Бесплатная библиотека
Читайте книгу на сайте или телефоне
READ-E-BOOK » Другие приключения » Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
Das flammende Kreuz: Roman (German Edition) - Читать Любимую Русскую Полную Книгу 👉 Read-E-Book.com

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)

Электронная книга - «Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)». Краткое содержание книги:

Das flammende Kreuz: Roman (German Edition)
1 ... 102 103 104 105 106 107 108 109 110 ... 424
Перейти на страницу:

»Hat er auch nicht. Vorlieben, meine ich. Pa ist vollkommen unmusikalisch. Mama sagt, er hat ein gutes Rhythmusgefühl, aber er kann keine Noten unterscheiden.«

»Das dachte ich auch. Aber warum –«

»Es mag ja sein, dass er keine Musik hört, Roger, aber er hört zu.« Sie sah ihn an, während sie den Kamm durch ihr verworrenes Haar zog. »Und er ist ein guter Beobachter. Er weiß, wie sich die Leute verhalten – und was sie fühlen –, wenn du diese Lieder singst.«

»Ach ja?«, murmelte Roger. Er spürte einen seltsamen Funken der Zufriedenheit bei dem Gedanken, dass Fraser die Wirkung seiner Musik tatsächlich bemerkt hatte, auch wenn er sie selbst nicht zu schätzen wusste. »Dann – dann möchte er also, dass ich sie ein bisschen aufwärme, ja? Sie in Stimmung bringe, bevor er selbst loslegt?«

»Genau.« Sie nickte, während sie die Schnüre ihres Leibchens öffnete. Aus der Beengung erlöst, hingen ihre Brüste plötzlich frei, rund und lose unter der dünnen Musselinbluse.

Roger verlagerte sein Gewicht und zupfte sich das Plaid zurecht. Sie bemerkte seine kleine Bewegung und sah ihn an. Langsam hob sie die Hände, umfasste ihre Brüste und hob sie an, ihre Augen auf die seinen gerichtet und ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Im ersten Moment hatte er das Gefühl, er hätte aufgehört zu atmen, obwohl sich seine Brust weiter hob und senkte.

Sie beendete den Augenblick, indem sie ihre Hände sinken ließ und sich umdrehte, um in der Truhe zu graben, in der sie ihr Leinen aufbewahrte.

»Weißt du, was genau er vorhat?«, fragte sie mit gedämpfter Stimme aus den Tiefen der Truhe. »Hatte er das Kreuz schon da stehen, als ihr aufgebrochen seid?«

»Aye, das weiß ich.« Jemmy gab leise Prustgeräusche von sich wie eine Spielzeuglok, die sich einen Berg hinauf kämpft. Roger nahm ihn unter den Arm und balancierte seinen fetten, kleinen Bauch auf seiner Hand. »Es ist ein flammendes Kreuz. Weißt du, was das ist?«

Sie tauchte aus der Truhe auf, eine frische Bluse in der Hand, und machte ein leicht verstörtes Gesicht.

»Ein flammendes Kreuz? Du meinst, er hat vor, auf dem Hof ein Kreuz zu verbrennen

»Na ja, nicht ganz, nein.« Er nahm mit der freien Hand das Bodhran von der Wand und schnippte versuchsweise mit dem Finger gegen das Trommelfell, um zu prüfen, ob es fest gespannt war. Dabei erklärte er kurz die Tradition des flammenden Kreuzes. »Das ist etwas ganz Seltenes«, sagte er abschließend und hielt die Gitarre außerhalb von Jemmys klammernder Reichweite. »Ich glaube nicht, dass es nach dem Aufstand in den Highlands je wieder gemacht wurde. Aber dein Vater hat mir erzählt, dass er es einmal erlebt hat – es ist etwas ganz Besonderes, dabei zu sein, wenn es hier erneut geschieht.«

Ganz rot vor historischer Begeisterung, fiel ihm gar nicht auf, dass Brianna sehr viel weniger Enthusiasmus an den Tag legte.

»Das mag ja sein«, sagte sie beklommen. »Ich weiß nicht … irgendwie ist es mir nicht geheuer.«

»Häh?« Roger sah sie überrascht an. »Wieso?«

Sie zuckte mit den Achseln und zog sich die zerknitterte Bluse über den Kopf.

»Ich weiß es nicht. Vielleicht kommt es ja nur daher, dass ich schon brennende Kreuze gesehen habe – in den Abendnachrichten im Fernsehen. Du weißt schon, der KKK – oder etwa nicht? Vielleicht bringen – brachten – die Nachrichten in Großbritannien so etwas ja nicht?«

»Der Ku Klux Klan?« Roger interessierte sich zwar weniger für bigotte Fanatiker als für den Anblick von Briannas blanken Brüsten, doch er gab sich Mühe, sich auf das Gespräch zu konzentrieren. »Oh, aye, habe davon gehört. Was meinst du denn, woher sie die Idee haben?«

»Was? Du meinst –«

»Klar«, sagte er fröhlich. »Sie haben es von den Immigranten aus den Highlands – von denen sie ursprünglich abstammten. Darum haben sie es ja auch ›Klan‹ genannt, aye? Und apropos«, fügte er interessiert hinzu. »Es könnte sein, dass dies hier – der heutige Abend – das Bindeglied ist. Der Anlass, der die Sitte aus der Alten Welt in die Neue bringt, meine ich. Wäre das nicht großartig?«

»Großartig«, wiederholte Brianna schwach. Sie hatte sich ein frisches Hemd angezogen und schlüpfte jetzt mit beklommenem Gesicht in ein sauberes, blaues Leinenkleid.

»Alles hat irgendwo seinen Anfang, Brianna«, sagte er, diesmal sanfter. »Meistens wissen wir gar nicht, wo oder wie; spielt es eine Rolle, wenn wir es diesmal wissen? Außerdem wird der Ku Klux Klan frühestens in hundert Jahren gegründet.« Er hievte Jemmy etwas höher und wippte ihn auf seiner Hüfte. »Das werden wir nicht mehr erleben, und nicht einmal unser Jemmy hier – vielleicht noch nicht einmal sein Sohn.«

»Toll«, sagte sie trocken, während sie ihr Leibchen anzog und nach den Schnüren griff. »Dann kann unser Urenkel ja der Rädelsführer werden.«

Roger lachte.

»Aye, vielleicht. Aber heute Abend ist es dein Vater.«

Kapitel 24

Spiel mit dem Feuer

Er wusste nicht genau, was er erwartet hatte. Etwas wie das Spektakel am großen Feuer des gatherings vielleicht. Die Vorbereitungen waren die gleichen, und sie umfassten große Mengen an Ess- und Trinkbarem. Ein großes Fass Bier und ein kleineres mit Whisky standen auf Planken am Rand des Hofes, und ein gigantisches Grillschwein drehte sich langsam an einem grünen Hickoryspieß über einem Kohlefeuer und entsandte Rauchwölkchen und ein köstliches Aroma in die kalte Abendluft. Die Frauen wechselten sich schon seit der Morgendämmerung mit der Beaufsichtigung des Barbecues ab – ein geladenes Gewehr stets zur Hand, für den Fall, dass sich raublustige Bären oder Großkatzen durch den Duft angezogen fühlten.

Gefahr gebannt, dachte Roger. Bis auf mehrere Meilen würde sich kein wildes Tier diesem Lärm nähern.

Er grinste den in Feuer getauchten Gesichtern vor ihm zu, die mit Bratenfett geölt und vom Alkohol gerötet waren, und schlug sein Bodhran. Sein Magen knurrte laut, doch das Geräusch ging im grölenden Refrain von »Killiecrankie« unter.

»O, I met the De-ev-ill and Dundeeeee

On the brae-aes o’ Killiecrankie-O

Wenn er schließlich irgendwann etwas zu essen bekam, würde er es sich verdient haben. Er spielte und sang bereits seit Anbruch der Dunkelheit, und jetzt ging der Mond über dem Black Mountain auf. Er nutzte den Refrain, um kurz inne zu halten, gerade lange genug, um nach dem Alebecher zu greifen, der unter seinem Hocker stand, und sich die Kehle anzufeuchten und dann die neue Strophe frisch gestärkt anzugehen.

»I fought on land, I fought on sea.

At hame I fought my auntie, Oh!

I met the Devil and Dundee

On the braes o’Killiecrankie-O

Während er sang, setzte er sein professionelles Lächeln auf, erwiderte hier einen Blick, konzentrierte sich dort auf ein Gesicht und rechnete sich im Hinterkopf seine Fortschritte aus. Er hatte ihnen jetzt gut eingeheizt – zugegebenermaßen mit ein wenig Hilfe seitens der dargebotenen Getränke – und sie auf das eingestimmt, was Brianna »Kriegstreiberei« genannt hatte.

Er konnte das Kreuz in seinem Rücken spüren, im Dunkeln beinahe unsichtbar. Doch jeder hatte die Gelegenheit gehabt, es zu sehen; er hatte das interessierte, spekulative Gemurmel gehört.

Jamie Fraser stand abseits, außerhalb des vom Feuer erhellten Kreises. Roger konnte seine hochgewachsene Gestalt gerade eben ausmachen, dunkel im Schatten der großen Blaufichte, die dicht neben dem Haus stand. Den ganzen Abend hatte sich Fraser systematisch unter den Anwesenden vorgearbeitet, war stehen geblieben, um hier eine Höflichkeit auszutauschen, dort einen Witz zu erzählen oder sich ein Problem oder eine Geschichte anzuhören. Jetzt stand er allein da und wartete. Fast an der Zeit also – was auch immer er vorhatte.

1 ... 102 103 104 105 106 107 108 109 110 ... 424
Перейти на страницу:
0
Сюжет
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Атмосфера
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Главный герой
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
0
Общее впечатление
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Итоговая оценка: 0.0 из 10 (голосов: 0 / История оценок)