Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Фэнтези » Die Zwerge
Die Zwerge - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Die Zwerge

Электронная книга - «Die Zwerge». Краткое содержание книги:

Tapfer bewachen die Zwerge des fünften Stammes den Steinernen Torweg, um das Geborgene Land, in dem Menschen, Zauberer und Elben in Frieden leben, vor den üblen Geschöpfen des Gottes Tion zu schützen. Doch eines Tages reicht die Kraft der Äxte nicht mehr aus: Orks und Oger stürmen in riesigen Horden das Tor. Das Tote Land drängt voran und bringt Siechtum und Tod über die tapferen Zwerge; wer auf seinem Boden stirbt, kehrt als untoter Sklave des Bösen zurück. Und zu allem gesellen sich die Albae, grausame Wesen voller Macht und Heimtücke. Der Steinerne Torweg fällt und mit ihm der letzte Zwerg aus dem Stamm der Fünften.
Tausend Sonnenzyklen später wehren sich die Menschen verzweifelt gegen die mörderischen Orks. Zwar haben die sechs großen Zauberer das Tote Land mithilfe von Magischen Schranken aufhalten können, aber unter den Herrschern des Geborgenen Landes befindet sich ein Verräter, und schon erobern Albae die Haine der Elben. In diesen unsicheren Zeiten macht sich der Zwerg Tungdil auf Geheiß des mächtigen Magiers Lot-Ionan, seines Ziehvaters, auf einen Botengang - der unversehens zu einem schicksalhaften Abenteuer auf Leben und Tod gerät...
1 ... 145 146 147 148 149 150 151 152 153 ... 174
Перейти на страницу:

»Gandogar!«, rief Goїmgar überglücklich. »Mein König, halte aus! Ich komme!« Er warf seinen schweren Mantel ab, packte den Schild, riss sein Schwert aus der Scheide und stürmte vorwärts.

»Schau sich einer mal den Schimmerbart an«, wunderte sich Rodario. »Der kann richtig Mut aufbringen. Woher hat er den nur genommen?«

»Ho, das hätte ich nicht geglaubt. Aber wir sollten ihn nicht allein gehen lassen«, sagte Ingrimmsch, und die Vorfreude auf ein ordentliches Gefecht mit Tions Geschöpfen stand ihm ins Gesicht geschrieben. »Und du, Langer, kennst meine Spielregeln. Pass du nur schön auf den Einäugigen auf, damit er mir nicht in den Rücken fällt.« Auch er warf den hinderlichen Mantel ab und schaute abwartend zu Tungdil.

Der zog seine Axt in der Erwartung, dass der König der Vierten seinen Beistand verdiente. »Helfen wir unseren Rivalen brüderlich und schlagen den Feinden die Köpfe ab«, verkündete er und rannte los.

Sie gelangten in eine kleinere, spärlich beleuchtete Halle, die mit haarigen, buckligen bogglinhaften Bestien gefüllt war. Kreischend schwangen sie Keulen und schartige Schwerter und drängten in ihren zu großen Rüstungen die Steinstufen hinauf, die zu einer goldenen Statue von Vraccas führten.

Davor stand Gandogar in seiner schweren Rüstung wie ein Abbild des Gottes. Er führte seine Doppelklingenaxt mit beiden Händen, holte weit aus und mähte die erste Reihe der Angreifer mit einem Schlag nieder. Die Diamanten auf seinem Helm warfen Lichtreflexionen an die Wände und die Säulen und verliehen ihm durchaus etwas Überirdisches.

Rechts und links der Treppe lagen die enthaupteten oder verwundeten Bestien, die aus zehn Schritt Höhe herabgestürzt waren. Das hell- und dunkelgrüne Blut rann die Stiegen hinab und machte sie glitschig, was den Feinden den Sturm zusätzlich erschwerte.

Doch sie gaben nicht auf; krakeelend schoben sie sich die Stufen hinauf, begierig, in die vorderste Linie zu gelangen, nur um von der sausenden Klinge Gandogars in den Tod geschickt zu werden.

Boїndil hatte alle überholt und blies in sein Rufhorn, um die Meute auf sich aufmerksam zu machen.

»Ho! Hier kommt noch ein Zwerg!« Irre lachend warf er sich in die Menge und verwandelte sich in den wütenden Ingrimmsch, dem sich kein Schutz widersetzen konnte. Die Beile fanden wie von selbst eine Lücke in den Rüstungen oder trafen ungeschützte Stellen, und schon nach seinem ersten Angriffsschlag lagen sechs Feinde zuckend am Boden.

Er fräste sich vorwärts und zog eine Schneise hinter sich, in die Tungdil und die anderen stießen. Selbst der ansonsten zögerliche Goїmgar begab sich in die Schlacht. Zum ersten Mal hatte er ein Ziel vor Augen, für das sich die Anstrengung, ja sogar das Sterben lohnte.

Bavragor war es im Getümmel gelungen, seine Lederfessel abzustreifen. Da er keine Waffen besaß, zerriss er die ersten Angreifer mit den bloßen Händen, wühlte sich mit seinen blutigen, kräftigen Fingern durch ihr Fleisch und verletzte sie tödlich. Schwertstiche ließen ihn unbeeindruckt, schließlich nahm er zwei Streitkolben vom Boden auf und drosch mit unheiliger Stärke um sich.

Djerůns Keule schleuderte die Wesen, die ihm gerade bis an die Knie reichten, durch die Luft; sie schlugen zwischen ihren Artgenossen ein und rissen etliche durch die Wucht des Aufpralls in den Tod.

»Die Treppe hinauf«, befahl Tungdil, der gesehen hatte, dass Gandogar in Bedrängnis geriet. Er schien der einzige Überlebende seiner Gruppe zu sein; jedenfalls konnte er in dem Durcheinander aus Leibern keine weiteren Zwerge ausmachen.

Sie droschen sich vereint durch die Bestien. Djerůn blieb am Fuß der Treppe stehen und verteidigte den Aufgang mit mörderischer Gewalt gegen nachrückende Bogglins, während die Menschen und Zwerge die Gegner von hinten angriffen, bis die letzten auf den Stufen fielen und sie keuchend vor dem König der Vierten standen.

Gandogar sah schrecklich aus, abgehärmt, blass, müde. Zwei tiefe Schnitte, die von einer mächtigen Waffe stammen mussten, durchzogen sein blutverkrustetes Kettenhemd.

»Mein König!«, grüßte ihn Goїmgar freudig und nahm sich die Zeit, vor ihm auf ein Knie zu sinken.

Tungdil nickte ihm knapp zu. »Wo sind die anderen?«

»Tot«, antwortete er, mit der Fassung ringend. »Lasst uns zuerst von hier verschwinden, ehe die...«

Fünf Gestalten schoben sich von der anderen Seite in die Halle, vier Schritt hoch, breit, hässlicher und widerwärtiger als die Orks und umso stärker.

»Oger!«, jauchzte Ingrimmsch. »Jetzt wird es richtig lustig! Heja, Langer, das kleine Gesocks lasse ich dir.« Er schlug die flachen Seiten seiner Waffen zusammen und leckte sich über die Lippen. »Die da sind genau meine Kragenweite.«

Die kleineren Bestien wichen zurück und bildeten bereitwillig eine Gasse für die Oger.

»Ihr lauft, ich und Djerůn halten sie auf. Darüber wird nicht gestritten«, ordnete Andôkai an. »Mal sehen, was ich mit meinem Rest von Magie erreiche.«

Sie steckte ihr Schwert ein und murmelte Zauberformeln, als sich aus der Felswand neben dem Heiligtum ein basaltener Gigant rumpelnd aus dem Fleisch des Berges riss. Das lang gezogene steinerne Gesicht mit den Augenlöchern richtete sich auf die Maga, die Faust stieß auf sie nieder.

Andôkai bemerkte die Gefahr und leitete ihre magischen Kräfte gegen den unerwartet aufgetauchten Angreifer. Es gelang ihr, den Hieb aufzuhalten, doch sie ging dabei in die Knie. »Ein Golem«, keuchte sie. »Sie haben einen Magus. Sucht und tötet ihn, bevor meine Kräfte vollends schwinden und ich die Kreatur nicht aufzuhalten vermag.«

Als die überlebenden Bogglins sahen, dass die zuerst so überragenden Feinde Schwäche zeigten, kreischten sie schrill und feuerten sich gegenseitig an, bis sie als Masse aus Armen, Beinen, gefletschten Zähnen und wirbelnden Waffen heranschwappten, um ihr Kampfglück ein weiteres Mal auf die Probe zu stellen.

Die anstürmende Menge trieb Djerůn langsam die Stufen hinauf, bis er sein Visier öffnete und die ersten Reihen der Bestien in violettes Licht tauchte. Wieder erklang der furchtbare, drohende Laut. Ängstlich fiepend zuckten sie vor dem Krieger zurück, der die Gelegenheit sogleich nutzte, mit Schwert und Streitkolben gleichzeitig zu attackieren und den verlorenen Raum zurückzuerobern.

»Da drüben ist er!«, rief Narmora und deutete auf eine menschengroße Gestalt in einer Robe, wie sie die Famuli Nôd’onns trugen. Er stand einhundert Schritt von ihnen entfernt, umgeben von einer Horde kräftiger Orks, die ihm als Leibwache dienten. Anhand seiner Bewegungen erkannten sie, dass er den zum Leben erweckten Golem gegen Andôkai dirigierte.

»Scheint, als wollte man uns davon abhalten, bis zur Esse zu gelangen«, sagte Tungdil. Der Magus fürchtet die Feuerklinge. Wir sind auf dem rechten Weg.

Gandogar schaute auf die nicht enden wollende Zahl der Ungeheuer, die eine lebendige Wand bildeten. »Es ist aussichtslos. Das Tor zur Esse befindet sich am Ende der anschließenden Halle und ist mit Vraccas’ Runen gegen das Eindringen der Bestien gesichert«, erklärte er knapp. »Wir waren kurz davor, doch die Gegner haben uns aufgelauert. Sie wussten, dass wir kommen.«

Tungdil dachte fieberhaft nach. »Einer von uns beiden muss mit denjenigen, die von Bedeutung für die Entstehung der Feuerklinge sind, durch das Tor gelangen«, verkündete er. »Ich hatte niemals die Absicht, den Thron zu erlangen, Gandogar, ich schenke ihn dir. Mir geht es einzig um das Wohl des Geborgenen Landes und unseres Volkes.« Er sah ihm fest in die Augen. »Versprich, dass du dafür zusammen mit Narmora und der Feuerklinge gegen Nôd’onn ziehen wirst. Sie werden dir erklären, wieso sie wichtig ist.«

Gandogar neigte den Kopf. »Bei Vraccas und Giselbart Eisenauge, in dessen Reich wir stehen, ich schwöre, dass ich nicht eher ruhen werde, bis Nôd’onn tot ist.« Sie reichten sich die Hände. »Aber du wirst dabei an meiner Seite sein«, setzte er hinzu.

1 ... 145 146 147 148 149 150 151 152 153 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)