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Электронная книга - «Der Hypnotiseur». Краткое содержание книги:

Der Hypnotiseur
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Er ruft noch einmal David an, der ihm bestätigt, dass er Benjamin seit dem Schulschluss am Vortag nicht mehr gesehen hat. Daraufhin ruft er bei der Polizei an. Er fragt, was geschieht, ob sie irgendwelche Fortschritte machen. Er ruft zum zehnten Mal Benjamins ausgeschaltetes Handy an und telefoniert mit Joona und fordert mit erhobener Stimme, dass die Polizei ihre Suche verstärken, dass Joona Linna mehr Leute anfordern soll, und bittet ihn, alles zu tun, was in seiner Macht steht.

Erik kehrt zu dem Zimmer zurück, in dem Simone liegt, bleibt jedoch vor der Tür stehen. Die Wände drehen sich vor seinen Augen, um ihn verdichtet sich etwas. Sein Gehirn kämpft darum, zu verstehen. In seinem Inneren hört er ein ununterbrochenes Stakkato: »Ich werde Benjamin finden, ich werde Benjamin finden.«

Durch die Fensterscheibe in der Tür betrachtet Erik seine Frau. Sie ist wach, aber ihr Gesicht ist müde und verwirrt, ihre Lippen sind blass, und die Ringe unter den Augen sind dunkler geworden. Ihre rotblonden Haare sind vom Schweiß ganz verfilzt. Gedankenverloren dreht sie an ihrem Ring, dreht und presst den Ring gegen das Fingerglied. Erik fährt sich mit der Hand durchs Haar, und als er sich über das Kinn streicht, spürt er, wie hart die Bartstoppeln geworden sind. Simone sieht ihn durch die Fensterscheibe an, verzieht aber keine Miene.

Erik tritt ein und lässt sich schwer auf den Stuhl neben ihr fallen. Sie blickt zu ihm auf und schlägt anschließend die Augen nieder. Er sieht, dass ihre Lippen sich zu einer gequälten Miene verziehen. Große Tränen treten in ihre Augen.

»Benjamin hat versucht, nach mir zu greifen, er hat sich nach meiner Hand gestreckt«, flüstert sie. »Aber ich lag einfach nur da, ich konnte mich nicht bewegen.«

Erik Stimme ist schwach, als er sagt:

»Ich habe gerade erfahren, dass Josef Ek ausgebrochen ist, er ist seit gestern Abend auf der Flucht.«

»Mir ist kalt«, flüstert sie.

Als er versucht, die hellblaue Krankenhausdecke höher zu ziehen, schlägt sie seine Hand fort.

»Das ist alles deine Schuld«, sagt sie. »Du warst ja so verdammt scharf darauf zu hypnotisieren, dass du …«

»Hör auf, Simone, das ist jetzt nun wirklich nicht meine Schuld, ich habe versucht, einen Menschen zu retten, das ist mein Beruf …«

»Und was ist mit deinem Sohn? Zählt der etwa nicht?«, schreit sie ihn an.

Als Erik versucht, sie zu berühren, stößt sie ihn von sich.

»Ich rufe meinen Vater an«, sagt sie mit zittriger Stimme. »Er wird mir helfen, Benjamin zu finden.«

»Ich bin strikt dagegen, dass du ihn anrufst«, sagt Erik.

»Ich wusste, dass du das sagen würdest, aber deine Gefühle sind mir ehrlich gesagt scheißegal, ich will nur Benjamin zurückhaben.«

»Ich werde ihn finden, Sixan.«

»Warum glaube ich dir nicht?«

»Die Polizei tut, was sie kann, und dein Vater ist …«

»Die Polizei? Die Polizei hat diesen Irren doch abhauen lassen«, sagt sie aufgebracht. »War es nicht so? Sie werden gar nichts tun, um Benjamin zu finden.«

»Josef ist ein Serienkiller, die Polizei will ihn finden, und das wird ihr auch gelingen, aber ich bin nicht blöd, ich weiß, dass Benjamin für sie nicht so wichtig ist, er interessiert sie nicht, nicht wirklich, nicht wie uns, nicht wie …«

»Das sage ich doch«, unterbricht sie ihn gereizt.

»Joona Linna hat mir erklärt, dass …«

»Das ist doch alles seine Schuld, er hat doch gewollt, dass du den Jungen hypnotisierst.«

Erik schüttelt den Kopf und schluckt hart.

»Das war meine eigene Entscheidung.«

»Mein Vater würde alle Hebel in Bewegung setzen«, sagt sie leise.

»Ich möchte, dass du und ich jedes noch so kleine Detail gemeinsam durchgehen, wir müssen nachdenken, wir brauchen Ruhe, um …«

»Was zum Teufel können wir denn tun?«, schreit sie.

Es wird still. Erik hört, dass jemand im Nebenzimmer den Fernseher einschaltet.

Simone liegt mit abgewandtem Gesicht im Bett.

»Wir müssen nachdenken«, sagt Erik behutsam. »Ich bin mir überhaupt nicht sicher, dass es wirklich Josef Ek war, der …«

»Du bist doch einfach nur bescheuert«, unterbricht sie ihn.

Simone versucht, aus dem Bett aufzustehen, schafft es aber nicht.

»Darf ich bitte nur noch eins sagen?«

»Ich werde mir eine Pistole besorgen, und dann werde ich ihn finden«, sagt sie.

»Die Wohnungstür stand zwei Nächte in Folge offen, aber …«

»Das habe ich ja gleich gesagt«, unterbricht sie ihn. »Ich habe dir doch gesagt, dass jemand in der Wohnung war, aber du hast mir natürlich nicht geglaubt, das tust du ja nie, wenn du mir geglaubt hättest, dann würde …«

»Jetzt hör mir zu«, unterbricht Erik sie. »In der ersten Nacht lag Josef Ek in seinem Bett im Krankenhaus, also kann er nicht in unserer Wohnung gewesen sein und den Kühlschrank geöffnet haben.«

Sie hört ihm nicht zu, versucht nur aufzustehen. Sie stöhnt wütend und schafft es, zu dem kleinen Schrank zu gehen, in dem Erik ein paar Kleider für sie verstaut hat. Erik hilft ihr nicht, sieht bloß zu, als sie sich zitternd anzieht, und hört sie leise vor sich hin fluchen.

24.

Samstagabend, der zwölfte Dezember

Es ist schon Abend, als Erik endlich dafür sorgen kann, dass Simone aus dem Krankenhaus entlassen wird. In ihrer Wohnung herrscht ein heilloses Chaos, Bettlaken sind in den Flur gezogen worden, die Lampen brennen, im Badezimmer läuft Wasser, Schuhe liegen kunterbunt durcheinander auf dem Teppich im Flur, das Telefon ist auf dem Parkettboden gelandet, und die Batterien liegen daneben.

Erik und Simone schauen sich mit dem beklemmenden, schrecklichen Gefühl um, dass in ihrem Zuhause etwas für immer verloren gegangen ist. Die Gegenstände sind fremd, bedeutungslos geworden.

Simone hebt einen Stuhl auf, setzt sich und zieht ihre Stiefel aus. Erik dreht den Wasserhahn im Badezimmer zu und geht anschließend in Benjamins Zimmer. Er betrachtet die rot lackierte Schreibtischplatte. Die Schulbücher, die neben dem Computer liegen, sind in graues Schutzpapier eingeschlagen. An der Pinnwand hängt ein Foto von ihm selbst aus seiner Zeit in Uganda. Er lächelt, ist braun gebrannt und hat die Hände in die Taschen seines Arztkittels geschoben. Erik berührt flüchtig Benjamins Jeans, die zusammen mit dem schwarzen Sweater über dem Schreibtischstuhl hängt.

Er kehrt ins Wohnzimmer zurück, wo Simone das Telefon in der Hand hält. Sie legt die Batterien wieder ein und beginnt, eine Nummer zu wählen.

»Wen rufst du an?«

»Meinen Vater«, antwortet sie.

»Kannst du damit noch etwas warten?«

Sie lässt sich von ihm das Telefon aus den Händen nehmen.

»Was willst du mir sagen?«, fragt sie müde.

»Ich ertrage es nicht, Kennet zu begegnen, nicht jetzt, nicht …«

Er verstummt, legt das Telefon auf den Tisch und streicht sich übers Gesicht, ehe er einen neuen Anlauf nimmt:

»Könntest du bitte respektieren, dass ich nicht alles, was ich habe, in die Hände deines Vaters legen will?«

»Könntest du bitte respektieren …«

»Hör auf damit«, unterbricht er sie.

Sie sieht ihn verletzt an.

»Sixan, mir fällt es im Moment schwer, klar zu denken. Ich weiß nicht, ich habe das Gefühl, einfach losschreien zu müssen oder was auch immer … ich ertrage es jetzt wirklich nicht, deinen Vater in meiner Nähe zu haben.«

»Bist du jetzt fertig«, sagt sie und streckt die Hand aus, um das Telefon zu bekommen.

»Es geht hier um unser Kind«, sagt er.

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Главный герой
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