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Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
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Ihre Mutter schlang die Arme um sie. »Ohne euch ist es auch ganz schrecklich für mich. Ich kann nicht noch … Ich …« Statt weiterzureden, drückte Nandalee sie ganz fest.

Emerelle wusste, dass ihre Mutter sie und ihren Bruder liebte, aber irgendetwas stimmte auch da nicht. Wenn Nandalee glaubte, dass sie beide sie nicht beachteten, war ihr Gesicht oft ganz traurig. Bei ihnen zu sein war nicht genug, um sie glücklich zu machen. Bestimmt dachte sie an Gonvalon, wenn sie so war. Auch jetzt. Ihr Atem ging unregelmäßig. Er fühlte sich traurig an.

Emerelle streichelte über die starke Hand, die auf ihrer Brust lag und sie festhielt. Verliebt sein war keine gute Sache, ganz gleich, was Mutter sagte. Es machte zu traurig. Sie würde sich niemals verlieben, schwor sie sich stumm. Sie wollte nicht nachts allein im Bett liegen und traurig atmen. Sie wollte wie der Goldene sein, strahlend und machtvoll.

Der Herrscher, den wir schufen

»Sie sind alle tot, deshalb kam keine Nachricht. Die Menschenkinder waren sehr gründlich.«

»Ihr dürft gehen, meine Dame Valarielle. Wir danken Euch für Eure Hilfe, auch wenn die Nachrichten, die Ihr uns zu überbringen hattet, so tragisch sind.« Deutlich spürte der Goldene den Sturm der Gefühle seiner Nestbrüder. Er hatte Valarielle auf die Suche nach Sekander und seinen Kentauren geschickt. Die Elfe aus dem Gefolge Bidayns hatte nicht sehr lange gebraucht, die Vermissten zu finden. Ihr Grab war unübersehbar. Ein riesiger Aschenfleck inmitten des Graslands.

Noch eine Niederlage, wütete der Rote. Seht ihr die Zeichen nicht? Erst die Schlacht im Goldenen Netz und nun das. Sie löschen uns aus. Und es geht immer schneller.

Sei nicht so ein Kätzchen! Der Nachtblaue bedachte seinen roten Bruder mit einem abfälligen Blick. Wenn so ein dämliches Pferdehirn seine Männer in den Untergang führt, was heißt das schon? Wir haben einen unfähigen Feldherrn verloren. Das macht uns am Ende stärker, nicht schwächer.

Tut es das?, fragte der Smaragdene süffisant. Sekander war ein erfolgreicher Feldherr. Er hat viele Jahre lang die Menschenkinder auf der Messergras-Steppe in Atem gehalten. Kein Viehtrieb und keine Karawane waren sicher. Er war ein erfolgreicher Feldherr. Ihn als Pferdehirn zu verunglimpfen bringt uns nicht weiter.

Wie es scheint, hat er jetzt einen besseren Feldherrn getroffen, entgegnete der Nachtblaue kämpferisch. Wenn es stimmt, was die Elfe erzählt hat, dann kamen auf jedes tote Menschenkind zwanzig tote Kentauren. Wir sollten diesen Feldherrn fürchten.

Nicht fürchten, ich bitte euch, meine Brüder, mischte sich nun der Goldene ein. Seit wann fürchten Himmelsschlangen Menschenkinder? Wir müssen herausfinden, wer es war, und dann schicken wir ihm Bidayn. Wir dürfen nicht zulassen, dass dieser Feldherr weitere Schlachten schlägt.

Aber womit wollen wir unsere Schlachten schlagen?, fragte der Flammende in die Runde der Götterdrachen. Seine Niedergeschlagenheit hatte etwas Ansteckendes. Der Goldene hatte seinen Bruder so noch nicht erlebt. Seht hinab ins Tal. Seht das Heer, das uns noch geblieben ist. Jedes Jahr wird es kleiner. Die Menschenkinder aber sehe ich nicht schwächer werden.

Nachtatems Krallen fuhren mit leisem Knirschen über den Fels. Was sagt das schon? Schicke eine Drachenelfe gegen zehn Menschenkinder. Wer wird siegen? Zahlen sind nichts! Es sind die Krieger, die zählen. Unsere Truppen dort unten sind in vielen Schlachten erprobt. Und sie haben nach wie vor den Willen zu siegen. Was wir uns fragen sollten, ist, ob vielleicht wir es sind, die den Willen zum Siegen verloren haben. Er sah seine Brüder der Reihe nach herausfordernd an.

Ich bin derselben Meinung, schlug der Goldene in die gleiche Kerbe, wenn es ihm auch nicht gefiel, dem Erstgeschlüpften recht zu geben. Die Devanthar werden unvorsichtig. Sie sind ins Nichts gekommen, um unsere Drachen zu töten. Locken wir sie noch einmal hervor! Stellen wir ihnen diesmal eine Falle und bringen wir zu Ende, was wir schon so lange planen. Lassen wir sie in unserem Feuer des Zorns vergehen!

Das nenne ich einen Plan, jubilierte der Flammende. Ich bin dabei!

Der Goldene gab nicht viel auf die Meinung seines wankelmütigen Bruders. Wie so oft stimmte der Flammende dem zu, der zuletzt gesprochen hatte. Es waren der Smaragdene und der Nachtblaue, die zählten. Waren sie auf seiner Seite, dann würde er all seine Brüder gewinnen.

Was ist mit dem Frühlingsbringer?, wandte der Smaragdene ruhig ein. Wollen wir nichts unternehmen, um den Leichnam unseres Bruders zu bergen? Überlassen wir ihn einfach den Devanthar?

Was willst du tun?, fragte der Goldene zurück. Auch er war ratlos, was dies anging. So sehr er den Gedanken hasste, dass die Devanthar seinen toten Bruder zur Trophäe machten, so wenig wusste er, was dagegen zu unternehmen war. Sie werden ihn wahrscheinlich in den Gelben Turm gebracht haben. Wenn wir versuchen, die Devanthar dort anzugreifen, dann haben sie alle Vorteile auf ihrer Seite. Es ist aussichtslos.

Wir werden einfach den besseren Plan haben. Wir locken sie aus ihrem Turm und töten sie. Und dann bekommen wir auch den Leichnam. Es ist … Der Dunkle brach ab und sah den Hang hinab.

Der Goldene folgte dem Blick seines Bruders und sah den Zwerg Hornbori zu ihnen hinaufkommen. Wer hat ihn bestellt?, fragte er ungehalten.

Niemand antwortete ihm. Sie alle warteten schweigend ab, bis der Herr aller Tiefen vor ihnen stand. Der Goldene konnte die Angst des Fürsten riechen. Er vermochte kaum, ihnen in die Augen zu sehen.

»Was führt dich hierher, Heermeister?«, fragte der Dunkle. Er bemühte sich, trotz seiner Drachengestalt die Worte der Albenkinder zu formen. Es gelang ihm nicht ganz.

Der Zwerg verneigte sich demütig.

»Allmächtige Herrscher des Himmels, ich bin gekommen, Euch mitzuteilen, dass ich die Tiefe Stadt wieder besiedeln werde.«

Was? Der Rote war so aufgebracht, dass er seine Gedanken statt seiner Zunge nutzte. Sein plötzlicher Zorn brannte wie glühende Lohe in ihrer aller Köpfen.

»Wir verbieten das!«, sagte der Nachtblaue anstelle des Roten.

»Ich bin ein König, kein Bittsteller. Ich bin hier, um Euch mitzuteilen, was ich tun werde, nicht, um Euch um Erlaubnis zu bitten.«

Der Nachtblaue richtete sich drohend auf und weitete die Schwingen. Erschrocken wich ihr Gast ein Stück zurück. Nicht schnell genug. Der Kopf des Nachtblauen stieß nieder. Mit aufgerissenen Kiefern schnappte er nach dem Zwerg, um ihn mit einem einzigen Biss zu verschlingen.

Ein Schwanzhieb des Goldenen wischte den Zwerg zur Seite und rettete ihm das Leben. Beherrsche dich, Bruder!

Ich werde mich von einem Wurm nicht beleidigen lassen! Der Nachtblaue richtete sich auf, um erneut zuzuschnappen.

Nicht! Der Dunkle stellte sich ihm in den Weg. Was wollt ihr? Wir haben einen König erschaffen, und nun wundert ihr euch, dass er wie ein Herrscher auftritt.

Ein König, der sich in die Hose gemacht hat, bemerkte der Smaragdene trocken.

Jetzt roch es auch der Goldene. Voller Ekel sah er auf den Zwerg herab, der sich wieder aufgerichtet hatte. Der Drache hauchte ein Wort der Macht, um in den Gedanken dieses Wurms zu lesen. Doch alles, was er dort sah, waren Erinnerungen an ein dralles, schwarzhaariges Zwergenweibchen. Dieser aufgeblasene Wicht sehnte sich nach nichts so sehr wie danach, mit ihr wieder in einem Bett zu liegen und sich zu paaren. Sie beherrschte all seine Gedanken, ganz wie beim letzten Mal, als er versucht hatte, die innersten Beweggründe des Zwergs zu erforschen. Erstaunlich, wie primitiv seine Begierden waren.

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