Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 50 51 52 53 54 55 56 57 58 ... 174
Перейти на страницу:

»Es scheint schlimm um die magischen Barrieren zu stehen, wenn selbst die Zauberschüler anrücken müssen, um zu helfen, die finstere Macht aus dem Norden zu bezwingen«, sagte ein Famulus neben ihr. »Du wirst immer hübscher, Rantja.«

»Jolosin!«, rief sie freudig und reichte ihm die Hand. Da bemerkte sie die neue, dunkelblaue Robe. »Oh, du bist in die vierte Stufe aufgestiegen. Hast du Lot-Ionan so lange geärgert, bis er nicht mehr anders konnte?«

»Und dich hat Nudin mit deinen zweiunddreißig Zyklen gleich in die fünfte Stufe gehoben? Ich bin beeindruckt«, erwiderte der dunkelhaarige Mann flachsend und anerkennend zugleich. »Geht es dir gut?«

»Sehr«, lächelte sie, doch dann wurde sie ernst. »Bis auf die Nachricht, dass das Tote Land mehr an Macht gewinnt.« Sie bemerkte zahlreiche kleine Schnitte in seinen Fingern. »Wie ist denn das passiert?«

Er winkte ab. »Frag nicht. Aber es sei dir gesagt, dass ich an einem Zauber für Kartoffelschälen arbeite«, antwortete er missmutig. »Ich bin froh, endlich von den Kochtöpfen wegzukommen und etwas Sinnvolles zu tun.« Er blickte sich um. »Hast du die Großmeister schon gesehen?«

»Sie sind ebenso verschwunden wie mein Magus«, antwortete Rantja besorgt. »Weißt du mehr?«

»Alles, was ich erhielt, war die Botschaft, dass ihre Beschwörungszeremonien volle Aufmerksamkeit verlangen, und daher werde man das Wiedersehen vorerst verschieben«, meinte er unzufrieden und nahm den ledernen Sack mit den Artefakten von der Schulter; ein grünes Band hielt ihn verschlossen. »War es jemals so schlimm?«

Rantja schüttelte den Kopf.

Die Türen schwangen auf, und Nudin der Wissbegierige erschien, um sie willkommen zu heißen. Er wankte leicht, wirkte erschöpft und abgekämpft.

»Ich grüße euch«, rief er krächzend. Seine Stimme klang angestrengt und überschlug sich. Die Wartenden gewannen den Eindruck, als sprächen ein Mann und eine Frau gleichzeitig. »Heute ist ein schwarzer Tag für das Geborgene Land. Folgt mir und seht, was das Tote Land angerichtet hat.« Der Magus bedeutete den Schülern, ihn zu begleiten, und schritt vorweg.

»Ich kenne Nudin von früheren Begegnungen, und ich muss sagen, er hat sich ziemlich verändert«, raunte Jolosin Rantja zu. »Er muss mindestens fünfzig Pfund zugenommen haben und Schuhe mit dicken Sohlen tragen.«

»Ich weiß. Auf viele wirkt er größer als sonst.«

»Weitaus größer. Und massiger. Dass ein Mann in seinem Alter noch wächst, halte ich für ausgeschlossen. Was ist wohl geschehen? Ein fehlgeschlagenes Experiment?«

Sie liefen nun unmittelbar hinter Nudin und bemerkten einen süßlichen, fauligen Duft. Das Duftwasser, das der Magus verwendete, musste vergoren sein, was er anscheinend nicht wahrnahm.

Rantja trat auf etwas Rutschiges und glitt aus. Jolosin griff zu und verhinderte, dass es zu einem schweren Sturz kam. »Danke«, sagte die Famula schnell, und sie gingen weiter, weil die Nachfolgenden drängten. Und so sah auch keiner von ihnen den lang gezogenen, dunkelroten Strich auf den Steinplatten. Der Magus verlor Blut.

Das Ende seines Zauberstabs knallte in regelmäßigen Abständen laut auf den Steinboden. Nudin schritt zügig aus, um sie durch ein Gewirr von Arkadengängen und Räumen zu führen, bis sie vor einer weiteren doppelflügeligen Tür anhielten. Seine Linke hob den Stab, und der Onyx glomm düster auf.

»Seid stark«, sprach er zu ihnen und sagte die Silben, welche das Portal öffneten.

Die Türflügel glitten auseinander. Verwesungsgeruch strömte aus dem Raum dahinter, einige der Zauberlehrlinge würgten. Rantja wankte und lehnte sich an Jolosin, der sie tapfer stützte und gegen den Brechreiz ankämpfte.

Der Magus störte sich nicht an dem Gestank. »Seht, wie wichtig euer Beistand nun für das Geborgene Land geworden ist!« Er ging voran, die Famuli betraten zögernd den Raum.

Verstörte und entsetzte Rufe klangen auf, als sie die verschiedenen Überreste ihrer Mentoren erblickten. Eine Statue, ein Haufen Kleider, verwesende Leichname... Von Andôkai konnte man nicht einmal mehr die Züge erkennen, so stark war ihr Körper zersetzt.

»Bei Palandiell«, stöhnte Jolosin, als er die Statue sah, die einmal sein Lehrer gewesen war. Bei allem Groll, den er gegen ihn wegen der Strafe hegte, hätte er ihm ein solches Ende niemals gewünscht. »Wir sind verloren«, stammelte er und stellte die Ledertasche auf den Boden, die er auf Geheiß seines Mentors mitgebracht hatte. »Wenn sie nichts gegen das Tote Land...«

Nudins Zauberstab stieß kräftig auf den Boden, und die Gespräche verstummten. Alle Augen richteten sich auf ihn.

»Wir haben das Tote Land sträflich unterschätzt«, verkündete er mit zitternder Stimme. »Als wir den Kristallspeicher aufluden und die erste Phase der Zeremonie abschlossen, schlug der Schrecken aus dem Norden zu. Der Edelstein wurde gesprengt! Ich überlebte den Angriff mit Mühe.« Das Stabende deutete auf das, was von den Magi und Magae geblieben war, traurige Überbleibsel, stinkende Reste, verhöhnende Abbilder. »Ich habe gute Freunde verloren. Ihr seid deren Famuli, die Besten, die es im Geborgenen Land noch gibt.« Nudin hustete und würgte einen Klumpen Blut hervor, er wankte und lehnte sich an den zu Stein erstarrten Lot-Ionan. »Seht, ich leide noch immer unter dem Angriff. Wir müssen uns beeilen, um den Speicher wieder zusammenzufügen«, keuchte er angestrengt. »Nur so halten wir das Tote Land auf. Scheitern wir, sind die Menschen verloren. Ihr Heer wird den Schrecken niemals aufhalten.«

Die Zauberlehrlinge blickten sich ratlos an. Seine Worte und der Anblick der vernichteten Mentoren erschütterten sie bis tief in ihre Seele hinein.

»Die Fünf, die beinahe als allmächtig galten, wurden vom Toten Land besiegt«, raunte Jolosin niedergeschlagen. »Und wir sollen...«

»Wir müssen sie beerdigen«, sagte Rantja abwesend. »Wir können sie nicht im Raum liegen lassen, das ist ihrer nicht würdig.« Sie stockte und begann zu zittern.

»Reißt euch zusammen!«, beschwor der Magus sie. »Zunächst zählt, dass wir rasch handeln, um uns überhaupt eine Gelegenheit offen zu halten, etwas gegen unseren Widersacher auszurichten. Danach ist Zeit für die Toten.« Sein Stab beschrieb einen Kreis. »Stellt euch auf. Fasst euch bei den Händen und sprecht meine Worte nach«, befahl er.

Die Frauen und Männer folgten seinen Anweisungen. Rantja und Jolosin begaben sich Seite an Seite, die Berührung tat ihnen gut und gab ihnen Vertrauen.

Nudin legte seinen Stab vor sich auf die Platten und reihte sich neben dem Famulus Lot-Ionans ein. Seine Hände fühlten sich weich und klebrig an, und es kostete Jolosin viel Überwindung, die Finger nicht angewidert abzuschütteln. »Ehrenwerter Magus, ich habe die Artefakte dabei, die sich Lot-Ionan einst lieh.« Er schaute zu seinem Gepäck, und Nudin nickte knapp.

Dann begannen sie mit der gemeinschaftlichen Anrufung der Magie, die als gebündelte Form zu ihnen kommen und in die Splitter des Malachits fahren sollte.

Die Stunden verflogen.

*

Der Tag begann mit Regen. Starkem Regen.

Der Sommer, der nun mit aller Macht über das Geborgene Land eilte, überließ das Land für einige Stunden den Wolken, damit es nach der Trockenheit ordentlich Wasser erhielt.

Die Pflanzen freuten sich sicherlich über den Guss, die drei Zwerge jedoch nicht. Sie drängten sich missgelaunt unter einem Baum zusammen und warteten.

»Das ist der Grund, warum wir in Gebirgen leben«, beschwerte sich Boїndil, der die Gelegenheit nutzte, die Seiten seines Kopfes frisch zu rasieren. In den letzten Tagen war er immer unruhiger geworden. Sein Kriegerherz verlangte nach Orkfratzen, in die er schreien, spucken und schlagen konnte. Allerdings war es im Kernland Lios Nudins unwahrscheinlich, auf die Bestien zu treffen.

»Was tun wir, wenn er einen Anfall von Raserei bekommt?«, flüsterte Tungdil Boëndal heimlich zu. »Sollen wir auf einen Baum klettern?«

1 ... 50 51 52 53 54 55 56 57 58 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)