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Электронная книга - «Cäsar Cascabel». Краткое содержание книги:

Dieser Roman ist den meisten Jules-VerneFreunden unbekannt, weil er in allen alten Gesamtausgaben fehlt. Der Artistenfamilie Cascabel wird nach einer Tournee durch die Vereinigten Satten das gesamte Vermögen gestohlen. Trotzdem wollen sie nach Frankreich zurückkehren und beschließen, den Weg über Alaska und das Packeis der Beringstraße zu nehmen. Unendlich viele Abenteuer müssen mit Indianern und Verbrechern bestanden werden, ehe es ein glückliches Ende gibt.
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Unterdessen vergingen Herr Sergius, Jean, Xander, Napoleone und Clou vor Lachen über den köstlichen Streich, welchen diese außerordentliche Frau den Eingeborenen spielte.

»Ein anderer,« sagte sie, die Arme noch immer gegen das Publikum ausgestreckt, »ein anderer!«

Die Indianer zauderten, da sie irgend eine übernatürliche Erscheinung vermuteten.

Indessen entschloß der Tyhi sich zu dem Wagnis; er ging langsam auf Cornelia zu, blieb zwei Schritte vor ihrer imposanten Erscheinung stehen und betrachtete sie mit einer nichts weniger als behaglichen Miene.

»Vorwärts, Alter!« rief Herr Cascabel ihm zu. »Vorwärts, Mut gefaßt!. Umarme die Dame!. Es ist nicht sehr schwer, und ist äußerst angenehm!«

Der Tyhi streckte die Hand aus und begnügte sich damit den Finger der schönen Europäerin zu berühren.

Neue Erschütterung, Geheul des Tyhi, der beinahe auf den Rücken gefallen wäre, und starres Staunen des ganzen Publikums. Wenn es einem bei der bloßen Berührung ihrer Hand so schlimm erging, was würde erst geschehen, wenn man diese wunderbare Frau, deren Wangen die Küsse der mächtigsten Herrscher Europas empfangen hatten, zu umarmen wagte?

Und dennoch fand sich ein Tollkühner, der diese Gefahr laufen wollte. Es war der Zauberer Fir-Fu. Er mußte sich doch wohl gegen jeden Zauber gefeit glauben! So trat er denn vor Cornelia hin. Durch die Zurufe der Eingeborenen aufgemuntert, umkreiste er sie, nahm sie dann plötzlich in seine Arme und drückte einen herzhaften Kuß auf ihre Wange.

Die Folge davon war, daß er sich mehrmals überschlug. Der Gaukler war plötzlich zum Akrobaten geworden. Nach zwei ebenso großen als unabsichtlichen Sprüngen fiel er inmitten seiner bestürzten Genossen zu Boden.

Und um diese Wirkung auf den Zauberer sowohl, als auf die anderen Eingeborenen hervorzubringen, hatte Cornelia nur auf den Knopf einer kleinen galvanischen Säule zu drücken gebraucht, die sie in ihrer Tasche verborgen hatte. Jawohl! eine kleine, tragbare galvanische Säule, welche ihr dazu diente, die »elektrische Frau« vorzustellen!

»Ah, Frau!. Frau!.« rief ihr Gatte, indem er sie vor den Augen der staunenden Indianer ungestraft in seine Arme schloß. »Wie schlau sie ist. wie schlau!«

»Ebenso schlau als elektrisch!« fügte Herr Sergius hinzu.

In der That, was konnten die Eingeborenen anders denken als daß diese übernatürliche Frau nach Belieben über die Kräfte des Himmels verfüge? Brauchte man doch bloß nach ihrer Hand zu greifen, und man war vom Donner gerührt! Es konnte entschieden keine andere als die Gefährtin des großen Geistes sein, welche huldvoll zur Erde herabgestiegen war, um sich in zweiter Ehe mit Herrn Cascabel zu verbinden!

XIV. Von Fort Youkon nach Port-Clarence

Am Abend jener denkwürdigen Vorstellung beschloß man in einem Rate, dem die ganze Familie anwohnte, daß die Abreise am folgenden Tage stattfinden solle.

Herr Cascabel stellte die weise Betrachtung an, daß er, wenn er seiner Truppe neue Kräfte zuführen gewollt hätte, offenbar nur die Qual der Wahl unter den Eingeborenen von Alaska gehabt haben würde. Wenn seine Eigenliebe auch darunter litt, so mußte er doch gestehen, daß diese Indianer wunderbares Geschick zu akrobatischen Leistungen hätten. Als Gymnastiker, Athleten Clowns, Equilibristen und Gaukler würden sie in jedem beliebigen Lande große Erfolge erzielt haben. Freilich mochte der Fleiß bedeutenden Anteil an ihrer Befähigung haben; aber die Natur hatte doch noch mehr dazu beigetragen, indem sie sie kräftig, geschmeidig und geschickt schuf. Es wäre ungerecht gewesen, zu leugnen, daß sie sich den Cascabels ebenbürtig gezeigt. Zum Glück hatte die Familie, dank der Geistesgegenwart der »Königin unter den elektrischen Frauen«, das letzte Wort behalten!

Die Beamten des Forts - zumeist sehr unwissende arme Teufel - waren bei den bewußten Vorgängen nicht weniger erstaunt, als die Eingeborenen gewesen. Und so kam man überein, das man ihnen das Geheimnis dieser Naturerscheinung nicht enthüllen werde, um Cornelia ihren vollen Ruhmesglanz zu lassen. Als sie ihr daher am folgenden Morgen wie gewöhnlich ihre Aufwartung machen kamen, wagten sie sich nicht sehr nahe an die blitzbewehrte Dame heran, welche sie mit ihrem bezauberndsten Lächeln empfing. Sie zögerten auch sichtlich, ihre Hand zu berühren. Ebenso der Tyhi und der Zauberer, welche aber gern ein Geheimnis gekannt hätten, aus dem sie Nutzen ziehen gekonnt - das ihr Ansehen bei den Indianerstämmen erhöht haben würde.

Da die Reisevorbereitungen vollendet waren, nahmen Herr Cascabel und die Seinen am Morgen des sechsten August von ihren Wirten Abschied und das gehörig ausgeruhte Gespann schlug die westliche Richtung längs des rechten Flußufers ein.

Herr Sergius und Jean hatten sorgfältig die Karte studiert und sich dabei die speziellen Weisungen zu Nutze gemacht, welche die junge Indianerin ihnen gab. Kayette kannte die meisten Dörfer, die man passieren mußte, und versicherte, daß keinerlei Gewässer die Fahrt der Belle-Roulotte ernstlich behindern werde.

Übrigens war noch nicht die Rede davon, das Youkonthal zu verlassen. Man würde vorerst auf dem rechten Flußufer bis zu dem Posten Neku vordringen und das Dorf Nuclakayette passieren; von Nuclakayette bis ans Fort Noulato würde man dann noch achtzig Meilen zurückzulegen haben. Dort erst würde das Gefährt den Youkon verlassen, um sich direkt nach Westen zu wenden.

Die Jahreszeit war noch immer günstig; die Tage waren warm, wenngleich man nachts ein fühlbares Sinken der Temperatur konstatierte. Somit hatte Herr Cascabel, wenn nicht etwa unvorhergesehene Verzögerungen eintraten, die Gewißheit, Port-Clarence zu erreichen, bevor der Winter ihm unüberwindliche Hindernisse in den Weg legte.

Man wird sich vielleicht wundern, daß eine solche Reise verhältnismäßig so leicht von statten ging. Aber ist das nicht immer der Fall in ebenen Ländern, wenn die schöne Jahreszeit, die Länge des Tages, die Milde des Klimas die Reisenden begünstigt? Jenseits der Beringstraße würde das anders werden, wenn die sibirischen Steppen ringsum mit dem Horizont verschwammen, wenn der Winterschnee sie unabsehbar bedeckte und der Nordsturm darüber hinfegte. Als man eines Abends von den kommenden Gefahren sprach, rief der zuversichtliche Cascabeclass="underline"

»Ei! wir werden schon damit fertig werden!«

»Ich hoffe es,« antwortete Herr Sergius. »Aber ich rate Ihnen, sich, sowie Sie die sibirische Küste betreten, nach Südwesten zu wenden, um die südlicheren Gebiete zu gewinnen, wo die Belle-Roulotte weniger von der Kälte zu leiden haben wird.«

»Das ist unsere Absicht, Herr Sergius,« antwortete Jean.

»Und Sie werden um so vernünftiger daran thun, meine Freunde, als die Sibirier nicht zu fürchten sind, wenn man sich nicht etwa. wie Clou sagen würde. unter die Stämme der Nordküste wagt. In der That wird die Kälte Ihr größter Feind sein.«

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