Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
- Автор: Уиллис Конни
- Год: 2001
- Язык: немецкий
- Год: Wilhelm Heyne
- Переводчик: Christian Lautenschlag
- Жанр: Научная фантастика
Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:
Verity hatte recht. Prinzessin Arjumand war zurückgebracht worden, die Inkonsequenz, falls überhaupt je eine bestanden hatte, war damit aus der Welt geschafft, und ich sollte mich ausruhen und erholen, also Essen und Schlafen, in genau dieser Reihenfolge.
Terence breitete ein Tuch aus, auf das er Blechteller und Tassen stellte.
»Kann ich irgendwie helfen?« fragte ich. Das Wasser lief mir im Mund zusammen. Wann hatte ich zuletzt gegessen? Eine Tasse Tee und ein steinhartes Stück Kuchen beim Wohltätigkeitsbasar der Frauengemeinschaft zugunsten der Kriegskasse war das letzte, an das ich mich erinnern konnte, und das war mindestens zwei Tage und zweiundfünfzig Jahre her.
Terence beugte sich über den Picknickkorb und förderte einen Kohlkopf und eine große Zitrone zutage. »Du kannst die Decken ausbreiten. Zwei von uns können im Boot schlafen, der dritte an Land. Und wenn du das Silber und das Ginger Ale findest, stell es auf die Decke.«
Ich begab mich zu den Decken, um sie auszurollen. Die Insel befand sich offenbar im Besitz des Kirchenvorstehers von Iffley. Buchstäblich an jeden Baum waren Schilder genagelt, ebenso an eine ganze Anzahl Pfähle, die in die Uferböschung gerammt waren. »Kein Durchgang!«, »Privatgrundstück!«, »Auf Eindringliche wird geschossen!«, »Privates Gewässer!«, »Boote verboten!«, »Fischen nicht erlaubt!«, »Müll wegwerfen verboten!«, »Camping nicht gestattet!«, »Picknicken verboten!«, »Keine Anlegestelle!«.
Ich durchsuchte Terences Kartons und förderte eine ganze Reihe sonderbar aussehender Utensilien zu Tage, aus denen ich diejenigen auswählte, die mich am ehesten an Gabeln, Löffel und Messer erinnerten und neben die Teller placierte.
»Ich fürchte, das Essen fällt etwas dürftig aus«, bemerkte Terence. »Ich hatte vor, unterwegs noch mehr Proviant zu besorgen. Wir müssen uns eben so damit abfinden. Sag Professor Peddick, Abendessen wäre serviert, so gut es eben ging.«
Terences Vorstellung von dürftiger Mahlzeit bestand aus Schweinefleischpastete, Kalbfleisch, kaltem Roastbeef, einem Schinken, eingelegten Gürkchen, Eiern, roter Bete, Käse, Brot und Butter, Ginger Ale und einer Flasche Portwein. Es war sicher eine der besten Mahlzeiten, die ich je im Leben bekommen hatte.
Terence verfütterte den letzten Rest Roastbeef an Cyril, dann nahm er eine Dose in die Hand. »Mist!« sagte er. »Einfach ohne Büchsenöffner loszuziehen… jetzt habe ich diese Dose mit…«
»Ananas«, grinste ich.
»Nein.« Er betrachtete das Etikett. »Pfirsiche.« Wieder beugte er sich über den Korb. »Irgendwo muß es aber auch Ananas geben. Wie ich die Sache sehe, wird jedoch ohne Büchsenöffner beides gleich schmecken.«
Wir könnten versuchen, die Dose mit dem Bootshaken zu öffnen, dachte ich und grinste in mich hinein. Das hatten sie in Drei Mann in einem Boot auch getan und dabei George fast umgebracht. Nur sein Strohhut hatte ihn gerettet.
»Vielleicht sollten wir es mit einem Taschenmesser probieren«, sagte Terence.
»Nein«, erwiderte ich. Bevor sie es mit dem Bootshaken versuchten, hatten sie ein Taschenmesser benutzt. Davor eine Schere und einen großen Stein. »Wir werden ohne die Dose auskommen müssen«, sagte ich weise.
»Hör mal, Ned, hast du nicht zufällig einen Büchsenöffner in deinem Gepäck?«
Wie ich Finch kannte, hatte ich wahrscheinlich einen. Ich entwirrte meine Beine, die eingeschlafen waren, ging zu den Weiden hinüber und begann, das Gepäck zu durchsuchen.
Der Rucksack enthielt drei kragenlose Hemden, eine Garnitur Abendkleidung, die viel zu klein für mich war und einen viel zu großen schwarzen Bowlerhut. Es war gut, daß ich mich nur auf dem Fluß aufhielt.
Ich nahm mir den Korb vor. Hier begann es vielversprechend. Ich fand ein paar große Löffel und ein Sortiment anderer Gerätschaften, darunter etwas, das einer scharfen Sichel glich, und etwas mit zwei langen Griffen und einer revolverartigen Mündung, die durchlöchert war. Möglicherweise war einer dieser beiden Gegenstände der Büchsenöffner. Oder eine Waffe.
Cyril kam herbei, um zu helfen.
»Du weißt auch nicht, wie ein Büchsenöffner aussieht, was?« fragte ich und betrachtete ein flaches Gitterding mit langem Griff.
Cyril schaute in den Rucksack und ging dann zu dem geschlossenen Korb.
»Ist er da drin?« fragte ich, löste die Schlaufen und Ösen, die den Deckel zuhielten, und öffnete den Korb.
Prinzessin Arjumand schaute mit grauen Augen zu mir auf und gähnte.
8. Kapitel
»Katzen bleiben, wie man so richtig sagt, Katzen, daran ist einfach nicht zu rütteln.«