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Ein todsicherer Job

Электронная книга - «Ein todsicherer Job». Краткое содержание книги:

Zum Brüllen komisch und absolut hinreißend – eine liebenswerte Komödie der besonderen Art.

Charlie Ashers Welt ist perfekt, bis seine Frau Rachel bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren – anders kann er sich das Wesen in Minzgrün nicht erklären, das ihm immer wieder erscheint. Dann fallen auch noch wildfremde Menschen tot vor ihm um, und es stellt sich heraus, dass Charlie von ganz oben eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen hat: Seelen einzufangen und sicher ins Jenseits zu befördern. Ein todsicherer Job, aber trotzdem nichts für Charlie …
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»Hey, Lily, wie geht’s?« Charlie versuchte, sachlich zu klingen, musste aber feststellen, dass es die Unbeholfenheit, die seit ein paar Monaten zwischen ihm und Lily herrschte, keineswegs linderte, wenn sie ihn mit Nagetieren in einer Plastikkiste auf der Straße antraf.

»Hübsche Rennmäuse«, sagte Lily. Sie trug einen karierten Rock, wie er ihn von katholischen Schulmädchen kannte, mit schwarzer Strumpfhose und Doc Martens, dazu ein enges, schwarzes PVC-Bustier, aus dem oben blasse Lilienknospen zu quellen drohten, wie eine Brötchenteigdose, die man am Küchentresen aufgeschlagen hatte. Die Haarfarbe du jour war »Fuchsie« mit violettem Lidschatten, passend zu ihren violetten, ellenbogenlangen Spitzenhandschuhen. Sie drehte sich auf der Straße um, und als sie niemanden sah, den sie kannte, spazierte sie ein Stück mit Charlie.

»Es sind keine Mäuse, es sind Hamster«, sagte Charlie.

»Asher, könnte es sein, dass du mir was verheimlichst?« Sie neigte ihren Kopf ein wenig, ohne ihn anzusehen, und starrte immer stur geradeaus. Hätte jemand sie Seite an Seite mit Charlie gesehen, wäre sie gezwungen gewesen, Harakiri zu begehen.

»Meine Güte, Lily, die sind für Sophie!«, sagte Charlie. »Ihre Fische sind tot, also bringe ich ihr ein paar neue Haustiere mit. Außerdem ist diese Sache mit den Wüstenrennmäusen doch wohl eher einer dieser urbanen Mythen…«

»Ich meinte, dass du der Tod bist«, sagte Lily.

Fast ließ Charlie seine Hamster fallen. »Bitte?«

»Es ist so ungerecht…«, fuhr Lily fort und lief weiter, obwohl Charlie stehen geblieben war, so dass er jetzt rennen musste, um sie einzuholen. »…so ungerecht, dass du auserwählt wurdest. Von allen Enttäuschungen des Lebens ist das wohl die Krönung.«

»Du bist sechzehn«, sagte Charlie, der fast ins Stolpern kam, als er hörte, wie nüchtern sie darüber sprach.

»Komm mir bloß nicht damit, Asher. Ich bin nur noch zwei Monate sechzehn. Und dann? Ein Augenzwinkern später ist meine Schönheit nur noch Futter für die Würmer, und ich bin nicht mehr als ein vergessener Seufzer in einem Meer aus Nichts.«

»Du hast in zwei Monaten Geburtstag? Da müssen wir dir einen hübschen Kuchen besorgen«, sagte Charlie.

»Wechsel nicht das Thema, Asher. Ich weiß alles über dich und das, was du mit dem Tod zu tun hast.«

Wieder blieb Charlie stehen und starrte sie an. Diesmal blieb auch sie stehen. »Lily, ich weiß, ich benehme mich etwas sonderbar, seit Rachel tot ist, und es tut mir leid, dass du meinetwegen in der Schule Ärger hast, aber es liegt nur daran, dass ich mit allem fertig werden muss, mit dem Baby, mit dem Laden. Der Stress macht mich völlig…«

»Ich habe Das Große Bunte Buch des Todes«, sagte Lily. Sie fing Charlies Hamster auf, als sie ihm entglitten. »Ich weiß über die Seelenschiffchen Bescheid, über die finsteren Mächte, die aus der Tiefe kommen, wenn du es vermasselst, das ganze Zeug… alles. Ich glaube, ich weiß es schon länger als du.«

Charlie wusste nicht, was er sagen sollte. Er spürte gleichzeitig Panik und Erleichterung – Panik, weil Lily Bescheid wusste,aber auch Erleichterung darüber, dass wenigstens irgendjemand es wusste und es glaubte und das Buch tatsächlich gesehen hatte. Das Buch!

»Lily, hast du das Buch noch?«

»Es liegt im Laden. Ich habe es hinten im Glasschrank versteckt, wo du die wertvollen Sachen aufbewahrst, die kein Mensch kaufen will.«

»Niemand wirft je einen Blick in diesen Schrank.«

»Ob ich es vielleicht deshalb dahin gelegt habe? Ich dachte, wenn du es irgendwann findest, sage ich, dass es schon immer da war.«

»Ich muss los.« Er drehte sich um, merkte aber, dass sie bereits in die richtige Richtung nach Hause gelaufen waren, und kehrte wieder um. »Wo willst du hin?«

»Kaffee trinken.«

»Ich bring dich.«

»Das wirst du nicht tun.« Lily sah sich wieder um, fürchtete, jemand könnte sie sehen.

»Aber, Lily, ich bin der Tod. Da müsste ich doch wenigstens ansatzweise cool sein.«

»Ja, sollte man meinen, aber dann stellt sich raus, dass du es fertig gebracht hast, alles Coole aus dem Tod zu lutschen.«

»Wow, das ist bitter.«

»Willkommen in meiner Welt, Asher.«

»Du darfst es niemandem erzählen. Das weißt du, oder?«

»Als würde es jemanden interessieren, was du mit deinen Mäusen anstellst.«

»Hamster! Das ist nicht…«

»Ganz ruhig, Asher.« Lily kicherte. »Ich weiß, was du meinst. Ich sag niemandem was davon. Nur Abby weiß Bescheid, aber ihr ist es egal. Sie sagt, sie hat ihren Dunklen Lord getroffen. Sieist in diesem Stadium, in dem sie meint, ein Schwanz ist etwas Mystisches – wie ein Zauberstab.«

Verlegen rückte Charlie die Hamsterkiste zurecht. »So eine Phase machen Mädchen durch?« Wieso hörte er erst jetzt davon? Selbst die Hamster wirkten verlegen.

Lily machte auf dem Absatz kehrt und lief die Straße hinauf. »Darüber rede ich mit dir nicht.«

Charlie stand da, sah ihr nach, balancierte die Hamster und den nutzlosen Stockdegen, während er versuchte, sein Handy aus der Jackentasche zu fischen. Er musste dieses Buch sehen, und zwar nicht erst in einer Stunde, wenn er zu Fuß zu Hause ankam. »Lily, warte!«, rief er. »Ich ruf uns ein Taxi. Ich nehm dich ein Stück mit.«

Sie winkte ab, ohne sich umzusehen, und stapfte weiter. Während er darauf wartete, dass sich die Taxizentrale meldete, hörte er sie, diese Stimmen, und merkte, dass er direkt über einem Gully stand. Es war schon einen Monat her, seit er sie zuletzt gehört hatte – und er hatte so gehofft, sie wären nicht mehr da. »Die holen wir uns auch noch, Frischfleisch. Sie gehört uns.«

Er merkte, dass ihm die Angst wie Galle in der Kehle hochstieg. Er klappte sein Telefon zu und hetzte Lily nach, mit klapperndem Stock und baumelnden Hamstern. »Lily, warte! Warte!«

Sie fuhr herum, wobei ihre Fuchsia-Perücke statt der halben Drehung nur einen Teil davon vollführte, so dass ihr die Haare vor den Augen hingen, als sie sagte: »Eine von diesen Eistorten von Moögen Dasz, okay? Danach Ödnis und Verzweiflung.«

»Das schreiben wir auf die Torte«, sagte Charlie.

11

Manchmal sind Mädchen etwas finster

Das Große Bunte Buch des Todes war, wie sich herausstellte, gar nicht so groß und vor allem nicht sonderlich umfassend. Charlie las es ein Dutzend Mal, machte sich Notizen, fertigte Kopien an, suchte nach Erklärungen für das, was darin behandelt wurde, aber der Inhalt der achtundzwanzig üppig illustrierten Seiten ließ sich auf Folgendes zusammendampfen:

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Сюжет
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Атмосфера
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Главный герой
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Общее впечатление
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