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Congo. Romanvorlage zum Film.

Электронная книга - «Congo. Romanvorlage zum Film.». Краткое содержание книги:

In der Datenzentrale der Earth Resources Technology Services (E.R.T.S.) in Houston, Texas, wartet Dr. Karen Ross auf die routinemäßige Telekommunikation mit einem Team aus dem menschenleeren Nordosten Zaires, das dort nach speziellen, industriell noch nicht herstellbaren Diamanten sucht. Doch die Kongo-Expedition meldet sich nicht. Über Satellit bietet sich Karen Ross ein entsetzliches Bild: brennende Zelte, Leichen - und ein unheimliches schwarzes Wesen, das die Kamera zerschmettert. Dann reißt die Verbindung ab. Die nächste Expedition leitet Karen Ross selbst und macht bald eine aufsehenerregende Entdeckung: graue Gorillas, die offenbar über eine hochentwickelte Intelligenz verfügen!
Das Nebeneinander von technischen Superwundern und ungebändigter Natur erzeugt eine grandiose Wirkung. Dieses Buch ist Seite für Seite eine Klasse für sich... New York Times
Über den Autor
Michael Crichton wurde 1942 in Chicago geboren und studierte in Harvard Medizin. Alle seine Romane Andromeda, Der große Eisenbahnraub, Jurassic Park, Enthüllung, Die Wiege der Sonne und viele mehr wurden auch als Filme weltweite Erfolge. Crichton ist Autor der weltweit erfolgreichen Fernsehserie ER Emergency Room.
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In Wirklichkeit war das Projekt VULKAN keineswegs langfristig angelegt. Es sollte beim nächsten Ausbruch des Mauna Loa durchgeführt werden, des größten tätigen Vulkans der Welt, der auf Hawaii, der Hauptinsel des Archipels liegt. Der erklärte Zweck des Projekts bestand darin, den Ablauf von Vulkanausbrüchen zu steuern. Den Mauna Loa hatte man gewählt, weil seine Eruptionen vergleichsweise milde und harmlos waren.

Obwohl der Schildvulkan sich lediglich bis zu einer Höhe von viertausendvierhundert Meter erhebt, ist er, von seinem Fuß aus gemessen, der höchste Berg der Welt, denn dieser liegt in den Tiefen des Ozeanbodens. Der Mauna Loa übertrifft an Rauminhalt den Mount Everest um mehr als das Doppelte, er ist eine einzigartige und außergewöhnliche geologische Formation. Er war schon seit langem der am gründlichsten untersuchte Vulkan der Geschichte, denn bereits 1928 hat man eine wissenschaftliche Beobachtungsstation an seinem Krater eingerichtet. Außerdem hatten die Menschen keinem Vulkan so ins Handwerk gepfuscht wie ihm. Man hat seine im übrigen recht dünnflüssige Lava, die in Abständen von jeweils drei Jahren seine Hänge hinunterfloß, schon durch die verschiedensten Eingriffe umgeleitet, angefangen bei einheimischen Arbeitstrupps mit Schaufeln und Sandsäcken bis hin zu Bombenabwürfen von Flugzeugen aus. Das Projekt VULKAN sollte den Ablauf einer Eruption des Mauna Loa dadurch ändern, daß man dem Riesenvulkan ein »Ventil« verschaffte: die ungeheuren Mengen flüssigen Magmas sollten durch eine Reihe in ihrer zeitlichen Abfolge genau aufeinander abgestimmter nichtatomarer Explosionen freigesetzt werden, die man an den Bruchlinien des Vulkanschilds auslösen wollte. Im Oktober 1978 wurde das Projekt VULKAN in aller Heimlichkeit durchgeführt. Man zog dazu Hubschrauber-Teams der Marine heran, die Erfahrung im Zünden hochbrisanter Resonanzladungen in Kegelform hatten. Das Projekt VULKAN dauerte zwei Tage. Am dritten Tag gab das zivile Vulkanlabor des Mauna Loa öffentlich bekannt: »Der Oktoberausbruch des Mauna Loa ist schwächer ausgefallen als erwartet. Mit Nachfolgeeruptionen wird nicht gerechnet.«

Obwohl das PROJEKT VULKAN geheim war, hatte Munro doch eines Abends beim Trunk am Lagerfeuer in der Nähe von Ban-gezi alles darüber erfahren. Und als jetzt Karen Ross die Zündung von Resonanzladungen in der Nähe eines Vulkans plante, der sich in seiner Ausbruchsphase befand, fiel es ihm wieder ein. Der Grundgedanke beim Projekt VULKAN war es gewesen, daß unvorstellbare aufgestaute geologische Kräfte - ob die eines Erdbebens, eines Vulkans oder eines Wirbelsturms über dem Pazifik - mit Hilfe eines vergleichsweise geringen Energieaufwands auf verheerende Weise entfesselt werden konnten. Karen Ross machte sich daran, ihre Kegelladungen zu zünden. »Meinen Sie nicht«, fragte Munro, »daß Sie noch einmal versuchen sollten, mit Houston Verbindung aufzunehmen?« »Das geht nicht«, sagte Ross selbstsicher. »Ich muß auf eigene Faust entscheiden - und ich bin entschlossen, jetzt die Mächtigkeit der Diamantenvorkommen an den Hängen abzuschätzen.« Im Verlauf ihres weiteren Streitgesprächs zog Amy davon. Sie nahm den Zünder, der neben Karen Ross' Rucksack lag. Es war ein winziges Handgerät mit sechs Leuchtdioden, die Amy überaus faszinierten. Sie machte Anstalten, mit ihren Fingern auf die Knöpfe zu drücken.

Karen Ross sah zu ihr hinüber. »Oh, mein Gott.« Munro wandte sich um. »Amy«, sagte er sanft. »Amy, nein. Nein. Amy nicht lieb.« Amy lieber Gorilla Amy lieb.

Amy hielt den Zünder in der Hand. Die blinkenden Leuchtdioden hatten es ihr angetan. Sie sah zu den Menschen hinüber. »Nein, Amy«, sagte Munro. Er wandte sich Elliot zu. »Können Sie sie nicht davon abbringen?«

»Ach, zum Teufel, was soll's?« sagte Karen Ross. »Mach nur, Amy.«

Eine Reihe dumpfer Detonationen trieb Diamantenstaub aus den Stollen des Bergwerks, dann trat Stille ein. »Na, bitte«, sagte Karen Ross schließlich, »ich hoffe, Sie sind zufrieden. Es ist doch völlig klar, daß eine so winzige Sprengladung unmöglich den Vulkan beeinflussen kann. Überlassen Sie es also in Zukunft bitte mir, über die wissenschaftlichen Aspekte zu entscheiden, und -« Und dann rumpelte es in den Eingeweiden des Bergs, und die Erde bebte so stark, daß alle zu Boden geworfen wurden.

4. ERTS Houston

Es war ein Uhr nachts in Houston. R. B. Travis saß in seinem Büro und blickte mit gefurchter Stirn auf den Kontrollbildschirm des Computers. Er hatte gerade vom Kitt Peak-Observatorium das letzte Bildmaterial über die telemetrische Auswertung der Sonnenfleckentätigkeit erhalten. Man hatte ihn den ganzen Tag auf die Werte warten lassen - einer von mehreren Gründen für Travis' schlechte Laune.

Das Bildmaterial, das die Kugelgestalt der Sonne erkennen ließ, lag in Negativform vor ihm, so daß die Sonne schwarz erschien. Von ihr hob sich eine leuchtend weiße Kette von Sonnenflecken ab. Es waren mindestens fünfzehn größere Sonnenflecken über die Kugel verteilt. Einer von ihnen hatte die ungeheure Sonneneruption ausgelöst, die gegenwärtig sein Leben zur Hölle machte. Schon seit zwei Tagen übernachtete Travis in der ERTS. Alle Unternehmungen schienen plötzlich auf Schwierigkeiten zu stoßen. Ein ERTS-Team befand sich im Norden Pakistans, nicht weit von der Grenze zu Afghanistan, wo Unruhen herrschten; ein weiteres befand sich in Zentral-Malaysia, in einem Gebiet, aus dem kommunistische Aufstände gemeldet wurden. Und die Expedition im Kongo, die zuerst auf aufrührerische Eingeborene und nun anscheinend auf bisher unbekannte gorillaähnliche Geschöpfe gestoßen war.

Durch die Sonnenfleckentätigkeit war die Verbindung zu allen Gruppen der ERTS auf der ganzen Welt seit über vierundzwanzig Stunden unterbrochen. Travis hatte den Computer Hochrechnungen für jedes Team durchführen und die Ergebnisse alle sechs Stunden auf den neuesten Stand bringen lassen. Die Ergebnisse gefielen ihm nicht. Die Gruppe in Pakistan war vermutlich wohlauf, würde aber sechs Tage länger brauchen und zusätzliche zweihunderttausend Dollar kosten. Das Team in Malaysia war in ernster Gefahr. Und das Schicksal der Kongo-Expedition wurde als »AUA« eingestuft, was im Programmierjargon der ERTS für »absolut unabschätzbar« stand. Travis hatte in der Vergangenheit zweimal eine AUA-Gruppe gehabt, 1976 im Amazonas-Becken und 1978 in Sri Lanka, und in beiden Fällen waren Menschen ums Leben gekommen.

Die Dinge standen schlecht. Doch sah die neueste Darstellung der Sonnenfleckentätigkeit weit besser aus als die vorige. Und es war ihnen allem Anschein nach vor mehreren Stunden gelungen, einen kurzen Kontakt mit dem Kongo herzustellen, wenn auch von Karen Ross keine bestätigende Antwort gekommen war. Ob das Team die Warnung empfangen hatte oder nicht? Er starrte verärgert auf die schwarze Kugel.

Richards, einer der Programmierer für die Hauptprogramme, steckte den Kopf zur Tür herein.

»Hier ist etwas, das mit der Kongo-Expedition zu tun hat.«

»Her damit«, sagte Travis. Die kleinste Neuigkeit über diesen Forschungstrupp war willkommen.

»Die Erdbebenwarte an der Universität Johannesburg berichtet von leichten Erschütterungen, die um 12 Uhr 04 Ortszeit eingesetzt haben. Die Koordinaten des vermuteten Epizentrums dek-ken sich mit der Lage des Muhavura,    eines der    Virunga-Vulkane. Die fortgesetzte Bebentätigkeit liegt zwischen fünf und acht auf der Richterskala.«

»Gibt es Bestätigungen?« wollte Travis wissen. »Die nächst gelegene Bebenwarte ist in Nairobi. Dort hat man eine Bebenstärke von sechs bis neun auf der Richterskala bzw. neun auf der Mercalliskala gemessen. Sie berichten auch, daß Kraterauswurf niedergeht.    Sie sagen,    daß die gegenwärtigen atmosphärischen Bedingungen zu schweren elektrischen Entladungen führen können.«

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