Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Пост-апокалипсис » Leben ohne Ende [Earth Abides - de]
Leben ohne Ende [Earth Abides - de] - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Leben ohne Ende [Earth Abides - de]

Электронная книга - «Leben ohne Ende [Earth Abides - de]». Краткое содержание книги:

»… und die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika wird hiermit ihres Amtes enthoben …«
Dies war die Botschaft, die ein paar Stunden vor dem unabwendbaren Ende die Welt erschütterte.
Die Viruspest raffte neunundneunzig Prozent aller Menschen hinweg. Die wenigen, welche die Weltkatatastrophe und den Zusammenbruch der Zivilisation überlebten, unternahmen den verzweifelten Versuch, zu retten, was zu retten war.
Der vorliegende Roman erschien erstmals 1950 in England. Er wurde vom Science Fiction-Buchclub zum Buch des Jahres erwählt und erhielt kurz darauf den internationalen Fantasy-Preis. Inzwischen wurde der Roman in England viermal neu aufgelegt und in fast alle Weltsprachen übersetzt.
1 ... 24 25 26 27 28 29 30 31 32 ... 92
Перейти на страницу:

Fast entsetzt, als flöhe er vor einer Versucherin, rief er Prinzeß, stieg in den Wagen und brauste in entgegengesetzter Richtung davon.

Den größten Teil des Tages verbrachte er damit, daß er ruhelos durch das Hügelland wanderte. Dann und wann beobachtete er, was der Regen den Straßen angetan hatte. Allmählich war die feste Scheidelinie zwischen dem, was Straße, und dem, was nicht Straße war, hingeschwunden. Kälte, Herbst und heftige Winde hatten das Laub von den Bäumen fallen lassen. Kleine, dürre Zweige waren abgebrochen und auf das Pflaster gefallen. Hier und dort hatten überflutende Wasserströme deltaähnliche Anhäufungen von Schmutz und Kies hinterlassen. Einmal hörte er in weiter Ferne, oder er glaubte wenigstens, es zu hören, das Gebell einer Hundemeute. Doch er bekam sie nicht zu Gesicht, und ehe der Nachmittag um war, war er wieder daheim.

Wenn er jetzt zu den Bergen blickte, sah er keinen Rauch mehr aufsteigen. Das verursachte ihm eine gewisse Erleichterung und zugleich eine noch stärkere Enttäuschung, nun er darüber nachdachte.

So war es nun einmal mit ihm. Wenn sich ihm eine Gelegenheit bot, so ließ er sie ungenützt. Wenn die Gelegenheit verpaßt war so dünkte sie ihn kostbar. Die andre Seite der Gleichung hatte sich verändert, und das hatte er ausgeglichen, indem er sich aus dem Staube gemacht hatte. Natürlich konnte er den Rauch am nächsten Morgen vielleicht wieder sehen. Vielleicht war jenes wie auch immer beschaffene menschliche Wesen dort nur von ungefähr vorbeigekommen und war nie wieder zu finden.

Er verspürte von neuem die Erregung angesichts der nochmals sich darbietenden Gelegenheit, als er nach dem Abendessen in der frühen Dunkelheit wieder Ausschau hielt und einen schwachen aber deutlichen Lichtschein gewahrte. Nun zögerte er nicht länger. Statt sich hinter Ausflüchten zu verschanzen, rief er Prinzeß, stieg in den Wagen und fuhr in der betreffenden Richtung los.

Es war ein langwieriges Unterfangen. Sobald er sein Haus verlassen hatte, konnte er das Licht nicht mehr sehen. Er fuhr eine halbe Stunde lang in den Straßen hin und her, endlich entdeckte er es wieder, fuhr langsam die richtige Straße hinunter und dann zu dem betreffenden Hause hin. Die Fensterläden waren geschlossen, aber das Licht schien hindurch und erhellte sogar die Straße ein bißchen.

Ish hielt auf der gegenüberliegenden Straßenseite an und wartete einen Augenblick. Anscheinend hatte der Bewohner des Hauses den Motor nicht gehört. Ish zögerte kurze Zeit, fest entschlossen, den Gang wieder einzuschalten und unentdeckt davonzufahren. Doch etwas in seinem Innern trieb ihn vorwärts, und er öffnete halb die Wagentür und schickte sich zum Aussteigen an. Plötzlich schlüpfte Prinzeß vor ihm hinaus und fuhr mit wütendem Gebell auf das Haus los. Sie mußte denjenigen, der darin war, gewittert haben. Er fluchte, stieg aus und wollte hinter ihr hergehen. Nochmals zögerte er, da ihm einfiel, daß er unbewaffnet sei. Aber umzukehren und eine Waffe zu holen: das wäre kein guter Anfang gewesen. Ohne sich allzuviel dabei zu denken, griff er in den Wagen und langte sich seinen alten Hammer. Er hielt ihn in der Hand, als er dem Hunde folgte. Hinter dem Fenster sah er einen sich bewegenden Schatten.

Als er auf dem Bürgersteig war, öffnete sich die Haustür ein paar Zoll breit, und plötzlich traf ihn der Lichtstrahl einer Taschenlampe. Ish konnte nichts mehr sehen. Er blieb stehen und wartete, ob der andere ihn ansprechen würde. Prinzeß trottete zurück und war jetzt ruhig. Ish hatte das unbehagliche Gefühl, daß derjenige, der ihn mit der Taschenlampe anblendete, in der anderen Hand eine schußbereite Pistole hielt. Verrückt, sich auf dieses Unternehmen einzulassen, dachte er; sich im Schutze der Dunkelheit an ein Haus heranzumachen, war immer verdächtig und machte die Leute nervös. Er war jedoch froh, daß er sich am Morgen wenigstens rasiert hatte und sein Anzug verhältnismäßig sauber war.

Es entstand eine lange Pause. Er stand und wartete auf die unvermeidliche Frage: »Wer sind Sie?« oder den knappen Befehclass="underline" »Hände hoch!« Deshalb riß er überrascht den Mund auf, als eine Frauenstimme mit ruhiger Anerkennung sagte: »Das ist aber mal ein hübscher Hund!«

Nun folgte ein Augenblick der Stille; die Stimme klang in ihm sanft und leise nach, ein wenig fremdartig hatte sie geklungen.

Da wich das Licht von seinen Augen und erhellte den Weg vor seinen Füßen und Prinzeß sprang durch den Lichtstrahl und wedelte freudig. Die Haustür tat sich weit auf, und in dem dämmerigen Licht sah er eine Frau knien und den Hund streicheln. Er ging auf sie zu, wobei er noch immer den Hammer auf eine lächerliche, aber bequeme Weise in der Hand schwang.

Dann tobte Prinzeß in einem jähen Erregungsanfall in das Haus hinein und lief fiepend herum. Die Frau erhob sich mit einem kleinen Schrei, der zur Hälfte ein Auflachen war, und stürzte hinter dem Hunde her. »Mein Gott, sie muß eine Katze haben!« dachte Ish und folgte ihr.

Doch als er das Wohnzimmer betrat, tobte Prinzeß nur um den Tisch herum und schnupperte an den Stühlen, und die Frau hielt die Gasolin-Lampe fest, damit sie von dem aufgeregten Hund nicht umgeworfen wurde.

Die Fremde war mittelgroß, brünett, nicht allzu jung — kein Mädchen, sondern eine voll entwickelte Frau.

Sie sah den Possen des schnuppernden Hundes zu und lachte, und der Klang ihres Lachens war wie etwas, das an das seit langem verlorene Paradies erinnerte. Sie wandte sich Ish zu, und er sah das Aufblitzen weißer Zähne in dem dunklen Gesicht. Da plötzlich barst ein Damm in ihm, und er lachte fröhlich.

Sie sprach wieder, aber es war weder Frage noch Bitte. »Es ist hübsch, mal jemand bei sich zu haben.« Diesmal antwortete Ish, aber es fiel ihm nichts Besseres ein als eine Verteidigungsrede des albernen Hammers wegen, den er noch immer in der Hand hielt. »Verzeihen Sie, daß ich das Ding mit hereingebracht habe«, sagte er und stellte ihn auf den Fußboden, auf das schwere Ende, so daß der Stiel nach oben stand.

»Macht nichts«, sagte sie. »Ich verstehe schon. Ich muß auch dergleichen haben — etwas Greifbares, damit man sich behaglicher fühlt. Einen Glücksheller, oder eine Kaninchenpfote, wissen Sie. Wir alle sind und bleiben nun mal dieselben!«

Er lachte, was ihn erleichterte, und dann fing er an zu zittern. Sein ganzer Körper schien zu versagen. Fast physisch spürte er, wie noch ein paar Dämme einbrachen, die notwendigen Dämme der Verteidigung, die er in sich während der Monate des Alleinseins und der Verzweiflung errichtet hatte. Er mußte ein anderes menschliches Wesen berühren, und so streckte er die Hand aus, in der altüberlieferten Geste des Händeschüttelns. Sie nahm seine Hand, und als sie merkte, daß er zitterte, zog sie ihn zu einem Sessel hin und stieß ihn fast hinein. Als er saß, legte sie ihm leise die Hand auf die Schulter.

Abermals sprach sie, und wiederum war es weder Frage noch Befehclass="underline" »Ich will Ihnen etwas zu essen holen.«

Er erhob keinen Einwand, obwohl er kurz zuvor wacker gegessen hatte. Aber er wußte, daß hinter ihrem ruhigen Anerbieten mehr lag als ein Appellieren an den Körper, weil er Nahrung brauche. Jetzt müßte eine symbolische gemeinsame Mahlzeit stattfinden, das Sitzen am gleichen Tisch, das Teilen von Brot und Salz.

Nun saßen sie einander gegenüber. Es gab frisches Brot. »Ich backe es selbst«, sagte sie. »Aber es ist schwierig, Mehl aufzutreiben, in dem keine Würmer sind.« Butter gab es nicht, aber Honig und Marmelade zum Brot, und eine Flasche Rotwein.

Und nun begann er zu reden wie ein Kind. Dies war ganz anders als damals, als er mit Milt und Ann auf der Riverside-Promenade zusammen gesessen hatte. Damals hatten die Dämme noch fest gestanden. Jetzt sprach er zum erstenmal von jenen Tagen. Er zeigte ihr sogar die kleinen Narben des Schlangenbisses und die größeren, wo er sich geschnitten hatte, um die Saugpumpe ansetzen zu können. Er erzählte von seiner Angst und seiner Flucht und der großen Einsamkeit, der er niemals voll ins Auge geschaut, die er sich niemals in ihrem vollen Umfang vorgestellt hatte. Und während er erzählte, sagte sie oftmals: »Ja, ich weiß. Ja, daran erinnere ich mich auch. Sprechen Sie weiter.«

1 ... 24 25 26 27 28 29 30 31 32 ... 92
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)