Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Полицейские детективы » Das Dorf der verschwundenen Kinder
Das Dorf der verschwundenen Kinder - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das Dorf der verschwundenen Kinder

Электронная книга - «Das Dorf der verschwundenen Kinder». Краткое содержание книги:

Über dieses Buch
Als in der Grafschaft Yorkshire ein siebenjähriges Mädchen entführt wird, reißt bei den Bewohnern des kleinen Ortes Danby eine tiefe Wunde wieder auf: Schon einmal, vor fünfzehn Jahren, verschwanden im Nachbarort Dendale drei kleine Mädchen spurlos. Aber auch der Hauptverdächtige, der damals 19jährige Benny Lightfoot, verschwand von einem Tag auf den anderen. Das war in dem Jahr, als die Bewohner ihre Häuser aufgaben, weil das Dorf einem Stausee weichen musste. Nun prangt ein Graffiti an einer Eisenbahnbrücke: »Benny ist wieder da!«
Über Reginald Hill
Reginald Hill, geboren 1936, lebt seit vielen Jahren in der englischen Grafschaft Yorkshire, wo die allermeisten seiner Romane auch spielen. Er hat sich den Ruf erworben, »einer der herausragenden lebenden Krimiautoren« zu sein (Sunday Telegraph) und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Diamond Dagger der britischen Crime Writers’ Association, den er für sein Lebenswerk erhielt.
1 ... 50 51 52 53 54 55 56 57 58 ... 117
Перейти на страницу:

»Der Superintendent ist grad vorgefahr’n«, verkündete Clark, während er ins Büro kam und nervös sein Äußeres im glasgerahmten Bild der Queen überprüfte.

Angst vor Dalziel war eine gesunde Grundeinstellung, aber der Glaube, daß er sich durch glänzende Messingknöpfe, polierte Schuhe oder sonstigen Blödsinn besänftigen ließ, bedeutete, daß man über das normale Maß hinaus Grund zur Angst hatte, dachte Wield, froh über die Ablenkung.

Er ging auf den Hof und sah den Dicken in seinem Wagen sitzen. Wie es aussah, hatte er keine Lust auszusteigen. Der Sergeant trat ans Fahrzeug und öffnete die Tür wie ein Portier.

»Wie geht’s Ihnen, Sir?« fragte er. »Ich habe schlechte Nachrichten. Clark sagt, der Chief Inspector …«

»Hab grad mit ihm gesprochen. Wahrscheinlich Hirnhautentzündung. Sie liegt im Koma.«

Da war es. Das Schlimmste. Nein, nicht ganz das Schlimmste. Das stand noch bevor … und wartete vielleicht schon auf seinen Anruf.

»Verdammte Scheiße!«

»Ja, das faßt die Situation im großen und ganzen zusammen. Aber wir können da nix tun, also tun wir lieber hier unsre Arbeit.«

Er stieg aus dem Wagen. Wield, den diese Zurschaustellung stoischer Gelassenheit nicht täuschen konnte, blickte auf das zersprungene Armaturenbrett des Fahrzeugs.

»Hatten Sie Ärger, Sir?«

»Na ja«, erwiderte Dalziel und rieb sich die linke Hand. »Der Tacho hat geklemmt, da mußte ich mal draufhaun.«

»Hoffentlich komme ich nicht mal in die Klemme«, murmelte Wield und schloß vorsichtig die Tür.

»Hoffentlich kommen Sie gleich in die Gänge«, sagte Dalziel. »Turnbull. Von Anfang an.«

Wield war der Schubert der Berichterstatter. Er faßte in einem kurzen Opus zusammen, wofür andere sich mit Sinfonien abmühen würden. Selbst die geistige Anstrengung, die Neuigkeiten über Rosie zu verdauen, minderte nicht seine Ausdrucksfähigkeit, und während des kurzen Wegs vom Parkplatz bis ins Polizeibüro, wo Sergeant Clark bei Dalziels Anblick augenblicklich strammstand, hatte er den Dicken über alles informiert.

Als er Turnbulls Anwalt erwähnte, mußte Dalziel schmunzeln. Es gefiel ihm, wenn die Verdächtigen gleich schreiend zu ihren Rechtsvertretern rannten.

»Dick Hoddle? Bei dem die Nase zur einen und die Zähne zur andern Seite geh’n?«

»Genau der.«

»Bißchen teuer für jemanden wie Turnbull, würd ich meinen.«

»Er ist ganz gut im Geschäft, Sir. Sein alter Boß hat ihm die Firma überlassen, oder so was.«

»Ja, so was mußte es wohl sein«, sagte Dalziel. »Schien mir nicht der Typ, der seine Kröten aufspart. Also, was meinen Sie, Wieldy?«

»Turnbull macht bisher brav alles mit. Na gut, er hat Hoddle angerufen, aber wer würde das unter den Umständen nicht tun? Verzichtete auf sein Recht, bei der Durchsuchung anwesend zu sein. Hoddle war nicht besonders glücklich darüber, aber Geordie sagte so was wie: Wenn’s um Drogen ginge, wär’s was anderes, weil jeder weiß, daß die Bullen den Mist überall verstecken, aber nicht mal die Mid-Yorkshire-Kriminalpolizei wäre in der Lage, jemandem in so einem Fall was unterzuschieben.«

Ohne beleidigt zu sein, entgegnete Dalzieclass="underline" »Der ist nicht blöd. Dieser Turnschuh und das Haarband aus dem Auto …?«

»Novello ist damit gerade auf dem Weg zu den Eltern. Die Sachen stimmen nicht genau mit der Beschreibung überein, was die Kleine angehabt haben könnte, sind aber auch nicht meilenweit entfernt.«

»Und Turnbull sagt dazu …«

»Anscheinend nimmt er oft Kinder in seinem Wagen mit. Tut viel für die Leute da, kutschiert sie herum, Kinder zu Fußballspielen, solche Sachen. Aber nicht nur Kinder. Alte Leute, Behinderte und so weiter. Er ist ziemlich beliebt.«

»Das war der Duke of Windsor auch«, sagte Dalziel. »Sie haben mir immer noch nicht gesagt, was Sie denken.«

»Dasselbe wie in Dendale. Ich denke, daß jeder, der ihn kennt – selbst der eine oder andere Ehemann, der ihn nicht leiden kann –, verwundert wäre, wenn er unser Mann ist«, erwiderte Wield. »Und ich denke, das wäre ich auch. Was bedeutet, daß er entweder sehr, sehr clever ist oder wir woanders suchen sollten.«

»Ach ja? Irgendwelche Vorschläge?«

Wield holte tief Luft und sagte: »Da sollten Sie vielleicht mal mit Sergeant Clark reden, Sir.«

»Das werd ich, wenn er sich von seinem Anfall erholt hat. Können Sie mich hören, Sergeant, oder ist das schon die Totenstarre?«

Clark, der sich gemäß dem Prinzip ›kein Risiko – keine Reue‹ entschieden hatte, in einer Art Habachtstellung zu verharren, entspannte sich.

»Besser so, Junge. Ich vermute, Sie haben mir irgendwelche Geistergeschichten zu erzählen, Sir. Raus damit.«

Clark hatte wenig von Wields Wortgewandtheit, und Dalziel machte aus seiner Ungeduld kein Hehl.

»Soso, Mrs. Hardcastle, die jeder für ’n bißchen kraus im Kopf hält vor Trauer, hat also angefangen, irgendwelche Dinge zu sehen? Klingt, als sollte sie lieber mit ihrem Arzt reden und nicht mit hart arbeitenden Polizisten. Meinen Sie nicht auch, Clark?«

Clark, dem die Tücke fehlte, seine Abneigung gegen Dalziels abwertende Bemerkung über Molly Hardcastle zu verbergen, sagte: »Ich glaub, sie hat wirklich was geseh’n, Sir.«

»Ach was!« Dalziel spuckte die Worte aus wie eine Cocktailkirsche, die sich in einen zwanzigjährigen Whiskey verirrt hatte. »Sie meinen, so was wie’n Schaf? Oder ’n Busch? Oder was?«

Der Sergeant wurde durch das Eintreten Shirley Novellos gerettet.

»Ivor, lassen Sie die Sonne aufgeh’n. Sagen Sie mir, daß die Dacres die Sachen aus Turnbulls Wagen wiedererkannt haben.«

»Der Turnschuh gehört definitiv nicht Lorraine«, antwortete sie. »Aber das Haarband – könnte sein. Lorraine trug gerne Haarbänder, sammelte sie, tauschte mit Freundinnen, also hatte sie eine ganze Schachtel voll. Keiner kann sagen, was für welche da drin waren und welches sie an dem Morgen umgebunden hat. An dem Band aus Turnbulls Wagen war ein Haar, und das vergleichen sie gerade mit denen aus Lorraines Zimmer. Wird aber noch eine Weile dauern.«

»Na toll«, brummte Dalziel. »Das bedeutet, daß mir ein Frettchen im Hosenbein sitzt.«

Mit anderen Worten, wenn er Turnbull zu lange dabehielte, würde er anfangen zu beißen, und wenn er ihn zu früh gehenließe, würde er auf Nimmerwiedersehen im nächsten Loch verschwinden, mutmaßte Novello.

Der Dicke musterte sie nachdenklich.

»Das waren Sie, die als erste auf Turnbull kam, ja?«

»Mit Sergeant Wields Hilfe«, antwortete sie vorsichtig.

»Nein. Ehre, wem Ehre gebührt. Gute Arbeit. Schon wieder.«

Er klang nicht so, als erwarte er, daß sie es zur Gewohnheit werden ließ.

»Und? Was halten Sie von diesem Turnbull? Damals in Dendale hieß es, er würd den Frauen den Kopf verdrehn. Also, wie ist die weibliche Sicht? Er hat’s noch drauf, oder?«

»Er ist … attraktiv«, erwiderte Novello. »Nicht körperlich, ich meine, nicht sein Äußeres, aber er hat … Charme.«

1 ... 50 51 52 53 54 55 56 57 58 ... 117
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)