Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Научная фантастика » Unternehmen Schwerkraft
Unternehmen Schwerkraft - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Unternehmen Schwerkraft

Электронная книга - «Unternehmen Schwerkraft». Краткое содержание книги:

Unternehmen Schwerkraft
1 ... 12 13 14 15 16 17 18 19 20 ... 39
Перейти на страницу:

Lackland gab sich jedoch nicht so rasch zufrieden und hatte schließlich eine Idee, die ihn mehr als alle anderen beunruhigte. Er hatte sich überlegt, weshalb die Riesen ihre Städte auf so merkwürdige Weise errichteten. Sie konnten schließlich nicht gut auf das Erscheinen des Schleppers oder der Bree gewartet haben. Andererseits schienen die Bauwerke nicht zur Abwehr von Überfällen geeignet zu sein, denn die Bewohner anderer Städte waren mit diesem System offensichtlich ebenfalls vertraut und würden sich hüten, in die Falle zu gehen.

Aber es gab vielleicht doch einen möglichen Grund. Lackland war sich darüber im klaren, daß seine Hypothese auf sehr schwachen Füßen stand – aber sie erklärte zumindest drei Tatsachen: die seltsame Architektur der Städte, die zurückgezogene Lebensweise der Stadtbewohner und das Fehlen jeglicher landwirtschaftlich genutzter Flächen in der Umgebung der Städte. Da Lackland seinen eigenen Argumenten nicht recht traute, erwähnte er Barlennan gegenüber nichts von dieser Theorie, die zum Beispiel keine Erklärung dafür bot, daß sie bisher unbelästigt geblieben waren – falls Lacklands Hypothese zutraf, hätten sie bisher schon wesentlich öfter die Schnellfeuerkanone einsetzen müssen. Lackland schwieg also, hielt aber die Augen offen und war keineswegs überrascht, als dreihundert Meter von der ersten Stadt entfernt plötzlich eintraf, was er längst befürchtet hatte. Weit vor dem Schleppzug richtete sich ein kleiner Hügel auf zahlreichen stämmigen Beinen auf, reckte einen fünf Meter langen Hals in die Höhe und starrte das fremde Ding aus einem halben Dutzend Augen an, bevor es sich langsam in Bewegung setzte und auf den Schlepper zutrottete.

Barlennan saß ausnahmsweise nicht auf dem Dach über Lackland, nahm aber seinen Platz sofort ein, als der Flieger ihn rief. Lackland hatte angehalten, so daß sie voraussichtlich mehrere Minuten zur Verfügung hatten, in denen sie überlegen konnten, was zu tun war, bevor das Ungetüm den Schlepper erreichen konnte.

»Barl, ich gehe jede Wette ein, daß du noch nie ein so großes Landtier gesehen hast«, sagte Lackland. »Mit diesem Körpergewicht kann es nur in Äquatornähe leben.«

»Du hast recht, Charles«, bestätigte der Kommandant. »Ich wußte nicht einmal, daß es irgendwo auf Mesklin solche Ungeheuer gibt; deshalb kann ich auch nicht beurteilen, ob es gefährlich oder harmlos ist. Allerdings habe ich keine rechte Lust, diese Frage gleich hier zu beantworten. Andererseits könnten wir das Fleisch brauchen – vielleicht…«

»Falls du nicht weißt, ob es Fleisch oder Pflanzen frißt, tippe ich auf Fleischfresser«, unterbrach Lackland ihn. »Es müßte schon ein merkwürdiger Pflanzenfresser sein, der sofort auf den Schlepper zutrabt, der doch immerhin größer als er selbst ist – es sei denn, er hielte die Maschine für ein Weibchen seiner Art, was ich aber sehr bezweifle. Außerdem bin ich der Meinung, daß ein großer Fleischfresser die beste Erklärung für die Tatsache ist, daß die Riesen ihre Städte nie verlassen und sie als wirksame Fallen angelegt haben. Vermutlich locken sie die Tiere an, die auf den Hügeln auftauchen, indem sie sich ihnen zeigen, und lassen dann die Felsen herabrollen, mit denen sie fast den Schlepper zerstört hätten. Auf diese Art und Weise bekommen sie ihr Fleisch frei Haus geliefert.«

»Das klingt alles recht logisch, aber im Augenblick haben wir andere Sorgen«, erwiderte Barlennan ungeduldig. »Was sollen wir mit diesem Ungetüm anfangen? Deine Kanone, die den Felsen zertrümmert hat, würde bestimmt auch für unseren Freund dort vorn genügen – aber dann bleibt vermutlich nicht viel Fleisch übrig; machen wir uns andererseits mit unseren Netzen auf die Jagd, stehen wir vor der Mündung, so daß du uns nicht helfen kannst, wenn die Sache gefährlich wird.«

»Soll das heißen, daß ihr diesen Brocken mit euren Netzen fangen wollt?« erkundigte Lackland sich verblüfft.

»Selbstverständlich. Die Netze würden auch halten, wenn wir das Tier irgendwie darin verwickeln könnten. Leider hat es so dicke Beine, daß die Maschen nicht weit genug sind, so daß wir unsere übliche Methode, Tiere auf diese Weise zu Fall zu bringen, abändern müßten. Am besten wäre es vielleicht, die Netze über den ganzen Körper zu werfen und dann festzuziehen.«

»Hast du dir schon überlegt, wie sich das machen ließe?« fragte Lackland.

»Nein – und wir hätten auch gar keine Zeit dazu; das Tier ist in zwei oder drei Minuten hier.«

»Wenn du schnell zu Boden springst und den Schlitten abhängst, kann ich seitlich ausweichen und das Tier eine Weile ablenken. Falls ihr euch entschließt, es mit ihm aufzunehmen, warne ich euch rechtzeitig, bevor ich die Kanone benütze.«

Barlennan war sofort damit einverstanden, sprang vom Dach des Schleppers und klinkte das Zugseil aus. Dann gab er Lackland das vereinbarte Zeichen, erreichte mit einem Satz das Deck der Bree und erläuterte der Besatzung die neue Lage. Diese Erklärung war im Grunde genommen überflüssig, denn der Flieger lenkte den Schlepper bereits nach rechts von dem Schlitten fort. Die Besatzung verfolgte interessiert, gespannt, neugierig, aber ohne Angst zu zeigen, wie Tier und Maschine sich einander langsam näherten.

Das Tier blieb zunächst stehen, als der Schlepper nach vorn rollte. Sein Kopf sank tiefer, bis er nur noch einen Meter weit vom Boden entfernt war, und der lange Hals bewegte sich von einer Seite zur anderen, während die sechs Augen das seltsame Ding aufmerksam betrachteten. Das Ungetüm achtete nicht mehr auf die Bree; entweder erkannte es die kleinen Lebewesen auf Deck gar nicht oder hielt den Schlepper für wichtiger. Als Lackland einen weiten Bogen beschrieb, veränderte es seine Stellung ebenfalls und wandte ihm wieder die Vorderseite zu. Lackland überlegte bereits, ob er es noch weiter in die entgegengesetzte Richtung locken sollte, so daß die Bree genau hinter ihm lag; dann fiel ihm jedoch ein, daß das Schiff sich nicht in der Schußlinie befinden durfte, falls er die Kanone einsetzen mußte. Deshalb bremste er, als der Schlitten sich rechts des Ungetüms befand, denn von dieser Stelle aus konnte er beobachten, ob die Besatzung sich dem Tier näherte.

Er bewegte sich auf das Tier zu. Es hatte sich zu Boden gekauert, als er bremste, aber nun richtete es sich wieder auf und zog den Kopf schützend ein, bis er fast im Rumpf verschwand. Lackland hielt nochmals an, griff nach seiner Kamera und machte mehrere Aufnahmen; da das Tier offenbar nicht die Absicht hatte, ihn anzugreifen, blieb er stehen und betrachtete es eingehend.

Sein Körper war etwas größer als der eines Elefanten; auf der Erde hätte das Tier zwischen acht und zehn Tonnen gewogen. Dieses Gewicht war gleichmäßig auf zehn Beinpaare verteilt, die nicht sehr beweglich zu sein schienen. Lackland bezweifelte, daß das Tier sich schneller als bisher fortbewegen konnte.

Zwei oder drei Minuten später wurde das Ungeheuer unruhig; der Kopf ragte wieder etwas über den massiven Rumpf hinaus und schwankte von einer Seite zur anderen. Lackland wollte vermeiden, daß es auf die hilflos gestrandete Bree und ihre Besatzung aufmerksam wurde und fuhr deshalb einen Meter weiter; sein Gegenüber nahm prompt wieder die Schutzhaltung ein. Dieses Spiel wiederholte sich noch einige Male in immer kürzeren Zeitabständen. Dann ging die Sonne im Westen unter, und da Lackland nicht beurteilen konnte, ob das Tier bereit und imstande war, auch nachts anzugreifen, schaltete er alle Scheinwerfer des Fahrzeugs ein. Dadurch wollte er zumindest erreichen, daß das Ungeheuer geblendet und unsicher wurde.

Das Scheinwerferlicht war ihm offenbar unangenehm, denn es kniff die Augen zusammen, und Lackland sah, daß die großen Pupillen sich verengten. Dann stieß es ein lautes Zischen aus, wuchtete seinen schweren Körper vorwärts und schlug zu.

Lackland war völlig überrascht, denn er hatte nicht damit gerechnet, daß sein Gegner so nahe war – oder daß der Hals des Ungetüms so weit reichte.

Der aufgerissene Rachen mit den langen Fangzähnen wurde plötzlich neben Lackland sichtbar; dann knallte etwas aufs Kabinendach, und der dort mo ntierte Suchscheinwerfer erlosch. Lackland fuhr hastig rückwärts und rief dabei in sein Mikrophon: »Barl! Was ist mit euren Netzen? Wenn ihr nicht kommt, muß ich schießen!«

1 ... 12 13 14 15 16 17 18 19 20 ... 39
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)