Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Taran und der Zauberkessel
Taran und der Zauberkessel - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Taran und der Zauberkessel

Электронная книга - «Taran und der Zauberkessel». Краткое содержание книги:

Taran und der Zauberkessel
1 ... 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32
Перейти на страницу:

„Nichts überstürzen!“ entgegnete Ellidyr. „Alles hat seinen Preis, wie du weißt. Soll ich euch helfen, den Kessel nach Caer Dallben zu bringen, so stelle ich selbstverständlich meine Bedingungen.“ „Deine Bedingungen?“ fauchte Eilonwy. „Jetzt ist nicht die Zeit zum Feilschen, Sohn des Pen-Llarcau!“

„O doch!“ erwiderte Ellidyr ungerührt. „Wenn ihr Wert darauf legt, daß der Kessel geborgen wird, müßt ihr euch meinem Befehl unterwerfen. Außerdem werdet ihr jedermann gegenüber erklären, daß ich es gewesen bin, der den Crochan gefunden hat – darauf verlange ich einen heiligen Eid von euch.“

„Täusche dich nicht!“ rief Eilonwy. „Das hieße ja, die Wahrheit auf den Kopf stellen! Du bist wahnsinnig, Ellidyr!“

„Wahnsinnig, Küchenmagd?“ Ellidyrs Augen flackerten. „Wahnsinnig bin ich nicht. Ich bin müde, nichts weiter. Mein ganzes Leben lang wurde ich immer ins zweite Glied gedrängt, für gering gehalten. Jetzt aber werde ich vorn sein, ganz vorn in der ersten Reihe! Ich lasse mir diese Ehre nicht streitig machen, jetzt nicht mehr!“ „Adaon sah ein schwarzes Untier auf deiner Schulter hocken“, sagte der Junge ruhig. „Nun sehe auch ich es.“ „Ich schere mich einen Dreck um dein schwarzes Untier!“ schrie Ellidyr. „Ich denke an meine Ehre!“ „Und ich?“ fragte Taran mit bebender Stimme. „Glaubst du, daß meine Ehre mir nichts bedeutet?“ „Die Ehre eines Schweinejungen!“ höhnte der Prinz. „Wenn du meinst, daß ich mit mir handeln lasse, dann irrst du dich. Meine Bedingungen kennst du – nun triff deine Wahl!“

Taran stand da wie vom Donner gerührt. Eilonwy packte Ellidyrs Arm. „Wie kannst du die Stirn haben, einen solchen Preis zu fordern!“

Ellidyr stieß sie weg. „Laß den Schweinejungen entscheiden! Er ist es, der für euch alle zu zahlen hat.“ Taran wandte sich den Gefährten zu. „Wenn ich schwöre, so müßt ihr mitschwören. Ehe ich mich entscheiden kann, muß ich wissen, ob ihr euch an dem Schwur beteiligt. Darin müssen wir übereinstimmen.“ Niemand sagte ein Wort.

Schließlich murmelte Fflewddur: „Entscheide du für uns alle, Taran, ich füge mich.“

Gurgi nickte feierlich mit dem Kopf, Eilonwy aber rief zornig: „Ich lüge auf keinen Fall! Nicht für diesen Verräter, der uns so schmählich im Stich gelassen hat!“ „Es geht nicht um ihn“, sagte Taran ruhig. „Hier geht es um unsere Sache.“

„Aber es wäre ein Unrecht!“ rief Eilonwy. Tränen traten ihr in die Augen.

„Es geht hier auch nicht um Recht und Unrecht“, erwiderte Taran. „Es geht um die Aufgabe, die uns gestellt ist – und die wir zu Ende zu führen haben.“ Eilonwy schaute weg. „Triff, wie dich Fflewddur gebeten hat, die Entscheidung in unser aller Namen“, murmelte sie kaum hörbar. „Ich will mich nicht länger dagegen sperren.“

Eine Zeitlang verharrte Taran in tiefem Schweigen. Es fiel ihm nicht leicht, den Preis zu zahlen, den Ellidyr forderte. Doch er sah ein, daß es keinen anderen Ausweg gab. Schließlich erklärte er stockend: „Der Kessel, Sohn des Pen Llarcau, ist dein – und alles soll so geschehen, wie du’s von uns verlangt hast, das schwören wir.“ Schweren Herzens befolgten die Gefährten Ellidyrs Anordnungen. Abermals schlangen sie die Riemen um den gesunkenen Crochan. Ellidyr spannte die drei Rösser vor; und während Fflewddur mit seiner unverwundeten Hand die Zügel festhielt, wateten die anderen mit Ellidyr in den Fluß.

Bis zu den Knien im eisigen Wasser stehend, erteilte der Sohn des Pen-Llarcau seine Befehle. Taran, Eilonwy und Gurgi mußten den Kessel auf beiden Seiten abstützen. Dann gab er dem Barden ein Zeichen. Die Pferde zogen an; er selbst versuchte den Crochan mit der Schulter hochzustemmen. Es glückte ihm aber nicht, der Kessel rührte sich nicht von der Stelle.

Keuchend bückte sich Ellidyr abermals unter den Rahd des Crochans. Die Riemen knarrten und spannten sich, Ellidyrs Schulter blutete, sein Gesicht war vor Anstrengung kreideweiß. Mühsam würgte er einen Befehl hervor, seine Muskeln zitterten.

Plötzlich ein Ruck und ein Freudenschrei! Ellidyr stürzte vornüber ins Wasser, der Kessel war los! Es war keine leichte Arbeit, ihn vollends an Land zu zerren, aber sie schafften es. Dann banden sie das Gestell mit dem Schwarzen Crochan zwischen Melynlas und Lluagor fest. Islimach wurde vorgespannt, um die beiden zu leiten.

Bis jetzt hatten Ellidyrs Augen vor Siegesfreude gefunkelt. Nun aber verdüsterten sich seine Züge. „Zwar habe ich meinen Kessel dem Fluß entrissen“, sagte er, „doch ich bin mir nicht sicher, Schweinejunge, ob du mich nicht betrügen wirst. Allzu vorschnell bist du auf meine Bedingungen eingegangen, das stimmt mich bedenklich.“

„Du hast meinen Eid!“ erwiderte Taran.

„Den Eid eines Schweinejungen! Du hast ihn geleistet, du kannst ihn auch wieder brechen.“

„Sprichst du von dir?“ fragte Eilonwy zornig. „Du würdest ihn freilich nicht halten, Sohn des Pen-Llarcau – wir aber sind nicht von deiner Art!“

„Um den Kessel zu heben, habe ich jeden von euch gebraucht“, sagte Ellidyr kalt. „Um ihn wegzuschaffen, genügen die Gäule und ich allein.“

„Ellidyr!“ schrie der Junge auf. „Bist du von Sinnen?“

„Von Sinnen?“ Ellidyr lachte. „Ich wäre es, wenn ich dir über den Weg traute, Schweinejunge! Ein Schwur läßt sich brechen. Ich will dich für alle Zeiten zum Schweigen bringen!“

Damit riß er das Schwert aus der Scheide. „Ja, Schweinejunge, auf diesen Augenblick habe ich lange gewartet!“

Taran war vollkommen überrascht. Ehe er Zeit fand, vom Leder zu ziehen, drang Ellidyr auf ihn ein. Taumelnd wich Taran zurück. Ellidyr trieb ihn erbarmungslos vor sich her, auf den Fluß zu.

Der Junge versuchte, den Schwerthieben auszuweichen. Plötzlich verlor er das Gleichgewicht und stürzte ins Wasser. Die Steine glitten unter ihm weg, die Strömung erfaßte ihn. Hilfesuchend warf er die Arme hoch. Er sah eine scharfgezackte Felsenwand auf sich zukommen, dann verließen ihn die Sinne.

Das Lager im Wald

Es war Nacht, als Taran das Bewußtsein wiedererlangte. Er war in einen Mantel eingewickelt und lehnte mit dem Rücken an einem Felsblock. Sein Kopf dröhnte, er fühlte sich wie gerädert. Eilonwy beugte sich über ihn. Er blinzelte mit den Augen und versuchte sich aufzurichten. Das Mädchen hatte die leuchtende Goldkugel auf den Felsen gestellt; daneben flackerte ein kleines Feuer, das von Fflewddur und Gurgi geschürt wurde. „Daß du nur endlich wach bist!“ sagte Eilonwy mit ungewohnter Freundlichkeit. „Du hast soviel Wasser geschluckt – wir hatten uns auf das Schlimmste gefaßt gemacht.“

„Wo ist Ellidyr?“ keuchte Taran und blickte umher. Dann deutete er auf das Feuer und zischte: „Auslöschen! Wollt ihr, daß Arawns Krieger uns auf den Hals kommen?“ „Wir hatten die Wahl, entweder Feuer zu machen oder dich erfrieren zu lassen“, entgegnete Fflewddur. „Außerdem dürften wir Arawn gleichgültig geworden sein, seit wir den Kessel los sind – glücklicherweise, möchte ich sagen.“

„Seit wir den Kessel los sind?“ rief Taran. „Wo ist der Crochan?“

„Bei Ellidyr“, sagte Eilonwy.

„Und wenn du uns fragst, wo der ist“, warf Fflewddur ein, „so müssen wir leider antworten: keine Ahnung.“ „Der böse Prinz hat sich mit dem bösen Kessel davongemacht“, fügte Gurgi hinzu. „Zwischen Pferde gebunden – im Wald verschwunden.“

„Endlich sind wir die beiden los“, stimmte Fflewddur zu. „Ich weiß nicht, wer schlimmer ist: der Crochan oder Ellidyr. Jedenfalls passen sie ausgezeichnet zusammen.“

„Ihr habt ihn entkommen lassen?“ Taran faßte sich an den Kopf. „Ihr habt zugesehen, wie er mit dem Crochan verschwunden ist?“

„Zugesehen ist kaum das passende Wort dafür“, erwiderte Fflewddur. Eilonwy kam ihm zu Hilfe und sagte: „Ist dir entfallen, daß Ellidyr drauf und dran war, dich umzubringen? Nachdem du ins Wasser gefallen warst, wollten wir dir zu Hilfe eilen; doch Ellidyr ging wie ein Rasender auf uns los. Er tobte und schrie und bedrohte uns mit dem Schwert.“

1 ... 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)