Shades of Grey - Geheimes Verlangen
- Автор: Джеймс Эрика Леонард
- Серия: Shades of Grey #1
- Год: 2012
- Язык: немецкий
- Жанр: Современная русская и зарубежная проза
Электронная книга - «Shades of Grey - Geheimes Verlangen». Краткое содержание книги:
»Gut. Christian hat mich heute Morgen zum Segelfliegen mitgenommen«, antworte ich, in der Hoffnung, das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken.
»Segelfliegen? In so einem winzigen Flugzeug ohne Motor?«
Ich nicke.
»Wow.« Sie ist sprachlos – eine echte Premiere. Sie sieht mich völlig verblüfft an, erholt sich jedoch schnell wieder und knüpft genau an der Stelle an, wo sie gestern Abend aufgehört hat.
»Und habt ihr geredet? Gestern Abend, meine ich?«
Ach du liebe Güte. Ich laufe tiefrot an.
»Haben wir. Gestern Abend und heute Morgen auch. Und es hat geholfen.«
»Gut.« Sie wendet sich wieder den vier Kochbüchern zu, die aufgeschlagen auf dem Küchentisch liegen.
»Mom, wenn du willst, kann ich mich auch ums Essen kümmern.«
»Oh, Schatz, das ist sehr lieb von dir, aber ich mache es lieber selbst.«
»Okay.« Ich schneide eine Grimasse. In Küchenfragen herrscht bei meiner Mutter das Prinzip »Topp oder Flop«. Vielleicht hat sie ja Fortschritte gemacht, seit sie mit Bob nach Savannah gezogen ist. Es gab Zeiten, in denen ich nicht einmal meinen schlimmsten Feind von ihr hätte bekochen lassen – außer vielleicht … Mrs. Robinson … Elena. Bei ihr würde ich wohl eine Ausnahme machen. Werde ich dieses verdammte Miststück eigentlich auch mal persönlich kennen lernen?
Ich beschließe, Christian eine kurze Mail zu schicken und mich zu bedanken.
Von: Anastasia Steele
Betreff: Durch die Lüfte
Datum: 2. Juni 2011, 10:20 Uhr EST
An: Christian Grey
Manchmal verstehst du es wirklich, einem Mädchen zu zeigen, wie man sich anständig amüsiert.
Danke.
Ana X
Von: Christian Grey
Betreff: Durch die Lüfte
Datum: 2. Juni 2011, 10:24 Uhr EST
An: Anastasia Steele
Und definitiv besser, als dir beim Schnarchen zuzuhören. Ich habe mich auch gut amüsiert.
Aber das tue ich ja immer, wenn du bei mir bist.
CHRISTIAN GREY
CEO, Grey Enterprises Holdings, Inc.
Von: Anastasia Steele
Betreff: SCHNARCHEN
Datum: 2. Juni 2011, 10:26 Uhr EST
An: Christian Grey
ICH SCHNARCHE NICHT.
Und falls doch, ist es höchst ungalant, es mir aufs Brot zu schmieren.
Sie sind kein Gentleman, Mr. Grey! Und das, obwohl Sie mitten im guten alten Süden zu Gast sind.
Ana
Von: Christian Grey
Betreff: Somniloquie
Datum: 2. Juni 2011, 10:28 Uhr EST
An: Anastasia Steele
Ich habe nie behauptet, ein Gentleman zu sein, Anastasia, was ich, wenn ich mich recht entsinne, im Rahmen zahlloser Gelegenheiten auch bewiesen habe.
Von deinen marktschreierischen GROSSBUCHSTABEN lasse ich mich jedenfalls nicht einschüchtern, allerdings bin ich bereit, eine kleine Lüge einzugestehen: Nein, du schnarchst nicht, aber dafür sprichst du im Schlaf. Und es ist höchst faszinierend. Was ist aus meinem Kuss geworden?
CHRISTIAN GREY
CEO & Flegel, Grey Enterprises Holdings, Inc.
Verdammter Mist. Ich weiß, dass ich im Schlaf spreche. Das hat Kate schon oft erzählt. Aber was zum Teufel habe ich gesagt?
Von: Anastasia Steele
Betreff: Raus mit der Sprache
Datum: 2. Juni 2011, 10:32 Uhr EST
An: Christian Grey
Du bist tatsächlich ein Flegel und ein übler Schurke – definitiv kein Gentleman.
Also, was habe ich gesagt? Los, raus damit, sonst ist Schluss mit Küssen!
Von: Christian Grey
Betreff: Schlafende Schönheit mit Kommunikationsbedürfnis
Datum: 1. Juni 2011, 10:35 Uhr EST
An: Anastasia Steele
Es wäre höchst ungalant, es zu verraten, außerdem wurde ich dafür ja bereits gemaßregelt. Aber wenn du brav bist, erzähle ich es dir vielleicht heute Abend. Jetzt habe ich einen Termin. Ciao, ciao, Baby.
CHRISTIAN GREY,
CEO & Flegel & übler Schurke, Grey Enterprises Holdings, Inc.
Ja, sonst noch was! Ich soll also bis zum Abend schön stillhalten. Ich schäume vor Wut. O Mann! Was, wenn ich im Schlaf gesagt habe, dass ich ihn hasse, oder, viel schlimmer noch, dass ich ihn liebe. O Gott, hoffentlich nicht. Ich bin einfach noch nicht bereit, es laut auszusprechen, und ich bin sicher, er ist noch nicht bereit, es zu hören, falls er es überhaupt jemals sein sollte. Ich beschließe spontan, ein Brot zu backen. Meinen Frust am Teig auszulassen hilft bestimmt, mich wieder besser zu fühlen.
Mom hat sich für eine Gazpacho und Steaks vom Grill entschieden, die sie in einer Mischung aus Olivenöl, Knoblauch und Limonen mariniert. Christian isst gern Fleisch, außerdem ist es einfach zuzubereiten. Bob wird den Grill höchstpersönlich übernehmen. Wieso sind Männer eigentlich so wild auf alles, was mit Feuer zusammenhängt?, frage ich mich, als ich meiner Mutter mit dem Einkaufswagen durch den Supermarkt folge.
Als wir an der Fleischtheke vorbeikommen, läutet mein Handy. Ich krame es heraus. Bestimmt ist es Christian, aber ich erkenne die Nummer nicht.
»Hallo?«, frage ich atemlos.
»Anastasia Steele?«
»Ja.«
»Hier ist Elizabeth Morgan von SIP.«
»Oh, hi.«
»Ich rufe an, weil ich Ihnen den Job als Assistentin von Mr. Hyde anbieten wollte. Könnten Sie am Montag anfangen?«
»Wow. Das ist ja toll. Vielen Dank!«
»Das Gehalt ist in Ordnung?«
»Ja. Ja … das heißt, ich nehme, was Sie mir angeboten haben. Ich würde schrecklich gern für Sie arbeiten.«
»Wunderbar. Dann sehen wir uns am Montag um halb neun.«
»Ja, gern. Und nochmals vielen Dank.«
Ich lege auf und strahle meine Mutter an.
»Du hast einen Job?«
Ich nicke begeistert, woraufhin sie einen spitzen Schrei ausstößt und mir mitten im Supermarkt um den Hals fällt.
»Glückwunsch, Schatz! Wir müssen dringend Champagner kaufen!« Sie klatscht in die Hände und hüpft vor Freude auf und ab. Wie alt ist sie? Zweiundvierzig oder zwölf ?
Stirnrunzelnd blicke ich auf das Display meines Handys. Ein Anruf in Abwesenheit. Von Christian. Eilig rufe ich zurück.
»Anastasia«, meldet er sich beim ersten Läuten mit leiser Stimme.
»Hi.«
»Ich muss nach Seattle zurück. Es gibt ein Problem. Ich bin schon auf dem Weg zum Flughafen. Bitte sag deiner Mutter, dass es mir äußerst leidtut, aber ich kann nicht zum Abendessen kommen.« Er klingt sehr geschäftsmäßig.
»Ich hoffe, es ist nichts Schlimmes.«
»Es gibt da eine Situation, um die ich mich kümmern muss. Ich sehe dich morgen. Ich schicke Taylor, damit er dich vom Flughafen abholt, falls ich es selbst nicht schaffen sollte.« Er klingt eisig. Beinahe wütend. Aber zum ersten Mal gehe ich nicht automatisch davon aus, dass es etwas mit mir zu tun hat.
»Okay. Ich hoffe, du bekommst die Situation in den Griff. Guten Flug.«
»Dir auch, Baby«, erwidert er sanft. Da ist er wieder – mein Christian. Er legt auf.
Ach du liebe Güte! Die letzte »Situation« war meine Jungfräulichkeit. Ich hoffe nur, diesmal ist es nichts in dieser Richtung. Ich sehe meine Mutter an, deren überschwängliche Begeisterung inzwischen in Besorgnis umgeschlagen ist.
»Das war Christian. Er muss nach Seattle zurück. Es tut ihm leid, aber er kann heute Abend nicht kommen.«
»Oh, wie schade, Schatz. Aber grillen können wir ja trotzdem. Außerdem haben wir ja etwas zu feiern – deinen neuen Job! Du musst mir alles darüber erzählen!«