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Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
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Der Kommandant der Batterie wandte sich zu ihm um. Ein Holzsplitter, groß wie ein Stuhlbein, steckte in seiner Schulter. Sein Kettenhemd war dunkel von Blut, und er schwankte leicht, aber er lächelte ihn an. »So ist es, Herr aller Tiefen«, stieß er unter Schmerzen hervor. »Wir machen ihn platt.«

Die abgekämpften Geschützmannschaften sahen ihn dümmlich grinsend an. Seine Worte bedeuteten ihnen wohl viel. Dabei waren Worte billig. »Weitermachen, Männer! Ich steig zum unteren Geschützdeck und seh zu, dass ich dem Stahlding da unten auch ein paar nette Beulen verpasse.«

Sie nickten ihm zu. »Wir gehen hier eher drauf, als dass wir flüchten«, rief ihm ein junger Zwerg zu, der eine Steinkugel zu einem Geschütz rollte. »Hier gibt es keine Schisser!«

»Ich weiß«, sagte Hornbori. Dann stieg er tiefer hinab.

Aus den Augen

Wir müssen ihnen helfen, hallten die Gedanken seines dunklen Bruders im Kopf des Goldenen. Wir können nicht einfach zusehen, wie das Himmelland zerstört wird. Und dieser Drache wird es zerstören!

Zugleich drangen die Worte Gobhayns in sein Bewusstsein. Der Schöpfer, wie ihn alle an Bord des Himmellands nannten, zählte auf, auf welchen Felsen es Feuer gab. Drei neue Brände waren nicht mehr zu beherrschen. Die Felsen, auf denen sie wüteten, würden bald abgeworfen werden.

Auch hatte das Erscheinen des stählernen Drachen eine Panik unter ihren kleinen Brüdern ausgelöst. Etliche flohen vom Schlachtfeld, nachdem sie gesehen hatten, mit welcher Leichtigkeit das Ungeheuer, das die Devanthar erschaffen hatten, sie töten konnte.

Alles geht schief, lamentierte der Flammende. Nichts läuft mehr, wie wir es geplant haben. Wir sollten aufgeben.

Das werden wir nicht tun! Die Gedanken des Nachtblauen stachen wie Schwerter in ihre Köpfe, und er gab sich nicht die mindeste Mühe, seinen Zorn zu mäßigen. Diese Schlacht ist noch nicht verloren. Zerstören wir den Drachen! Alle Zauber sind gewoben. Wir können binnen eines Augenblicks dort sein. Worauf wartet ihr noch? Wir sind Krieger! Wir sind zum Kämpfen geboren.

Wir haben das Himmelland geschickt, um die Devanthar aus ihren Verstecken zu locken. Der Goldene konnte spüren, wie sein smaragdener Bruder bereits alles verloren gab. Sie sind leider klüger, als wir gedacht haben. Sie sind nicht erschienen, stattdessen haben sie dieses stählerne Ding geschickt, von dem der Goldene berichtet. Ein Drache! Sie verhöhnen uns damit! Und ich sehe nicht, was wir dagegen tun könnten.

Sie sind da!, beharrte der Goldene. Ganz sicher beobachten sie in diesem Augenblick, was ihr Drache tut. Und ich verwette mein Leben, dass sie nahe dem Teich stehen, in dem die toten Leiber unserer Brüder, des Purpurnen und des Frühlingsbringers, in Knechtschaft gehalten werden.

Warum?, fragte der Rote. Auch seine Stimmung war niedergeschlagen. Es reizte den Goldenen bis aufs Blut, zu spüren, wie seine Brüder die Schlacht um Nangog einer nach dem anderen verloren gaben. Warum sollten sie dort sein?

Weil sie, genau wie wir, wissen wollen, wie die Schlacht verläuft. Es kostete den Goldenen Mühe, seine Wut im Zaum zu halten.

Wir schaffen es, durch Solaiyn die Schlacht sogar aus einer anderen Welt zu beobachten. Glaubst du wirklich, dass nicht auch die Devanthar solche Möglichkeiten haben?, wandte der Smaragdene ein.

Warum sollten sie das tun, wenn sie in nächster Nähe des Schlachtfeldes einen Ort haben, an dem sie in Sicherheit sind. Sie sind überzeugt, dass wir die Körper unserer toten Brüder bergen werden. Also können wir keinen Angriff wie in Selinunt unternehmen.

Wollen wir das denn? Der Flammende klang ernsthaft überrascht.

Zum ersten Mal spürte der Goldene nun auch Nachtatems Ärger. Der Erstgeschlüpfte hatte sich bislang zurückgehalten, doch damit war es nun vorbei.

Wofür streiten wir eigentlich?, fuhr er den Flammenden an. Für die Toten oder für die Lebenden? Was, glaubst du, würden unsere Brüder wollen? Dass wir sie rächen und den Kampf gegen die Devanthar für immer beenden oder dass wir ihre Leichen bergen, um diesen Krieg dann noch endlos weiterzuführen?

Und wenn sie nicht dort sind, die Devanthar …, wandte der Smaragdene ein. Du hast sie nirgends entdecken können. Alles, was wir haben, sind Vermutungen. Das ist keine Basis, auf der man …

Plötzlich sah der Goldene nichts mehr. Eben noch hatte er seinen Brüdern gelauscht und den großen fünfköpfigen Drachen vor Augen gehabt, doch jetzt war da nichts mehr. Ein Schauer überlief ihn, und ihm wurde bewusst, dass all seine Brüder das spüren mussten.

Was ist geschehen?, bedrängte ihn Nachtatem.

Mein Band zu Solaiyn ist durchtrennt … Der Goldene fühlte sich durch die abrupte Trennung von dem Elfenfürsten benommen.

Das Himmelland! Der Flammende war in Panik. Haben sie das Himmelland zerstört?

Ich sehe nichts mehr …, murmelte der Goldene und kämpfte blinzelnd darum, wieder mit all seinen Sinnen bei seinen Brüdern zu sein.

Hat der stählerne Drache das Himmelland angegriffen? Was hast du als Letztes gesehen?, setzte Nachtatem ihm zu. Der Goldene spürte, dass sein Bruder kurz davorstand, sich in seine Erinnerungen zu drängen. Ungefragt die letzten Augenblicke, die er mit Solaiyn verbunden gewesen war, aus seinem Gedächtnis abzurufen.

Der Stahldrache hat zum Himmelland aufgeblickt. Ich glaube, er wollte angreifen. Das ist das Letzte, was Solaiyn gesehen hat.

Retten wir das Himmelland! Es war keine Frage, die Nachtatem stellte. Er nahm sich heraus, ihnen Befehle zu geben. Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie mehr als fünfundzwanzigtausend Albenkinder für uns sterben. Die Alben haben uns erschaffen, um ihre Kinder und ihre Welt zu hüten. Hören wir auf zu reden und tun wir endlich, wozu wir geboren wurden.

Nachtatem sprach ein Wort der Macht und öffnete den Drachenpfad, der sie zum Himmel über der Goldenen Stadt bringen würde. Ohne auf ihre Antwort zu warten, stürzte er sich hindurch.

Der letzte Schuss

Nyr klammerte sich an sein Geschütz, als ein entsetzlicher Tatzenhieb ihren Felsen traf. Er hörte Stein bersten und Galar fluchen, der von den Beinen gerissen wurde. Über ihnen schrien die Männer der oberen Geschützstellung. Der Prankenhieb schien ihnen gegolten zu haben.

Der Richtschütze sah Steine aus dem Mauerwerk der Geschützbastion in die Tiefe stürzen. Und er sah Leiber zwischen den Steinen.

Ihr Felsen, in den die Stellungen hineingebaut waren, bewegte sich seltsam. Er taumelte, drehte sich halb.

»Die Verbindungen zum Himmelland müssen gerissen sein«, sagte Hornbori mit zitternder Stimme. Erschrocken drehte sich Nyr zu ihm um. Der Herr aller Tiefen stand in der Tür zur Wendeltreppe. Er stützte sich mit beiden Händen im Türrahmen ab.

»Was machst du hier, Schisser?«, fuhr in Galar an. »Hatten schon alle Luftaale abgelegt?«

»Ich bin zurückgekommen, um dafür zu sorgen, dass ihr nicht vergesst, was wir uns einmal geschworen haben … Wir wollen nur eins, die Tiefe Stadt …« Ein weiterer Tatzenhieb traf ihren Felsen, und er wurde gegen das Himmelland geschleudert, während sich kreischend Stahl in Gestein bohrte.

Diesmal wurde auch Nyr von den Beinen gerissen. Galar kugelte quer durch die kleine Geschützkammer, und Hornbori stürzte auf die Treppenstufen hinter ihm.

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