, weil er sich ein Teilchen aussuchen soll, und er zeigt rasch auf das scheinbar größte. Sie legt es in eine Tüte, nimmt seinen zerknitterten Zwanziger entgegen und gestikuliert in Richtung Kaffeeautomat und Becher. Er nickt, geht an der Verkaufstheke vorbei, in der sich Würstchen auf einem Rost drehen, schüttelt einen Becher aus dem Stapel und unterhält sich weiter mit Simone.

»Du hast gestern mit Nicke gesprochen?«, sagt sie.

»Er ist ein wirklich netter Junge.«

Kennet drückt auf das Symbol für schwarzen Kaffee ohne Zucker.

»Hast du etwas über Wailord erfahren?«

»Ziemlich viel sogar.«

»Und was?«

»Warte mal kurz«, sagt Kennet.

Er nimmt den dampfenden Becher aus dem Apparat, verschließt ihn mit einem Deckel und geht zu einem der runden Plastiktische.

»Bist du noch da?«, fragt er und setzt sich auf einen kippelnden Stuhl.

»Ja.«

»Ich glaube, es geht um ein paar Burschen, die Nicke regelmäßig Geld abnehmen und sagen, dass sie Pokemonfiguren sind.«

Kennet sieht einen Mann mit zerzausten Haaren, der einen hochmodernen Kinderwagen schiebt. Ein ziemlich großes Mädchen in einem rosa Overall liegt darin und saugt müde lächelnd an einem Schnuller.

»Hat das was mit Benjamin zu tun?«

»Diese Pokemonburschen? Ich weiß es nicht. Vielleicht hat er versucht, sie aufzuhalten«, sagt Kennet.

»Wir müssen mit Aida reden«, erklärt Simone verbissen.

»Nach der Schule, dachte ich.«

»Was sollen wir jetzt tun?«

»Ich habe eine Adresse«, sagt Kennet.

»Von wem?«

»Vom Meer.«

»Vom Meer?«, fragt Simone.

»Mehr weiß ich auch nicht.«

1 ... 55 56 57 58 59 60 61 62 63 ... 124
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)