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READ-E-BOOK » Научная фантастика » Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]
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Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]

Электронная книга - «Die Farben der Zeit [To Say Nothing of the Dog - de]». Краткое содержание книги:

Der große Kritiker- und Publikumserfolg aus den USA! Connie Willis, preisgekrönt als beste SF-Autorin der 90er Jahre, schickt in diesem Buch Zeitreisende aus der Zukunft in das viktorianische England — ein unvergessliches Abenteuer …
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»Mein Sonnenschirm«, sagte Verity. »Ich muß ihn in der Kirche vergessen haben.«

»Ich helfe Ihnen suchen«, bot ich mich an und öffnete schwungvoll das Kirchenportal, wobei die Hinweiszettel nach allen Seiten stoben.

»Ich werde nach Oxford zurückkommen und Dunworthy Bericht erstatten, sobald ich die Gelegenheit dazu habe«, flüsterte Verity, sobald sich das Portal hinter uns geschlossen hatte. »Wo finde ich Sie?«

»Ich weiß nicht genau«, sagte ich. »Irgendwo auf der Themse. Terence sagte, er wolle nach Henley rudern.«

»Ich werde versuchen, Ihnen eine Nachricht zukommen zu lassen«, sagte sie und ging zum Altarraum vor. »Es kann mehrere Tage dauern.«

»Was soll ich einstweilen tun?«

»Terence von Muchings End fernhalten«, entgegnete sie. »Wahrscheinlich ist es nur eine vorübergehende Vernarrtheit von Tossie, aber ich will kein Risiko eingehen.«

Ich nickte.

»Und machen Sie sich keine Sorgen. Der Schlupfverlust beträgt nur drei Tage, und Dunworthy hätte Sie nicht geschickt, wenn Prinzessin Arjumand nicht längst sicher zurückgekehrt wäre. Ich bin überzeugt, daß alles in Ordnung ist.« Sie tätschelte meinen Arm. »Sehen Sie zu, daß Sie etwas Schlaf bekommen. Schließlich sollen Sie sich hier von der Zeitkrankheit erholen.«

»Ich versuche es«, sagte ich.

Verity zog den Sonnenschirm unter dem Altargitter hervor und wollte gerade zum Portal gehen, als sie noch einmal lächelnd innehielt. »Und falls Sie jemanden mit Namen Chaucer oder Churchill treffen, schicken Sie ihn in Muchings End vorbei…«

»Die Kutsche, Miss«, sagte Baine, der plötzlich in der Tür stand.

»Danke, Baine«, sagte Verity frostig und schritt an ihm vorbei.

Terence half Tossie gerade in die Kutsche. »Ich hoffe, wir sehen uns wieder, Mr. St. Trewes«, sagte Tossie, jetzt wieder ohne Schmollmund. »Wir fahren heute abend mit dem Zug nach Muchings End zurück. Kennen Sie es? Es liegt am Fluß, unterhalb von Streatley.«

Terence nahm den Hut ab und preßte ihn ans Herz. »Bis dann, auf Wiedersehen, Schöne, adieu!«

Die Kutsche fuhr mit einem Ruck an. »Baine!« protestierte Tossie.

»Entschuldigung, Miss«, sagte Baine und ließ die Zügel schnalzen.

»Auf Wiedersehen!« rief Tossie uns zu. Ein Taschentuch flatterte, und alles Übrige an ihr auch. »Auf Wiedersehen, Mr. St. Trewes!« Der Landauer rollte davon. Terence sah ihm nach, bis er außer Sicht war.

»Wir müssen jetzt gehen«, sagte ich. »Professor Peddick wird bereits warten.« Er seufzte, den Blick sehnsüchtig auf die Staubwolke geheftet, welche die Kutsche hinterließ. »Ist sie nicht wundervoll?«

»Ja«, sagte ich.

»Wir müssen uns sofort auf den Weg nach Muchings End machen«, sagte Terence, schon dabei, den Hügel hinunterzugehen.

»Das können wir nicht.« Ich trabte hinter ihm her. »Wir müssen Professor Peddick nach Oxford zurückbringen. Und was ist mit seiner antiken Verwandtschaft? Falls sie mit dem Nachmittagszug angekommen ist, muß sie abgeholt werden.«

»Ich werde Trotters bitten, das zu erledigen. Er schuldet mir noch etwas für die Lucretiusübersetzung, die ich für ihn gemacht habe«, sagte Terence, ohne stehenzubleiben. »Professor Peddick zurückzurudern dauert höchstens eine Stunde. Wir könnten ihn um fünf Uhr am Magdalen College abliefern. Dann bleiben uns noch vier Stunden bis Einbruch der Dunkelheit. In dieser Zeit müßten wir es eigentlich bis hinter die Culhamschleuse schaffen. Wir könnten morgen mittag in Muchings End sein.«

So viel also zu meinem leichtfertigen Versprechen gegenüber Verity, daß ich Terence von Tossie fernhalten würde, dachte ich, während ich ihm zum Boot hinunter folgte.

Doch es war nicht mehr da.

7. Kapitel

»Das ist die Katze, welche die Maus gefressen, die das Malz gegessen, das lag vor dem Haus, gebaut von Klaus.«

Kinderreim

Die Wichtigkeit von Schleusen im victorianischen Zeitalter • »Achtung, Feind hört mit!« • Tristan und Isolde • Die Französische Revolution • Einwände gegen Trinkgelder • Eine traumatisierte Katze • Ruß • Der Bathaanische Todesmarsch • Schlaf • Das Boot wird endlich gefunden • Eine unerwartete Entwicklung • Die Wichtigkeit von Begegnungen für den Lauf der Geschichte • Lennon und McCartney • Ich suche nach einem Dosenöffner • Ein Fund

Cyril lag, den Kopf untröstlich auf die Pfoten gepreßt, in der gleichen Haltung da, wie wir ihn verlassen hatten. Sein Blick war vorwurfsvoll.

»Cyril!« rief Terence. »Wo ist das Boot?«

Cyril erhob sich und blickte verwundert um sich.

»Du solltest das Boot bewachen«, sagte Terence streng. »Wer hat es genommen, Cyril?«

»Vielleicht ist es weggetrieben worden«, sagte ich mit einem bangen Gedanken an den Überhandknoten.

»Sei nicht albern. Ganz offensichtlich hat es jemand gestohlen.«

»Möglicherweise hat es Professor Peddick geholt«, schlug ich vor, aber Terence befand sich bereits halb über der Brücke.

Als wir ihn einholten, blickte er gerade den Fluß hinunter. Weit und breit war nichts zu sehen außer einer Stockente.

»Wer immer das Boot gestohlen hat, muß es flußaufwärts geschafft haben«, meinte er und rannte über die Brücke auf die andere Seite zur Schleuse.

Der Schleusenwärter stand oben auf der Schleuse, damit beschäftigt, mit dem Bootshaken an den Toren herumzustochern.

»Haben Sie unser Boot zurückgeschleust?« schrie Terence zu ihm hinüber.

Der Schleusenwärter hob die Hand ans Ohr. »Waas?«

»Unser Boot!« Terence hielt die Hände wie einen Trichter vor den Mund. »Ist unser Boot durch die Schleuse zurückgekommen?«

»Waas?« rief der Schleusenwärter zurück.

»Ist unser Boot…« — Terence zeichnete die Umrisse eines Bootes in die Luft — »durch die Schleuse…« — er machte eine weitausholende Bewegung flußaufwärts, »durch die Schleuse gekommen?« Er zeigte auf die Schleusenkammer.

»Ob die Boote durch die Schleuse kommen?« rief der Schleusenwärter. »Natürlich kommen Boote durch die Schleuse. Wozu ist sie sonst da?«

Ich schaute mich um, ob ich vielleicht jemanden entdeckte, der das Boot gesehen haben könnte, aber Iffley lag von jeder Menschenseele verlassen. Nicht einmal der Kirchenvorsteher zeigte sich, um ein Schild »Lautes Rufen verboten!« aufzustellen. Ich erinnerte mich, daß Tossie gesagt hatte, er tränke gerade seinen Nachmittagstee.

»Nein! Unser Boot!« schrie Terence. Er wies auf sich und dann auf mich. »Kam es durch die Schleuse?«

Der Schleusenwärter machte ein ungehaltenes Gesicht. »Nein, Sie können nicht ohne Boot durch die Schleuse. Was soll der Unsinn?«

»Hören Sie! Jemand hat das Boot gestohlen, das wir gemietet haben!«

»Geschmiedet?« Der Schleusenwärter schüttelte den Kopf. »Der nächste Schmied ist in Abingdon.«

»Nein. Nicht geschmiedet. Gemietet!«

»Niete?« Der Mann hob drohend den Stock. »Zu wem haben Sie eben Niete gesagt?«

»Zu niemandem.« Terence wich zurück. »Gemietet! BOOT! MIETEN!«

Der Schleusenwärter schüttelte abermals den Kopf. »Dazu müssen Sie zur Follybrücke. Zu Jabez, dem Bootsverleiher.«

Cyril und ich schlenderten zur Brücke zurück, wo ich stehenblieb, mich übers Geländer beugte und versuchte, über das nachzudenken, was Verity mir erzählt hatte. Sie hatte eine Katze vorm Ertrinken gerettet, war dann mit ihr ins Netz gestiegen, und das Netz hatte sich geöffnet.

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