Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Joe unter den Piraten - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Joe unter den Piraten

Электронная книга - «Joe unter den Piraten». Краткое содержание книги:

Joe unter den Piraten
1 ... 16 17 18 19 20 21 22 23 24 ... 29
Перейти на страницу:

»'ölle und Teufel! Nie 'aben ick gesehen solke Mann!« Die Augen des Franzosen leuchteten vor Bewunderung, und auch Frisco Kids waren feucht geworden beim Anblick solch vollendeter Seemannskunst.

»Wie eine Jacht«, sagte er, als er in die Kajüte zurückging. »Ganz wie eine Jacht - nur noch besser!« Als die Nacht einfiel, wuchs der Wind immer mehr an, und gegen elf Uhr hatte er die Stufe erreicht, die Frisco Kid mit »Jaulen« bezeichnete. Viel geschlafen wurde jetzt auf der Blender nicht. Frisco Kid war der einzige, der überhaupt ein Auge zumachte. Franzosen-Pete stürzte alle paar Minuten an Deck. Zweimal fierte er mehr Kette und Tau nach. Joe lag in seine Decken gedreht, horchte und versuchte vergeblich, einzuschlafen. Nicht, daß er Angst hatte. Aber er war wenig geübt in der Kunst, bei solch lärmendem Tumult und solch stürmischer Bewegung zu schlafen. Auch hatte er nie geglaubt, daß ein Boot solche tollen Sprünge vollfuhren könne wie die Blender, ohne dabei draufzugehen. Oft legte die Schaluppe sich so heftig auf die Seite, daß Joe glaubte, nun würde sie bestimmt nicht wieder hochkommen. Dann wieder sprang sie hoch in die Luft und knallte mit solch donnerndem Krachen auf das Wasser, daß es klang, als wäre der ganze Boden zerschmettert worden. Und ein anderes Mal warf sie sich so plötzlich und so wild in die Haltetrossen, daß sie von dem Stoß zurücktaumelte und alle Planken stöhnend protestierten. Einmal wurde Frisco Kid wach.

»So sieht das >Durchhalten< aus«, sagte er lächelnd zu Joe. »Aber warte erst mal ab, bis wir morgen früh von hier abhauen. Wenn dabei nicht ein paar von den Schaluppen auf Land knallen und hops gehen, dann weiß ich es nicht!« Damit drehte er sich auf die andere Seite und schlief sofort wieder ein. Joe beneidete ihn. Gegen drei Uhr morgens hörte er Franzosen-Pete nach vorn kriechen und dort herumsuchen. Joe beobachtete ihn neugierig, und beim trüben Licht der wild pendelnden Lampe sah er ihn zwei Knäuel Ersatzleine hervorzerren. Er schleppte sie an Deck und spleißte sie an die Haltetrossen, um diese noch mehr zu verlängern.

Um halb fünf hatte Pete ein Feuer brennen, und um fünf Uhr rief er die Jungen zum Kaffee. Als die damit fertig waren, kletterten sie in den Ruderstand. Ein furchterregender Anblick erwartete sie. Grau und düster brach die Dämmerung an über einer wilden Wüste tosenden Wassers. Nur schwach war das Ufer der Spargelinsel zu sehen, aber das Donnern der Brandung hörten sie deutlich genug. Als es hell wurde, stellten sie fest, daß sie während der Nacht mindestens eine Meile abgetrieben waren. Auch die anderen Boote hatten ihre Anker weitergeschleift. Die Rentier lag fast Seite an Seite mit ihnen, La Caprice einige Hundert Meter entfernt; und in Lee, zwischen ihnen und dem Ufer, kämpften noch weitere fünf Austernboote gegen die Wellen an.

»Zwei sind verschwunden«, stellte Frisco Kid fest, der mit dem Fernglas vor den Augen den Strand absuchte. »Da ist das eine!« rief er, und nachdem er noch einmal genau hingesehen hatte, setzte er hinzu: »Die Habicht.

Sie muß jeden Augenblick in die Brüche gehen. Hoffentlich sind die Leute an Land!«

Franzosen-Pete nahm das Fernglas. Dann gab er es Joe. Joe konnte deutlich sehen, wie die unglückliche Schaluppe von der Brandung hart durchgeschüttelt wurde, und auf dem Strand erspähte er nun auch ihre Besatzung. »Wo ist Ghost?« wollte Franzosen-Pete wissen. Vergeblich suchte Frisco Kid den Strand nach ihr ab. Aber als er den Feldstecher seewärts wandte, sah er sie beim zunehmenden Tageslicht etwa eine halbe Meile von ihnen entfernt sicher vor Anker liegen.

»Ich wette, die sind die ganze Nacht nicht mal hundert Fuß abgetrieben«, sagte Frisco Kid. »Guten Ankergrund müssen sie gehabt haben!«

»Schlamm«, lautete Franzosen-Petes Urteil. »Särr kleine Stück Schlamm - genau da. Wenn sie da geht wäck, es ist aus mit sie, sicker bestimmt. Ihr Anker ist sährr leicht, nur gut für Schlamm. Ick ihnen sage, nehmt schwere Anker, aber sie lachen. Einmal sie werden bereuen -sicker bestimmt!«

Eine der Schaluppen in Lee setzte einen Fetzen Segel und begann mit dem Versuch, sich aus dem schrecklichen Rachen tödlichen Untergangs freizukämpfen. Die beiden Jungen sahen eine Weile zu. Unter fürchterlichem Rollen und Stampfen kam das Boot nur ganz langsam vorwärts.

Franzosen-Pete machte ihrem Gaffen ein Ende. »Kommt, los!« schrie er. »Zwei Reff in Großsegel. Wir macken schnähl weck!«

Ein Schrei ließ sie hochfahren, als sie unter dem Großsegel standen. Sie blickten auf und sahen die Ghost in rasender Fahrt genau von vorne auf sich zukommen.

Einer Katze gleich krabbelte Franzosen-Pete nach vorne. Er zog sein Messer, und mit einem raschen Schnitt kappte er das Tau, das die Schaluppe an den Zusatzanker hielt. Die Blender zerrte nun mit ihrem ganzen Gewicht an dem Hauptanker und warf sich daher hart nach links hinüber - keine Sekunde zu früh, denn schon im nächsten Augenblick trieb die Ghost mit dem Heck nach vorn über die Stelle, die die Blender eben erst geräumt hatte.

»Dabei hat sie vier Anker 'raus!« rief Joe, als er vier Taue sah, die vom Bug der Ghost fast waagerecht ins Wasser tauchten.

»Zwei davon sind Kratzer«, grinste Frisco Kid. »Und jetzt kommt der Ofen auch noch an die Reihe!« Zwei Jungen hatten drüben den Kochherd an Deck geschleppt und kippten ihn mit einer daran befestigten Leine über Bord.

»Verflucht!« schrie Frisco Kid. »Guck dir den Nelson an! Selbst der hat das Großsegel gerefft. Jetzt kannst du schwören, daß es jault!«

Schäumend kam die Rentier auf sie zu. Wie ein prachtvolles Seetier warf sie sich dem Sturm entgegen. Der Rote Nelson winkte zu ihnen herüber, als er achtern vorbeirauschte, und eine Viertelstunde später, als sie gerade den einen ihnen noch verbliebenen Anker lichteten, hatte er schon gewendet und zog weit nach Luv auf dem anderen Halsen an ihnen vorüber.

Bewundernd folgte Franzosen-Pete der Schaluppe mit den Augen, konnte sich aber dennoch nicht enthalten, mit unheildrohender Stimme zu prophezeien: »Eines Tages, wuff! Weck ist er - wuff! Sicker, bestimmt!« Im nächsten Augenblick wurde der gereffte Klüver der Blender ausgeschwungen, und schon war die Schaluppe mitten im heißesten Getümmel. Sie bäumte sich auf und schlug um sich. Mühselige, langsame Arbeit war das, hart und gefährlich, sich unter dem andrängenden Wind von der Küste freizukämpfen. Joe staunte immer wieder von neuem, daß ein solch kleines Schiff länger als eine Minute in diesem Aufruhr der Elemente bestehen konnte. Stück um Stück rückte die Blender von der Küste ab und quälte sich aus der Grundsee in das tiefere Wasser der Bucht vor. Hier konnten sie das Großschot etwas fieren, und schließlich gelangten sie hinter die schützende Felsmauer der einige Meilen entfernt liegenden Mole von Alameda. Dort lag die Rentier bereits ruhig vor Anker, und dorthin kämpften sich in den nächsten Stunden auch die übrigen Boote der Flotte durch, mit Ausnahme der Ghost, die allem Anschein nach aufgelaufen war und der Habicht auf dem Strand Gesellschaft leistete.

1 ... 16 17 18 19 20 21 22 23 24 ... 29
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)