Untot
- Автор: Руссо Джон
- Язык: немецкий
- Жанр: Ужасы
Электронная книга - «Untot». Краткое содержание книги:
»Haben Sie eine Erklärung für das, was geschieht?« »Nicht die mindeste. Ich tue meine Arbeit, das ist alles. Ich hätte nie gedacht, daß diese verdammte, unglaubliche Geschichte sich je wiederholen könnte.«
»Sheriff, was läßt Sie annehmen, der Leichenfresser Herr werden zu können?«
»Es ist uns schon einmal gelungen. Wir können diese Kreaturen überwältigen und vernichten. Anschließend wieder Ordnung zu schaffen, darin besteht die eigentliche Schwie...« John Carter stand auf und schaltete das Gerät aus. Er drehte sich zu Ann und Billy um, die Karens regelmäßigem Stöhnen lauschten, sie leise nach ihren Schmerzen ausfragten, versuchten, sie zu beruhigen, und über die Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt diskutierten.
»Es tut so weh«, jammerte Karen nach einer besonders heftigen Wehe. »Und die Schmerzen kommen wieder und wieder.«
»Wir müssen sie in ein Krankenhaus schaffen«, forderte Billy und ließ seinen Blick in Erwartung von Zustimmung zu John Carter schnellen.
Carter bewegte den Kopf von einer Seite zur anderen. »Es ist viel zu gefährlich, sich nach draußen zu wagen.« Flack grinste, schnippte eine Zigarette aus einer Packung und zündete sie an. »Komm, wir bringen Karen erst mal nach oben«, schlug Ann Billy resigniert vor.
Billy und Ann halfen Karen beim Aufstehen und machten sich auf den Weg zur Treppe. Flack trat ihnen in den Weg und zwang sie, stehenzubleiben. Karen wurde von einer weiteren Wehe erfaßt, krümmte sich und stöhnte, die Hände auf dem Unterleib.
»Wo wollt ihr denn hin?« begehrte Flack zu wissen. Ann versuchte, Karen zu helfen, während Billy dem Mann verständnislos ins Gesicht starrte. Karen verbiß ihren Schmerz und sah ihn ebenfalls ungläubig an. Ann warf John Carter einen flehenden Blick zu.
»Ihr müßt euch nur meine Erlaubnis erbitten«, erklärte Flack. Angel gab Wade einen amüsierten Stoß in die Rippen. Wade Connely grinste. Flack stülpte die Lippen vor und blies eine lange Reihe von Rauchringen aus.
»Bitte«, keuchte Ann mit dem Blick auf Carter gerichtet. Sie konnte nicht begreifen, daß er in Anbetracht der Lage zuließ, daß einer seiner Männer sich so benahm.
»Bitte was?« beharrte Flack spitz und genoß offenkundig seine Machtposition.
Ann traten Tränen in die Augen. »Bitte erlauben Sie uns, Karen nach oben zubringen«, flüsterte sie und schaute Flack dabei hilflos an.
»Das klingt schon besser«, erwiderte Flack. »Also gut. Meinetwegen.«
Billy und Ann beeilten sich, Karen, die in Schweiß ausgebrochen war, die Treppe hinaufzuhelfen.
»He, ihr Macker«, rief Angel. »Laßt uns mal diesen Safe knacken.«
Flack pflanzte sich vor Carter auf. »Machen wir endlich mit diesem Zirkus hier Schluß. Wir müssen uns langsam entscheiden, was wir mit den Leuten hier machen wollen, und es dann auch hinter uns bringen.«
»Immer mit der Ruhe«, versetzte Carter. »Das Spiel hat ja gerade erst angefangen.«
Wade Connely kicherte und zwinkerte Angel zu, die auf dem Fußboden kniete und an der Safekombination drehte, um den Mechanismus klicken zu hören.
»Laß das blöde Spiel sausen«, murrte Flack. »Wir verlieren nur unsere Zeit. Wenn wir das Kingsley-Haus nicht bald knacken, dann kommt uns jemand anders zuvor.«
Bei der Erwähnung des Kingsley-Hauses warfen die beiden gefesselten Männer auf dem Fußboden einander einen Blick zu.
»Verdammt noch mal, ihr zwei!« schnauzte Angel. »Haltet das Maul und helft mir mit diesem Safe!«
Wade kam ein paar Schritte näher und schaute auf Angel hinunter. »Solltest vielleicht deine Finger ein bißchen glatter schleifen«, meinte er scherzend.
»Ich krieg' das Miststück schon auf«, versicherte Angel. »Ich kann das Klicken fühlen.«
»Ich trau' denen da oben nicht«, bemerkte Flack zu John Carter.
Carter schaute zur Treppe und dann zu Flack zurück und dachte darüber nach. »Vielleicht hast du recht.«
»Wie viele von den Dingern sind da draußen?« fragte Flack plötzlich.
Wade trat an eines der vernagelten Fenster und spähte hinaus. »Himmel! Der ganze Vorgarten ist voll davon!« Er rannte von einem Fenster zum anderen, um die Situation abzuschätzen, und sie gefiel ihm ganz und gar nicht. »Wir sind von allen Seiten umzingelt! Da draußen sind mindestens dreißig von
diesen Zombies, oder sogar noch mehr!«
»Na und?« erklärte Carter ruhig. »Wir können uns unseren Weg an ihnen vorbeibrennen wie gehabt.«
Wade schaute ihn skeptisch an.
Flack stieß einen der Gefangenen mit dem Fuß an. »Zom-biefutter«, sagte er leise.
Oben lauerte ein einzelner Humanoider im Dunkel von Bert Millers Schlafzimmer. Ann und Billy, die Karen den Flur entlang zu ihrem Schlafzimmer brachten, waren an der halb geöffneten Tür vorbeigestolpert. Der Humanoide hatte sich ein bißchen geregt, als er die Nähe von Menschenfleisch wahrgenommen hatte.
Billy überließ Ann die Sorge um Karen und ging seinerseits nach Sue Ellen schauen. Zu seiner Überraschung war Sue Ellen aufgewacht, wenn sie ihm auch im sanften Schein der Lampe neben ihrem Bett sehr still und reglos erschien. Sie blickte zu Billy auf, als er hereinkam, und wirkte schwach und benommen. Billy trat eilig an ihr Bett und beugte sich über sie. »Sue«, fragte er. »Geht es dir besser?« Sue Ellen brach in leises Schluchzen aus, als sei sie zu schwach, lauter zu weinen. Billy setzte sich auf die Bettkante. Er wußte nicht, was er sagen oder tun sollte. »Dieser Mann!« platzte Sue Ellen unter ihren Tränen plötzlich heraus. »Ich habe unten seine Stimme gehört - er - er hat mich vergewaltigt!« Sie vergrub ihr Gesicht in den Händen, und ein Weinkrampf schüttelte sie am ganzen Leib. Ann stand an der Tür und hatte jedes Wort mit angehört. Sie sprang hinzu und nahm ihre Schwester in die Arme, die nicht aufhörte, heftig zu heulen.
Billy schaute zur Tür. Seine Augen weiteten sich erschreckt. Flack hatte sich im Türrahmen aufgebaut. »Okay, jetzt wißt ihr's«, sagte Flack und winkte mit seinem Revolver. »Alle Mann nach unten!«
»Du Schwein!« brüllte Billy und wollte sich auf Flack stürzen, doch Ann packte ihn am Arm und hielt ihn zurück. »Nicht, Billy!« schrie Ann. »Er bringt dich um!« »Du bist schnell von Begriff«, stellte Flack höhnisch fest. »So, alle Mann nach unten, marsch!«