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Himmel in Flammen

Электронная книга - «Himmel in Flammen». Краткое содержание книги:

Nur sie würde seinen Schmerz heilen können. Sie allein hatte sich nie wirklich unterworfen. Sie war wild, so wie der eisige Norden, aus dem sie gekommen war: Nandalee. Und nun stand sie in seiner Höhle und zog die Klinge, die er einst selbst erschaffen hatte ...
Mit letzter Kraft flohen die Menschen aus dem ewigen Eis zurück in die südlicheren Gefilde Nangogs - besiegt und gedemütigt von den Kriegern der Daimonen. Erst als ein einzigartiger Wolkensammler mit einer mysteriösen Fracht über Volodis Palast vor Anker geht, schöpfen der Unsterbliche und sein bester Freund Aaron wieder Hoffnung. Es gibt eine Waffe gegen die scheinbar unbesiegbaren Drachen!
Doch auch die mächtigen Himmelsschlangen sind auf diese Waffe aufmerksam geworden. Während sie eine Armee von Zwergen in die Hafenstadt Asugar senden, um die Menschen endgültig zu schlagen, soll einer einzigen Drachenelfe, Nandalee, das Unmögliche gelingen: noch vor den Menschen die Waffe finden und bergen. Aber wird es Nachtatem, ihrem Herrn, wirklich gelingen, die Elfe noch einmal für seine Ziele in den Kampf zu schicken? Dieselbe Elfe, die ihm nahe kam wie niemand sonst und die zugleich sein Ende bedeuten könnte? Als aus dunklen Prophezeiungen Gewissheit wird, zeigt sich: Das Schicksal aller wird sich auf der magischen Welt Nangog entscheiden …
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Wütend spuckte der Schmied aus. Die Finsternis setzte ihm zu. Das war neu! Und es war nicht gut! Er war dazu geboren, in Höhlen zu leben. Aber dieser Angriff im Nichts … So oft war er schon verwundet worden. Er hatte es immer überstanden. Aber diesmal war es so, als hätten die Krallen des Gottes etwas aus ihm herausgerissen. Er fühlte, dass ihm tief in seinem Inneren etwas fehlte.

Hornbori hatte ihm über Nyr ausrichten lassen, er solle sich hier einfinden. Was wollte der Schisser von ihm? Dank? Darauf könnte Hornbori warten, bis ihm die Sonne aus dem Arsch strahlte. Er hatte ihn schließlich nicht darum gebeten, gerettet zu werden. Er schuldete ihm nichts! Und er würde sich ganz bestimmt nicht von ihm vor den Karren spannen lassen.

Seit der Drecksack wichtig geworden war, war er kaum noch zu sehen. Entweder traf er sich mit reichen Kaufleuten, den Eignern der Aal-Flotten oder den verfluchten Alten aus den anderen Städten. Vielleicht auch noch mit den Himmelsschlangen … Wer wusste das schon? Und die restliche Zeit hurte er mit Amalaswintha herum.

Er sollte sich abregen. Der Schmerz in seinen Wunden begann wieder zu pochen. Die Schnitte in seiner Brust waren noch nicht tief verheilt. Was für eine Scheißwelt! Er war von diesem Devanthar fast ausgeweidet worden, und was hatte er davon? Der Schisser erntete allen Ruhm. Wie immer.

Schritte ließen ihn aufhorchen. Weit entfernt kam der Lichtkreis einer Laterne in Sicht. Wenigstens versetzte ihn der Schisser nicht. Galar lehnte sich an den kühlen Fels. Ein Dutzend Zwerge hatte ihm schon erzählt, wie der Goldene ihn zurückgeholt hatte. Ausgerechnet eine Himmelsschlange! Ob das Biest wohl in seinen Gedanken gelesen hatte? Wahrscheinlich nicht. Das hätte er nicht überlebt, dachte er schmunzelnd. Der Goldene hätte die Arbeit des Devanthar vollendet, wenn er gesehen hätte, was ihn in seinem Innersten bewegte.

Hornbori kam allein. Er sah gut aus, der verdammte Schisser. Jetzt lebte er ja erst recht wie eine Made im Speck. Herr aller Tiefen. Galar konnte es noch immer nicht fassen.

»Wirst du mit mir in die Tiefe Stadt kommen?«, kam es statt einer Begrüßung.

»Was sollte ich da? Knochen einsammeln?«

»Du sollst deine Werkstatt wieder einrichten. Und ich werde dir jeden verdammten Koboldkäse besorgen, der sich in Albenmark auftreiben lässt, oder was immer sonst du haben willst, um deine verqueren Ideen Wirklichkeit werden zu lassen.«

Für einen Moment verschlug es Galar die Sprache.

Hornbori genoss das ganz offensichtlich. »Du bist abgesehen von den Alten in der Tiefe und Amalaswintha der Erste, der davon erfährt. Ich werde die Tiefe Stadt wieder besiedeln. Wir werden uns zurückholen, was uns die Drachen gestohlen haben.«

»Eine Expedition …«, brachte Galar schließlich hervor.

Der Heermeister schüttelte den Kopf. »Nein, wir gehen nicht mehr fort, wenn wir einmal dort sind. Die Krieger, die abberufen werden …« Er seufzte. »Darum werden wir nicht herumkommen. Aber wir werden der Stadt wieder Leben einhauchen!«

»Warum sagst du mir das?«

»Weil es für mich keine Tiefe Stadt ohne Galar den Schmied geben kann! Ich brauche dich dort.«

Da kamen sie dem Braten näher. Der Drecksack brauchte ihn. »Wozu?«

»Weil du der verdammt genialste Erfinder bist, den unser Volk je hervorgebracht hat. Du bist der Gobhayn der Zwerge! Nur dass du im Gegensatz zu dem Elfen nicht bei einer verdammten Schatzsuche auf Nangog von Grünen Geistern in Stücke gerissen worden bist.«

Galar hatte ganz andere Geschichten über den Elfenschmied gehört. Angeblich hatten die Himmelsschlangen ihn von ihren verfluchten Drachenelfen ermorden lassen, weil er nicht bedingungslos ihren Befehlen gehorchen wollte.

»Was zögerst du, Galar? Hast du vergessen, wie du dich bei mir beklagt hast, deine Werkstatt sei zu klein und dass dir die Tintenpisser des Alten in der Tiefe keine Genehmigung geben wollten, deine Höhle zu erweitern? Diese Zeiten sind vorbei. Wenn du es brauchst, bekommst du von mir eine Werkstatt so groß wie der Amethystsaal. Außerdem alles Werkzeug, das du dir wünschst. Alle Metalle und Gehilfen, so viele du um dich ertragen kannst.«

»Was ist der Haken?« Der Drecksack machte so ein Angebot nicht ohne Hintergedanken, da war Galar sich sicher.

Hornbori nickte. »Du kennst mich gut. Es gibt tatsächlich eine Bedingung. Du hörst nicht damit auf, Drachen zu töten.«

»Nicht? Ich hab mich wohl verhört.«

»Keineswegs.« Der Heermeister deutete mit seiner Laterne in Richtung eines Seitentunnels, der hier vom Hauptgang abzweigte. »Komm mit mir. Ich werde dir etwas zeigen.«

Wenn Hornbori glaubte, er würde ihn jetzt mit neugierigen Fragen löchern, hatte er sich geschnitten. In bärbeißiges Schweigen gehüllt, folgte Galar dem Heermeister, bis sie nach etwa fünfzig Schritt an eine Tür gelangten, die ganz und gar aus Eisen gefertigt war und über drei Schlüssellöcher verfügte.

Der Schisser nahm einen Lederriemen vom Hals, von dem drei Schlüssel mit außergewöhnlich breiten Bärten hingen. »Nimm sie. Du sollst diese Tür öffnen.«

Misstrauisch trat Galar vor die Schlösser. Was sollte das Ganze? Würde Hornbori ihn über die Schwelle stoßen und wieder absperren, sobald er diese Tür öffnete? Er traute dem Schisser grundsätzlich jede Schurkerei zu.

Er brauchte einige Versuche, bis er die Schlüssel richtig zugeordnet hatte. Vorsichtig drehte er sie. Die Schlösser knirschten, als wären sie seit vielen Jahren nicht mehr geöffnet worden. Langsam schob er die schwere Tür auf und hob seine Laterne, um die Kammer auszuleuchten. Sie war etwa so groß wie seine verlorene Werkstatt. Es gab eine Esse voller Asche, daneben einen Amboss und einen staubtrockenen Wassertrog. Überall lag Werkzeug herum. Weiter hinten stand eine schwere, hölzerne Werkbank. Und darauf lag etwas, das in all den Jahren keinen Rost angesetzt hatte. Etwas, das Galar auf den ersten Blick erkannte: die Speer- und Pfeilspitzen, die er einst mit dem einbeinigen Glamir geschmiedet hatte. Seine Drachentöterpfeile!

»Die sind für dich und Nyr. Und ich wünsche mir, dass ihr sie benutzt!«, sagte Hornbori hinter ihm entschlossen.

Galar traute dem plötzlichen Sinneswandel seines Freundes nicht. »Der Lakai der Himmelsschlangen gibt mir diese Waffen … Wie geht das zusammen?«

»Ich musste ihr Lakai sein, um es bis hierher zu schaffen. Um dir heute diese Schlüssel geben zu können. Ich weiß, dass du nichts von mir hältst, aber auch ich habe den Drachen nie verziehen, was sie unserer Stadt angetan haben. Willst du noch Drachenblut vergießen, oder muss ich mir einen anderen Helden suchen?«

Galar nickte zögerlich. »Das will ich. Aber glaube nicht, dass du dir damit meine Freundschaft erkauft hättest. Auch dann nicht, wenn du die Wände meiner Werkstatt mit Goldplatten auskleidest.«

Hornbori schenkte ihm ein einschmeichelndes Lächeln. »Ein Schisser und ein Schmied, der so riecht, wie er mich nennt, als Freunde? Nein, ich müsste verrückt sein, das zu glauben. Wir haben einen Pakt geschlossen, weil wir dieselben Feinde haben. Und wir werden sie bekämpfen, solange noch Leben in uns ist. Ich führe einen Krieg gegen Drachen, Galar, und ich werde nicht ruhen, bis die letzte der Himmelsschlangen stirbt.« Er streckte ihm die Hand entgegen. »Stehst du in diesem Krieg an meiner Seite? Haben wir einen Pakt?«

Diesmal zögerte Galar nicht. Er schlug ein.

Nahendes Unheil

»Sie kommen!«, rief Ormu atemlos. Der Hauptmann der Bogenschützen stand vorgebeugt, sein Atem ging keuchend. Er hasste es zu reiten und musste mehrere Meilen gelaufen sein.

Shaya wandte sich an Ashot. »Ich werde …«

»Nein!«, widersprach der Feldherr heftig. »Ihr werdet Mira sofort verlassen, ganz so, wie es der ursprüngliche Plan war. Der Unsterbliche wird mich häuten lassen, wenn ich es Euch gestatte, hier in diesem Kaff zu bleiben. Ihr seid auch so schon viel zu nah dran.«

»Du widersetzt dich Befehlen deiner Herrscherin, du …« Sie griff nach der Dornaxt an ihrem Gürtel. Seltsamerweise gab sie dieser Waffe aus dem Volk der Ischkuzaia den Vorzug gegenüber den in Aram üblichen Äxten und Schwertern.

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