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Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]

Электронная книга - «Krieg der Klone [Old Man's War + Questions for a Soldier de]». Краткое содержание книги:

An seinem 75. Geburtstag erledigt John Perry zwei Dinge: Er besucht das Grab seiner Frau. Und er mustert bei der Armee an. Denn in ferner Zukunft werden für jene Einsatztruppen, die weit draußen im All die Kolonien gegen Alien-Überfälle verteidigen, nur Alte, Betagte rekrutiert. Und schnell findet Perry auch heraus, warum das so ist: Die Rekruten erhalten allesamt neue Körper, jüngere Ausgaben ihrer selbst, die mit biotechnischen und elektronischen Mitteln »aufgerüstet« und wie beliebig verfügbares Kanonenfutter in den Kampf geschickt werden. Doch die Armeeführung hat nicht mit einem wie John Perry gerechnet◦– der trotz seines hohen Alters kein Problem damit hat, sich Befehlen zu widersetzen…
Ausgezeichnet mit dem JOHN W. CAMPBELL AWARD als bester Roman des Jahres◦– mit »Krieg der Klone«, ein furioses Science-Fiction-Abenteuer in der Tradition Robert A. Heinleins, hat John Scalzi Leser und Kritiker gleichermaßen begeistert.
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»Das kann doch nicht sein!«, sagte Fiona.

»Reißt euch zusammen«, sagte ich. »Wir stecken in Schwierigkeiten, und es ist nicht hilfreich, wenn wir jetzt durchdrehen.«

»Wenn Sie einen besseren Plan haben, bin ich ganz Ohr«, sagte Fiona erneut.

»Geht es in Ordnung, wenn ich auf meinen BrainPal zugreife, ohne den Kontakt zur Modesto herzustellen?«, fragte ich.

»Klar«, sagte Fiona. »Solange keine Sendung das Shuttle verlässt, haben wir nichts zu befürchten.«

Ich forderte Arschloch auf, mir eine geografische Übersicht von Coral zu zeigen. »Also«, sagte ich. »Wir können vermutlich davon ausgehen, dass der Angriff auf die Korallenbergwerke für heute abgeblasen ist. Nicht genug Soldaten konnten von der Modesto entkommen, um einen realistischen Angriffsplan ins Auge zu fassen, und ich glaube nicht einmal, dass alle von uns die Planetenoberfläche heil erreichen werden. Nicht jeder Pilot ist so auf Zack wie Sie, Fiona.«

Fiona nickte, und ich sah, dass sie sich ein wenig entspannte. Lob kam immer gut an, vor allem in Zeiten der Krise.

»Also gut, hier ist mein neuer Plan«, sagte ich, während ich die Karte von Coral an Fiona und Alan sendete. »Die Truppen der Rraey konzentrieren sich an den Korallenriffen und in den Städten der Kolonialen hier an der Küste. Also landen wir hier.« Ich ließ einen Punkt genau in der Mitte von Corals größtem Kontinent aufleuchten. »Wir verstecken uns in diesem Gebirgszug und warten auf die zweite Welle.«

»Wenn sie kommt«, sagte Alan. »Irgendeine Skip-Drohne schafft es bestimmt bis nach Phoenix. Also weiß man dort, dass die Rraey von ihrer Ankunft wissen. Und wenn sie das wissen, kommen sie vielleicht lieber doch nicht.«

»Sie werden auf jeden Fall kommen«, sagte ich. »Vielleicht nicht dann, wenn wir möchten, dass sie kommen. Damit müssen wir uns abfinden. Wir müssen nur auf sie warten und lange genug durchhalten. Die gute Nachricht lautet, dass auf Coral sehr menschenfreundliche Bedingungen herrschen. Wir können uns von dem ernähren, was das Land hergibt, so lange wir wollen.«

»Ich bin eigentlich nicht in Stimmung, zum Kolonisten zu werden«, sagte Alan.

»Es ist ja kein dauerhafter Zustand. Jedenfalls ist es um Längen besser als die Alternative.«

»Gutes Argument«, sagte Alan.

Ich wandte mich an Fiona. »Was können wir für Sie tun, damit Sie uns heil nach unten bringen?«

»Beten«, sagte sie. »Im Moment sieht alles gut aus, weil wir uns kaum von einem abstürzenden Trümmerstück unterscheiden, aber alles, was in die Atmosphäre eindringt und größer als ein menschlicher Körper ist, dürfte von den Rraey-Truppen registriert werden. Sobald wir manövrieren, werden sie zweifellos auf uns aufmerksam.«

»Wie lange können wir noch hier oben bleiben?«, fragte ich.

»Nicht allzu lange«, sagte Fiona. »Wir haben keine Lebensmittel und kein Wasser, und selbst mit unseren neuen, verbesserten Körpern wird uns ziemlich bald die frische Luft ausgehen, weil wir recht viele sind.«

»Wenn wir auf die Atmosphäre treffen, wie lange können Sie warten, bis Sie den Antrieb anschmeißen müssen?«, fragte ich.

»Nicht lange«, sagte sie. »Wenn wir ins Trudeln geraten, kriege ich das Ding nie mehr unter Kontrolle. Dann würden wir einfach weiterstürzen, bis wir sterben.«

»Tun Sie, was Sie können«, sagte ich.

Sie nickte.

»Okay, Alan«, sagte ich. »Jetzt sollten wir unsere Leute von der neuen Planung in Kenntnis setzen.«

»Es geht los«, sagte Fiona und warf die Triebwerke an. Die Beschleunigungskräfte pressten mich tief in den Copilotensitz. Jetzt stürzten wir nicht mehr auf die Oberfläche von Coral, sondern rasten aktiv darauf zu.

»Gleich kommt der Schlag«, sagte Fiona, kurz bevor wir auf die Atmosphäre trafen. Das Shuttle rasselte wie eine Rumbakugel.

Von den Instrumenten kam ein Pling. »Aktive Ortung«, sagte ich. »Wir werden abgetastet.«

»Reagiere«, sagte Fiona und legte das Shuttle in die Kurve. »In ein paar Sekunden fliegen wir in eine hohe Wolkenbank ein. Damit können wir sie vielleicht verwirren.«

»Funktioniert das immer?«, fragte ich.

»Nein«, sagte sie und flog trotzdem in die Wolken.

Wir kamen mehrere Kilometer östlich heraus und empfingen wieder ein Pling. »Sie haben uns immer noch in der Ortung«, sagte ich. »Kampfjäger dreihundertfünfzig Kilometer entfernt, kommt näher.«

»Werde versuchen, so weit wie möglich runterzugehen, bevor sie uns erreichen«, sagte sie. »Wir würden weder ein Wettrennen noch ein Feuergefecht mit ihnen überstehen. Wir können nur hoffen, möglichst nahe am Boden zu sein, sodass ihre Raketen die Bäume und nicht uns treffen.«

»Das klingt nicht sehr aufmunternd«, sagte ich.

»Für heute habe ich keine Aufmunterungseinheiten mehr übrig«, sagte Fiona. »Festhalten.« Dann ging es steil nach unten.

Der Rraey-Kampfjäger war im nächsten Moment über uns. »Raketen«, sagte ich. Fiona machte einen Satz nach links und näherte sich schlingernd dem Boden. Eine Rakete raste über uns hinweg und davon, die andere schlug in einen Hügel, als wir gerade über die Kuppe setzten.

»Nett«, sagte ich. Dann hätte ich mir fast die Zunge abgebissen, als direkt hinter uns eine dritte Rakete explodierte und das Shuttle durchschüttelte. Eine vierte Rakete streifte uns, sodass die Splitter in die Seite des Shuttles schlugen. In der brüllenden Luft konnte ich hören, wie einige meiner Leute schrien.

»Gehe runter«, sagte Fiona und kämpfte mit der Steuerung des Shuttles. Sie hielt mit unglaublich hoher Geschwindigkeit auf einen See zu. »Wir werden ins Wasser stürzen«, sagte sie. »Tut mir leid.«

»Das haben Sie gut gemacht«, sagte ich.

Dann schlug die Nase des Shuttles auf die Seeoberfläche.

Der Lärm von reißendem Metall, als die Nase des Shuttles nach unten gedrückt wird, dann trennt sich das Cockpit vom Rest des Gefährts. Ich sehe kurz meinen und Alans Trupp, als das Passagierabteil davonfliegt◦– eine Momentaufnahme von aufgerissenen Mündern, die stumm im Lärm schreien. Dann das Röhren, als es über die Nase hinwegsaust, die sich in ihre Bestandteile auflöst, während sie über das Wasser hüpft. Die engen, unmöglichen Drehbewegungen, bei denen das Cockpit Metallstücke und Instrumente verliert. Der stechende Schmerz, als etwas meine Wange trifft und sie mitnimmt. Ich höre nur ein Gurgeln, als ich schreien will, und graues SmartBlood schießt im zentrifugalen Bogen aus der Wunde. Ein unbeabsichtiger Blick auf Fiona, deren Kopf und rechter Arm irgendwo hinter uns sind.

Ein metallisches Klank, als sich mein Sitz von den Resten des Cockpits losreißt und ich auf dem Rücken liegend auf einen Felsbuckel zurase. Mein Sitz dreht sich lässig gegen den Uhrzeigersinn, während ich mich über die Wasseroberfläche hüpfend dem Stein nähere. Eine schnelle und schwindelerregende Änderung des Drehmoments, als mein rechtes Bein gegen den Fels schlägt, gefolgt von einem grellweißen Ausbruch gewaltiger Schmerzen, als der Oberschenkelknochen wie eine Salzstange bricht. Mein Fuß wird hochgerissen und trifft mich genau dort, wo sich einmal mein Unterkiefer befunden hat, und ich werde zum möglicherweise ersten Menschen in der Geschichte, der sich selbst einen Tritt gegen den Gaumen verpasst. Ich fliege in hohem Bogen über trockenes Land und lande an einer Stelle, wo immer noch Zweige herabregnen, weil hier kurz zuvor das Passagierabteil hindurchgekracht ist. Ein Ast knallt mir gegen die Brust und bricht mir mindestens drei Rippen. Nach dem Tritt gegen den Gaumen kommt mir dieser Rippenbruch seltsam unspektakulär vor.

Ich blicke nach oben (ich kann sowieso nicht anders) und sehe Alan über mir. Er hängt kopfüber am gesplitterten Ende eines Baumastes, der sich etwa dort in seinen Oberkörper gebohrt hat, wo seine Leber sein müsste. SmartBlood tropft von seinem Kopf auf meinen Hals. Ich sehe, wie seine Augen zucken, als er mich bemerkt. Dann übermittelt mein BrainPal mir eine Botschaft.

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