Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Ein todsicherer Job - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Ein todsicherer Job

Электронная книга - «Ein todsicherer Job». Краткое содержание книги:

Zum Brüllen komisch und absolut hinreißend – eine liebenswerte Komödie der besonderen Art.

Charlie Ashers Welt ist perfekt, bis seine Frau Rachel bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren – anders kann er sich das Wesen in Minzgrün nicht erklären, das ihm immer wieder erscheint. Dann fallen auch noch wildfremde Menschen tot vor ihm um, und es stellt sich heraus, dass Charlie von ganz oben eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen hat: Seelen einzufangen und sicher ins Jenseits zu befördern. Ein todsicherer Job, aber trotzdem nichts für Charlie …
1 ... 42 43 44 45 46 47 48 49 50 ... 96
Перейти на страницу:

In diesem Augenblick merkte Madison McKerny, dass sie nicht allein war, und das Geschrei ging los.

16

Lockruf des Leibes II: Requiem für eine Fickpuppe

Ray riss die Tür mit solchem Schwung auf, dass das kleine Glöckchen aus der Halterung flog und quer über den Boden bimmelte.

»O mein Gott!«, rief Ray. »Du wirst es nicht glauben. Ich kann es selbst nicht fassen.«

Lily sah Ray über ihre Lesebrille hinweg an und legte das französische Kochbuch weg, in dem sie gerade blätterte. Im Grunde brauchte sie gar keine Brille, aber darüber hinwegzublicken strahlte so etwas Herablassendes, Verächtliches aus, was ihr – wie sie fand – gut zu Gesicht stand.

»Ich hab dir auch was zu erzählen«, sagte Lily.

»Nein!«, sagte Ray und sah sich im Laden um, weil er sichergehen wollte, dass sie allein waren. »Was ich dir zu sagen habe, ist wirklich dringend.«

»Okay«, sagte Lily, »meines ist mir nicht so wichtig. Mach du erst.«

»Okay.« Ray holte tief Luft und legte los. »Ich glaube, es könnte sein, dass Charlie ein Serienkiller mit Ninja-Kräften ist.«

»Wow, nicht schlecht«, sagte Lily. »Okay, jetzt ich. Eine gewisse Miss Me-So-Horny hat für dich angerufen. Sie wollte dirmitteilen, dass sie mit zwanzig Zentimeter lüsternem Gemächte ausgestattet ist.« Lily hielt Rays Handy hoch, das er unter dem Tresen liegen gelassen hatte.

»O mein Gott. Nicht schon wieder!« Ray schlug die Hände vors Gesicht und sank gegen den Tresen.

»Sie hat gesagt, sie kann es kaum erwarten, dich daran teilhaben zu lassen.« Lily betrachtete ihre Fingernägel. »Und Asher ist also ein Ninja?«

Ray blickte auf. »Ja, und er stellt einer Fickpuppe aus meinem Fitnessclub nach.«

»Findest du deine Phantasie eigentlich blühend genug, Ray?«

»Halt die Klappe, Lily. Das Ganze ist eine Katastrophe. Mein Job und meine Wohnung hängen von Charlie ab, ganz zu schweigen davon, dass er ein Kind hat und der neue Sonnenschein in meinem Leben ein Kerl ist.«

»Nein, ist er nicht.« Lily staunte selbst, dass sie so schnell aufgab. Ray zu quälen, machte ihr nicht mehr solch großen Spaß wie früher.

»Bitte wie?«

»Ich verarsch dich nur, Ray. Sie hat nicht angerufen. Ich hab deine E-Mails gelesen.«

»Die sind privat!«

»Und deshalb hast du alles hier auf dem Geschäftscomputer?«

»Ich bin viel hier, und bei dem Zeitunterschied…«

»Da wir gerade von Privatsphäre sprechen: Wie war das eben? Asher ist ein Ninja und ein Serienkiller? Beides gleichzeitig?«

Ray trat näher heran und nuschelte in seinen Kragen, als verriete er eine gewaltige Verschwörung. »Ich habe ihn beobachtet. Charlie kriegt ’ne Menge Zeug von toten Leuten rein. Das geht schon seit Jahren so. Und dauernd haut er plötzlich ab, und ich muss seine Schichten übernehmen, aber er sagt nie, wohin er geht. Und kurz danach tauchen im Laden jedes Mal Sachen von toten Leuten auf. Heute bin ich ihm gefolgt, und er war hinter einer Frau her, die in meinem Fitnessclub ist. Dort könnte er sie neulich gesehen haben.«

Lily trat einen Schritt zurück, verschränkte ihre Arme und zog ein Gesicht, als verachtete sie Ray, was ihr relativ leicht fiel, nach der jahrelangen Übung. »Ray, ist dir schon mal aufgefallen, dass Asher mit Nachlässen zu tun hat und unsere Geschäfte erheblich besser laufen, seit er mehr Nachlässe übernimmt? Dass die Ware qualitativ erheblich besser ist? Vermutlich, weil er früher hingeht?«

»Ich weiß, aber das ist es nicht. Du bist nicht so oft da wie ich, Lily. Ich war früher Polizist. Mir fällt so was auf. Weißt du zum Beispiel, dass ein Detective von der Mordkommission Charlie auf den Fersen ist? Allerdings. Er hat mir seine Karte gegeben und gesagt, ich soll ihn anrufen, wenn was Ungewöhnliches passiert.«

»Ray, du hast doch wohl nicht…«

»Charlie ist verschwunden, Lily. Ich habe ihn beobachtet, und er hat sich einfach in Luft aufgelöst, direkt vor meinen Augen. Und zuletzt habe ich ihn gesehen, als er in das Haus von dieser Fickpuppe gegangen ist.«

Am liebsten hätte Lily den Tacker vom Tresen genommen und Ray mal kurz hundert Klammern in die verschwitzte Stirn getackert. »Du undankbares Arschloch! Hetzt du Asher die Bullen auf den Hals? Dem Mann, der dir – wann, vor zehn Jahren? – einen Job und ein Dach über dem Kopf gegeben hat?«

»Ich hab nicht beim Revier angerufen, nur diesen Inspector Rivera. Denn kenne ich noch aus der Zeit, als ich bei der Truppe war. Er hängt es bestimmt nicht an die große Glocke.«

»Geh, hol dein Scheckheft und dein Auto!«, bellte Lily. »Wir zahlen die Kaution und holen ihn da raus.«

»Wahrscheinlich ist er noch nicht mal erkennungsdienstlich erfasst worden«, sagte Ray.

»Ray, du bist ein armseliger Wicht. Geh. Ich schließ den Laden ab und warte vor der Tür.«

»Lily, so kannst du nicht mit mir reden. Das muss ich mir nicht bieten lassen.«

Da er jedoch einen steifen Hals hatte, konnte Ray den ersten beiden Klammern nicht entgehen, die ihm Lily an die Stirn tackerte, doch da hatte er bereits beschlossen, dass es das Beste war, sein Scheckheft und das Auto zu holen.

»Was ist überhaupt eine >Fickpuppe<?«, rief Lily ihm nach, während sie sich selbst über ihre Loyalität zu Charlie wunderte.

Die Polizeibeamtin nahm Charlies Fingerabdrücke neunmal, dann sah sie Inspector Alphonse Rivera an und sagte: »Der Mistkerl hat keine Fingerabdrücke.«

Rivera nahm Charlies Hand, drehte die Innenfläche nach oben und sah sich die Finger an. »Ich kann Rillen erkennen, da oben. Er hat ganz normale Finger.«

»Na, dann machen Sie es doch«, sagte die Frau. »Ich krieg nur Kleckse auf die Karte.«

»Gut«, sagte Rivera, »dann kommen Sie mal mit.«

Er führte Charlie zu einer Wand, an die ein großes Metermaß gemalt war, und wies ihn an, in die Kamera zu blicken.

»Wie sehen meine Haare aus?«, sagte Charlie.

»Nicht lächeln.«

Charlie runzelte die Stirn.

»Kein Gesicht ziehen. Sehen Sie einfach geradeaus und… Ihre Haare sind okay, aber ich glaube, Sie haben jetzt Tinte an der Stirn. Es ist nicht so schwierig, Mr. Asher. Kriminelle machen das ständig.«

»Ich bin aber nicht kriminell«, sagte Charlie.

»Sie sind in ein gesichertes Gebäude eingebrochen und haben eine junge Frau belästigt. Somit sind Sie kriminell.«

»Ich bin nirgendwo eingebrochen und habe auch niemanden belästigt.«

»Das werden wir noch sehen. Miss McKerny sagt, Sie hätten sie bedroht. Sie wird bestimmt Anzeige erstatten, und wenn Sie mich fragen, hatten Sie beide Glück, dass ich im richtigen Moment aufgetaucht bin.«

Charlie hatte sich schon gewundert. Die Fickpuppe hatte angefangen zu schreien und sich rückwärts in die Wohnung zurückgezogen, und er war der halbnackten Frau gefolgt, versuchte zu erklären, überlegte, wie er das machen sollte, wobei er ihren Brüsten viel zu viel Aufmerksamkeit widmete.

»Ich habe sie nicht bedroht.«

»Sie haben zu ihr gesagt, dass sie sterben wird. Heute.«

Tja, da hatten sie ihn. In dem ganzen Tohuwabohu hatte er erwähnt, er müsse Hand an ihre Brüste legen, weil sie heute sterben würde. Im Nachhinein war er der Ansicht, er hätte diese Information lieber für sich behalten sollen.

Rivera führte ihn nach oben in einen kleinen Raum mit einem Tisch und zwei Stühlen. Wie im Fernsehen stand Charlie da und sah sich nach einem Einwegspiegel um, musste zu seiner Enttäuschung jedoch feststellen, dass er nur moosgrün lackierte Betonwände fand. Rivera ließ ihn sich setzen, doch ging er dann zur Tür.

»Ich werde Sie hier einen Moment allein lassen, bis Miss McKerny da ist, um Anzeige zu erstatten. Hier ist es gemütlicher als in der Zelle. Möchten Sie was trinken?«

1 ... 42 43 44 45 46 47 48 49 50 ... 96
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)