Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Историческая проза » Der Graf von Monte Christo
Der Graf von Monte Christo - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Der Graf von Monte Christo

Электронная книга - «Der Graf von Monte Christo». Краткое содержание книги:

Mit erst neunzehn Jahren steht der französische Seemann Edmond Dantes vor dem Abgrund: Zwei schurkische Freunde haben ihn seiner Geliebten und seiner Zukunft beraubt, boshafte Intrigen haben ihn ins Gefängnis gebracht. Nach vierzehn schmachvollen Jahren jedoch gelingt ihm die Flucht aus seinem düsteren Kerker im Château d`If. Als begüterter Graf von Monte Christo kehrt er ins Leben zurück und bewegt sich fortan in den höheren Kreisen der Pariser Gesellschaft – beseelt nur von einem Gedanken: Rache. Nun ist er derjenige, der die Fäden zieht, um seinen Peinigern das Handwerk zu legen …
1 ... 108 109 110 111 112 113 114 115 116 ... 276
Перейти на страницу:

Gut, dachte Monte Christo, während er sich zurückzog; ich habe mein Ziel so ziemlich erreicht; ich halte den Frieden dieser Ehe in meinen Händen und kann mit einem Schlage das Herz des Mannes und das der Frau gewinnen; welches Glück! Aber ichbin Fräulein Eugenie Danglars nicht vorgestellt worden, während ich sie doch so gern hätte kennen lernen. Doch wir sind in Paris und haben Zeit vor uns. Es wird noch geschehen!

Zwei Stunden später erhielt Frau Danglars einenbestrickend liebenswürdigenBrief vom Grafen, worin er ihr schrieb, da er sein Erscheinen in der Pariser Welt nicht damit anfangen wolle, daß er eine hübsche Frau in Verzweiflungbringe, sobitte er sie, ihre Pferde zurückzunehmen. Als das Gespann wieder zurückgesandt wurde, trugen die Pferde das gleiche Geschirr, nur hatte der Graf in die Mitte jeder Rosette über dem Ohre einen Diamanten nähen lassen.

Danglars empfing auch einenBrief. Der Grafbat ihn um Erlaubnis, bei derBaronin dieser Millionärslaune entsprechen zu dürfen, und schriebihm zugleich, er möge die orientalische Manier entschuldigen, mit der die Zurücksendung der Pferde stattfinde.

Durch einen Schlag auf das Glöckchen gerufen, trat Ali am andern Morgen in das Kabinett des Grafen, der mit ihm am Abend vorher nach Auteuil gefahren war.

Ali, sagte Monte Christo, ich habe von deiner Geschicklichkeit im Werfen des Lassos gehört.

Ali machte einbejahendes Zeichen und richtete sich stolz auf.

Du könntest also mit dem Lasso einen Ochsen aufhalten?

Ali machte mit dem Kopfe einbejahendes Zeichen.

Einen Löwen?

Ali machte die Gebärde eines Menschen, der den Lasso schleudert, und ahmte ein ängstliches Gebrüll nach.

Ichbegreife, sagte der Graf, du hast den Löwen gejagt. Würdest du zwei toll gewordene Pferde in ihrem Laufe aufhalten?

Ali lächelte.

Wohl, so höre! sagte Monte Christo. Sogleich wird ein Wagen, fortgerissen von zwei Apfelschimmeln, denselben, die gestern noch mein waren, hier vorüberkommen. Dun mußt diesen Wagen vor meiner Tür anhalten, und sollten die Pferde dabei zu Grunde gehen.

Ali ging auf die Straße hinabund zog vor der Tür eine Linie auf dem Pflaster; dann kehrte er zurück und zeigte dem Grafen, der ihm mit den Augen gefolgt war, die Linie.

Der Graf schlug ihm sanft auf die Schulter… dies war seine Weise, Ali zu danken; dann ging der Nubier abermals hinabund rauchte seinen Tschibuk auf einem Randsteine, der die Ecke des Hauses und der Straßebildete, während Monte Christo sich mit anderen Dingenbeschäftigte.

Gegen fünf Uhr hörte man ein entferntes Rollen, das sich mit großer Geschwindigkeit näherte; es erschien eine Kalesche, deren Kutscher vergebens die Pferde zurückzuhalten suchte, die wütend, mit gesträubten Mähnen, in wahnsinnigen Sprüngen fortstürzten.

Eine junge Frau und ein Kind von sieben Jahren, die sich im Wagen eng umschlossen hielten, waren vor übergroßem Schrecken außer stande, einen Schrei auszustoßen; ein Stein unter einem Rad oder ein Anstreifen an einemBaume hätte genügt, den krachenden Wagen zu zerschmettern. Die Schreckensrufe der Vorübergehendenbegleiteten das dahinsausende Gefährt.

Plötzlich legte Ali seinen Tschibuk weg, zog den Lasso aus der Tasche, schleuderte ihn, daß er dreimal die Vorderbeine des linken Pferdes umwickelte, und ließ sich ein paar Schritte durch die Heftigkeit derBewegung fortreißen, aber dann stürzte das gefesselte Pferd nieder und lähmte die Anstrengungen des aufrecht gebliebenen, das mit aller Gewalt seinen Lauf fortzusetzen trachtete. Der Kutscherbenutzte diese Frist, um von seinem Sitze herabzuspringen; dochbereits hatte Ali das zweite Pferd mit eiserner Faust an den Nüstern gepackt, und vor Schmerz wiehernd, stand das Tier regungslos.

Dies alles spielte sich so schnell ab, wie die Kugel zum Ziel fliegt. Doch reichte es hin, daß ein Mann aus dem Hause, vor dem der Unfall sich ereignet hatte, mit mehreren Dienern herbeieilen konnte; in dem Augenblick, wo der Kutscher den Schlag öffnete, hober aus dem Wagen die Dame, die sich mit einer Hand an ein Kissen anklammerte, während sie mit der andern ihren ohnmächtigen Sohn an dieBrust drückte. Monte Christo trugbeide in den Salon und sagte, während er sie auf einen Diwan niederlegte: Seien Sie ruhig, gnädige Frau, Sie sind gerettet.

Die Frau kam zu sich und deutete auf ihren Sohn mit einemBlicke, beredter als alleBitten.

Ja, ichbegreife, sagte der Graf, das ohnmächtige Kind aufmerksambetrachtend; doch seien Sie unbesorgt, es ist ihm kein Unglück widerfahren, diebloße Angst hat den Kleinen in diesen Zustand versetzt.

Oh, mein Herr, rief die Mutter, sagen Sie mir das nicht, um mich zuberuhigen? Sehen Sie, wiebleich er ist! Mein Sohn! Mein Kind! Mein Eduard! Antworte doch deiner Mutter! Ach! mein Herr, lassen Sie einen Arzt rufen! Mein Vermögen dem, der mir meinen Sohn zurückgibt!

Monte Christo machte mit der Hand eine Gebärde, um die in Tränen zerfließende Mutter zuberuhigen, öffnete ein Kästchen, nahm daraus ein mit Gold verziertes Riechfläschchen vonböhmischem Kristall, das einenblutroten Saft enthielt, und ließ einen einzigen Tropfen auf die Lippen des Kindes fallen.

Obgleich immer nochbleich, schlug das Kind sogleich die Augen auf. Bei diesem Anblick ward die Mutterbeinahe wahnsinnig vor Freude.

Wobin ich? rief sie, und wem verdanke ich so viel Glück nach einer so grausamen Prüfung?

Gnädige Frau, antwortete Monte Christo, Sie sindbei einem Manne, der sich äußerst glücklich fühlt, daß er Ihnen einen Kummer ersparen konnte.

Oh! fluchwürdige Neugierde, versetzte die Dame; ganz Paris sprach von den schönen Pferden der Frau Danglars, und ich hatte den tollen Gedanken, mit ihnen fahren zu wollen.

Wie? rief der Graf mit vortrefflich gespielter Verwunderung, es sind die Pferde derBaronin?

Ja, mein Herr, Sie kennen sie?

Frau Danglars?… Ich habe die Ehre, und es gewährt mir doppelte Freude, daß ich Sie der Gefahr entrissen habe, der Sie durch diese Pferde preisgegeben waren; denn Sie hätten diese Gefahr mir zuschreiben können; ich hatte die Pferde gestern demBaron abgekauft, dieBaronin schien dies jedoch sehr zubedauern, so daß ich sie ihr mit derBitte, sie von meiner Hand anzunehmen, zurückschickte.

Sie sind also der Graf von Monte Christo, von dem Hermine gestern so viel mit mir sprach?

Ja, gnädige Frau.

Und ich, mein Herr, bin Frau Heloise von Villefort.

Der Graf verbeugte sich wie ein Mensch, vor dem man einen Namen zum ersten Male ausspricht.

Oh! wie dankbar wird Herr von Villefort sein! fuhr Heloise fort, denn Sie haben ihm seine Frau und sein Kind wiedergegeben; ohne Ihren edelmütigen Diener wäre ich sicherlich mit meinem Kinde umgekommen.

Ach! gnädige Frau, ich zittre noch, wenn ich an die Gefahr denke, der Sie ausgesetzt waren.

Oh! ich hoffe, Sie werden mir erlauben, den aufopfernden Dienst dieses Menschen würdig zubelohnen.

Gnädige Frau, ichbitte Sie, verderben Sie mir Ali weder durch Lobeserhebungen, noch durchBelohnungen. Ali ist mein Sklave; dadurch, daß er Ihnen das Leben gerettet hat, dient er mir, und mir zu dienen, ist seine Pflicht.

Aber er hat sein Leben gewagt, sagte Frau von Villefort, auf welche dieser Gebieterton einen seltsamen Eindruck machte.

Ich habe ihm sein Leben gerettet, entgegnete Monte Christo, folglich gehört es mir.

Während des folgenden kurzen Stillschweigens konnte der Graf nach Gefallen das Kindbetrachten, das seine Mutter mit ihren Küssenbedeckte. Es war klein, schwächlich, hatte eine so feine weiße Haut, wie sie gewöhnlich nur rothaarige Kinderbesitzen, und dennochbedeckte ein Wald von schwarzen, starren Haaren seine gewölbte Stirn und ließ, anbeiden Seiten des Gesichtes auf die Schultern herabfallend, die Lebhaftigkeit seiner einen hohen Grad von Verschlagenheit undBosheit verratenden Augen noch mehr hervortreten. Sein nun wieder roter Mund war von seinen Lippen umrandet, aber die Mundspalte zu weit; im ganzen deuteten die Züge des kaum achtjährigen Kindes auf mehr als zwölf Jahre. Es war sein erstes, daß er sich mit ungestümerBewegung aus den Armen seiner Mutter losmachte und das Kästchen öffnete, woraus der Graf das Elixierfläschchen genommen hatte. Dann wollte er, ohne um Erlaubnis zu fragen, die Pfropfen aus den Phiolen ziehen.

1 ... 108 109 110 111 112 113 114 115 116 ... 276
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)