Untot
- Автор: Руссо Джон
- Язык: немецкий
- Жанр: Ужасы
Электронная книга - «Untot». Краткое содержание книги:
Als Carter den Aufprall auf der Fahrbahn hörte, gab er Gas und jagte los, so daß Flack beinahe kopfüber vom Wagen gefallen wäre. Er klammerte sich an der Seitenplanke fest und brüllte: »Der Generator! Halt an! Wir haben den Generator verloren!«
Flacks Stimme ging im Dröhnen des Lastwagenmotors unter und Carter fuhr weiter. Auch Wade war nicht bereit, anzuhalten. Er steuerte den Wagen über den Seitenstreifen, um Billy und dem Generator auszuweichen, während die Leichenfresser herandrängten.
Fünf oder sechs Humanoide beugten sich über Billy, der bewußtlos auf der Fahrbahn lag. Einige dieser Kreaturen waren von dem Laster gerammt oder überrollt worden und sahen grotesk verunstaltet aus, noch blutiger und gräßlicher als vorher. Dem einen war der Brustkasten auf einer Seite plattgedrückt worden, und gesplitterte Rippen ragten durch die Haut und die zerfetzte Kleidung. Einem anderen war das Fleisch vom Gesicht geraspelt worden, als er über den Kies der Straße gerutscht war; seine Nase war fast vollständig abgerissen und seine weißen Backenknochen waren zu sehen, wo sie nicht mehr von toter Haut bedeckt wurden. Einem Dritten fehlte ein Bein und er schleppte sich langsam zu der Stelle, wo Billy hilflos mitten auf der Fahrbahn lag. Glücklicherweise fühlte Billy keinen Schmerz, als der erste Leichenfresser über ihn herfiel und seine toten Zähne in das weiche Fleisch seiner Kehle grub. Sein Blut begann zu fließen. Angelockt von dem Geruch frischen, warmen Bluts kamen auch die anderen toten Kreaturen herbei, um ihren Hunger zu stillen. Billy war sehr bald tot und wurde in Stücke gerissen. Der Laster und der Polizei wagen jagten davon. Auf dem Rücksitz schluchzten und weinten Ann und Sue Ellen, hilflos und von Grauen und Kummer geschüttelt, für die es keinen Trost gab. Es war ihnen unwichtig, ob sie leben oder sterben mußten, und sie wußten, daß sie wahrscheinlich nicht am Leben bleiben würden.
An der Einmündung auf die Landstraße blieben die beiden Fahrzeuge stehen. Wade holte Stofflappen von der Ladefläche des Lasters und verstopfte den beiden Mädchen damit die Münder. Flack sprang von der Ladefläche und machte die Ladeklappe wieder fest. Dann stieg er neben Carter auf den Beifahrersitz.
»Auf zu den Kingsleys«, rief Carter und bog nach rechts auf die Landstraße ein. Flack grinste zustimmend. Carter beschleunigte den Laster. Der Polizeiwagen folgte dicht dahinter.
Im Wohnzimmer des Millerschen Farmhauses lagen zwei Beamte der Staatspolizei auf dem Fußboden, der eine gefesselt und mit verstopftem Mund, der andere mit einer Schußwunde auf der rechten Seite direkt unter dem Brustkasten. Der Verwundete lag völlig reglos da und Blut tropfte aus dem Loch in seinem Leib. Die Beamten Carl Martinelli und Dave Benton waren von John Carter und seiner Plündererbande überwältigt worden, nachdem das Mädchen Angel sie in einen Hinterhalt gelockt hatte. Sie hatte ihnen überzeugend vorgespielt, ihr Bruder sei von mehreren der humanoiden Kreaturen angegriffen und schwer verletzt worden. Die Staatspolizisten Benton und Martinelli fürchteten, der Bruder würde sterben, und glaubten, das Mädchen würde Hilfe brauchen, um gegebenenfalls die Leiche unschädlich zu machen, und waren mit Angel in dem Polizeiwagen zu einem einsamen Farmhaus gefahren, wo Carter, Flack und Wade sie überrumpelten und gefangennahmen. Sie wurden gezwungen, mit Carter und Connely die Kleider zu tauschen. Sie wurden gefesselt und geknebelt, während die beiden Verbrecher sich als Staatspolizisten verkleideten. Die Bande hatte die Bewohner des Farmhauses getötet und sämtliche Wertgegenstände mitgehen lassen.
Ohne den Blick von seinem reglos daliegenden Kollegen zu wenden, versuchte Dave Benton, sich zu befreien. Er bemühte sich, die Strippen, die seine Handgelenke fesselten, zu dehnen und zu lockern, weil er hoffte, sie dann abstreifen zu können, aber sie waren so fest angezogen worden, dass seine Handgelenke schmerzten und es unmöglich schien, sich ihrer auf diese Weise zu entledigen. Er hielt mit seinen Bemühungen abrupt inne, zwang sich, ruhig und vernünftig nachzudenken, und ließ seine Augen auf der Suche nach etwas, das ihm nützen könnte, durch den Raum wandern. Die Wohnzimmertür war geschlossen, aber nicht verriegelt. John Carter hatte es so eingerichtet, weil er hoffte, es würde die Kreaturen draußen ein wenig länger fernhalten und den Opfern drinnen ein ironischeres Schicksal bereiten. Durch die Spalten zwischen den Brettern vor den Fenstern konnte Dave Benton sehen, daß das Feuer im Vorgarten noch immer brannte. Er vermutete, daß es die Fleischfresser bislang gehindert hatte, einen konzertierten Angriff auf das Haus zu unternehmen. Dave war sich sicher, daß der Angriff stattfinden würde, es war nur eine Frage der Zeit - die Zeit, die es brauchte, bis die toten Kreaturen hungrig genug wurden oder bis das Feuer niedergebrannt war und die Kreaturen ihre Angst verloren. Dave wußte nicht, daß einige der lebendigen Toten ihren Appetit zeitweilig an dem Fleisch des Jungen Billy gestillt hatten, der vom Lastwagen gestoßen worden war, um die Leichenfresser zu beschäftigen, während Carter und seine Bande sich in Sicherheit brachten.
Dave mußte sich irgendwie befreien, damit er die Tür wieder mit den Balken verrammeln und die Wunde seines Kollegen versorgen konnte, ehe das Schlimmste eintraf. Er hoffte, daß sein Kollege nicht sterben würde. Er hatte Erfahrung mit Schußwunden, der Blutverlust schien nicht allzu groß zu sein, und wenn keine lebenswichtigen Organe getroffen waren, konnte Erste Hilfe einiges bringen und Carl konnte in ein Krankenhaus geschafft werden. Ein Schauder durchzuckte Dave, als er sich vorstellte, was passieren würde, wenn er sich nicht befreien könnte, Carl sterben und als einer der hungrigen Leichenfresser wieder aufwachen würde. Dave wußte auch nicht von der Gefahr, die in Bert Millers Schlafzimmer lauerte. Er ahnte, daß Angel etwas zugestoßen war, aber er hatte keine Ahnung, was.
Er konnte in dem Zimmer nichts entdecken, das scharf genug gewesen wäre, die Fesseln durchzuschneiden. Über dem Kamin hing ein Spiegel und Dave überlegte, wie er ihn zerbrechen könnte. Vielleicht konnte er auf die Füße kommen und den Spiegel mit irgendeinem schweren Gegenstand treffen. Nein, das schien nicht machbar. Der Spiegel hing zu hoch und Daves Bewegungsfreiheit war zu eingeschränkt. Er dachte, er könnte vielleicht bis in die Küche robben und versuchen, ein Küchenmesser aus einer Schublade zu holen. In diesem Moment stöhnte Carl Martinelli und hob den Kopf. Dave starrte zu seinem Kollegen und wünschte, er könnte etwas zu ihm sagen.