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Im Anfang war der Mord

Электронная книга - «Im Anfang war der Mord». Краткое содержание книги:

Ein exklusiver Cocktail aus dem Besten, was weibliche Kriminalliteratur zu bieten hat!
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«Ich heiße Mitchel Brown. «Abwartend lächelte er zu ihr hinunter.

«Ich glaube nicht …«, murmelte sie in vornehmer Verwunderung. Sie hatte eine hübsche gerade Nase, und obwohl sie zu ihm aufblicken musste, schien sie ihn von oben herab zu mustern.

«Sie erinnern sich sicher an den Namen«, sagte Mitch.

«Es war am sechzehnten März. Nein, es war eigentlich am St.-Patrickstag in der Frühe.« «Ich verstehe nicht ganz …« War sie dumm oder was? Mitch sagte mit einem etwas spitzen Ton in der Stimme:»Hatten Sie einen schlimmen Kater?« «Es tut mir Leid«, versetzte sie mit einem leicht genervten Lachen,»aber ich weiß wirklich nicht, wovon Sie reden.« «Na, nun kommen Sie schon, Natalie«, sagte Mitch, der allmählich sauer wurde,»es war doch meine Wohnung.« «Was?«, sagte sie.

«Meine Wohnung, in der Sie ohnmächtig wurden — hier in Los Angeles.« «Ich fürchte, da irren Sie sich«, sagte sie abweisend.

Mitch war anderer Meinung.

«Sind Sie denn nicht Mrs. Julius Maxwell?« «Doch, die bin ich.« «Aus Santa Barbara?« «Aber ja doch, die bin ich. «Sie runzelte leicht die Stirn.

«Na, dann war die Wohnung, in der sie aufwachten, am St.-Patrickstag in der Frühe, meine Wohnung«, sagte Mitch verstimmt,»was soll dieser Aussetzer?« «Was ist hier los?«, ließ sich eine Männerstimme vernehmen.

Mitch schwenkte den Kopf herum und wusste sofort, dass er hier Mr. Julius Maxwell vor sich hatte. Er sah einen mittelgroßen, muskulösen Mann mittleren Alters vor sich, mit Pfeffer-und-Salz-Haarschopf und wilden schwarzen Augen unter schweren schwarzen Brauen.

Alles an diesem Mann verhieß Aggression und krankhafte Eifersucht. Er roch förmlich nach Durchsetzungskraft und Machtstreben, nach Ego und Gier.

Mitchel Brown, der Bühnenautor, Künstler und Mitgefühlsapostel nahm seine ganze Kraft zusammen, als faltete er ein Paar Flügel zusammen.

«Julius«, sagte die Blondine,»dieser Mann kennt meinen Namen. Er redet andauernd vom St.-Patrickstag in der Frühe.« «Ach ja?«, sagte ihr Mann.

«Er behauptet, ich war in seiner Wohnung, hier in Los Angeles.« Mitch Brown kam plötzlich ein Gedanke, mit dem sich alles erklären ließ. Offensichtlich hatte Natalies Gatte nie erfahren, wo Natalie in jener Nacht gewesen war. Also hatte Natalie so tun müssen, als würde sie Mitch nicht kennen, weil sie, im Gegensatz zu ihm, ja wusste, dass Julius Maxwell in der Nähe war und gleich auftauchen würde. Etwas im Verhalten der Frau passte aber nicht recht zu seiner Theorie. Sie wirkte nicht betroffen genug.

Ihr Blick war unbeirrt, ihre Verwirrung oberflächlich.

Trotzdem meinte er, sich ritterlich geben zu müssen.

«Na, dann habe ich mich wohl geirrt«, sagte er.»Aber die Ähnlichkeit ist frappierend. Vielleicht haben Sie ja eine Doppelgängerin, Madam?« Er hielt dies für eine noble Geste von ihm, die ihr einen Ausweg bot.

«Eine Doppelgängerin?«, giftete Julius Maxwell.»Die den Namen meiner Frau benutzt?« Nun, wenn der Kerl natürlich seinen Scharfsinn beweisen musste, hatte Mitch Pech gehabt.»Tut mir Leid«, sagte er leichthin.

«Setzen Sie sich, und erzählen Sie mir davon«, kommandierte Maxwell.»Mr. äh …?« «Brown«, sagte Mitch knapp. Er hatte gute Lust, auf dem Absatz kehrt zu machen und zu gehen. Doch dann sah er Natalie an. Sie hatte ihre Handtasche aufgemacht und ihre Puderdose gefunden. Dies mutete ihn entweder unverschämt nonchalant oder aber erschreckend vertrauensselig an. Oder was? Neugier stieg in ihm hoch – er setzte sich.

«Na ja, ich geriet zufällig in eine Bar, wo eine Dame etwas zu tief ins Glas geschaut hatte«, sagte er, als wäre dies nichts Besonderes.»Ich erklärte mich bereit, sie in ein Taxi zu setzen, doch es gab kein Taxi. Schließlich ließ ich sie ohnmächtig auf meinem Sofa liegen. Am nächsten Morgen war sie verschwunden. Das ist die ganze Geschichte.« «Und das war am St.-Patrickstag?«, fragte Maxwell gespannt.

«Mitten in der Nacht. Frühmorgens.« «Dann war die Dame nicht meine Frau. Meine Frau war in der Nacht bei mir zu Hause in Santa Barbara.« «Bei Ihnen?«, fragte Mitch vorsichtig und etwas geschockt.

«Sicher. «Maxwells Ton war aggressiv.

Mitch begann sich allmählich zu fragen, was hier eigentlich gespielt wurde. Die Frau hatte sich die Nase gepudert und saß da, als wäre ihr das alles völlig schnuppe.»Nicht bloß im gleichen Gebäude«, wollte Mitch wissen,»wie Sie vielleicht annahmen?« «Nicht bloß im selben Gebäude«, sagte Julius Maxwell, «und von Annahme ist keine Rede. Sie war bei mir, sprach mit mir, berührte mich, wenn Sie’s genau wissen wollen. «Seine schwarzen Augen blickten feindselig.

Oho, dachte Mitch, dann lügst du also auch. Was soll das eigentlich alles? Dieser Maxwell gefiel ihm ganz und gar nicht.

«Vielleicht habe ich sie mit einer anderen Dame verwechselt«, sagte er glatt.»Aber ist es nicht merkwürdig, dass sie die gleichen Sachen trägt, die sie auch am St.-Patrickstag anhatte?« (Na, jetzt sagst du nichts mehr, dachte Mitch voller Genugtuung.)

Julius meinte etwas rätselhaft:»Wissen Sie überhaupt, wer ich bin?« «Ihren Namen habe ich schon mal gehört«, erwiderte Mitch.

«Wissen Sie, dass ich ein einflussreicher Mann bin?« «O ja«, sagte Mitch liebenswürdig.»Ehrlich gesagt, kann ich den Zaster bis hierher riechen.« «Wie viel wollen Sie haben, um zu vergessen, dass Sie meine Frau in der Nacht damals in Los Angeles gesehen haben?« Mitchs Augenbrauen fuhren hoch.

«Am St.-Patrickstag in der Frühe«, fügte Julius gehässig hinzu.

Mitch spürte, wie er allmählich in Wut geriet und sein Temperament aufloderte.»Wieso? Was ist es denn wert?« Ihre Blicke verfingen sich ineinander. Es war lächerlich.

Mitch kam sich vor, als wäre er unversehens in einen zweitklassigen Film geraten. Dann stand Maxwell vom Tisch auf.»Sie entschuldigen mich. «Sein Blick knallte wie ein Peitschenhieb auf Mitch herab.

«Sitz «schien er zu sagen, als wäre Mitch ein Hund.

Dann stolzierte er davon.

Allein mit der Blondine, beeilte Mitch sich zu fragen:

«Was soll ich Ihrer Meinung nach denn tun oder sagen?« Er betrachtete ihre Hand, die schlaff auf dem Tisch lag, langfingrig, mit pink lackierten Nägeln, die sich nicht festklammerte, sich nicht einmal rührte.»Ich verstehe das nicht«, sagte sie gleichmütig.

«Okay«, sagte Mitch angewidert.»Ich bin hierher gekommen, um zu Abend zu essen, und finde diese Diskussion recht unergiebig, wenn Sie mich also bitte entschuldigen.« Er stand auf, ging zu seinem eigenen Tisch hinüber und bestellte sein Essen.

Kurz darauf kam Julius Maxwell zurück und musterte Mitch mit einem triumphierenden Leuchten in den Augen.

Mitch schwenkte den Zauberstab der Vernunft über seine eigene, allzu menschliche Drüsenaktivität. Es war für Mitchs Selbstachtung unerlässlich, dass er hier wie geplant zu Abend speiste und sich von diesen fremden Leuten nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Sein Steak war gerade gekommen, als ein Mann den Raum betrat und auf Maxwells Tisch zusteuerte. Es folgte ein Wortwechsel. Julius stand auf. Beide Männer kamen zu Mitch herüber.

Julius sagte.»Das ist der Bursche, Lieutenant.« Mitch merkte plötzlich, dass der Fremde auf den Sitz neben ihm und Julius auf den Sitz zu seiner anderen Seite glitt. Er wehrte sich gegen das Gefühl, in der Falle zu sitzen.»Was soll das alles?«, erkundigte er sich milde und tupfte sich dabei die Lippen mit der Serviette ab.

«Mein Name ist Prince«, sagte der Fremde.»Vom Los Angeles Police Department. Mr. Maxwell sagte mir, Sie hätten behauptet, Mrs. Maxwell sei in der Nacht des sechzehnten März und am Morgen des siebzehnten hier in der Stadt gewesen?« Argwöhnisch nippte Mitch an seinem Wasserglas; er war auf der Hut.

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