Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
Der Splitter im Auge Gottes - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Splitter im Auge Gottes

Электронная книга - «Der Splitter im Auge Gottes». Краткое содержание книги:

In ferner Zukunft: Die menschliche Rasse hat einen Teil der Galaxis besiedelt, hat Großreiche gegründet, die wieder zerfielen, hat Bürgerkriege ausgefochten und neue Imperien aufgebaut, ist in interstellares Neuland vorgedrungen — auf eine andere intelligente Rasse ist sie nie gestoßen. Da naht aus dem Bereich des Kohlensack-Nebels, aus einem System, dessen Zentralgestirn Splitter im Auge Gottes genannt wird, ein rätselhaftes Flugobjekt — eine Sonde, die von einem Lichtsegel angetrieben wird. Ein Schiff der Raumflotte fängt das Objekt ab, bevor es in eine Sonne stürzt. Das seltsame Lebewesen, das sich an Bord befindet, kommt bei dem riskanten Bergungsmanöver ums Leben. Es war der Abgesandte einer völlig andersartigen, offensichtlich uralten und technologisch hochentwickelten Rasse. Hatte er die Möglichkeit, vor seinem Tod eine Botschaft an seine Heimatwelt abzusetzen? Hat er die Begegnung mit den Menschen als Angriff auf sich und sein Schiff interpretiert? Es gibt nur eine Möglichkeit, der potentiellen Gefahr zu begegnen und guten Willen zu beweisen: das Heimatsystem der Fremden aufzusuchen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.
Der Splitter ist ein Werk über die Begegnung von Menschen mit einer anderen hochentwickelten Spezies. Niven und Pournelle haben dafür ein schlüssiges Universum generiert und sich weitgehend an die Erkenntnisse der Physik und Astronomie gehalten.
1 ... 118 119 120 121 122 123 124 125 126 ... 174
Перейти на страницу:

»Gewähre ihnen die ewige Ruhe, o Herr«, intonierte Hardy.

»Und das ewige Licht leuchte ihnen«, antwortete Alexis. Alle, die lange genug der Flotte angehört hatten, waren mit jedem Satz der Andacht vertraut.

»Ich bin die Auferstehung und das Leben, sagt der Herr. Wer da an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er tot ist: wer da lebt und an mich glaubt; wird niemals sterben.«

Die Andacht nahm ihren Fortgang, und die Leute sprachen an ihren Posten die Responsorien mit — ein leises Murmeln, das durch das ganze Schiff lief.

»Ich hörte eine Stimme vom Himmel, die zu mir sprach: Schreibe. Hinfort sind gesegnet die Toten, die im Herrn sterben: so sprach der Geist; denn sie ruhen von ihren Mühen.«

Ruhen, dachte Rod. Wenigstens das bleibt den Jungen, Ruhe. Es fröstelte ihn. Da hab’ ich schon so viele Schiffe vernichtet gesehen, und so viele Männer hab’ ich befehligt, die Hunderte Parsek von daheim umgekommen sind. Warum hat es mich diesmal so getroffen? Er atmete tief ein, aber der Druck in seiner Brust wich nicht.

Überall in der Lenin wurde nun die Beleuchtung gedämpft, und der Chor der Kaiserlichen Raumflotte sang auf einer Tonaufzeichnung eine Hymne, in die die Männer der Besatzung einstimmten — uralte Worte, Worte, die Jahrtausende überdauert hatten.

Glaube ich das alles eigentlich? fragte sich Rod. Hardy schon, man braucht nur sein Gesicht zu sehen. Und Kelley, der bereitstand, seine Kameraden durch die Torpedorohre in den Weltraum zu schleudern. Warum kann ich nicht so glauben wie sie? Oder tue ich es? Ich habe es immer angenommen. Dieses Universum muss doch irgendeinen Sinn haben. Schaut euch nur Bury an; dies ist nicht einmal seine Religion, und trotzdem berührt es ihn. Ich frage mich, was er denkt.

Horace Bury starrte gebannt die Torpedorohre an. Vier Körper und ein Kopf! Der Kopf eines Soldaten, den die Minis in ihrem Trojanischen-Pferd-Anzug benutzt hatten. Bury hatte ihn nur ein einziges Mal gesehen, in einer Wolke von Eiskristallen und zappelnden, sterbenden Minis dahinwirbelnd. Er erinnerte sich an ein markantes Kinn, einen breiten, schlaffen Mund, glitzernde tote Augen. Allah sei ihnen gnädig, und mögen Seine Legionen Vernichtung über die Welten des Splitters bringen …

Sally trägt es besser als ich, dachte Rod, und dabei ist sie Zivilist. Wir hatten beide diese Jungen gern … Warum bekümmert mich das Los der anderen nicht so? Fünf Soldaten getötet, beim Versuch, die Zivilisten herauszuholen. Es wäre nicht so schlimm, wenn die Kadetten während der Kampfhandlungen umgekommen wären. Ich habe mit Verlusten gerechnet, als ich den Rettungstrupp mit dem Kutter hinschickte. Ich war gar nicht sicher, dass die Burschen überhaupt je wieder aus der Macherauskommen würden. Aber das haben sie geschafft, sie waren so gut wie in Sicherheit!

»Dem Allmächtigen Gott empfehlen wir die Seelen unserer dahingeschiedenen Brüder, und ihren Leib übergeben wir den Tiefen des Alls, in der gewissen und sicheren Hoffnung auf die Auferstehung und ein ewiges Leben durch unseren Herrn Jesus Christus, der da wiederkehren wird in Glanz und Herrlichkeit, zu richten die Welten; dann werden die Meere ihre Toten ausspeien und die Tiefen ihre Last …«

Kelley drückte die Schalter herunter, und ein leises Wuuusch ertönte, noch einmal — drei, vier, fünf. Nur vier Körper und ein Kopf gefunden, von siebenundzwanzig Toten und Vermissten.

»Alle Mann, Ach-tunnk!«

»Feuer!«

Und was werden die Splits davon halten? überlegte Rod. Drei Breitseiten, in den leeren Raum abgefeuert — bis auf die letzte Salve, die die draußen schwebenden sterblichen Überreste pulverisieren würde. Der Admiral hatte darauf bestanden, und niemand hatte Einwände erhoben.

Dann bliesen die Trompeter der Lenin und der Mac Arthur gemeinsam den Zapfenstreich; die leisen Alttöne verhallten, und einen Augenblick lang war es still im Schiff.

»Alle Mann, wegtreten!«

Die Offiziere verließen schweigend den Torpedoraum. Die Lichter in den Korridoren wurden wieder heller, und überall eilten Männer auf ihre Posten zurück oder in die vollgestopften Freizeiträume. Der Flottenalltag geht weiter, dachte Rod. Auch Bestattungsandachten sind Teil des Reglements. Für alles gibt es Vorschriften: Geburt an Bord eines Schiffs, Registrierung der …; Bestattung, mit oder ohne Leichen; und auch Vorschriften für Kapitäne, die ihr Schiff verlieren. Für sie schreibt das Reglement eine Verhandlung vor dem Kriegsgericht vor.

»Rod. Einen Augenblick, Rod, bitte.« Rod blieb auf Sallys Ruf hin stehen. Mitten auf dem Gang standen sie einander gegenüber, während die anderen Offiziere und Leute der Besatzung an ihnen vorbeiströmten. Rod wollte sich ihnen anschließen, wollte zurück in die Einsamkeit seiner Kabine, wo ihn niemand fragen würde, was auf der Mac Arthur geschehen war. Aber hier stand nun Sally vor ihm, und irgend etwas in seinem Innern wollte mit ihr reden dürfen, oder nur einfach in ihrer Nähe sein …

»Rod, Dr. Horvath sagt, die Splits haben Botschafter geschickt, die uns am Narrenpunkt treffen sollen, aber Admiral Kutuzov will sie nicht an Bord lassen! Ist das richtig?«

Verdammt! dachte er. Schon wieder die Splits, immer die Splits — »Ja, das stimmt.« Er wandte sich ab.

»Rod, warte! Wir müssen etwas tun! Rod, wohin willst du?« Sie starrte seinem davoneilenden Rücken nach. Was hab’ ich nur angestellt? fragte sie sich.

Blaines Tür war geschlossen, aber das Kontrolllicht zeigte an, dass sie nicht versperrt war. Kevin Renner zögerte, klopfte schließlich. Nichts rührte sich. Er wartete einen Augenblick lang und klopfte nochmals.

»Herein.«

Renner öffnete die Tür. Es kam ihm seltsam vor, in Blaines Kabine einfach so hineinspazieren zu können: kein Infanterieposten, der davor Wache hielt, nichts mehr von der eindrucksvollen Atmosphäre der Befehlsgewalt, die den Kommandanten eines Schiffs umgibt. »Hallo Käptn. Darf ich ein bisschen reinkommen?«

»Bitte. Möchten Sie etwas trinken?« Es war deutlich, dass Blaine alles egal war. Er schaute Renner nicht einmal an, und Kevin fragte sich, ob er diese Geste der Höflichkeit vielleicht ernst nehmen sollte. Er konnte um einen Drink bitten …

Nein. Nur immer schön langsam. Renner setzte sich und blickte sich um. Blaines Kabine war nicht groß. Hätte die Lenin Geschütztürme besessen, dann wäre ein Turmabteil etwa so groß gewesen. Es gab nur vier Männer und eine Frau an Bord, denen Einzelkabinen zugebilligt wurden, und Blaine nutzte seine kostbare Ellbogenfreiheit kaum aus. Er schien seit Stunden auf diesem Sessel zu sitzen, wahrscheinlich seit Ende der Trauerfeier. Umgezogen hatte er sich jedenfalls nicht. Er hatte eine von Michailovs Paradeuniformen ausborgen müssen, und sie passte ihm überhaupt nicht.

Schweigend saßen die beiden Männer da, und Blaine starrte in die Tiefen irgendeines inneren Raum-Zeit-Kontinuums, in das ihm sein Besucher nicht zu folgen vermochte.

»Ich hab’ mir Buckmans Arbeit angeschaut«, sagte Renner schließlich auf gut Glück. Mit irgend etwas musste er ja anfangen, und vermutlich besser nicht mit den Splits.

»Oh? Wie sieht sie aus?« fragte Blaine höflich und desinteressiert.

»Das Zeug geht über meinen Horizont. Er behauptet, beweisen zu können, dass sich im Kohlensack ein Protostern bildet. In tausend Jahren soll das Ding eigenes Licht ausstrahlen. Naja, mir kann er das nicht beweisen, weil mir einfach die Mathematik fehlt.«

1 ... 118 119 120 121 122 123 124 125 126 ... 174
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)