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Untot

Электронная книга - «Untot». Краткое содержание книги:

Aus dem Amerikanischen übertragen von Angelika Weidmann
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»Die Tankstelle von Log Cabin. Nicht ganz zwölf Kilometer nach Süden auf der Hauptstraße. Dort verkaufen sie auch Brot und Milch - normalerweise jedenfalls.« Dave wog die Information im Geiste ab. Wenn er irgendein Transportmittel und eine Waffe bekäme, könnte er versuchen, bis zu der Tankstelle zu gelangen und Milch und Nahrungsmittel zu besorgen. Anschließend könnte er sich dann John Carter und seine Bande vorknöpfen. Und sich um die gefangenen Miller-Töchter kümmern. Mr. Dorsey beobachtete Dave und las in seinen Gedanken. »Ich habe zwei Laster und einen Pkw. Wenn Sie's riskieren wollen, kann ich Ihnen den Pkw geben. Und sogar ein Gewehr. Wir behalten das Baby hier - als Pfand.« »Wenn Sie das tun, dann will ich's riskieren«, beschloß Dave und schaute dabei Mr. Dorsey fest in die Augen. »Wir dürfen das Baby nicht verhungern lassen - nach allem, was es durchgemacht hat. Mit Ihrer Hilfe überlebt es vielleicht.« »Ich werde mein Bestes tun, während Sie weg sind«, versprach Mrs. Dorsey. »Ich werde einen dünnen Tee machen und ihn damit füttern, zum Stimulieren. Der Arzt hat mir das bei meinem Erstgeborenen geraten, als er gegen Milch allergisch war und nicht viel anderes essen konnte. Ich geb' ihm nicht viel, nur ein bißchen, um zu sehen, ob's was nützt.« Dave schwieg. Es war ihm unmöglich, den Eheleuten zu danken, nachdem der Mann oder sein Sohn Carl erschossen hatte. Aber sie versuchten jetzt, nett zu sein. Vielleicht, um etwas wiedergutzumachen. Dave war nicht undankbar. Aber nichts konnte Carl wieder lebendig machen. Der schwachsinnige Sohn saß auf seinem Schaukelstuhl und schaukelte hin und her, hin und her, und der Stuhl quietschte dabei.

Von geistiger und körperlicher Erschöpfung übermannt schliefen Ann und Sue Ellen auf dem Rücksitz des Streifenwagens mit Wade Connely am Steuer ein. Er folgte noch immer dem Lastwagen. Sie fuhren mit etwa achtzig Stundenkilometern und weniger als drei Wagenlängen Abstand voneinander. Wade wollte dicht hinter dem Laster bleiben, weil er das Gefühl hatte, der Lkw könnte ein Hindernis überrollen ohne außer Kontrolle zu geraten, und er traute dem Polizeiwagen das nicht ohne weiteres zu. Falls eine von den toten Kreaturen auf der Fahrbahn auftauchte, dann wollte Wade, daß der Lkw sie als erster erwischte.

John Carter schaute in den Rückspiegel. Ihm gefiel es gar nicht, wie der andere sich hinter ihn geklemmt hatte. Er schaltete seine Warnblinkanlage ein, um Wade Zeichen zu geben. »Achtung!« schrie Flack, duckte sich und hielt sich die Augen zu.

Carter sah drei Humanoide im Strahl der Scheinwerfer mitten auf der Fahrbahn auftauchen. Carter trat auf die Bremse, was ein großer Fehler war. Der Laster schlingerte, traf zwei der lebendigen Toten und fegte sie zur Seite. Wade mußte eine Notbremsung durchführen, um nicht auf den Laster aufzufahren, und der Wagen rutschte mit quietschenden Reifen und dem Gestank von verbranntem Gummi neben den Lkw, erfaßte den dritten Humanoiden und schleuderte ihn mit flatternden Gliedmaßen in die Höhe, über die Motorhaube des Polizeiwagens und durch die Windschutzscheibe. Wade schrie auf und der Wagen geriet außer Kontrolle. Er schoß durch eine Leitplanke die Böschung hinunter und krachte gegen einen Baum.

Das alles spielte sich in ETuchteilen von Sekunden ab, und Carter und Flack sahen den Unfall teilweise durch die Rückspiegel. Carter brachte den Lkw am Straßenrand zum Stehen. Er und Flack packten jeder eine Taschenlampe und rannten mit gezogenen Revolvern zur Unfallstelle. Der Leichenfresser, der durch die Windschutzscheibe geflogen war, wurde bei dem Aufprall gegen den Baum geschleudert und lag nun wie eine Stoffpuppe am Boden. Er röchelte mühsam und bewegte schwach einen Arm wie ein Insekt, das man zertreten hat und das sich zu sterben weigert. Flack trat hinzu, richtete den Strahl seiner Taschenlampe auf ihn und gab einen wohlgezielten Schuß genau zwischen die Augen ab. Jetzt rührte er sich nicht mehr, nachdem ein Teil seines Schädels weggefetzt worden war.

Wade Connely war tot. Sein zerschmetterter Schädel und sein zerschnittenes Gesicht ragten durch die Windschutzscheibe. Sein Genick war säuberlich fast vollständig durchgetrennt.

Obwohl der Motor, der durch den Aufprall völlig zerstört worden war, nicht mehr lief, brannten die Scheinwerfer noch immer auf Batteriestrom ebenso wie die Innenleuchte, da eine der Hintertüren aufgesprungen war. Die Mädchen auf dem Rücksitz lebten noch und schienen einigermaßen heil davongekommen zu sein. Sie saßen dicht aneinandergedrängt, gefesselt und mit verstopften Mündern, unfähig, sich zu bewegen. Sie hatten die Augen weit aufgerissen und in ihren Gesichtern stand nackte Angst. Carter und Flack halfen den Mädchen beim Aussteigen und schubsten sie vor sich her zum Lastwagen. Zuvor hatte Carter die Kabel von der Batterie losgerissen, damit die Scheinwerfer ausgingen und keine Aufmerksamkeit erregten. Dann, im Bewußtsein dessen, was geschehen würde, wenn er es nicht täte, leuchtete er mit der Taschenlampe auf Wades Gesicht und gab einen Schuß in seinen Schädel ab.

Flack klappte die Ladeklappe des Lasters herunter und zwang die Mädchen, auf die Ladefläche zu klettern. Sie mußten sich auf die Seite legen, damit er sie in dieser Position an dem schweren Generator festbinden konnte. Er wollte verhindern, daß sie sich aufrichten und Passanten auf sich aufmerksam machen könnten. Nachdem er sein Werk vollendet hatte und die Rückklappe wieder verschlossen war, stieg er neben Carter in die Fahrerkabine, und sie rollten zurück auf die Landstraße in Richtung des Kingsley-Grundstückes. Es blieb weniger als eine Stunde bis zum Tagesanbruch, und sie wollten in der Lage sein, den Besitz in der Morgendämmerung anzugreifen. Der Verlust des Streifenwagens bedeutete ein Handicap. Er hätte für die Glaubwürdigkeit ihrer Verkleidung als Staatspolizisten gute Dienste geleistet. Carter würde sich jetzt allein auf die Wirkung der Uniform verlassen müssen. Unterwegs diskutierte er mit Flack über die Angelegenheit und sie überlegten sich, wie sie die Kingsleys überrumpeln könnten.

Auf der Ladefläche des Lastwagens lagen Sue Ellen und Ann gefesselt auf der Seite und mußten eine weitere holprige, furchterregende Fahrt über sich ergehen lassen. In ihrem Bewußtsein wirbelten beängstigende, unzusammenhängende Gedanken durcheinander. Ann hatte eine Verletzung an der Stirn, die schmerzte - nicht so stark, daß sie das Gefühl hatte, es sei ernsthaft, aber doch heftig genug, um die Qualen und die Panik, denen sie ausgesetzt waren, noch zu verschlimmern. Der Knebel in ihrem Mund war von Speichel durchtränkt und schmeckte faulig und säuerlich. Ihr war übel und sie stand kurz davor, sich zu erbrechen, doch sie mußte dagegen anschlucken, um nicht zu ersticken. Sue Ellen lag, so still sie konnte, sie war viel zu erschöpft, um noch zu weinen. Ihre Wange vibrierte auf dem rauhen Metall der Ladefläche. Sie hatte keine Ahnung, wo man sie hinbrachte, und es war ihr längst alles egal. Sie war überzeugt, daß sie und Ann bald tot sein würden. Wenn sie auf dem Rücksitz des Polizeiwagens nicht geschlafen hätten und nicht so entspannt gewesen wären, hätten sie vielleicht den Unfall nicht überlebt. Und das wäre vielleicht das beste gewesen - ohne Vorankündigung einfach ausgelöscht, ahnungslos, was mit ihnen passierte. Flack und Carter hätten ihnen zweifellos in die Schädel geschossen, um ihren Tod vollständig zu machen, und sie hätten friedlich für immer ruhen können.

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Главный герой
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