Shades of Grey - Geheimes Verlangen
- Автор: Джеймс Эрика Леонард
- Серия: Shades of Grey #1
- Год: 2012
- Язык: немецкий
- Жанр: Современная русская и зарубежная проза
Электронная книга - «Shades of Grey - Geheimes Verlangen». Краткое содержание книги:
Ich schaffe es nicht, noch länger ernst zu bleiben, sondern grinse ihn wie eine Vollidiotin an. »Erwischt!«
Er kneift die Augen zusammen.
Schlagartig verstummt mein Lachen. Ehrlich gesagt, bekomme ich regelrecht Angst vor ihm. Scheiße. Mein Unterbewusstsein flüchtet sich in die nächste Ecke und kauert sich zusammen, während ich spüre, wie mir sämtliche Farbe aus dem Gesicht weicht. Ich sehe bereits vor mir, wie er mich schon wieder übers Knie legt.
»Erwischt!«, sagt er und feixt. Er schlingt die Arme um meine Taille und zieht mich an sich. »Sie sind unverbesserlich, Miss Steele.« Er sieht mich streng an und vergräbt die Hände in meinem Haar. Dann zieht er meinen Kopf nach hinten und küsst mich ungestüm, während ich die Finger um seine muskulösen Arme lege.
»So gern ich dich gleich hier auf der Stelle nehmen würde, aber du musst dringend etwas essen. Und ich auch. Ich will schließlich nicht, dass du mir ohnmächtig wirst«, murmelt er, ohne seinen Mund von meinen Lippen zu lösen.
»Ist das der einzige Grund, weshalb du mich willst – wegen meines Körpers?«, flüstere ich.
»Wegen deines Körpers und wegen deines losen Mundwerks.«
Wieder küsst er mich voller Leidenschaft, dann lässt er mich abrupt los, nimmt meine Hand und führt mich in die Küche. Etwas benommen folge ich ihm. In der einen Minute haben wir noch geschäkert, und in der nächsten … Ich fächere mir Luft zu, um meine erhitzten Wangen zu kühlen. Dieser Mann ist blanker Sex, und ich muss mich erst einmal beruhigen und etwas essen. Im Hintergrund höre ich immer noch die Arie.
»Was ist das für eine Musik?«
»Villa Lobos aus Bachianas Brasileiras. Schön, nicht?«
»Ja«, bestätige ich leise.
Auf der Frühstückstheke liegen zwei Gedecke. Christian nimmt eine Salatschüssel aus dem Kühlschrank.
»Ist Caesar Salad mit Hühnchen okay?«
Nichts allzu Schweres, Gott sei Dank.
»Ja, wunderbar. Danke.«
Ich sehe zu, wie er anmutig zu hantieren beginnt. Auf der einen Seite scheint er sich so wohl in seiner Haut zu fühlen, auf der anderen darf ihn niemand anfassen … Niemand ist eine Insel, denke ich, vielleicht mit Ausnahme von Christian Grey.
»Was denkst du gerade?«, fragt er und reißt mich aus meinen Überlegungen.
Ich werde rot. »Ich habe nur zugesehen, wie du dich bewegst.«
Amüsiert zieht er eine Braue hoch. »Und?«
Noch mehr Blut schießt mir in die Wangen. »Du bewegst dich sehr anmutig.«
»Vielen Dank, Miss Steele.« Er setzt sich neben mich und hält eine Flasche Wein hoch. »Chablis?«
»Bitte.«
»Nimm dir etwas Salat«, fordert er mich mit sanfter Stimme auf. »Also, erzähl – für welche Methode hast du dich entschieden?«
Im ersten Moment weiß ich nicht, wovon er spricht, doch dann fällt der Groschen.
»Für die Minipille.«
Er runzelt die Stirn. »Und du bist sicher, dass du daran denkst, sie regelmäßig zu nehmen? Jeden Tag zur selben Zeit?«
Meine Güte, natürlich! Woher weiß er so genau darüber Bescheid? Wieder werde ich rot. Wahrscheinlich weil eine oder gar mehrere meiner fünfzehn Vorgängerinnen zur selben Methode gegriffen haben.
»Ich bin sicher, du wirst mich daran erinnern«, erwidere ich.
Er mustert mich mit amüsierter Herablassung. »Ich werde die Alarmfunktion in meinem Kalender entsprechend einstellen.« Er grinst. »Und jetzt iss.«
Der Salat ist köstlich. Verblüfft stelle ich fest, dass ich Bärenhunger habe. Zum ersten Mal, seit ich ihn kenne, ist mein Teller schneller leer als seiner. Der Wein ist spritzig, kühl und fruchtig.
»Wie immer mit Feuereifer dabei, Miss Steele?«, fragt er und lächelt beim Anblick meines leeren Tellers.
Ich werfe ihm einen verstohlenen Blick zu. »Ja«, flüstere ich.
Ihm stockt der Atem. Unter seinem eindringlichen Blick spüre ich, wie sich die Atmosphäre zwischen uns ganz langsam verändert und die Luft zu knistern beginnt. Ich sehe das Lodern in seinen Augen, dem ich mich nicht entziehen kann. Er steht auf, tritt einen Schritt näher und zieht mich vom Barhocker.
»Willst du es wirklich?«, raunt er.
»Noch habe ich den Vertrag nicht unterschrieben.«
»Das weiß ich, aber neuerdings verstoße ich gegen sämtliche Regeln.«
»Wirst du mich schlagen?«
»Ja, aber diesmal wird es nicht wehtun. Im Moment habe ich kein Bedürfnis, dich zu bestrafen. Wärst du gestern Abend hier gewesen, hätte die Sache anders ausgesehen.«
O Mann. Er will mir also wehtun. Wie soll ich damit umgehen? Ich kann mein Entsetzen nicht verbergen.
»Lass dir von keinem etwas anderes einreden, Anastasia. Einer der Gründe, weshalb Menschen wie ich so etwas tun, ist, dass wir entweder gern Schmerz zufügen oder erleiden. So einfach ist das. Du allerdings nicht. Darüber habe ich gestern sehr lange nachgedacht.«
Wieder zieht er mich an sich, so dass ich seine Erektion an meinem Bauch spüren kann. Eigentlich wäre dies der Augenblick, in dem ich mich losreißen und abhauen sollte, aber ich kann nicht. Auf einer tiefen, elementaren Ebene, die ich beim besten Willen nicht ergründen kann, fühle ich mich geradezu magisch zu ihm hingezogen.
»Und bist du zu einem Ergebnis gelangt?«, frage ich leise.
»Nein. Aber jetzt habe ich nur einen einzigen Wunsch – dich fesseln und vögeln, dass dir Hören und Sehen vergeht. Bist du bereit dafür?«
»Ja«, hauche ich und spüre, wie sich jede Faser meines Körpers anspannt … Wow.
»Sehr gut. Komm mit.« Ohne das schmutzige Geschirr zu beachten, nimmt er mich an der Hand und führt mich nach oben.
Mein Herz pocht wie wild. Ich werde es also tatsächlich tun. Meine innere Göttin legt eine Pirouette nach der anderen aufs Parkett, wie eine russische Weltklasse-Ballerina. Er öffnet die Tür zu seinem Spielzimmer und tritt einen Schritt zur Seite, um mich vorbeigehen zu lassen. Und wieder befinde ich mich in Christians Kammer der Qualen.
Alles ist wie beim letzten Mal, derselbe Geruch nach Leder, nach zitronenhaltiger Politur und dunklem Holz, sehr sinnlich. Das Blut rauscht durch meine Adern, Adrenalin vermischt mit Lust und Verlangen. Ein Cocktail, der meine Sinne berauscht und meine Knie weich werden lässt. Ich sehe Christian an, doch vor mir steht ein völlig veränderter Mann – härter und gemeiner. Blanke Lust lodert in seinen Augen, sein Blick ist … hypnotisch.
»Solange du in diesem Zimmer bist, gehörst du mir«, sagt er leise, ganz langsam und bedächtig. »Und du wirst tun, was ich für richtig halte. Verstehst du das?«
Sein Blick durchbohrt mich. Ich nicke. Mein Mund ist staubtrocken, und es fühlt sich an, als würde mir das Herz gleich aus der Brust springen.
»Zieh deine Schuhe aus«, befiehlt er leise.
Ich schlucke und streife sie mir umständlich von den Füßen. Er bückt sich, nimmt sie und stellt sie neben die Tür.
»Gut. Zögere nicht, wenn ich etwas von dir verlange. Und jetzt werde ich dir dieses Kleid ausziehen. Darauf freue ich mich schon seit Tagen. Ich will, dass du dich wohl in deiner Haut fühlst, Anastasia. Du hast einen wunderschönen Körper, und es macht mir großen Spaß, ihn anzusehen. Wenn es nach mir ginge, könnte ich dich den ganzen Tag ansehen. Ich will, dass du dich weder schämst noch verlegen bist. Verstehst du das?«
»Ja.«
»Ja, was?« Er starrt mich finster an.
»Ja, Sir.«
»Ist das auch wahr?«, herrscht er mich an.
»Ja, Sir.«
»Gut. Und jetzt heb die Arme.«
Ich gehorche. Er nimmt den Saum meines Kleids und zieht es ganz langsam hoch; über meine Schenkel, meine Hüften, meinen Bauch, meine Brüste, meine Schultern und über den Kopf. Dann tritt er zurück, um mich in Augenschein zu nehmen, und legt geistesabwesend das Kleid zusammen, ohne den Blick von mir zu lösen. Er lässt es auf die Holzkommode neben der Tür fallen, dann umfasst er mein Kinn und sieht mich durchdringend an.