Untot
- Автор: Руссо Джон
- Язык: немецкий
- Жанр: Ужасы
Электронная книга - «Untot». Краткое содержание книги:
»Meine Schwester bekommt ein Baby«, protestierte Ann in der Hoffnung, irgendwo in diesem Mann steckten vielleicht noch ein paar menschliche Gefühle.
»Sie braucht nicht mitzukommen«, entschied Flack. »Sie kann hierbleiben und es kriegen.« Das erschien ihm ungeheuer lustig und er brach in sein hämisches Gekicher aus. »Bitte, Flack, das ist doch nicht Ihr Ernst!« flehte Ann. Sie konnte nicht glauben, daß der Mann so grausam war. »Doch«, bestätigte Sue Ellen bitter. Es schüttelte sie, als sie den Mann anschaute, und sie wandte ihr tränenüberströmtes Gesicht zur Wand.
»Verflucht noch mal, bewegt eure Ärsche endlich nach unten!« schnauzte Flack und drohte ihnen mit dem Revolver. Karens Stöhnen schallte durch den Flur. Billy und Ann halfen Sue Ellen aus dem Bett und auf die Füße und stützten sie. Mühsam stiegen sie die Treppe hinunter, gefolgt von Flack, der den Revolver auf sie gerichtet hielt. Angel blickte auf und lächelte bösartig. »Was machen wir denn bloß mit denen da?«
Wade Connely grinste. »Sie dürften mehr als nur ein paar von denen da draußen zufriedenstellen.«
»Zombiefutter«, wiederholte Flack, die Mündung seines Revolvers auf Ann, Billy und Sue Ellen gerichtet. Ihm gefiel der Ausdruck.
»Und wo ist die andere?« fragte Carter plötzlich. »Die kriegt noch immer ihr Baby«, erwiderte Flack kichernd. »Ist mir wurscht, ob sie'n Gör kriegt. Angel, geh sie holen. Ich will alle hier unten haben.« Angel stand gehorsam auf und begab sich zur Treppe. Ein Poltern war plötzlich vor dem Haus zu hören. John Carter gab Wade mit einer Geste zu verstehen,
daß er nach dem Rechten schauen solle. Wade eilte ans Fenster.
»Zwei sind bis an die Haustür gekommen«, berichtete Wade. »Sieht so aus, als kriegten sie wieder Hunger.« »Sag ihnen, es sei noch nicht Zeit fürs Abendessen«, spöttelte Flack. »Noch nicht«, fügte er hinzu.
Wade bohrte sein Gewehr zwischen zwei Brettern hindurch und zersplitterte die Fensterscheibe. Dann gab er zwei sorgfältig gezielte Schüsse ab. Draußen sackten zwei Leichenfresser neben dem Lastwagen zu Boden, beide genau zwischen den Augen getroffen. »Wir werden ein anständiges Feuer brauchen, um hier herauszukommen«, war sich Wade im klaren, als er sich vom Fenster abwandte und sein Gewehr wieder lud.
Im Obergeschoß war Angel auf dem Weg zu dem Raum, aus dem sie Karens Stöhnen hörte. Eilig strebte sie an der halb geöffneten Tür von Bert Millers Schlafzimmers vorbei. Zwei Hände schnellten durch den Türspalt und packten Angel brutal. Eine krallte sich über Mund und Gesicht, die andere würgte sie an der Kehle. Der Humanoide zerrte die Frau schnell in das Dunkel des Schlafzimmers. Er machte ihrem verzweifelten Gestrampel ein Ende, indem er ihren Kopf gegen die Wand donnerte, bis sie das Bewußtsein verlor. Die Geräusche des kurzen Kampfes wurden von Wades Gewehrschüssen durch das Wohnzimmerfenster völlig übertönt.
Der Leichenfresser kniete über dem bewußtlosen Mädchen; Speichel triefte über seine toten Lippen. Mit gierigem Glitzern in den Augen biß er in das weiche Fleisch ihres Halses. Dann wanderten seine groben Hände abwärts und rissen ihr mit brutaler Gewalt die Bluse vom Leib. Die Kreatur senkte den Kopf und grub ihre Zähne tief in die festen Brüste des Mädchens. Er kaute erst ein Stück aus der einen, dann aus der anderen. Dabei ließ er aus tiefer Kehle lüsternes Stöhnen dringen, und sein Körper bewegte sich in rhythmischen Zuckungen.
Als der Leichenfresser den Kopf hob, riß er eine der Brustwarzen mit ab. Mit noch größerer Entschlossenheit fetzte er ihr die Überreste ihrer Kleider vom Leib und labte sich an der Üppigkeit ihrer Schenkel und Lenden, bis er gesättigt war.
Im Wohnzimmer hatte Wade Connely sein Gewehr durch eine andere Öffnung gezwängt und feuerte noch immer. Er schoß mehrmals daneben, und die Leichenfresser wichen zurück. Sie verschwanden hinter überhängenden Ästen und verbargen sich im Schatten der umstehenden Bäume.
Die toten Dinger hatten begonnen, den Zusammenhang zwischen dem Knallen der Schüsse und ihrer potentiellen Vernichtung zu erkennen. Vielleicht waren es aber auch nur die Funken, die bei der Explosion des Pulvers entstanden, was ihnen angst machte, da Feuer das einzige war, das sie zu fürchten schienen.
Wade spannte den Abzug seines Gewehres wieder, aber Carter schnauzte ihn an. »Das langt! Hör auf!« »Sie sind zurückgewichen«, berichtete Wade. »Zwei hab' ich erwischt, den Rest verfehlt.«
»Dann hör auf, Munition zu vergeuden«, wies ihn Carter zurccht. Daraufhin rief er die Treppe hinauf: »Angel, mach voran, daß das hier endlich weitergeht!« »Im Küchenschrank liegt eine Wäscheleine. Bring die her, Wade«, befahl Flack.
Wade tat, wie ihm geheißen, und er und Flack fesselten Ann, Sue Ellen und Billy, so daß sie sich nicht mehr bewegen konnten und mit auf den Rücken gebundenen Händen am Boden liegen mußten. »So, und wer von euch kennt die Kombination von dem Safe? «
Flack packte das Seil, das um Anns Knöchel geknotet war, zerrte sie daran neben den Safe und hielt ihr die Pistole unters Kinn. »Du willst doch nicht, daß ich dir dein niedliches kleines Kinn durch den Hinterkopf jage, oder?« »In dem Safe ist nichts drin«, flüsterte Ann mit rauer Stimme. »Erzähl mir doch nichts!« bellte Flack. »Sue Ellen weiß die Kombination«, fuhr Ann fort. »Aber da ist nichts drin außer ein paar Schallplatten und altem Plunder.« Carter war aufgestanden und hatte sich, den Revolver auf ihren Kopf gerichtet, über Sue Ellen gebeugt. »Sechzehn, dreiundzwanzig, dreiundfünfzig«, brachte Sue Ellen hervor. Dann räusperte sie sich und fügte hinzu: »Sechzehn im Uhrzeigersinn bis zur Dreiundzwanzig, dann andersrum bis dreiundfünfzig.«
»Probier's«, befahl Carter.
Wade kniete sich neben den Safe und drehte an dem Knopf. Die Tür ging auf. Flack lachte ein irres Lachen, das sehr bösartig wurde. Wade holte einen Stapel Schallplatten heraus und begann, sie durchs Zimmer zu werfen. »Verfluchte Bauerntrampel«, schimpfte Flack, ging zu Billy hinüber, der gefesselt und hilflos am Boden lag, und versetzte ihm einen kräftigen Tritt in die Rippen. Billy schrie auf und wand sich am Boden, vor Schmerz traten ihm Tränen in die Augen.
»Paßt auf die Gefangenen auf«, ermahnte Carter. »Ich geh' mal nachschauen, was Angel so lange da oben macht.« Er trabte die Treppen hinauf und eilte in das Zimmer, in dem Karen schwitzend und stöhnend in den Wehen lag. Sie starrte ihn mit angstgeweiteten Pupillen wortlos an. Carter ließ seinen Blick durchs Zimmer gleiten, dann drehte er sich auf dem Absatz um und rannte den Flur entlang, bis er aus einem anderen Schlafzimmer ein Geräusch hörte. Mit gezogener Pistole näherte er sich der angelehnten Tür und versuchte, das Dunkel dahinter zu durchdringen. Neben dem Eingang an der Wand ertastete er einen Schalter, knipste ihn an und sofort wieder aus. Der Leichenfresser zuckte bei der plötzlichen Helligkeit zusammen. Er war viel zu sehr mit Angel beschäftigt. Das kurze Aufflammen des Lichts brannte ein grauenvolles Bild in Carters Bewußtsein: die grotesken Überreste des kannibalisierten Mädchens und das tote, weiße, blutverschmierte Gesicht ihres Verschlingers. Erschüttert wich Carter aus dem Zimmer. Er dachte zuerst daran, das tote Wesen zu erschießen, doch dann beschloß er, daß es ihm nützlich sein konnte. Wenn er es im Haus ließe, würde es sich um die kümmern, die er hier zurücklassen würde. Carter eilte die Treppe hinunter ins Wohnzimmer. »Laßt uns von hier verschwinden«, wandte er sich an Flack. »Wie du richtig gesagt hast, haben wir eine Verabredung mit Mr. Kingsley.«