Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]
Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]

Электронная книга - «Fiebertraum [=Dead Man River / Fevre Dream - de]». Краткое содержание книги:

Abner Marsh, Flußschiffer auf dem Mississippi und ein Koloß von einem Mann, steht nach der Flutkatastrophe von 1857 vor dem wirtschaftlichen Ruin. Da bietet ihm der Aristokrat Joshua York die Partnerschaft an, um das schnellste Dampfschiff auf dem Mississippi bauen zu lassen. Für den Kapitän scheint sich ein Traum zu verwirklichen.
Doch während der Jungfernfahrt der Fiebertraum entpuppt sich Joshua York zum Entsetzen Marshs als Vampir, und der Plan, als schnellster Dampfschiffkapitän in die Geschichte einzugehen, tritt in den Hintergrund, denn York fährt den Fluß hinab, um die Letzten seiner kranken alten Rasse zu sammeln und sie vom Erbe ihrer blutgierigen Leidenschaft zu befreien. Zuvor jedoch muß er den mächtigen Blutmeister Damon Julian besiegen, einen Vampir voll animalischem Magnetismus, der den roten Durst seines Nachtvolks durch Mord und Heimtücke zu löschen versucht.
Und mit jedem Flußkilometer sinkt Abner Marshs Schiff tiefer in einen blutigen Alptraum jenseits der Realität.

»Fiebertraum begeistert Stephen King‐Fans ebenso wie Leser von Mark Twain. Ein düster‐romantisches Buch, das mich bis in die Träume und Phantasien verfolgte. Ihm gebührt ein grandioser Erfolg.«
ROGER ZELAZNY
1 ... 45 46 47 48 49 50 51 52 53 ... 122
Перейти на страницу:

Stille. Dann — eine verblüffende Reaktion — lachte Joshua York lange und laut. »O Abner«, sagte er, als er sich wieder beruhigt hatte, »Sie sind wirklich ein Dampfschiffer. Zur Hälfte Träumer, zur anderen Hälfte ein Prahlhans und alles in allem ein Narr. Sie sitzen da, sind total blind und wissen dabei, daß ich im Licht, das durch die Fensterläden und Vorhänge und unter der Tür hindurch hereindringt, perfekt alles sehen kann. Sie sitzen da, fett und träge, und kennen meine Kraft, meine Schnelligkeit. Eigentlich müßten Sie wissen, wie leise ich mich bewegen kann.« Eine Pause trat ein, ein Knarren, und plötzlich erklang Yorks Stimme am anderen Ende der Kabine. »Zum Beispiel so.« Wieder Stille. »Und so.« Hinter ihm. »Und so.« Er war wieder dort, wo er mit seiner Darbietung begonnen hatte; Marsh, der den Kopf gedreht hatte, um der Stimme zu folgen, fühlte sich etwas benommen. »Ich könnte Sie mit hundert sanften Berührungen, die Sie kaum spüren, verbluten lassen. Ich könnte mich an Sie anschleichen und Ihnen die Kehle aufreißen, ehe Sie überhaupt merken, daß ich aufgehört habe zu reden. Und trotzdem, trotz all dieser Dinge, hocken Sie da, starren in die falsche Richtung, recken Ihren Bart vor und prahlen und drohen mir.« Joshua seufzte. »Sie haben Mut, Abner Marsh. Ein schlechtes Urteilsvermögen, aber eine Menge Mut.«

»Wenn Sie vorhaben, mich zu töten, dann kommen Sie schon, und bringen Sie es hinter sich«, sagte Marsh. »Ich bin bereit. Vielleicht werde ich niemals die Eclipse schlagen, aber ich habe das meiste von dem getan, was ich mir vorgenommen habe. Lieber vermodere ich in einem dieser eleganten Grabmäler in New Orleans, als für eine Bande von Vampiren einen Raddampfer zu führen.«

»Ich habe Sie einmal gefragt, ob Sie ein abergläubischer Mensch sind oder ein religiöser«, sagte Joshua. »Sie haben es verneint. Und jetzt höre ich Sie über Vampire reden wie irgendein dummer, ahnungsloser Ignorant.«

»Was reden Sie da? Sie haben mir doch erzählt …«

»Ja, ja. Särge voller Erde, seelenlose Kreaturen, die sich nicht in Spiegeln zeigen, Dinge, die nicht über fließendes Wasser hinwegschreiten können, Kreaturen, die sich in Wölfe und Fledermäuse und Nebelschwaden verwandeln können, dabei aber vor einer Knoblauchzwiebel zurückweichen. Sie sind ein zu intelligenter Mann, Abner, um solchen Unsinn zu glauben. Legen Sie für einen kurzen Moment Ihre Wut und Ihre Ängste ab, und denken Sie nach!«

Das ließ Abner Marsh aufmerken. Der spöttische Ton in Joshuas Stimme ließ alles ziemlich lächerlich erscheinen. Vielleicht hatte York sich bei dem bißchen Tageslicht die Haut verbrannt, aber das änderte nichts an der Tatsache, daß er Weihwasser trank, Silberschmuck trug und sich in Spiegeln zeigte. »Wollen Sie mir etwa jetzt weismachen, daß Sie gar keine Vampire sind, oder was?« sagte Marsh etwas ratlos.

»Es gibt so etwas wie Vampire überhaupt nicht«, fuhr Joshua geduldig fort. »Sie sind genauso wie diese Flußgeschichten, die Karl Framm so hübsch erzählt. Der Schatz der Drennan Whyte. Der Phantomdampfer von Raccourci. Der Lotse, der so pflichteifrig war, daß er sogar zu seiner Ruderwache erschien, nachdem er gestorben war. Geschichten, Abner. Lockere Unterhaltung, von einem erwachsenen Mann auf keinen Fall ernstzunehmen.«

»Einige dieser Geschichten entsprechen zum Teil der Wahrheit«, protestierte Marsh schwach. »Ich meine, ich kenne viele Lotsen, die schwören, die Lichter des Phantoms gesehen zu haben, wenn sie die Raccourci‐Abkürzung benutzten, und sie haben sogar gehört, wie ihre Führer und Lenker geschimpft und geflucht haben. Und die Drennan Whyte, schön, ich glaube nicht an Flüche, aber sie soff genauso ab, wie Mister Framm es geschildert hat, und die Boote, die sich einfanden, um sie zu heben, versanken auch. Und was den toten Lotsen betrifft, denn kannte ich persönlich. Er war Schlafwandler, so war es, und er lenkte den Raddampfer, als er tief im Schlaf war. Die Geschichte wurde auf ihrem Weg flußab, flußauf nur etwas ausgeschmückt.«

»Damit haben Sie einen Punkt für sich gemacht, Abner. Wenn Sie auf dem Wort bestehen, dann ja, Vampire sind etwas Reales. Aber die Geschichten über uns wurden auch erheblich ausgeschmückt. Ihr Schlafwandler wurde im Laufe der Jahre und nach dem x-ten Erzählen der Geschichte zu einer Leiche. Versuchen Sie sich vorzustellen, was er in einem Jahrhundert sein wird.«

»Was sind Sie denn dann, wenn kein Vampir?«

»Ich kenne kein simples Wort für das, was ich bin«, sagte Joshua. »Auf englisch können Sie mich vielleicht einen Vampir, Hexer, Zauberer, Werwolf, Magier, Dämon, Ghoul nennen. Andere Sprachen haben andere Namen: Nosferatu, Odoroten, Upir, Loup Garou. Alles Namen, die Ihre Leute so armseligen Wesen verliehen haben, wie ich eines bin. Ich mag diese Namen nicht. Keiner davon trifft auf mich zu. Dennoch kann ich nichts anderes statt dessen anbieten. Wir haben für uns selbst keine Bezeichnung.«

»Und Ihre eigene Sprache …«, sagte Marsh.

»Wir haben keine Sprache. Wir benutzen die menschliche Sprache, menschliche Bezeichnungen. So haben wir es schon immer gemacht. Wir sind keine Menschen, wir sind auch keine Vampire. Wir sind … eine andere Rasse. Wenn wir uns selbst benennen, dann geschieht es gewöhnlich mit einem Ihrer Worte in einer Ihrer Sprachen, dem wir eine geheime Bedeutung verliehen haben. Wir sind das Volk der Nacht, das Volk des Blutes. Oder ganz einfach das Volk.«

»Und wir?« wollte Marsh wissen. »Wenn Sie das Volk sind, was sind dann wir?«

Joshua York zögerte kurz, und Valerie ergriff das Wort. »Das Volk des Tages«, sagte sie schnell.

»Nein«, sagte Joshua. »Das ist mein Ausdruck. Er wird von meinem Volk im allgemeinen nicht benutzt. Valerie, die Zeit für Lügen ist vorbei. Erzähl Abner die Wahrheit.«

»Sie wird ihm nicht gefallen«, warnte sie. »Joshua, das Risiko …«

»Und wenn schon«, unterbrach Joshua sie. »Valerie, erzähl’s ihm.«

Für einen Moment herrschte bleierne Stille. Dann sagte Valerie leise: »Das Vieh. So nennen wir Sie, Captain. Das Vieh.«

Abner Marsh blickte finster und ballte die Faust.

»Abner«, sagte Joshua, »Sie wollten die Wahrheit hören. Ich habe in der letzten Zeit viel über Sie nachgedacht. Nach Natchez befürchtete ich, ich müßte für Sie einen Unfall arrangieren. Wir dürfen nicht das Risiko der Entlarvung eingehen, und Sie sind für uns eine Bedrohung. Simon und Katherine haben mich bestürmt, Sie umzubringen. Diejenigen meiner neueren Gefährten, die ich ins Vertrauen gezogen habe, wie Valerie und Jean Ardant, waren ebenfalls dafür. Und doch, obgleich meine Leute und ich entschieden sicherer wären, wenn Sie tot wären, tat ich es nicht. Ich bin den Tod leid, die Angst, das endlose Leid des Mißtrauens zwischen unseren Rassen. Ich fragte mich statt dessen, ob wir nicht versuchen könnten zusammenzuarbeiten, aber ich war mir nie ganz sicher, ob Ihnen zu trauen ist. Bis zu dieser Nacht in Donaldsonville, ich meine die Nacht, in der Valerie versucht hatte, Sie dazu zu bewegen, mit der Fiebertraum zu wenden. Sie erwiesen sich als stärker, als ich hätte jemals erwarten können, als Sie ihr widerstanden, und Sie verhielten sich auch weitaus loyaler. Zu diesem Zeitpunkt traf ich meine Entscheidung. Sie sollten am Leben bleiben, und wenn Sie jemals wieder mit Fragen zu mir kämen, würde ich Ihnen die Wahrheit erzählen, die ganze Wahrheit, die gute wie die schlechte. Wollen Sie es sich anhören?«

1 ... 45 46 47 48 49 50 51 52 53 ... 122
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)