Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне

Электронная книга - «Cäsar Cascabel». Краткое содержание книги:

Dieser Roman ist den meisten Jules-VerneFreunden unbekannt, weil er in allen alten Gesamtausgaben fehlt. Der Artistenfamilie Cascabel wird nach einer Tournee durch die Vereinigten Satten das gesamte Vermögen gestohlen. Trotzdem wollen sie nach Frankreich zurückkehren und beschließen, den Weg über Alaska und das Packeis der Beringstraße zu nehmen. Unendlich viele Abenteuer müssen mit Indianern und Verbrechern bestanden werden, ehe es ein glückliches Ende gibt.
1 ... 36 37 38 39 40 41 42 43 44 ... 101
Перейти на страницу:

»Wir sind darauf vorbereitet,« sagte Herr Cascabel, »und wir werden die Reise schon überstehen. Wir hegen nur ein Bedauern, Herr Sergius; nämlich, daß Sie nicht mit uns reisen werden!«

»Ja,« fügte Jean hinzu, »ein tiefes Bedauern!«

Herr Sergius fühlte, wie lieb die Familie ihn gewonnen hatte und wieviel Freundschaft er selber für sie empfand. Je länger ihr vertrauter Umgang währte, desto inniger wurde ihre gegenseitige Zuneigung. Die Trennung würde eine schmerzliche sein; und würden die Zufälligkeiten ihrer so verschiedenen Existenzen sie je wieder zusammenführen? Dann würde Herr Sergius auch Kayette mit sich fort nehmen, und er hatte Jeans Freundschaft für die junge Indianerin schon lange wahrgenommen. Hatte Herr Cascabel dies in dem Herzen seines Sohnes bereits so rege Gefühl bemerkt? Herr Sergius wußte es nicht zu sagen. Was Cornelia betrifft, so glaubte er, da die vortreffliche Frau sich nie über dies Thema geäußert hatte, dieselbe Zurückhaltung beobachten zu sollen. Wozu hätte auch eine Auseinandersetzung gedient? Es war eine andere Zukunft, welche der Adoptivtochter des Herrn Sergius harrte, und der arme Jean gab sich unerfüllbaren Hoffnungen hin.

Schließlich ging die Reise ohne große Hindernisse oder Anstrengungen von statten. Port-Clarence würde erreicht sein, bevor der Winter die Beringstraße passierbar machte, und man würde dort eine gewisse Zeit zubringen müssen. Folglich war keine Notwendigkeit vorhanden, Menschen und Tiere übermäßig anzustrengen.

Indessen mußte man doch immer auf einen möglichen Zwischenfall gefaßt sein. Ein verletztes oder krankes Pferd, ein gebrochenes Rad konnte die Belle-Roulotte ernstlich in Verlegenheit bringen. Aus diesen Gründen mußte man die strengste Vorsicht beobachten.

Während der ersten drei Tage zog die Reiseroute sich an dem gen Westen fließenden Strome hin; als der Youkon aber nach Süden abzubiegen begann, schien es ratsam, die Richtung des fünfundsechzigsten Breitegrades einzuhalten

An dieser Stelle war der Fluß sehr geschlängelt und das Thal verengte sich merklich zwischen mittelhohen Hügelreihen, welchen die Karte auf Grund ihrer basteiähnlichen Formation den Namen »Wälle« beilegt.

Es war mit einigen Schwierigkeiten verbunden, aus diesem Labyrinth hinauszugelangen, und man traf alle möglichen Vorsichtsmaßregeln, um dem Gefährte einen Unfall zu ersparen. In den steileren Pässen lud man es zum Teile ab; man schob an den Rädern, »und das mit um so mehr Grund,« bemerkte Herr Cascabel, »als die Wagner in dieser Gegend sehr selten zu sein scheinen!«

Man hatte auch einige Creeks zu passieren, unter anderen den Nocolocarguot, den Shetchaut, den Klakencot. Zum Glück waren dieselben in dieser Jahreszeit nicht sehr tief, und so fiel es nicht schwer, erträgliche Furten zu entdecken.

Was die Indianer betrifft, so gab es deren wenige, oder keine in diesem Teile der Provinz, der ehemals von zahlreichen, zu den »Leuten der Mitte« gehörigen und jetzt beinahe gänzlich ausgestorbenen Stämmen durchstreift wurde. Von Zeit zu Zeit kam eine Familie vorüber, welche dem südwestlichen Küstengebiete zustrebte, um sich dort während des Herbstes mit Fischerei zu befassen.

Manchmal begegnete man auch einigen Händlern, die von der Mündung des Youkon kamen und die verschiedenen Posten der russisch-amerikanischen Gesellschaft zum Reiseziel hatten. Sie betrachteten sehr erstaunt den bunt bemalten Wagen und dessen Insassen. Und nachdem man einander glückliche Reise gewünscht, setzten sie ihren Weg gen Osten fort.

Am dreizehnten August langte die Belle-Roulotte vor dem hundertzwanzig Meilen vom Fort Youkon entfernten Dorfe Nuclakayette an. Es ist dies eigentlich bloß eine Faktorei, in welcher der Pelzhandel betrieben wird und über welche die moskowitischen Beamten selten hinausgehen. Von den verschiedenen Punkten Russisch-Asiens und der alaskischen Küste kommend, treffen sie hier zusammen, um den Käufern der Hudsonbai-Gesellschaft Konkurrenz zu machen.

So ist Nuclakayette denn ein Sammelpunkt, wohin die Eingeborenen das Pelzwerk bringen, das sie während der Winterzeit eingeheimst haben.

Nachdem er sich von dem Flusse entfernt hatte, um den zahlreichen Windungen desselben zu entgehen, näherte Herr Cascabel sich ihm wiederum bei diesem Dorfe, welches sehr angenehm inmitten kleiner Hügel und freundlicher Bäume lag. Einige Holzhütten gruppierten sich um die Palissade, die das

Fort schützte. Bäche rieselten durch die grasige Ebene. Zwei bis drei kleine Fahrzeuge schaukelten am Ufer des Youkon. Das Ganze bot einen gefälligen Anblick und lud zur Ruhe ein. Was die in der Umgegend lebenden Indianer betrifft, so waren dieselben Tananas, die, wie gesagt, dem schönsten Eingeborenen-Typus von Nord-Alaska angehören.

So anziehend der Ort auch war, so verweilte die Belle-Roulotte doch nur vierundzwanzig Stunden darin. Man fand das genug für die sowieso sehr geschonten Pferde. Herr Cascabel beabsichtigte, sich länger in Noulato aufzuhalten, einem ziemlich bedeutenden und besser mit Vorräten versehenen Fort, wo man einige Einkäufe im Hinblick auf die Reise durch Sibirien machen würde.

Überflüssig, zu erwähnen, daß Herr Sergius und Jean, manchmal in Begleitung des jungen Xander, unterwegs der Jagd oblagen. Das Wild bestand noch immer aus Elen- und Renntieren, welche sich in den Ebenen umhertrieben und ihre Lager in den Wäldern, oder vielmehr unter den hier ziemlich spärlichen Baumgruppen hatten. In den sumpfigen Gegenden boten auch Wildgänse, Enten und Wasserschnepfen Anlaß zu hübschen Schüssen, und die Jäger vermochten sogar einige jener Reiher zu erlegen, welche im allgemeinen keine sehr geschätzte Speise bilden.

Und doch versicherte Kayette, daß der Reiher von den Indianern sehr gern gegessen werde - besonders wenn sie nichts anderes zu beißen hätten. Am dreizehnten August machte man beim Frühstück einen Versuch damit.

Aber trotz Cornelias ganzem Talente - und man weiß, wie wunderbar sie sich aufs Kochen verstand - fand man das Fleisch hart und zäh. Es mundete nur Wagram und Marengo, welche sich bis auf den letzten Knochen daran gütlich thaten.

Allerdings begnügen die Eingeborenen sich in Zeiten der Hungersnot auch mit Eulen, Falken und sogar mit Mardern; aber doch nur, weil sie dazu gezwungen sind.

Am vierzehnten August mußte die Belle-Roulotte sich durch die Krümmungen einer engeren Schlucht zwischen sehr abschüssigen Hügeln hindurchwinden. Dieser Paß war so steil, so holprig, dem Bette eines Sturzbaches so ähnlich, daß sich trotz aller angewandten Vorsicht ein Unfall ereignete. Zum Glücke brach nicht ein Rad, sondern nur eine der Deichselstangen. Die Reparatur nahm denn auch nicht viel Zeit in Anspruch; einige Stricke genügten, die Sache wieder in stand zu setzen.

Als man das Dorf Suquongilla auf der einen, und das am gleichnamigen Creek erbaute Dorf Newleargout auf der anderen Seite des Flusses hinter sich gelassen hatte, bot der Weg keine Schwierigkeiten mehr. Die Hügel waren zu Ende. Eine unabsehbare Ebene breitete sich vor den Reisenden aus. Die in dieser regenarmen Jahreszeit ausgetrockneten Bette von drei bis vier Rios durchfurchten sie. Zur Zeit der Winterstürme und Schneewehen wäre es nicht möglich gewesen, in dieser Richtung vorzudringen.

1 ... 36 37 38 39 40 41 42 43 44 ... 101
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)